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Kopfwirrwarr

GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
Ashton Irwin Michael Clifford
10.02.2014
10.02.2014
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Hey ihr!

Mein erster offizieller 5SoS-OS! Mal sehen wie er bei euch ankommt. Ich bin ein bisschen nervös deswegen :))

Viel Spaß! ♥

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Die Tür zu unserer Wohnung klingelte Sturm. Irgendein Idiot wusste nicht das es reichte nur einmal zu läuten. Wir waren immerhin nicht taub!

"Macht doch einer Mal auf.", schrie ich über den Lärm des Fernsehers hinweg. Doch keiner bequemte sich. Ich konnte mir schon halb denken wer davor stand: Niall. Wir wollten alle zusammen eine Rundfahrt durch London machen. Zu etwas anderem waren wir nicht in er Lage, weil Niall erst vor kurzem operiert worden ist. Da musste er sein Bein schonen.
Stöhnend gab ich mich geschlagen, erhob mich aus dem kuscheligen Sessel. Kaum saß ich gemütlich, da wurde ich auch schon wieder gestört. Die Chipstüte legte ich auf den Tisch vor mir.
Im Flur sah ich, dass Calum halb nackt durch die Wohnung flitzte. Immer noch nicht fertig? Schon vor einer Stunde begann er damit. Doch so war er. Einzig allein Ashton schaffte es immer pünktlich zu sein. Ich allerdings konnte mich da ebenfalls nicht heilig sprechen. Dafür trödelte ich selbst viel zu sehr.

"Hallo Niall.", mit diesen Worten öffneten ich die Haustüre. Strahlend stand er da auf seinen Krücken und sah mich bestens gelaunt an. Wie immer.
"Mikey! Wie schön dich zu sehen!", so gut es ging versuchten wir uns zu umarmen. Seine Gehhilfen erschwerten es ein wenig. Kaum ließ ich von ihm ab, lud ich ihn schon in die Wohnung ein. Sonst war es unhöflich ihn so lange vor der Türe stehen zu lassen. Immerhin hatte ich auch ein wenig Manieren.
"Setz dich.", wies ich ihm das Sofa zu, "Es kann noch ein wenig dauern, bis sie fertig sind." Dankend nahm er mein Angebot an. Kaum saß er, streckte er auch schon sein Bein aus. Die ganze Prozedur sah ziemlich schmerzhaft aus.
"Was ist mit dir? Schon fertig?", fragend blickte er mich mit seinen hellblauen Augen an.

Sollte ich ehrlich sein und ihm sagen, dass ich keine Lust hatte? Mir war einfach nicht danach. Dazu raste mein Kopf viel zu sehr. Sämtliche Gedanken schwirrten mir im Kopf herum. Da konnte ich irgendwie....nicht so unbeschwert durch die Nacht ziehen. Zumal ich den Anderen nicht den Abend versauen wollte mit meiner grausamen Laune.
Ich beschloss zu lügen: "Ich bin zu müde." Die billigste Ausrede auf Erden doch sie zog immer. Egal bei wem oder was.
"Och komm schon. Wir haben uns so lange nicht gesehen.", versuchte er mich vom Gegenteil zu überreden. Ausnahmsweise blieb ich stur. Heute Nicht. Es ging einfach nicht.

"Beim nächsten Mal. Versprochen.", ich wusste wie ich den Iren besänftigen konnte. Jedenfalls hoffte ich es. Meiner Rechnung wurde jedoch ein Strich durchgezogen, denn genau jetzt kam Ashton um die Ecke. Gestiefelt und gespurt wie sich das so gehörte. Erwartend sah er mich an, aber eisern schwieg ich. Von allen Jungs verstand er mich am Besten. Auch ohne Worte.
"Wir bleiben nicht lange.", sagte er nur. Doch genau das war ja, der Grund weswegen ich zu Hause blieb.
"Richtet euch nicht nach mir.", versuchte ich zu schäkern. Man sah mir jedoch an wie gequält es war. Als Ashton gerade etwas sagen wollte, rannten ein lachender Calum mit Luke im Schlepptau um die Ecke. Die beiden waren immer für den größten Spaß zu haben. Ganz gleich wie viel Selbstkritik sie einstecken mussten. Ein bisschen beneidete ich sie darum.

"Bereit?", fragte der Schwarzhaarige, sah uns alle erwartend an.
"Bereiter geht es gar nicht.", lachte Niall stand mühselig vom Sofa auf, als ihm eine Krücke auf den Boden fiel half ich ihm sofort sie wieder aufzuheben.
"Das kann ja lustig werden mit dem Opa hier.", neckte ihn Luke. Typisch für den Iren: er lachte mit. Welch andere Reaktion hätte man auch sonst von ihm erwarten können?

Hastig eilten sie zur Tür. Anscheinend konnten sie es gar nicht mehr abwarten auf die Piste zu gehen, auch wenn ihre Möglichkeiten leicht eingeschränkt waren.
Während sie bereits auf der Treppe standen drehte sich Ashton nochmal zu mir um: "Und du bist dir wirklich sicher, dass du nicht mitkommen willst?" Manchmal nervte es ungemein so ein Sensibelchen als besten Freund zu haben. Natürlich wusste er, dass ich nicht müde war! Schwieg jedoch gegenüber den Anderen wofür ich ihm sehr dankbar war.

"Ist glaube ich, besser so.", murmelte ich, sah bedrückt zu Boden. Ehe ich mich versah schlangen sich zwei starke Arme um mich herum.
"Wenn etwas sein sollte, ruf mich einfach an.", tröstend strich er mir über den Rücken. Diese kleine Geste half mir sehr. Mit einem Mal fühlte ich mich geborgen, all mein Kopfwirrwarr war nur noch halb so schlimm. Es tat so gut in seinen Armen zu sein. Er sollte nicht gehen. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich ihn brauchte.
"Kommst du Ash?", fragte Luke, als er hinter den anderen beiden hinterher lief. Sofort ließ ich von ihm ab. Ich brauchte nur eine Kleinigkeit sagen, nur ein Wort und er würde bei mir bleiben doch mein Mund blieb stumm. Keinen einzigen Ton brachte ich über meine Lippen. Reumütig sah ich der Bande hinterher.


Seufzend schloss ich die Türe hinter mir und ging direkt in die Küche. In unserer Spezial-Schachtel, die nur aus ungesunden Fresskram bestand, wühlte ich wahllos herum bis ich sie letztendlich komplett mitnahm. Mir schmeckte eh alles. Ausnahmsweise beschloss ich heute nicht auf meine Figur zu achten und JA das tat ich! Was auch zu dem Chaos in meinem Kopf dazu steuerte. Die restlichen Bandmitglieder waren alle schlank und ich...ich war das Moppelchen. Wie immer sprang ich total aus der Reihe. Dabei wollte ich nur einmal so sein wie die Anderen.

Gerade, als ich mich auf der Couch ausbreiten wollte klingelte es an der Tür. Wer konnte das wohl sein? Wahrscheinlich Calum, der mal wieder etwas vergessen hatte. Sähe ihm auf jeden Fall ähnlich.
"Hast du - ASH!", überrascht sah ich den Ältesten von uns an. "Was machst du denn hier?"
"Ich hab' es einfach nicht übers Herz gebracht dich alleine zu lassen.", gestand er mir mit einem schiefen Lächeln auf den Lippen.
"Aber - ", setzte ich an, wurde jedoch von ihm unterbrochen.
"Meinst du, ich hätte es nicht bemerkt wie sehr du neben dir stehst?", fragte er ohne das er eine wirkliche Antwort darauf erwartete. Schnell huschte er an mir vorbei in die Wohnung, zog sich die Straßenkleidung aus. Skeptisch sah ich ihm dabei zu.
"Dir ist schon klar, dass du einen Fehler gemacht hast?", gab ich ihm zu verstehen.
"Michael!", ermahnte er mich streng.
"Ich meine ja nur...", brummelte ich kleinlaut, setzte mich auf das Sofa und schnappte mir die Süßigkeitenbox. Die erstbeste Tafel Schokolade riss ich auf. Aus dem Augenwinkel sah ich wie Ashton auf mich zugelaufen kam. Fest umklammerte ich die Box. Er mochte es nicht, wenn wir wahllos davon etwas aßen. Doch stattdessen griff er selbst beherzt hinein. Die Wolldecke neben ihm breitete er über uns beide aus.

Immer noch skeptisch beäugte ich ihn, als er meinen Blick sah, lächelte er aufmunternd: "Schau mich nicht so an. Ich weiß du brauchst jemanden, ob zum Reden oder nicht."
"Warum weißt du immer so etwas?", ohne das ich es wollte, schossen mir die Tränen in die Augen. Total überemotional. Heute war wirklich mein absoluter Tiefpunkt.
"Och Mikey."; sanft nahm er mich in den Arm, wippte hin und her. "Was ist denn los mit dir?" Das war eine verdammt gute Frage. Ich hatte keine Ahnung. Alles fühlte sich in meinem Kopf so matsch an. Genau wie meine Gefühle.
"Möchtest du einen Film ansehen? Von mir aus auch zum hundertsten Male Camp Rock, wenn du möchtest.", schlug er versöhnlich vor. Ich wusste wie sehr er diesen Film hasste. Nicht von der Storyline her sondern, weil er ihn selbst schon fast synchronisieren konnte. Es war aber nun mal mein Lieblingsfilm.
"Bitte.", nickte ich halb leidend. Hastig schälte er sich aus der Decke und suchte die DVD aus dem Regal.Ohne zu zögern legte er sie ins Laufwerk. Kaum hatte er sich auf die Couch gelegt, da kuschelte ich mich schon feste an ihn heran.

Eine Weile lang sagte keiner von uns etwas. Ungefähr in der Mitte des Filmes sprach ich leise: "Tut mir leid, dass ich deinen Abend versaut habe."
Sein Kopf fuhr ruckartig zu mir herum: "Sag doch so was nicht." Überrascht von seinem Ton fuhr ich hoch. Meinen Kopf, der zuvor auf seinem Bauch gelegen hatte, hob ich leicht an.
"Wieso? Du wolltest um die Häuser ziehen und hast dich den ganzen Tag schon darauf gefreut. Nur wegen mir bist du zurückgekommen. ", sagte ich das, was mir auf dem Herzen lag.
"So kannst du das nicht sehen.", korrigierte er mich, "Klar habe ich mich auf heute gefreut, aber Freundschaft geht vor. Ich seh' dir doch an, dass du jemanden bei dir haben möchtest."
"Ist das so offensichtlich?", konnte man mich wirklich wie ein offenes Buch lesen?
Nickend gab er mir die Antwort, die ich am liebsten nicht hören wollte. Das musste geändert werden. Nur nicht jetzt. Dafür fühlte es sich gerade zu gut an mit ihm hier zu liegen und den Gedanken freien Lauf zu lassen.

"Ist es das, was dir Sorgen macht? Den Anderen zur Last fallen?", damit traf er es voll und ganz. Zwar war es nicht das, woran ich dachte, aber so konnte man es auch definieren.
"Ja.", ehrlich gab ich es zu.
"Warum denkst du so etwas?"
Achselzuckend hielt ich seinem Blick stand. Einen Moment lang überlegte ich ehe ich sagte: "Weißt du, manchmal sehe ich euch an und bin einfach nur richtig glücklich. Hätte ich euch nicht getroffen, wäre ich wahrscheinlich sonst wo. Durch euch habe ich gelernt, mich nicht allzu sehr darauf zu konzentrieren welche Auswirkungen mein Handeln haben wird. Ich lebe einfach. Doch dann denke ich wiederum, dass ich euch manchmal auf die Nerven gehe und das macht mir Angst. Ich will dieses Leben mit euch nicht aufgeben. Dafür liebe ich es zu sehr. Es gibt Tage an denen ich mich von allem überfordert fühle, an denen ich nicht weiß was ich denken oder fühlen soll."

Ashton sah mich mit großen Augen an: "Ich hätte niemals gedacht, dass du so denkst." Grinsend sah ich ihn an. Das dachten die meisten. In der Regel behielt ich solche Gedanken auch für mich. Irgendwie schämte ich mich deswegen. Selbst vor Ashton, doch heute...heute war es anders.
Sanft strich er mir über die Haare, zwirbelte einzelne Haarsträhnen in seinen Fingern: "So darfst du nicht denken. Mit dem Negativen meine ich. Keiner von uns findet dich lästig oder so." , seine Stirn legte sich in Falten. Wie immer wenn er nachdachte.
"Danke", murmelte ich, vergrub mein Gesicht in seiner Brust. Instinktiv drückte er mich fester an sich heran. Mehr brauchte ich in diesem Moment nicht von ihm zu hören. Allein die Tatsache, dass ich meine quälenden Gedanken mit ihm teilte, fühlte sich unbeschreiblich erleichternd an. Vielleicht sollte ich es öfters tun...? Dafür waren Freunde ja da.
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