VikingsTale

von Shaundy
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Anna Kyoyama Hao Asakura Ohachiyo Opacho
06.02.2014
04.04.2014
15
49856
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Servas, Hi - llo und Ahoi Hoi   n___n
die Nordische Mythologie find ich die leiwandste von allen und Wikinger san einfach cool! deswegen hab ich die nette kleine geschichte geschrieben, die nur etwa ein dutzend Kapitel hat  
die vereinzelten infos zu etwaigen Göttern sind so wahr wie Götter nur sein können
allerdings sind die Monster und Fabelwesen, die darin vorkommen, bis auf ihre namen, selfmade
viel spaß beim schmökern



Auf einem der großen weiten Hügeln, stand eine Frau mit wellend langen Haar, das ihm Wind wehte. Die Blondine blickte über den Fjord der sich vor ihr erstreckte. Schnee lag nur auf den höchsten Ebenen der bergigen Hügel, sonst waren die Hänge mit saftigen Wiesen und Moos übersät.
Durch den aufkommenden Nebel der immer dichter wurde, konnte sie ein Segel und das dazugehörige Schiff erkennen, das den Fjord entlang trieb.
Bei den sommerlichen Wetter, trug die Blondine einen kurzen schwarzen Rock, in dem Verzierungen eingestrickt waren, genauso wie an ihren Ärmellosen ebenso schwarzen Wams. Die Unterarme waren mit Armschienen aus dunklen und schwarzen Leder und Fell geschützt. Auf beiden Oberarmen hatte sie geschwungene Reifen in Form einer springenden Raubkatze. Über ihren üppigen Dekolletee, hielt eine bronzene Fiebel, das rote Fuchsfell, über ihren Schultern zusammen.
Um ihr Gesicht vor dem aufkommenden Wind zu schützen, schob sie die Pelzkapuze auf ihren Kopf und wandte sich entschlossen Richtung Süden, in der ihr Ziel lag, die Stadt Kinsarvik. Mit einen letzten Blick auf das näher kommende Schiff, setzte sie einen ihrer Füße, die in feste Fellstiefel steckten, vor den anderen.

Kurz vor Mittag herrschte in der Stadt reges treiben, als die Marktler versuchten, ihre Ware an den Mann zu bringen. Die Blondine, Anna verließ die Schmiede in der sie ihre Waffen vorläufig abgegeben hatte und sah sich nach der nächsten Taverne um, in der sie ihr Mittagsmahl einnehmen wollte.
In dieser tummelten sich die Leute, was man schon von draußen, an der beträchtlichen Lautstärke, hören konnte. Ohne sich im inneren der Spielunke umzusehen, steuerte sie direkt auf den Tresen zu, um sich rin Mahl zu ordern.
Nachdem der Wirt ihr einen Krug Meet kredenzte, verschwand er kurz im hinteren teil, um dem Koch die Bestellung weiter zu geben.
Als Anna einen tiefen Schluck zu sich nahm, rutschte ihre Kapuze hinab und entblößte ihr langes blondes Haar.
Dadurch wurde einer der Gäste auf sie aufmerksam, der sich grinsend ein paar tropfen Alkohol von Kinn wischte, bevor er Aufstand. Auf den Hocker neben Anna ließ er sich nieder und sprach sie auch sofort an.
„Guten Tag meine Hübsche, bist du ganz alleine hier?“
Aus den Augenwinkeln warf Anna ihm einen flüchtigen Blick zu, bevor sie sich wieder nach vorne wandte.
Der braunhaarige neben ihr, wollte sich aber nicht so ohne weiteres abwimmeln lassen und versuchte es erneut. „Wie ich sehe ist dein Krug schon wieder halb leer. Wenn du so großen Durst hast würde ich dir gerne einen ausgeben.“
Der Mann deutete den Wirt mit einer Handbewegung das er kommen sollte und deutete auf Annas Krug. Diese hielt jedoch schützend ihre Hand darüber und bedeutete den Wirt mit einer Kopfbewegung das er wieder gehen konnte.
Nachdem der sich Schulterzuckend um einen anderen Gast kümmerte, richtete Anna ihren Blick auf den aufdringlichen braunhaarigen. „Ich bin sehr gut dazu in der lange, selbst für meine Getränke und mein Mahl aufzukommen.“
Der Mann wollte jedoch immer noch nicht aufgeben und legte seine Hand auf ihren Oberarm, knapp unter ihren roten Fell. „Jetzt hab dich nicht so, ich möchte mich doch nur nett unterhalten mit einer hübschen Frau wie dir.“
Ihre Augen verengend schlug sie seine Hand von ihrer Haut. „Jemand wie du, würde nicht einfach etwas spendieren für ein einfaches Gespräch.“
„Du bist genauso klug wie schön, Hübsche.“, grinste er sie anzüglich an. „Ich habe hier ein Zimmer in dem ein Bärenfell liegt, auf dem du sicher umso schöner wärst.“
Als der braunhaarige erneut seine Hand nach ihr ausstreckte wurde Annas Schulter plötzlich von einem anderen Arm umfasst. „Verzeih das ich zu spät bin. Wartest du schon lange auf mich?“
Anna so wie ihre unerwünschte Gesellschaft sahen den Fremden gleichermaßen erstaunt an. Die Blondine verstand sofort und schüttelte den Kopf. „Ich bin selbst erst gekommen.“
Knurrend warf der braunhaarige einen Blick auf den anderen Mann der langes brünettes Haar besaß. Dieser grinste ihm spöttisch an und lüpfte eine Augenbraue. Mit einen weiteren knurren erhob sich der Mann von dem Hocker neben Anna und ging zu seinen Tisch zurück.
Der langhaarige nahm gleich darauf seine Hand von ihr und setzte sich auf den Hocker auf der anderen Seite. „Ziemlich nervig solch unerwünschte Gesellschaft.“
„Du sagst es.“, erwiderte sie ironisch, als sie erneut an den Krug nippte.
Leise lachte der brünetthaarige auf und nickte. „Verstehe. Aber dafür das ich dir den Kerl vom Hals gehalten habe, hätte ich es doch wenigstens verdient deinen Namen zu erfahren, meinst du nicht?“
Als der Wirt vor Anna ein Brett mit den georderten Mahl stellte, bedeutete sie ihm nun doch, ihren Krug erneut zu füllen.
„Du hast lediglich dafür gesorgt, das ich ihm nicht das Nasenbein brechen muss.“
Erneut lachte ihr Nebenmann auf. „Nun dann sollte ich wohl ihm mitteilen, das mein Name Hao lautet.“
Die Blondine warf ihm einen kurzen Seitenblick zu und erwiderte, als sie ihr Brett näher an sich heran schob. „Das solltest du wirklich. Vielleicht würde er einen hübschen Kerl wie dir, auch einen Krug ausgeben, um dich auf sein versifftes Bärenfell zu bekommen. Nur wird er dir nicht sagen können, das man mich Anna nennt,.“
Gewinnend grinste Hao sie an und klopfte mit der Hand auf den Tresen. „Meine Mutter hat mir genug Manieren beigebracht um zu wissen, das man hungrige Mägen nicht stören sollte. Vielleicht suche ich ja meinen neuen Freund auf, um mich für die nun nicht gebrochene Nase entschädigen zu lassen. Oder aber, ich setzte mich wieder, hinter dir links in meine Ecke, um mein eigenes Mahl zu genießen.“
Damit verließ er den Hocker neben ihr wieder, Anna sah ihm kurz über ihre Schulter nach und begann leicht zu lächeln. Erst als der Wirt, ihr kurze Zeit später, den wieder gefüllten Krug hinstellte, sah sie auf ihr Brett, um sich ihr Mittagsmahl einzuverleiben.

Als Anna nach ihren Essen bezahlen wollte, teilte der Wirt ihr mit, das es bereits bezahlt wurde, von einen Mann mit langen rotbraunen Haar. In der ganzen Taverne sah sie sich nach ihm um, doch saß er weder auf seinen Platz noch konnte sie ihm sonst irgendwo erspähen.
Da sie ihm weder das Geld zurück geben, noch sich dafür bedanken konnte, schlug sie erneut den Weg in die Schmiede ein, um sich ihre neu geschliffenen und polierten Waffen abzuholen.
Nachdem sie wieder ausgerüstet war, ging sie zu den Stallungen um einen Bock zu erstehen.
Diese Tiere waren größer als normale und hatten gut und gerne die Schulterhöhe eines Pferdes. Allerdings bedurften sie weniger Nahrung, ihre Hufe waren für unliebsames und steiles Gelände perfekt ausgelegt, was sie für bessere Nutztiere in diesen Teil der Welt machte. Dafür waren sie sturer als Esel, um einiges widerspenstiger und mit Hilfe ihrer Hörner, die angriffslustigsten Reittiere die existierten. Sollte man also keinen Draht zu dem Tier haben, würde es sich zu einen schlimmen und zweifellos gefährlichen Feind entwickeln können.
Mit geschulten Auge sah sich Anna die eigensinnigen Tiere prüfend an, bis ein goldbraunes Exemplar ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Den Bock über den harten Schädel zwischen den Hörnern streichelnd hielt sie ihm eine Hand vor die Nüstern.
Der warme Atem strich über ihre Haut und kurz darauf, berührte das Tier sachte ihre Finger mit den Lippen.
„Wie ich sehe gefällt dir mein Bock.“
Anna sah über ihre Schulter und erblickte Hao, der mit verschränkten Armen hinter ihr stand. Erst bei dieser Gelegenheit musterte sie ihm genauer. Er trug eine weite Lederhose, von der einige Lederbänder weg hingen, die von einen breiten Gürtel gehalten wurde. Statt einen Wams oder ähnliches, hatte er nur ein weißes Wolfsfell, über seiner linken Schultern hängen, das an der rechten, mit einer aufwendig gearbeiteten Fiebel in Sternenform befestigt war. Armschützer aus Leder und Fell bedeckten seine Unterarme und auf den rechten Oberarm hatte er einen aus Massivgold bestehenden Reifen.
Von den goldbraunen Tier ablassend, drehte sie sich zu ihm um. „Dein Bock?“
Bestätigend nickte er. „Ich habe ihn gerade bezahlt.“
„Genauso wie mein Essen.“, erwiderte Anna und verschränkte ebenso die Arme vor der Brust.  „Wie ich deinen neuen Freund schon sagte, bin ich sehr wohl dazu in der Lage, selbst für mein Essen aufzukommen. Ich will niemanden etwas schulden, also wenn du glaubst...“
„Du schuldest mir nicht das geringste.“, unterbrach Hao sie grinsend. „Sieh es doch einfach als Dankeschön das du mir deinen Namen verraten hast.“
Für den Bruchteil einer Sekunde sah Anna ihm wie vor den Kopf gestoßen an. Doch sie schaltete schnell und änderte ihre Taktik. Mit einen lächeln ging sie auf ihm zu und legte ihre Hand auf seine nur halb bedeckte Brust. „Du hast ein sehr gutes Auge.“
Langsam umkreiste sie ihn, ohne ihre Hand von ihm zu nehmen. Hao ließ sich das gerne gefallen und ließ seine gekreuzten Arme sinken, während er ihr stumm lauschte.
„Du würdest sicher ein ebenso gutes Tier finden, wenn nicht sogar ein besseres.“ Hinter ihm blieb sie stehen und stellte sich etwas auf die Zehenspitzen um ihn ins Ohr zu raunen. „Natürlich würde ich dich dafür entlohnen.“
Ohne seinen Kopf zu drehen, wanderten seine Pupillen zu den Augenwinkeln. Mit einen belustigten Geräusch schloss er die Lider, als sie zu ende gesprochen hatte. „Ich weiß deine Bemühungen für das Tier zu schätzen. Aber er gehört mir.“
Schnaubend nahm sie die Hand von ihm, weswegen Hao sich lächelnd zu ihr umdrehte und gleich spottete.
„Da ich ja so ein gutes Auge habe, könnte ich dir helfen ein vergleichbares Tier zu finden.“
„Vergiss es.“, erwiderte sie schnippisch und ging auf den nächst besten Bock zu.
Dieser schnaubte und stampfte mit seinen Hufen auf, mit denen er auch über den Stroh bedeckten Boden kratze. Auf den ersten Blick sah Anna das dieses Tier nichts für sie war. Was nicht an seinen feindseligen gebaren lag, sondern daran das seine Hörner schon sehr abgeschliffen waren, was ein Anzeichen für ein fortgeschrittenes Alter war.  
„Dieser Bock ist nichts für dich.“, meinte Hao hinter ihr. „Er ist schon zu alt, um schnell mit ihm voran zu kommen.“
„Ich kann mich nicht daran erinnern das ich dich um deine Meinung gebeten hätte.“, erwiderte sie immer noch unzufrieden, da ihr das beste Tier vor der Nase weggeschnappt wurde.
Als sie ein graues Tier erspähte, das mit einen leisen röhren auf sich aufmerksam machte, ging sie direkt auf dem Bock zu. Noch bevor sie Hand nach ihm ausstreckte kam er mit seinen Kopf ihren sehr nahe und beschnupperte sie, als wäre es ein Hund und kein Bock.
Hinter ihr begann Hao zu lachen. „Es scheint so, als ob wir den selben Geschmack hätten. Wenn ich nicht das braune Tier entdeckt hätten, hätte ich garantiert diesen genommen.“
Über ihre Schulter sah sie ihm kurz an, bevor sie dem Tier die Hand auf den Hals legte, um über das dicke wuschelige Fell zu streichen. Der Bock schien sie auf Anhieb zu mögen und lehnte sich ihrer Hand entgegen.
Hao ignorierend prüfte sie die das Tier, sie sah sich seine Hörner an, besah sich das Fell auf etwaige Flöhe oder anderes unerwünschtes Getier, sah ihm ins Maul, prüfte die Augen die Ohren und die Läufe. Sie betrachtete den Bock von allen Seiten ganz genau, um ihn auf Herz und Nieren zu prüfen. Das sonst bockige Tier ließ alles gutmütig über sich ergehen und röhrte zum Schluss erneut, als Anna ihm einen Apfel hinhielt. Zufrieden fraß der Bock die Frucht und leckte ihr abschließend dankbar über die Handinnenfläche.
Grinsend legte sich Hao eine Hand auf die Hüfte und sah sich kurz nach dem Besitzer der Stallungen um. „Wie viel willst du für den grauen hier?“
Der Stallmeister rieb sich über den Kopf und steckte sich dann einen Finger ins Ohr, als er näher kam. „Für zwanzig Kronen gehört er dir.“
Anna warf Hao einen Blick zu, der seine Hand leicht hob um auf den Besitzer zu deuten. „Wenn du ihn willst, musst du ihn auch bezahlen.“
Die Blondine griff in ihre Tasche um ihren Geldbeutel herauszuholen. Während sie das Geld abzählte, warf sie Hao einen kurzen Blick, aus den Augenwinkeln zu. „So reich scheinst du dann ja doch nicht zu sein.“
Leise lachend wandte er sich zu seinen goldbraunen Bock, um ihn zum Aufbruch vorzubereiten. „Ich versichere dir, meine Geschäfte laufen mehr als nur gut.“ An den geschwungenen Hörnern vorbei sehend warf er ihr einen abschätzigen Blick zu. „Ich hätte zwar kein Bärenfell auf dem du dich rekeln könntest, aber für so eine Summe, müsstest du nicht nur eine Nacht mein Lager teilen.“
„Das wird niemals passieren.“, erwiderte Anna schnippisch. An den Verkäufer gewandt der sie, wegen dem gehörten, lüstern betrachtete, meinte sie, „Ich gebe dir fünfzehn und das Zaumzeug gibst du mir auch dazu.“
Von oben bis unten musterte er sie genau. „Mit achtzehn sind wir im Geschäft.“
Nickend nahm Anna noch zwei Münzen aus ihren Beutel und ließ sie in die Hand des Verkäufers fallen, darauf bedacht ihm nicht zu berühren. „Hier hast du siebzehn Kronen.“
Der Stallmeister schloss seine Finger um das Metall und nickte nur widerwillig. „Für dich will ich eine Ausnahme machen.“
Ohne den dicken alten noch einmal anzusehen, ging Anna zu der Wand an der das Zaumzeug hing. Sie nahm eines von dem Hacken und prüfte die Stabilität. Danach ging es sehr schnell und im Handumdrehen hatte Annas neuer Freund, das Zaumzeug um die stabilen Hörner und eine Decke auf den breiten wolligen Rücken.
Neben Hao führte sie ihren Bock aus dem Stall und saß auf. Der Bock den sie den Namen Grey gab, röhrte auf und trippelte unruhig auf und ab. Als der brünetthaarige ebenso aufsaß, hob Anna verabschiedend ihre Hand. „Danke für deine ungebetene Hilfe. Leb wohl.“
Kaum hatte sie ausgesprochen, setzte Grey sich auch schon in Bewegung und rannte die Straße der Stadt entlang.
„Vielleicht kreuzen sich unsere Wege eines Tages.“, meinte Hao mehr zu sich selbst als zu ihre und ließ seinen Bock gemächlich los traben.

Als es Dämmerte hatte Anna sich einen Lagerplatz gesucht und entfachte ein wärmendes Feuer, das auch wilde Tiere abschrecken sollte. Grey versorgte sich mit den saftigen Gras so gut wie selbst und sie musste ihm nur das Zaumzeug abnehmen.
Nachdem sie ihre Abendration gegessen hatte, nahm sie einen Schluck aus ihren Wasserschlauch und suchte sich daraufhin die Landkarte aus ihren Beutel. Im Schein der Flammen studierte sie die Karte und suchte sich die schnellst mögliche Route heraus. Gerade als sie sich den Ort des neusten Angriffs markieren wollte, hörte sie, wie sich ihr jemand näherte.
Verwundert sah sie Hao entgegen der seinen goldbraunen Bock an den Zügeln hinter sich her führte. „Ich hätte nicht gedacht dich so schnell wieder zu sehen.“
„Ich hätte nicht gedacht, dich je wieder zu sehen.“, erwiderte Anna und rollte ihre Karte zusammen, die sie auch sofort wieder in ihren Beutel verschwinden ließ.
Lächelnd blieb Hao vor dem Feuer stehen. „Ich sah den Rauch des Feuers und dachte mir, das etwas Gesellschaft beim Abendmahl nicht verkehrt wäre.“
„Es ist wohl nichts dagegen zu einzuwenden, das du hier bleibst.“, meinte sie zu ihm, als sie ihren Beutel richtete. „Es sei den, du bist nicht dazu in der Lage dich zu benehmen.“
Schmunzelnd begann Hao damit seinen Bock das Zaumzeug abzunehmen. „Das sollte ich schaffen, allerdings... wenn du mich in Versuchung führst, kann ich für nichts garantieren.“
Um keinen Konter verlegen, verdrehte sie genervt die Augen, als sie sarkastisch meinte. „Du hast mich erwischt, nur bei deinen Anblick, werden mir die Knie weich, das Herz leicht und mein Höschen feucht.“
Sie kurz ansehend begann er zu lachen und kümmerte ich um sein Reittier, das danach zu Annas hinüber trabte. Mit der Satteltasche über die Schulter hängend, setzte er sich ihr gegenüber an das Feuer. „Was machst du eigentlich hier, so alleine in dieser Gegend.“
Den Wasserschlauch zur Hand nehmend sah sie kurz auf. „Das selbe könnte ich dich fragen.“
Hao nahm sein Abendmahl aus der Satteltasche und entpackte es. „Meine Mannschaft hat mich hier in Kinsarvik abgesetzt.“
„Deine Mannschaft?“, wiederholte Anna verwundert.
„Hatte ich das nicht erwähnt?“, fragte er kurz bevor er von seinen Fleisch abbiss.
„Meuterei?“ Geduldig wartete sie bis er hinunter geschluckt hatte und trank währenddessen einen Schluck.
„Ich bin immer noch der Käptain meines Schiffes.“
Die Blondine nickte und gab ein verstehendes Geräusch von sich. „Also war es dein Schiff das heute Morgen den Fjord entlang fuhr.“, schlussfolgerte sie.
„Allerdings.“ nickte Hao. „Das war meine Perle, die Great Spirit.“
„Und was macht der Käptain eines Schiffes an Land, ganz ohne seine Mannschaft?“
Erst nach einen neuerlichen bissen antwortete er. „Mein kleiner Bruder wird schon bald in Lom heiraten. Um das nicht zu verpassen bin ich auf den Weg dorthin.“
„Ist das dein ernst?“ Anna wusste nicht ob sie überrascht sein, oder ihm besser auslachen sollte. „Als guter Käptain solltest du wissen, das...“
„Was?“, unterbrach er sie. „Das ich viel schneller in Lom gewesen wäre, wenn ich weiter im Norden vor Anker gegangen wäre? Das ist mir sehr wohl bewusst.“, nickte er. „Solange ich jedoch den guten Bruder und zuvorkommenden Schwager mime, haben meine Leute in Gallien zu tun.“
Nun ging ihr ein Licht auf, von Süden aus war seine Mannschaft natürlich schneller in Gallien, als wenn sie das halbe Land umsegeln mussten.  
„Da ich dir jetzt von meinen Zielen erzählt habe, wirst du mir auch bestimmt von deinen erzählen.“
Anna sah ihm prüfend ins Gesicht und daraufhin ins knisternde Feuer. „Mein Ziel ist Flam.“
„Und warum willst du dorthin? Bist du auch auf den Weg zu deiner Familie?“
„So könnte man es auch nennen.“, wisperte sie mehr zu sich selbst. „Nein, ich bin geschäftlich unterwegs.“
Nachdem Anna nicht weiter sprach, nickte Hao verstehend. „Du scheinst wohl sehr sparsam mit deinen Informationen zu sein.“
Weiterhin blieb die Blondine vor ihm still und starrte in die Flammen. Hao hatte währenddessen sein Mahl beendet und packte zusammen, um seinen Schlafsack vorzubereiten.
„Da du nach Flam willst, wäre es doch eine gute Idee ein Stück des Weges zusammen zu gehen.“
Anna ihrerseits richtete sich ihren bereits ausgebreiteten Schlafsack und machte es sich darin bequem. „Wenn du mit mir mithalten kannst.“
Damit brachte sie ihm erneut zum auflachen. „Daran zweifle ich nicht.“
Bevor sie sich von ihm abwandte und auf die andere Seite drehte, meinte sie noch, „Morgen vor der Dämmerung reite ich weiter.“
Auf ihren blonden Hinterkopf sehend, entledigte sich Hao grinsend seine Armschienen.
Review schreiben