Balto 1 – Die üb0runspektakuläre Parodie

GeschichteHumor, Parodie / P12
OC (Own Character)
03.02.2014
08.11.2014
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Kapitel 1
Ich fühle mich so zweidimensional

„Heeey, schau an, schau an, wen haben wir denn hier?“ Jane öffnete einer Gestalt, die in einen schätzungsweise drei Meter dicken Mantel gepresst ist und von der man nur noch die Augen sah, die Tür, während diese sich wie ein Betonblock ins Haus quälte.
„Hast du was zum Fraisen mitgebracht?!“, fragte ein schwarzweißer Malamute begeistert und spang so voller Tatendrang um die fremde Person, dass diese wie ein Stein umfiel und nur mit Janes Hilfe sich aus den Schichten von Jacken befreien kann.
„Verdammte Scheiße, wie viele Schichten Klamotten trägst du da eigentlich?!“, jammerte Jane, als sie der Person aus den Jacken, Westen, Handschuhen, Mänteln, Schneehosen, Stiefeln, Mützen und Schals half.
„Keine Ahnung, aber wenn die deutsche Polizei vor der Tür steht und dich fragt, ob du jemanden gesehen hast, der ein Klamottengeschäft ausgeraubt hast, dann hast du nichts gesehen, ja?“
„Jaja“, murrte Jane genervt und schmiss den Kleiderberg zur Seite „Also, hast du den Stoff dabei?“
Die Fremde, deren Gesicht nun erkennbar war, nickte und setzte ihren coolsten CSI-Miami-Sonnenbrillen-Runterzieh-Blick auf.
Und war ist niemand anderes aaaaaaaals…
DIE EVA PERSÖNLICH!
„Also?“, maulte der Malamute genervt.
„Jaaaaaaaaaa-haaaaa! Woah, Kaskae, ich hab dich erfunden, ich kann dir das Maul auch ganz schnell stopfen! Pass auf, ich schreib jetzt einfach „Kaskaes Maul war gefüllt mit Erdnüssen“ in mein schlaues Heft und schon-“
Jane fing plötzlich an panisch zu schreien, da das Maul ihrer Hündin tatsächlich bis obenhin mit Erdnüssen zugeballert war und der Hund erste Erstickungsanzeichen zeigte.
„Scheiße! Sie stirbt! Fuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuckfuck!!!!!“
Panisch begann die Brünette um ihren Hund zu rennen, der sich bereits am Boden wand, und es einfach nicht schaffte die Erdnüsse aus dem Maul zu spucken.
„Oh scheiße! Was hab ich getan?! Erst fast Ziras gesamte Verwandtschaft, dann Chica und meine Missy und dann musste ich auch noch Emilys langsamen, qualvollen Tod beschreiben und jetzt auch noch Kaskae?! Was hab ich nur getan?!“
Eine Heulattacke überkam Eva, während Jane noch immer panisch um ihren erstickenden Hund rannte.
„Verdammte Scheiße, streich den Satz einfach! Korrigier es! LOS!“, brüllte Jane und stand kurz davor auf die am Boden liegende Eva einzutreten, was diese durch ihr schreiberisches Talent jedoch zu verhindern wusste.
„So, das müsste hinhauen…“, meinte Eva und schrieb schnell den Satz „Doch wie durch ein Wunder überlebten alle drei, Eva, Jane und natürlich Kaskae die Situation und saßen einen Augenblick später, wie durch Zauberei, auf dem Sofa im Wohnzimmer, in dem plötzlich ein voll fetter Flachbild-Plasma-Drei-Meter-Diagonale-Fernseher stand.“
Tatsächlich geschah genau das was sie geschrieben hatte und alle drei befanden sich, noch immer völlig verstört auf dem Sofa der ollen Hütte, in der Jane mit ihrem Anhang lebte, wieder.
„Okay… Ich weiß nicht wie du das tust… aber lass es.“, bat Jane verängstigt, doch Eva hatte ihre Augen auf was ganz anderes gerichtet.
„Warum habt ihr hier nichts zu fraisen?“, wollte sie wissen, als sie den leeren Wohnzimmertisch sah.
„Äh… Warte, ich glaub wir haben noch Elch von gestern in der Küche.“ Jane stand bereist auf, doch einen Augenblick später stand bereits ein breites Büffet aus Chicken Wings, Kartoffelprodukten in allen Formen und Rippchen in Barbecue Soße  vor ihnen.
„Ich weiß nicht wie du das machst… Aber es ist immer noch seltsam.“
Eva und Kaskae hörten Jane jedoch gar nicht mehr, da sie sich wie eine Horde ausgehungerter Tiere auf den Fraß vor ihnen stürzten.
„Ich liebe es die Kontrolle über diese Fandom-Fanfiktion-Welt zu haben…“, meinte Eva und biss genüsslich in einen Chicken Wing.
„Ja ich liebe dich auch dafür…“, gab Kaskae sabbernd zur Antwort und leckte die Soße von den Rippchen, ehe sie diese wie das Tier, welches sie eben war, verschlang.
„Äh… ich… nehm dann mal… Auch was…“ Doch ehe Jane auch nur nach einem Chicken Wing greifen konnte, schnappte Eva laut knurrend nach ihr.
„MEIIIIIIIN SCHATZ! ALLES MEIIIINS!“, zischte sie und zog sämtliche Hühnerprodukte zu sich.
„Ach du scheiße… Ich… Warum hab ich dich nur eingeladen?“, jammerte Jane und stopfte sich ein paar Pommes in den Mund.
„DU hast mich nicht eingeladen, ich hab den Baltofilm auf DVD gekauft, die erste Szene gesehen, mir gedacht dass ich auch mal eine Parodie schreiben muss und mich ganz allein in eure Welt reingeschrieben… Ich fühl mich als Zeichentrickfigur übrigens echt verdammt zweidimensional.“
„Äh… Wie zweidimensional? Das hier ist doch die reale Welt… Oder?“, fragte Kaskae verunsichert, während ihr eine Rippe aus dem Maul hing.
„Oh, da fällt mir dieses Lied von Queen ein…“ Eva räusperte sich und begann schief zu singen „Is this the real life? Is this just fantasy?“
„Woah, hör auf, mein armes, hochempfindliches Gehör!“, jaulte Kaskae.
„Na warte, du Bitch, das wirst du bereuen!“
„Du hast mich an die Kette gelegt und mir eine beschissene Kindheit verpasst, zudem hast du meine Mutter erschossen und in mir eine Schlittenphobie erweckt, was willst du noch tun?“
Ein sadistisches Grinsen schlich auf Evas Gesicht, doch als sie auf Kaskaes beunruhigtes Nachfragen nicht reagierte, schob sie einfach die DVD in den Videorekorder und ließ nun endlich den Film laufen.
„Aha, der Film beginnt also mit dem Schriftzug „Universal Pictures“ vor einem Erdball… WOAH, was für eine Scheiße! Man kann Alaska nicht mal richtig sehen! Ich will mein Geld zurück! Und für diesen Scheiß hab ich meine Sturmfreie Bude geopfert?!“, beklagte Jane sich genervt.
„Jetzt mal halblang, das ist doch nur der Anfang, ich meine… Komm, beruhig dich, der Film hat noch nicht mal begonnen.“, versuchte Eva Jane zu beruhigen.
„Is trotzdem zum Kotzen.“, murrt sie und beginnt einem Rippchen rumzunagen.
„Kaskae, du gibst dem Film doch noch eine Chance, oder?“, fragte Eva hoffnungsvoll an den Hund gewandt, der zwischen ihr und Jane saß.
„Ja… Solange ich nicht drin vorkomme…“
„Du bist ein OC, genau wie Jane, Drazan und Stanislaw, NATÜRLICH kommst du nicht darin vor.“
„Wer sind Drazan und Stanislaw?“, wollte Kaskae nun wissen.
„Äh… Ach ja, die kennst du ja noch gar nicht… Äh… Is momentan auch noch unwichtig, schau einfach Film an.“
„Okay, ich- OH VERDAMMTE SCHEIßE, WAS IST DAAAAAAAAAAS?!?!!?!?!11111!elffragezeichen?!?!??!!!“
„Was ist was?!“
„DAAAAAAAAAAS!“, panisch zeigten Kaskae und Jane auf den Bildschirm.
„Was denn, WAAAAS?!“, jammerte Eva und versuchte etwas zu finden, was seltsam aussah, doch die New Yorker Hochhäuser und die Bäume des Central Parks waren alles andere als angsteinflößend.
„Na da, da, wie die aussehen!“, wimmerte Jane und verdeckte ihrem Hund die Augen, damit sie den Anblick nicht ertragen musste.
„Hä? Die sehen doch ganz normal aus, so sieht die Welt eben aus, jenseits dieses Paralleluniversums.“, versuchte Eva zu erklären.
„Oh Gott…“ schockiert sahen Jane und Kaskae einander an „Das ist das echte Leben wie es sein sollte?!“
„Äh… Jaaaa…“, gab Eva zur Antwort.
„Kein Wunder, dass du dich hier so zweidimensional fühlst… Die echte Welt ist voll Scheiße, ey! Woah, wie hässlich das ist, da bekommt man dich Brechreiz!“
„Jane, das hast du zwar schön gesagt, aber das ist immer noch MEINE Welt, also hör auf sie gnadenlos zu beleidigen! Du vergisst welche Mächte ich habe…“„Okay, ich bin schon ruhig…“ Jane kuschelte sich tiefer in ihre Decke und drückte sich an Kaskae.
„Hey, ich höre Hundegebell!“, stellte Kaskae erfreut fest und spitzte die Ohren, als die Kamera weiter nach unten schwenkte.
„Oh Gott, was zum Fick ist DAS?!“, brach es aus der Hündin raus, als sie ein dummes, kleines, blondes Kind, eine alte Frau die wohl entweder ihre Schwester oder ihr Kidnapper und einen jungen, roten Husky sah.
„Das ist…“ Eva stockte „Ach du verdammte üb0rspektakuläre voll-Shize… Das ist… DIE FISCHSTÄBCHENOMA! O.O“
Eva konnte es nicht fassen, und versuchte ihr wild pochendes Herz zu beruhigen. Sie konnte es einfach nicht glauben, dass die Fischstäbchenoma aus den Harry Potter Filmen, oder in diesem Fall den Parodien von Coldmirror, in BALTO mitgemacht hatte!
„Wer?“, wollte Jane wissen.
„Na die Chefin von Hufflepuff.“
„Was zum Geier ist ein Hufflepuff?“
„Das gleiche wie Angelika.“
„Wer zum Geier ist Angelika?“
„Ach, so ‘ne Bekannte von Amanda.“
„Wer zum Geier ist Amanda?“
„DAS weiß niemand so genau.“, war Evas finale Antwort.
„Über was redet ihr da?“, mischte Kaskae sich ein.
„Ach, nichts was ihr versteht, schaut einfach weiter den Film an.“, murmelte Eva und stopfte sich einige Ranchpatatos in den Mund.
Nun widmeten sich wieder alle dem Film, wo sich nun ein ganzer Dialog aufbaute.
„Aber es war hier… irgendwo hier.“, meinte die Alte.„Aber hier sind wir doch vorhin schon mal gewesen.“, maulte das blonde Mädchen.
„Die Bäume sind ja ungeheuer gewachsen.“, schnaufte die alte Dame und sah sich um.
„Oh mein Gott! Die Menschen sagen endlich mal was!“, freute Jane sich.
„Wer ist eigentlich der Hund?“, fragte Jane, als ihr auffiel, das der Huskywelpe irgendwie unwichtig erschien.
„Keine Ahnung, irgendwie die Reinkarnation von Jenna oder so…“
„Jenna ist tot?! Aber ich dachte der Film spielt in der Gegenwart!“, gab Kaskae wimmernd zurück.
„Nein du Pfosten, DA spielt er in der Zukunft.“
„Oh mein Gott, die können in die Zukunft sehen?“
Eva klatschte sich die Hand gegen Stirn.
„Seid ihr dumm? Der Film ist von 1995.“
„Oh Gott, da sind wir ja schon alle tot!“
„Leute, könnt ihr bitte wann anders Zukunftsängste haben?“, verlangte Eva von den beiden.
„Wir geben unser bestes.“
Der Film lief weiter und die Alte sagte: „Es ist eben lange her, seit ich das letzte Mal hier war.“
„Wohl zu lange.“, lachte Kaskae dreckig, wofür sie von Eva am Kopf gekrault wurde. SO mochte sie ihren OC.
„Komm weiter Blaze.“, meinte das blonde Mädchen nun und zwang seinen armen Huskywelpen zum weitergehen.
„BLAZE?! Ernsthaft? Das ist nach Bello, Hasso und dreizehn weiteren Namen der sechzehnstdümmste Hundename aller Zeiten“, meinte Jane entsetzt „Kaskae, du magst deinen Namen doch, oder?“
Die Hündin nickte schweigend und starrte weiterhin auf den Bildschirm.
„Großmutter, wann war das, wann warst du das letzte Mal hier?“, fragte das Mädchen die alte Frau, woraus sich schließen ließ, dass diese nicht ihre Kidnapperin, sondern ihre Oma war.
„Ach, das ist Jahre her, lange bevor du geboren wurdest, mein Schatz.“, gab diese zur Antwort.

„Ach du heilige Scheiße, also war’s wohl irgendwann vor der Kolonialisierung Indiens.“, murmelte Jane halblaut und ehrlich entsetzt.
„Ach was, das war höchstens vor Doc Browns erster Zeitreise.“, meinte Eva und aß ihr schätzungsweise siebtes Huhn.
„Was?“
"Ach, nicht so wichtig.“, lenkte Eva ab und sah weiter den Film an.
„Guck mal, Blaze hat ein Eichhörnchen entdeckt.“, sagte das Mädchen nun.
„Eichhörnchen?! WO?“ Aha, bei dem Wort war Kaskae sofort Feuer und Flamme.
„Ganz ehrlich, ich mag dieses Kind nicht, es ist dämlich und der Hund nervt mich erst recht. Darum Kaskae, bekomm bloß nie Welpen, warum meinst du sonst leg ich dich an die Kette?“
„Oh bitte, ich pass schon auf, als ob ich jemals irgendwen ranlassen würde!“, knurrte Kaskae eingeschnappt und musste augenblicklich das hinterhältige, dreckige und mit allen Kräften zurückgehaltene Lachen Evas ertragen.
„Äh… Stimmt doch, oder?“, fragte der Malamute verunsichert.
„Duuuu… Niemanden ranlassen... Nicht schwanger werden… Jaaaa! Natürlich, du bist doch unser kleines Kaskaeleinchen, du bist unsere ewige Jungfrau, duuuu bist unser Futzi-Pupsi, du bist-“
„Übertreib’s nicht.“, murrte sie nun und warf Eva einen vernichtenden Blick zu.
Der Film ging weiter.
„Augenblick mal, ich muss mich erst wieder zurecht finden“, meinte die Oma „Es gibt so viele Wege hier, da kann man sich leicht verlaufen. Na komm, mein Schatz.“
„Großmutter, wir sind ja hier mitten in der Wildnis.“, entgegnete das kleine Mädchen.
„Ach was, wir sind mitten in New York City.“, entgegnete die Oma.

Lautes Gröhlen brach neben Eva aus und Kaskae und Jane zeigten lauthals lachend auf dieses dämliche, kleine Kind.
„Haha, is die DUMM! Ist mitten in New York und labert irgendwas von Wildnis! Die is sooooooooooo dumm, so dumm kann man eigentlich gar nicht sein! Haha, Dämlichkeit hoch zehn.“, amüsierte sich Jane.
„Ja, zudem war die wohl nie morgens um eins um Wald unterwegs, sonst-“ Kaskae verstummte, als sie merkte was sie da gesagt hatte.
„DU warst WAS?!“, fuhr Jane sie an.
„Hey, ruhe! Köpfe werden NACH dem Film eingeschlagen! ô.ô“, fuhr Eva die beiden an, woraufhin wieder Ruhe herrschte.
„Du wirst bestimmt müde, wenn du so lange laufen musst.“, meinte das Mädchen wieder.
„Unsinn, wir laufen doch erst seit einer viertel Stunde. Es ist nicht mehr weit.“, meinte die Oma und nahm ihrer Enkelin, die die arme Blaze nervte, die Mütze ab, welche sie aus Gründen abgenommen hatte, die weder Eva, noch ihren OCs wirklich ersichtlich waren.
„Blaze wird aber müde.“, versuchte das nervige Balg es weiter.
„Oh jaaaaa, ich verstehe.“ Die Stimme der Oma triefte jedoch nur so vor Du-dummes-Drecksbalg-bist-doch-selber-nach-lätschigen-fünfzehn-Minuten-zu-kaputt-um-zu-latschen-also-sag-mir-alter-Schachtel-nicht-was-ich-zu-tun-hab, während sie nachdenklich den Hut betrachtete.

„Ernsthaft? Die Kleine hat einen Husky, gewöhn dich dran, Schätzchen.“, meinte Kaskae abfällig und würgte sich noch mehr Chicken Wings rein.
„Großmutter, was suchen wir denn hier eigentlich?“
„Kann dieses Balg auch nur einmal die Fresse halten? Ich glaub ich kann mich grad in sämtliche Frauen hineinversetzen, die Abtreiben wollen.“, meinte Jane, in beiden Händen Offenkartoffeln, die vor Dip nur so trieften.
„Wir suchen ein Denkmal.“
„Ein Was-mal?“, hakte das Mädchen nach.

„STIIIIIIRB! Wenn DAS die Jugend für übermorgen ist, dann ohne mich!“ Jane ging strammen Schrittes ins Bad und schien Anstalten zu machen sich mit dem Rasiermesser ihres Vaters die Kehle aufzuschneiden. „Hey, nicht so voreilig, die Generation des einundzwanzigsten Jahrhunderts ist dann wiederrum nicht ganz so schlimm.“, versuchte Eva zu retten, was zu retten war, auch wenn sie wusste, dass das eine riesige Lüge war.
„Okay, dann gibt’s ja wieder Hoffnung.“, meinte Jane erleichtert, nichtsahnend, dass in nicht mal hundert Jahren eine Horde „Jo, I’m a free bitch“-Bitches, kastrierter Sängererdmännchen und Frauenverachtender Oberrapper die Welt beherrschen würden.
„Das ist etwas, was uns an eine wundervolle Geschichte erinnert. Und an einen ganz besonderen Ort, ganz weit weg von hier.“, erklärte die Oma ihrem, anscheinend an ADHS leidendem Enkelkind zu erklären, da dieses irgendwie sowieso nie zuhörte und sich lieber mit seinem Hund beschäftigte.
Doch nun hatte die Oma tatsächlich die Aufmerksamkeit des Balgs!
„Was ist das für ein Ort, Großmutter?“
„Nome in Alaska“, war die Antwort der Alten „Ein winziges Städtchen, oben im Norden, am Ende der Welt. Der Ort liegt wirklich mitten in der Wildnis, mein Herzchen. Es war ein kalter Winter, im Jahre 1925. Und es fiel sehr viel Schnee.“

„WOOOOHOOOOOOO! Nationalstolz! Nome in unserer Gegenwart! Yeah!“, jubelten Jane und Kaskae und wedelten mit Nome-Fähnchen herum und blasen in Partytröten.
„Äh, die Dinger waren extrem billig, da könnten toxische Stoffe enthalten sein.“, gab Eva nun etwas kleinlaut zurück.
Doch Kaskae und Jane waren schon völlig weggetreten.
Sie saßen einfach nur da, starrten den Boden an und schnackten.
Eva schluckte. Entweder waren die beiden dabei zu sterben oder sie waren auf einem Trip, auf was ihre geweiteten Pupillen hinwiesen.
„Woah… Wenn man die gesamte Erdgeschichte in 24 Stunden pressen würde, wären die Menschen erst einige Augenblicke vor Mitternacht auf der Welt eingetroffen. Es gibt keinen Nebel, nur kaputte Wolken. Wo ist bei einem Wischmobbhund vorne und hinten?“, gab Jane als erste von sich.
„Die Stelle in meinem Maul, wo ich keinen Backenzahn mehr hab, fühlt sich genau so weich an, wie das Filet von Schweinen.“, murmelte nun Kaskae.
Stille.
Eva starrte die beiden beunruhigt an, den Film hatte sie inzwischen angehalten und sie bezweifelte, dass die beiden die letzten Worte der Fischstäbchenoma „Damals war das schnellste und verlässlichste Transportmittel, ein Hundegespann, das einen langen Schlitten zog. Jedes Jahr fanden Rennen statt und es wurde das beste Gespann ermittelt. Der Wettbewerb war sehr, sehr hart mitbekommen hatten.
„Äh… Mädels?“  Eva wedelte mit der Hand vor ihren Gesichtern rum. Jane schwieg noch immer und sah so aus als hätte sie soeben eine Lösung für den Welthunger gefunden.
Doch Kaskae brach plötzlich in Gelächter aus.
„HAHAHAHA!!!! Ein Schweinefilet in meinem Kiefer! Ich könnte versuchen ihn mir auszubeißen!“
Okay… Sie würde wohl warten müssen, bis die beiden wieder beisammen waren.
Währenddessen würde sie mit Wolfi telefonieren, irgendwie würde sie dieses Weib noch brauchen.
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