Fack Ju Bauernhof!

von Herzlos
KurzgeschichteHumor / P12
04.02.2014
04.02.2014
1
1199
5
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Autor: Herzlos

Titel: Fack Ju Bauernhof!

Thema: Kino – Fack Ju Göhte

Pairing: Zeki Müller x Elisabeth "Lisi" Schnabelstedt

Rating: P12


Disclaimer: Alle Handlungen sind von mir frei erfunden und ich stehe in keinerlei Verbindung zu den genannten Personen. Ich verdiene kein Geld mit dem Schreiben dieser Fanfiction.

Anmerkung: Nichts großartig Anspruchsvolles, einfach mal was kleines für Zwischendurch. ;)

* * *

Fack Ju Bauernhof!


„Zeki, wir sind doch hier nicht alleine...“ Lisi schob den gutaussehenden „Aushilfslehrer“ sanft von sich.

Zeki ließ sich nicht beirren, sondern schnappte spielerisch nach ihren Lippen, während er sich immer weiter über sie beugte. „Na und?“, hauchte er ihr ins Ohr. Sie bekam eine Gänsehaut.

„Ihh, Lehrersex!“, tönte es von hinten.

„Chantal, hast du nicht ne Aufgabe?!“ Zeki sah sie genervt an.

„Boah man Herr Müller, ich bin doch schon längst fertig“, war die leicht gereizte Antwort des jungen Mädchens.

Sie waren auf einem Schulausflug. „Lernt mehr über die Natur“, war das Motto – und so fand sich die Klasse mitsamt ihren zwei Betreuungslehrern auf einem Bauernhof wieder. Natürlich war das Lisi's Idee. Und weil Zeki ihr nichts abschlagen konnte, wenn sie ihn mit ihrer riesigen Nerd-Brille und den tausend Büchern unterm Arm anblinzelte, war er ohne große Widerworte mitgekommen. Während die meisten nur chillten, knieten Chantal und Zeynep sich richtig rein. Sie machten Notizen über die Tiere, die dort zu finden waren, fragten die Bauern nach der landwirtschaftlichen Situation und durften als Dank sogar auf dem riesengroßen Trecker mitfahren. Seit Zeki Chantal den Floh ins Ohr gesetzt hatte, sie wäre „unterfordert“, war sie unglaublich erpicht darauf, ihre Leistungen auch zu zeigen.

„Dann mach's noch mal, aber nerv nicht rum.“

„Zeki!“ Lisi sah ihn vorwurfsvoll an. „Sei doch nicht so. Na los, entschuldige dich.“

„Was?!“ Zeki lachte. Als er Lisi's bösen Blick sah, hörte er abrupt auf. „Du meinst das ernst?“

„Ja, das war nicht sehr nett von dir.“ Die junge Frau stemmte die Arme in die Hüften.

Zeki rollte mit den Augen. Chantal grinste breit, als er sich zu ihr wandte. „Wisch dir lieber schnell das dreckige Grinsen aus dem Gesicht“, murmelte Zeki und wurde sogleich von Lisi angerempelt. „Ja doch“, zischte er und wandte sich erneut Chantal zu. „Es tut mir sehr leid, Chantal. Das war unhöflich von mir.“ Er zwang sich zu einem halbherzigen Lächeln.

Lisi nickte zufrieden und tätschelte ihm die Schulter. „Siehst du, war doch gar nicht so schwer?“

„Dafür wirst du büßen.“

„Ach Herr Müller, ist doch gar kein Problem“, rief Chantal und kicherte aufgeregt. „Sie sind schon sau korrekt, aber nur wenn die Schnabelstedt dabei ist.“ Als Zeki sie mit einem warnenden Blick strafte, fügte Chantal rasch hinzu: „Frau Schnabelstedt.“

„Tja... was soll ich sagen...“ Mit einer einzigen, fließenden Bewegung ließ Zeki seine Hand in Lisi's Haare wandern, zog sie sanft zu sich und küsste sie zärtlich. Sie hatten sich oben auf den Dachboden der alten Scheune zurückgezogen. Zu ihrem Leidwesen hatte sich die halbe Klasse bald zu ihnen gesellt.

„Ey Herr Müller, suchen Sie sich 'n Zimmer“, rief Danger und verteilte High Fives in seiner Clique.

„Such du dir 'n ordentlichen Friseur, du Dachschaden.“

„Zeki“, ermahnte Lisi ihn erneut. Sofort verschloss der junge Lehrer seine Lippen mit ihren, um sie daran zu hindern, weiterzusprechen.

„Dafür wirst du trotzdem büßen.“ Zeki lächelte zuckersüß.

„Achja? Was willst du denn tun?“, grinste Lisi.

„Naja, zum Beispiel...“ Er nahm sie in Sekundenschnelle auf den Arm. „Das hier!“ Gemeinsam mit der schreienden Frau sprang er geradewegs in einen hoch aufgetürmten Heuhaufen. Lisi lachte laut, als sie im weichen Heu landeten. Sogleich ließ sie sich von Zeki in die Arme ziehen und leidenschaftlich küssen. „Du bist total verrückt...“, flüsterte sie leise. Als Antwort ließ Zeki seine warme Hand vorsichtig unter Lisi's Shirt gleiten. Es fühlte sich viel zu schön an, als das die junge Lehrerin ihn davon hätte abhalten können. Sanft küssten sie sich wieder und wieder.

„Man, ich will auch so'n Freund“, jammerte Chantal, während sie mit einer ihrer Haarsträhnen spielte.

„Einen, der dich ins Heu wirft?“, grinste Danger. „Kannste haben.“ Und schon flog Chantal unter lautem Gekreische ebenfalls ins Heu – knapp neben Lisi und Zeki.

„Ey Danger, du Vollpfosten, bist du behindert oder was?!“ Chantal zupfte sich wütend das Heu aus den Haaren und murmelte leise: „Fack ju, Bauernhof.“

„Na toll“, seufzte Zeki – enttäuscht über die verpatzte Privatsphäre – und vergrub sein Gesicht resignierend in den duftenden Haaren von Lisi, die ihm sanft über den Rücken streichelte.

„Heute Abend mach ich das wieder gut“, flüsterte sie kaum hörbar in sein Ohr.

Er grinste breit. „Dann sollten wir uns dringend mal langsam wieder aufn Heimweg machen.“ Sofort sprang er auf, rutschte vom Heuhaufen herunter und trommelte die Schüler zusammen. Vorher hatte er Lisi mit ungeheurer Leichtigkeit aus dem Heuhaufen gehoben und sie vorsichtig auf dem weichen Boden abgesetzt. Dass sie schon wieder weiche Knie bekam, versuchte sie zu überspielen, indem sie ihm half, die Schüler zu versammeln. Chantal purzelte umständlich aus dem Heu und landete geradewegs auf ihren vier Buchstaben. Danger fasste sich ein Herz und zog das schimpfende Mädchen wieder auf die Beine – natürlich nicht ohne ihr, unter dem Vorwand, er würde ihr das Heu aus den Klamotten klopfen, einen Klaps auf den Hintern zu geben.

Im Bus auf dem Rückweg bestand Lisi darauf, dass die Schüler erzählten, was sie alles erlebt hatten. Während die junge Frau sich immer besser gegen die Rüpelklasse durchsetzte, saß Zeki ganz hinten im Bus. Er tat so, als würde er schlafen. In Wahrheit lauschte er ihrer Stimme und fragte sich still und heimlich, warum er sie nicht schon viel früher getroffen hatte. Lächelnd dachte er an ihre Worte: „Alles zu seiner Zeit.“

ENDE.
Review schreiben