Hast du es jemals bereut?

von Arzani92
KurzgeschichteFreundschaft / P12
Ben Beckman der Rote Shanks
10.02.2014
10.02.2014
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Titel: Hast du es jemals bereut?
Inhalt: Ben erinnert sich an sein erstes Treffen mit Shanks
Haupchara: Ben, Shanks (kein Pair nur tiefe Freundschaft)
Alterseinstufung: P12


Leise rauschte das Meer und schlug stetig gegen den Bug des Schiffes. Es war eine ruhige Nacht für die unberechenbare Grandline und keine einzige Wolke trübte den sternenklaren Himmel. Der gelbe Mond erhellt die Jolly Roger, die leise im Wind flatterte. Das Bild, das sie zeigte, hatte eine unverkennbare Ähnlichkeit mit der Gestalt, die gegen die Reling lehnte. Auch sie zierte drei lange Kratzer, die über das linke Auge liefen.
Der Mann an Deck des großen Schiffes betrachtete die Spiegelung der hellen Scheibe im dunklen Wasser. Es war ein seltenes Bild, denn normalerweise war die Abendzeit die Lauteste auf der Red Force und ihr Kapitän der Mann im Zentrum aller Feiern, die bis spät in die Nacht gingen. Doch diesen Abend schlief die Mannschaft, nur die Nachtwache musste der Müdigkeit trotzen.
Sie hatten Landgang gehabt, eine seltene Gelegenheit für eine Mannschaft wie ihre. Natürlich hatten alle Männer die Chance genutzt und waren ausgestreunt. Was sie gemacht hatten, es war egal. Landgang hieß Freizeit und üblicherweise endete diese Freizeit in den örtlichen Bars. Gestern waren sie wieder in See gestochen und nun schliefen alle ihren Rausch aus. Doch wie es schien, hatte auch sein Käpt’n keinen Schlaf gefunden.
Mit leisen Schritten ging der grauhaarige Mann auf die große Gestalt zu und lehnte sich ebenfalls an die Reling. Er konnte die Wärme seines Nebenmannes spüren und fühlte fast dessen Gedanken. Lange sagten beide Männer nichts, regten sich nicht, nur ihr Atem war zu hören. Dann drehte sich Shanks zu ihm um.
„Du bist der einzige Pirat den ich kenne, der nach Landgang keinen Kater hat.“
Ein kurzes Grinsen huschte über das Gesicht des Angesprochenen und ließ die schmalen Augen glitzern. Seine Hand fasste in seine Gesäßtasche und holte dort eine Zigarette hervor. Kurz erhellte ein kleines Feuer die Nacht, dann zog er genüsslich an seinem Laster.
„Wie kommt es dann, dass du auch keinen hast?“
Rauch stieg in die Luft, schimmerte im Mondlicht und verschwand gen Himmel, als er ihn durch die Zähne blies. Ein leises Seufzen hallte über das Deck, dann war es still.
Seine Augen musterten den Menschen, der neben ihn stand und den er nun schon so lange kannte. Der Wind ließ die roten Haare zerzausen. Seit Shanks damals seinen Hut an Luffy verliehen hatte, hatte er keinen anderen mehr aufgehabt. Doch immer noch war das Rot leuchtend und verlieh, zu Recht, ihrer Crew den Namen. Dunkel schimmerten sie nun, erhellt im Licht der Nacht und zauberten ein interessantes Leuchten auf das Gesicht ihres Besitzers.
„Ben?“
Der Angesprochene horchte auf. Der Tonfall, mit dem sein Name ausgesprochen wurde war ungewöhnlich nachdenklich. Normalerweise war sein Kapitän ein fröhlicher Mann, seine nachdenkliche Seite zeigte er nicht jedem. Aber trotzdem hatte Ben auch diese schon oft gesehen. Es war eine seltene Ehre, die ihm hier zuteilwurde. Doch er erwiderte nichts. Musste er auch nicht, denn die Gedanken, die noch ausstanden, formten sich nun auch zu Worten.
„Hast du es jemals bereut?“
Kurz verengten sich die Augen des Vizes. Er wusste was gemeint war, aber er fragte trotzdem nochmal.
„Du meinst, dass ich dir gefolgt bin.“
Es klang mehr wie eine Aussage, als wie eine Frage. Es war auch mehr eine Aussage, denn er wusste, dass es das war, was Shanks gemeint hatte. Wieder herrschte Stille, doch sie war angenehm. Sie vermischte sich mit der Dunkelheit der Nacht und dem Leuchten des Mondes. Sie trug seine Gedanken zurück zu einer Stadt die Geschichte geschrieben hatte.


- Logue Town -

Der Regen hatte lange angehalten und Shanks war froh darum. Er hatte seine Tränen versteckt, sie in der Dunkelheit verwischt und seine Trauer eingehüllt. Der rothaarige Junge mit dem Strohhut konnte immer noch nicht fassen, dass sein Käpt’n nun tot war, doch es gab leider keinen Zweifel daran. Er hatte es gesehen, hatte die letzten Worte gehört und wusste, dass sie die Welt verändert hatten. Doch es war ihm egal gewesen. Die Trauer hatte ihn eingehüllt und stumm gemacht. Für den Rest der Menschheit war vielleicht der Piratenkönig hingerichtet worden, aber für ihn, für Shanks, war ein Mann gestorben, den er als Vaterersatz gesehen hatte. Roger war sein Kapitän gewesen, der Mann, der ihm ein neues Leben geschenkt hatte und hier und jetzt war dem ehemaligen Crewmitglied des hingerichteten Piraten klar dass er niemals wieder unter einem andern Menschen würde segeln können. Das Loch, das in seiner Brust zu klaffen schien, es ließ sich nicht schließen. Es war das Stück, das mit Roger gestorben war.
Aber im Moment hatte er andere Probleme. Er würde noch genügend Zeit haben zu trauern, aber erst Mal musste er aus dieser Stadt weg. Seit Stunden wanderte er nun durch die verwinkelten Gassen, doch er fand keinen Weg zu Hafen. Dort vertäut lag ein kleines Fischerboot, mit dem er auch nach Logue Town gekommen war und eigentlich hatte Shanks vorgehabt, mit diesem auch wieder in See zu stechen. Doch es wimmelte von Marinesoldaten und diese erkannten Piraten auf zehn Metern. Als würden sie riechen, dass er unter der schwarzen Flagge gesegelt war und segeln würde.
Er bog um eine Ecke, nur um sich sofort wieder in die Schatten zu verziehen. Marinesoldaten versperrten seinen Weg. Aber der Rothaarige war sich sicher, dass er nur diese Straße lang gehen musste, um zu seinem Boot zu kommen.
Er drückte sich an die Hauswand und lugte erneut um die Ecke. Es waren fünf Männer, sie trugen ihre weißen Mäntel, die der Junge schrecklich fand. ‚Absolute Gerechtigkeit‘ – schon immer hatte er in Gerechtigkeit etwas anderes gesehen, als die Marine, aber es war im Moment unerheblich. Denn die Männer hielten einen Jungen, vielleicht etwas älter als er selbst es war, in ihrer Mitte und sofort regte sich etwas in der Brust des jungen Piraten. Die Augen des Anderen glitzerten wütend und seine Haltung war angespannt. Shanks kannte diese Haltung, oft genug hatte er sich selbst in so einer Situation befunden. Aber er hatte immer seine Freunde, seine Crew an seiner Seite gehabt. Rayleigh oder Roger, ja sogar Buggy, irgendjemand war immer da gewesen. Schmerz drückte sich in seine Brust, doch er wischte die aufkommenden Tränen weg. Jetzt war er an der Reihe. Schon immer hatte Shanks den Traum gehabt sein eigener Käpt’n zu sein und nun, nach Rogers Hinrichtung, gab es auch keine andere Alternative mehr für den jungen Piraten. Er würde seine eigene Crew finden - auch wenn Buggy abgelehnt hatte - und irgendetwas sagte ihm, dass hier sein erstes Mitglied seine Hilfe brauchte.

Hatte es sein ehemaliger Kapitän nicht auch immer so gemacht? Mutig drückte er den Strohhut feste auf seine roten Haare, zog sein Schwert und dann rannte er los. Den Überraschungseffekt nutzend stieß er den ersten Soldaten gegen die Mauer. Den zweiten erwischte er mit der Klinge, doch dann hatten sich die Marinesoldaten gefangen und nur knapp entkam Shanks dem Schlag eines Weiteren. Die drei verbliebenen Männer hatten ihre Waffen gezogen und drängten ihn zurück. Im Augenwinkel sah er die erstaunten Augen des schwarzhaarigen Jungen. Ihre Blicke flogen hin und her, denn während die drei Männer ihr ursprüngliches Opfer vergessen hatten, wusste Shanks nicht mehr, wie er aus seiner Situation rauskommen sollte. Sie hatten ihn gegen die Wand gedrängt und nun fühlte er den kalten Stein im Rücken. Das lief nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte.
Doch dann rannte der fremde Junge los, rammte einen der Soldaten und brachte ihn so zum kippen. Die Chance nutzend wand sich der bedrängte, rothaarige Pirat durch das Loch, dass sich im bot und schnappte sich den Anderen. Shanks zog den Jungen einfach hinter sich her, doch dieser machte sich los, hob etwas vom Boden auf und ließ es in seinem Gürtel verschwinden.
Fluchend drehte sich der Rothaarige um, da er einfach weiter gerannt war. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sein Begleiter einfach stehen blieb.
„Komm schon!“
Dann rannte der junge Pirat weiter in Richtung Hafen. Die Marinesoldaten würden ihm sicher nicht lange die Chance auf eine Flucht lassen. Nur die Schritte hinter Shanks verrieten ihm, dass der schwarzhaarige Junge ihm folgte. Nach einem kurzen Sprint hatte er auch wirklich den Hafen erreicht. Bevor er aus der Gasse trat schnappte er sich die Hand des anderen, der sofort verstand. Zügig aber nicht hetzend schlängelten sich die zwei unerkannt durch die Menschenmassen, die immer am Hafen herrschten. Kein Marine nahm mehr Notiz von ihnen.
Etwas abseits dümpelte Shanks' Boot, mit geübten Handgriffen macht er es los und schwang sich hinein. Es schaukelte auf dem Wasser, doch er war das gewohnt, fühlte es sich für ihn doch an wie fester Boden. Dann drehte er sich um.
Noch immer stand der Junge, den er eben gerettet hatte am Steg, keuchte leise und schaute verwirrt in sein Gesicht.
„Komm schon. Die warten nicht, bis wir gemütlich von hier verschwunden sind.“
Genervt starrte Shanks ihn an, da er nicht auf die Worte reagiert hatte. Was wartete er denn noch? Doch anstatt das der Andere ihm folgte, wurde sein Blick wütend.
„Spinnst du eigentlich. Die hätten uns fast umgebracht.“
Der Blick, der den Rothaarigen traf war zornig, wurde aber einfach von ihm abgewunken.
„Ach was, mit sowas muss man als Pirat leben.“
Wieder war die Reaktion die darauf kam anders als gedacht. Voller Hohn spottete die Stimme des Jungen.
„Du Pirat? Du bist ja noch nicht mal alt genug um einschätzen zu können, wie gefährlich eine Situation ist. Du überlebst keine drei Tage draußen auf der See.“
Doch wieder lachte Shanks die Vorwürfe einfach weg.
„Seit ich denken kann bin ich Pirat. Ich weiß schon was ich tu.“
Doch auch das konnte nicht überzeugen.
„Hat man gemerkt. Sicher bist du wie alle anderen Deppen auch, die jetzt denken, sie könnten irgendeinen Schatz suchen, den Gold Roger angeblich versteckt hat. Das ist doch Blödsinn. Als ob diese Leute wissen, auf was sie sich da einlassen, wenn sie einem Traum nachjagen, den es nicht gibt.“

Ohne nachzudenken stürzte Shanks sich auf den Jungen und verpasste ihm einen Faustschlag. Geschockt wurde er angestarrt, aber es war ihm egal.
„Er heißt Gol D. Roger und nicht Gold Roger und schon allein das zeigt, dass du keine Ahnung hast. Das One Piece gibt es. Es ist kein Traum. Ich habe es gesehen!“
Immer weiter weiteten sich seine Augen, als Shanks ihn anschrie. Er hob abwehrend die Hände, vermutete wohl, dass er noch einen Schlag abbekam, doch stattdessen sah er, wie Tränen dem Rothaarigen die Wangen runter kullerten. Die Trauer, die Shanks kurzzeitig verdrängt hatte, sie war mit einem Schlag zurück gekehrt.

Es war egal was dieser Ignorant dachte. Er hatte Roger beleidigt und das war in den Augen des Strohhutträgers unverzeihlich. Anstatt sich weiter die Blöße zu geben vor einem Fremden zu weinen, sprang er wieder zurück in sein Boot und tätigte die nötigen Handgriffe um los zu segeln. Er wollte weg von der Stadt, die ihm seinen Kapitän genommen hatte, auch wenn er wusste, dass dieser auch ohne Hinrichtung gestorben wäre. Grade als er sich an dem Segel zu schaffen machen wollte, hörte er wieder die Stimme des Jungen.
„Was heißt du hast es gesehen?“
Wütend drehte sich Shanks um.
„Du bist ja immer noch da. Ich dachte ich bin ein Depp, weil ich Pirat bin.“
Doch der Schwarzhaarige ging nicht drauf ein. Stattdessen schnappte er sich das Tau, das das B[oot noch am Steg hielt, damit er nicht wegkam.
„Was meintest du damit? Nur - wie hast du ihn genannt - Gol D. Roger und seine Crew können wissen wo das One Piece ist.“
Wütend zerrte Shanks an dem Tau, doch sein Gegenüber ließ nicht los.
„Ich WAR in seiner Crew. Aber das One Piece interessiert mich nicht. Ich bin nicht Pirat geworden um reich zu werden, Käpt’n Roger übrigens auch nicht. Wenn dich das interessiert such Buggy. Ich will die Meere sehen, die Inseln, die ich noch nicht bereist habe. Ich will mein EIGENER Käpt’n sein und meine eigene Crew haben. Ich will frei sein. Ein Pirat zu sein heißt frei sein und sein eigener Herr sein. Aber davon verstehst du sicher nichts“

Wieder kamen Shanks die Tränen. Normalerweise war er keiner, der schnell weinte oder gefühlsduselig war, aber das hier war zu viel. Erst die Hinrichtung seines alten Kapitäns und nun das. Dieser Typ sollte endlich das Tau loslassen. Doch stattdessen sprang der Junge am Ufer  behände auf das Boot und schuckte es vom Steg weg, so dass es auf die offene See fahren konnte. Dann hielt er ihm die Hand hin.
„Doch davon versteh ich was.“
Sein Ton wurde leiser, seine Augen schauten den weinenden Shanks ruhig an.
„Tut mir Leid. Ich dachte du wärst auch so einer, der glaubt man wird als Pirat schnell reich. Aber so bist du wohl doch nicht … Käpt’n …?“
Irritiert ließ sich der Rothaarige, den es umgeworfen hatte, von seinem Gegenüber hochziehen.
„Shanks.“
Inzwischen stand er wieder und blickte in schmale Augen, die ihn ruhig musterten.
„Ben Beckman … du warst wirklich in der Crew des Piratenkönigs?“
Immer noch irritiert nickte der Angesprochene. Dann stahl sich ein Grinsen auf sein Gesicht.
„Willst du in meine Crew eintreten? Du könntest mein Vize werden. Ich brauch auch noch einen Navigator, einen Schiffszimmermann, einen Arzt und einen Koch. Aber mit dir als Vizen wäre ich dem ganzen schon mal einen Schritt näher. Und ein Schiff brauchen wir auch noch.“
Inzwischen war ihr Boot ein ganzes Stück vom Hafen abgetrieben und zufrieden lehnte sich Shanks an das Holz, kramte in einem Seesack und zog eine Flasche aus diesem. Dann schaute er gespannt auf seinen Mitfahrer und wartete auf dessen Antwort. Diese fiel allerdings ein bisschen anders aus als erwartet.
„Hast du wirklich einen Plan, was du tust?“
Lachend setzte der Rothaarige mit dem Strohhut die Flasche an seine Lippen und trank einen Schluck.
„Nein, aber du scheinst ein schlauer Bursche zu sein. Du kannst ja einen entwerfen. Oder du lässt dich einfach treiben. Das Meer nimmt eh jeden so wie er ist.“
Seufzend ließ sich Ben auf seinen Hintern fallen. Das fing ja schon gut an mit seinem neuen Käpt’n.
„Ich glaube wir schaffen es nicht mal bis zur nächsten Insel.“
Darauf folgte nur ein Lachen.
„Ach quatsch. Komm trink nen Schluck.“


„Ich hab damals wirklich nicht daran geglaubt, dass wir es bis zur nächsten Insel schaffen. Da siehst du mal, wie ich mich getäuscht habe.“
Grinsend hatte Ben die Worte geflüstert. Lange war es nun her, dass er seinen Kapitän getroffen hatte. Damals war er nur auf Grund eines Hauches von Ahnung mit dem seltsamen Jungen mitgegangen. Er hatte nichts gehabt, was er hätte vermissen können. Das hatte es einfacher gemacht, doch selbst wenn, Ben glaubte, er wäre trotzdem gegangen.
Ein brummendes Vibrieren erfasste den Körper neben ihn und das Lachen das folgte erinnerte stark an den Jungen, der ihn damals nach keiner Minute zum Vizen ernannt hatte. Nie hatte er seine Entscheidung revidiert.
Wieder musterte der inzwischen Grauhaarige die Gestalt neben ihm. Der Wind bauschte den schwarzen Mantel auf und ließ die roten Haare fliegen. Das Mondlicht zeichnete weich die Kanten des Gesichts. Er war alt geworden, die Narben hatten zugenommen, aber trotzdem erkannte Ben unter all dem immer noch den frechen Jungen, der ihn gerettet hatte. Den Jungen, der seinen Traum wahr gemacht hatte, ihn lebte und die Meere bereiste, mit seiner ganz eigenen Crew. Nach all den Jahren konnte er ehrlich sagen, dass er froh war, zu dieser Crew zu gehören und unter diesem besonderen Mann zu segeln. Er war glücklich, denn hier neben ihm stand sein Kapitän und bester Freund und mit ihm hatte er die beste Zeit seines Lebens. Eine Zeit die immer noch andauerte, solange sie sich Piraten nannten.
„Sag mal Ben, was war es eigentlich was du damals aufgehoben hast?“
Interessiert streifte ihn der Blick aus den wachen Augen. Grinsend zuckte der Vize mit den Schultern.
„Ach, nur meine erste Pistole. Deswegen hatte mich die Marine auch so eingekesselt. Es war nämlich ursprünglich ihre.“
Kurz weiteten sich die Augen des rothaarigen Mannes, dann lachte er lauthals los. Fröhlich verklang das Lachen in der Nacht, stieg in den Himmel hinauf und leuchtete mit den Sternen um die Wette. Geschickt setzte er sich, trotz des fehlenden Arms, auf die Reling und schloss die Augen. Immer noch funkelte das Grinsen auf seinem Gesicht.
Lautlos hörte Ben den Wellen zu und betrachtete das ihm so bekannte Gesicht. Dann schüttelte er den Kopf, lehnte sich zum Ohr des Mannes, den er auf ewig schätzen würde und murmelte leise die Antwort auf die Frage, die sie erst zu diesem Punkt gebracht hatten. Ob er es bereute, damals in das Boot gestiegen zu sein? Ob er es bereute Pirat geworden und Shanks gefolgt zu sein? Lächelnd schüttelte er wieder Kopf.
„Keine Sekunde, Käpt’n, keine Sekunde!“


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Ich hab mich oft gefragt, warum Shanks als einer der 4 Kaiser nicht dem One Piece hinterherjagt. Das hier ist so ein bisschen meine Antwort dazu. Ich hoffe es hat euch gefallen.
Liebe Grüße
Arzani
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