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Be different

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
05.02.2014
05.02.2014
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Dieses Kapitel
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05.02.2014 1.067
 
Hallo, ihr Lieben :)

Die Idee für diese FF hatte ich schon etwas länger, habe sie aber nochmal etwas überarbeitet und würde mich über Reviews freuen :)

Danke an Isabella_1994 fürs Beta-Lesen :)

Viel Spaß beim Prolog!

~~~

Prolog (Rose‘ Sicht)

Dimitri und ich hatten beschlossen einen kleinen Spaziergang im Wald zu machen, nachdem Lissa und Christian sich in ihr Zimmer zurückgezogen hatten. Andrej und Ian waren im Haus geblieben um ‚die Stellung zu halten‘, wie Ian es ausdrückte.
Es waren mittlerweile zwei Jahre seit meinem, Lissas und Christians Abschluss vergangen und ich war mit Dimitri noch immer so glücklich wie am ersten Tag. Sogar mit Christian verstand ich mich mittlerweile, meistens, ziemlich gut. Wir waren fast zu einer kleinen Familie zusammengewaschen.
„Hey, Rose. Riechst du das?“ unterbrach Dimitri meine Gedankengänge.
Ich schnupperte, doch am Anfang roch ich nichts auffälliges, nur langsam nahm ich den Brandgeruch wahr.
„Feuer.“ Stellte ich fest. „Woher kommt es denn?“
Tatsächlich spielte ich kurz mit dem Gedanken an einen Angriff auf uns, doch so schnell mir diese Idee auch gekommen war, verwarf ich sie auch wieder, als ich plötzlich das brennende Haus sah. Aus den kaputten Fenstern loderten Flammen und verzerrten das vormals gemütliche, schöne Haus. Ich begann dran zu zweifeln, dass dieses Feuer ein natürliches Feuer war, denn vor einigen Stunden hatte es noch wie aus Kübeln geschüttet. Doch schon im nächsten Moment ignorierte ich jeglichen meiner Gedanken, denn aus der Tür stolperte eine Frau, die mich wage an Lissa erinnerte, mit einem Bündel in den Armen und beanspruchte meine ganze Aufmerksamkeit. Ich konnte nicht anders und rannte zu der Frau, die jeden Moment zusammenbrechen konnte.
„H-Hilfe…“ hörte ich sie leise flüstern.
Ich ignorierte abermals die Warnrufe von Dimitri und wollte sie stützen, doch sie drückte mir nur das Bündel in die Hände und als Dimitri neben mir stand versuchte sie erneut zu sprechen, doch ihr gelang abermals nur ein Röcheln.
„Sorgen Sie für…“
„Wen meinen Sie denn?“ fragte ich verwirrt.
„Catherine…“ flüsterte sie, fiel auf ihre Knie und blieb nach einem Hustenanfall reglos auf der, noch vom Regen durchnässten, Erde liegen.
Wir versuchten alles uns Mögliche sie noch zu retten, doch jeder Versuch blieb ohne Erfolg. Einige Minuten später, als wir auf die Rettung warteten, bewegte sich etwas in dem Bündel, das ich immer noch behutsam in den Armen hielt. Ich strich die Decken zur Seite und erblickte ein kleines Mädchen, das mich mit ihren großen braunen Kulleraugen anschaute und doch keinen Mucks von sich gab. Als Dimitri dazu kam schaute sie auch ihn an und ich hatte das Gefühl als würden ihre Augen, plötzlich in vielen verschiedenen Farben schimmern.
„Wir müssen sie den Sanitätern übergeben.“ Sagte ich nachdenklich und ein wenig traurig.
„Sie hat gesagt wir sollen für sie sorgen, Rose.“ Meinte Dimitri sanft.
Ich strich ihr mir meinen Fingern über die Wangen. „Catherine…“ murmelte ich und sie lächelte mich an. Plötzlich war alles sonnenklar. Erstens ich konnte sie unmöglich jemand anderem anvertrauen und zweitens ich konnte auch nicht den letzten Wunsch einer Mutter ignorieren.
Ich schaute Dimitri an, sah genau den gleichen Ausdruck in seinem Gesicht und wusste, dass auch er von der kleinen Catherine überwältigt war und den gleichen Gedanken fasste. So war es beschlossene Sache: Catherine würde bei uns bleiben.

Als wir beide zurück kamen und plötzlich mit einem Baby im Arm vor unseren Freunden standen, spürte ich zuerst Lissa’s Verwirrung durch das Band, daher erklärte ich allen sogleich was geschehen war.

„Und ihr wollt sie hier behalten?“ fragte Ian zuerst.
Dimitri und ich nickten. „Natürlich. Sie hat doch nun keinen mehr und würdet ihr euch nicht an ihrer Stelle auch wünschen eine Familie zu haben?“
„Da habt ihr Recht.“ Sagte Ian, wirkte aber, genau wie Andrej, immer noch nicht ganz überzeugt.

Trotzdem behielten wir Catherine natürlich bei uns und nur einige Tage später waren auch die beiden begeistert von unserer neuen Mitbewohnerin.

***

Etwa ein Jahr später bekamen Lissa und Christian auch eine wunderschöne kleine Tochter und tauften sie auf den Namen Cassandra. Wir waren nun voll und ganz zu einer Familie zusammen gewachsen und dachten, uns könnte nichts und niemand mehr trennen.
Dass wir uns da gründlich getäuscht hatten wurde uns erst neun Jahre später klar.

Gerade als wir uns alle im Wohnzimmer befanden hörten wir plötzlich Geräusche und waren sofort wachsam. Wir wollten gerade Lissa, Christian, Cassandra und Catherine in Sicherheit bringen als es an der Tür klopfte.
Ian und ich blieben bei unseren Schützlingen und Dimitri und Andrej gingen an die Tür. Es wurden einige Worte gewechselt, die ich nicht verstehen konnte, jedoch beruhigte ich mich etwas, da Strigori keinen Smalltalk halten würden bevor sie angriffen.
"Königliche Wächter" erklärte uns Andrej, als sie, gefolgt von einigen Dhampiren, zurückkamen.
Diese begrüßten uns aber nicht und ich bemerkte, dass Dimitri immer noch eine wachsame Haltung eingenommen hatte. Dass sein Gefühl ihn nicht trügte wusste ich schon in der darauffolgenden Sekunde, denn die Wächter gingen zu Catherine, die neben Lissa stand, packten sie am Oberarm und wollten sie aus dem Raum zerren.

„Lassen Sie mich in Ruhe!“ schrie Catherine den schwarz gekleideten Mann an, doch er war zu stark als das sie sich aus seinem Griff winden konnte.

Wir waren so geschockt, dass wir erst viel zu spät mitbekamen was gerade geschah. Doch als wir dann reagieren konnten brach ein riesen Chaos aus. Es schrien alle durcheinander und  Dimitri, Ian, Andrej und ich versuchen die Dhampire außer Gefecht zu setzten und zu Catherine zu kommen. Doch leider gelang uns das nicht, da die anderen Wächter in der Überzahl waren.

"Ihr könnt sie nicht mitnehmen! Sie gehört, doch zu uns!“ schrie ich als sie mit Catherine bereits zur Haustür gingen.
„Es ist verboten menschliche Kinder in Gegenwart von Moroi oder Dhampiren großziehen.“ Antwortete einer der Dhampire völlig emotionslos und folgte dann den anderen aus dem Haus. Ich lief ihnen nach, sah aber nur noch wie sie das Auto, in dem Catherine saß verriegelten und konnte ihr nur mehr kurz in die Augen sehen bevor sie auch schon wegfuhren. Als das Auto außer Sicherweite war sank ich auf den Boden und weinte.   Irgendwann waren die Dhampire weg und ich spürte Dimitris starke Arme um meinen Körper, als er mich ins Haus brachte. Wir konnten nichts anderes tun als weinend darauf zu hoffen, dass wir bald aus diesem Alptraum erwachten. Nur dass wir beide wussten, dass dies keineswegs ein Alptraum war sondern schreckliche Realität.
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