Verschiedene Storys im Wunderland

von JennJenn
GeschichteAllgemein / P12
Alice Liddell
02.02.2014
02.02.2014
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Halloween im Wunderland


Als Alice diesen Morgen im Herzschloss aufwachte, war sie noch ein wenig müde, da sie mit Vivaldi bis spät in die Nacht geredet hat. Dabei haben sie wieder mal Tee getrunken, wie sollte es auch anders sein. Vivaldi hatte sich lauthals über ihre Probleme mit ihrem Mann beschwert. Vor lauter Wut auf ihn, wollte sie wieder Dienstmädchen und Wachen köpfen lassen. Mit großer Anstrengung aber, hielt Alice sie von ihrem Vorhaben ab. Aus diesem Grund war sie ein wenig erschöpft, als sie sich dann umzog. Als sie sich dann im Spiegel prüfte, fiel ihr auf das dies nicht ihr Kleid war. Dieses kleid war lila und hatte am Rand Verzierungen aus orangenen Kürbissen. Einen passenden Hut fand sie dazu auf der Kommode, welchen sie auch gleich aufsetzte. Anschließend machte sie sich auf die Suche nach Vivaldi, um sich bei ihr für dieses Outfit zu bedanken. Sie dachte daran, dass sie die folgende Nacht dann wieder in der Hutmachervilla verbringen würde. Sie freute sich schon sehr auf die Zwillinge. Die beiden hatte sie in ihrer Zeit im Wunderland ins Herz geschlossen. Wer es aber zum Schluss erobern würde, blieb fraglich.
Sie wanderete durch die Flure auf der Suche nach Vivaldi und hielt dabei vorsichtshalber Ausschau nach Peter. Auf den hatte sie nämlich keine Lust. Alice fragte sich bei den Zimmermädchen zu Vivaldi durch. Als sie schließlich endlich fand, war sie sehr erschrocken. Diese war nämlich gerade am Besenfliegen duch den Ballsaal, während in der Mitte des Saales ein großer Kessel mit einer merkwürdig aussehenden und riechenden, grünen, höchstwahrscheinlich klebrigen Pampe vor sich hin köchelte. Auf einmal flogen Blitze durch die Gegend und die ohnehin schon erschrockene Alice, floh aus dem Saal. Bei dieser Flucht rannte sie auch gleich in Peter rein. Dieser umarmte sie gleich und redete auf sie ein. " Meine liebe Alice, hat dein Herz seine Liebe zu mir endlich erkannt und dich deswegen in meine Arme getragen? Oder weswegen habe ich dieses Glück dich in meinen Armen halten zu können? Ich habe dich ja heute Nacht so sehr vermisst. Aber Vivald wollte mich nicht zu dir lassen... " Alice machte sich los aus seiner Umarmung und wollte seinen Redeschwall stoppen, als ihr die Kinnlade runterfiel. Das Ding vor ihr sah nicht aus wie Peter, es hörte sich nur so an. Dieses 'Monster' sah aus, wie ein riesiger weißer Hase, der iwie deformiert war. Leuchtend rote Augen, riesige Füße, angenagte Ohren, woher diese Spuren kamen wollte sie lieber nicht wissen, und trotzdem war es der nervige Peter. Alice völlig überfordert, fing vor Schreck an zu schreien. Da schoss auf einmal ein Windzug an ihr vorbei und Vivaldi auf ihrem Besen war da. Das war zu viel für Alice, sie kippte einfach um. Als sie endlich erwachte, erklärte Vivaldi ihr alles. " Heute ist Halloween, und jedes Jahr an Halloween verwandeln wir uns in ein anderes 'Wesen'. Ich bin, wie du vielleicht schon erkannt hast, eine Hexe. Und Peter ist, na ja, halt Peter. Nur diesmal mehr monstermäßig. Die anderen sind auch alle betroffen, geh doch mal auf Erkundungstour. Lass dich mal überraschen, wer was ist. " Mit diesen Worten ließ Vivaldi Alice allein in diesem Raum. Da Alice sehr neugierig war, wie die anderen aussahen, machte sie sich zum Uhrenturm. Im Labirinth traf sie dann noch Ace, welcher sehr langsam, aber zielstrebig zum Uhrturm ging. Er hatte die Arme so merkwürdig nach vorne gestreckt und sah iwie leer im Kopf aus. Seine Augen leuchteten auch nicht so vor Freude wie sonst. Also sprach sie ihn mal an " Hallo Ace". Als Antwort kam ein unverständliches und geknurrtes "Hmmmm Aaaaall...". Alice verstand kein Wort von dem. Deswegen verabschiedete sie sich auch und ging weiter zum Uhrturm. Dort angekommen, ging sie nach oben um Julius zu besuchen und ihm auch gleich wieder mal einen Kaffee zu kochen. Sie wollte sich mit den Punkten immer noch verbessern. Sie war mittlerweile bei 73 Punkten, eigentlich eine stolze Leistung, aber sie wollte die 100 Punkte bekommen.
Oben angekommen, sah sie einen mürrischen Julius an seinem Arbeitstisch sitzen. Dieser arbeitete aber nicht, sondern starrte einfach nur ins Leere. Alice wusste nicht, was sie davon halten soll. Also kochte sie ihm einen Kaffee und hoffte ihn dadurch 'wach' zu bekommen. Julius trank den Kaffee aber einfach nur und starrte dann weiter ind Leere. Beim genauren Hinsehen fiel ihr auf, dass ihm Schrauben aus den grünlichen Ohren guckten. "Okay, das ist nicht normal. Hängt wohl mit dieser Halloween-Sache zusammen. Ach... ich erinnere mich, er müsste Frankenstein sein. Hatte ja mal ein Buch darüber gelesen, ist aber schon ewig her. Also bisher eine Hexe, ein Peter-Monster, ein merkwürdiger Ace und ein Frankenstein. Da bin ich ja mal gespannt, was als nächstes kommt." Mit diesem Gedanken ging sie nach unten, um zum Vergnügungspark zu laufen. Sie prallte aber an einem Hindernis ab, Ace. Sie stand auf, half ihm hoch und entschuldigte sich. Dann ging sie zum Vergnügungspark. Sie nahm den Weg durch den Wald, wollte nämlich wissen, ob sich die Umgebung vielleicht auch verändert hat. Sie guckte sich interessiert um, als sie ein lautes Heulen vernahm. Das klang ja wie ein Hund oder auch ein Wolf, dachte sie sich. Und da rannte dieses Etwas auch schon auf Alice zu und wollte sie umarmen. Diese, wieder mal erschrocken, wich zurück, stolperte über eine Wurzel, fiel auf den Hintern und blickte in Boris lächelndes Gesicht. Als erstes fielen ihr die Wolfsohren auf. "Und was bist du?", fragte sie ihn neugierig. "Sieht man das denn nicht?", erwiderte er ein wenig traurig. Alice dachte nach, was für Halloween-Gestalten sie noch kannte. Da fiel ihr das Heulen wieder ein und sah an den Himmel. Der Vollmond stand immer noch in seiner ganzen Pracht am Himmel. "Ein Werwolf" platzte es ihr raus. Der nun wieder glückliche Boris umarmte sie und schleckte ihr auch einmal kurz über die Nase. Da ihr das nicht ganz so gut gefiel, quietsche sie auf.
Dieses Quietschen hatte Pierce geweckt, welcher in der Nähe geschlafen hatte. Sonst hatte er immer Angst vor Boris, aber da dieser heute kein Kater und er selbst keine Ratte war, kam er dazu und fragte Alice nach einem Küsschen. Boris ganz empört, versteckte sie hinter sich. Da Alice Neugierde aber größer war, schob sie Boris zur Seite. Sie wollte sich nämlich Pierce ansehen, oder das was man noch von ihm sah. Das sichtbare war weiß, dünn und es waren Knochen, fiel ihr beim näheren Betrachten auf. Und auf dem Knochenschädel saß sein typischer Hut, ohne diesen und seine Stimme hätte sie ihn wahrscheinlich nicht erkannt. Aber ganz geheuer war ihr Pierce immer noch nicht. Also verabschiedete sich sich von den beiden und wollte weiter zum Vergnügungspark laufen, da legte sich ein Arm um sie. "Um dich zu beschützen.", sagte Boris. Da Alice nicht alleine gehen wollte, ließ sie seinen Arm, wo er war. Endlich am Vergnügungspark, schleifte Boris sie in eine Geisterbahn. Alice kann Geisterbahnen aber nicht ausstehen und sträubte sich dagegen. Aber als Werwolf war Boris noch stärker als, als Kater. Deswegen endete es auch damit, dass Alice sich an seinen Arm klammerte, als sie in der Geisterbahn waren. Sie saßen alleine in dem ganzen Zug. Das machte Alice nur noch mehr Angst. Es fing an mit den typischen Sachen. Vampire, Köpfe, Spinne, Schlangen und so weiter. Dann sprang auf einmal ein gruseliger Clown auf die Schienen und quälte Alices und Boris Ohren mit grauenhafter 'Musik'. Allein der Klang dieser 'Musik', sagte Alice, wer da vor ihr steht. "Es reicht, Merry!", schrie sie. Dieser hörte sofort auf und sponn Rachepläne gegen Blood. "Dieses elende Arsch, das wird er mir noch büßen. Wenn ich nur wüsste, wie."  Dann endlich erkannte er Alice und Boris. Erstere war drauf und dran aus der Geisterbahn zu fliehen, wenn sie nur nicht festgeschnallt wäre. Schließlich aber beruhigte sich Alice wieder so gut es ging und ließ sich von Go Round aus der Geisterbahn führen. Draußen setzte sie sich erleichtert auf eine Bank und seufzte. Als sie sich erholt hatte, ging sie weiter zur Hutmachervilla, denn neugierig war sie trotz allem. Auf dem Weg dorthin, sah sie etwas rotes sich verstecken, interessiert ging sie näher ran und bekam einen Schrecken, als beim Umdrehen ein Sensenmann hinter ihr stand. Das war zu viel für die schon stark strapazierten Nerven von Alice und sie bekam einen Kreischanfall. Als dann ihre Stimme endlich nachließ und sie wieder etwas mitbekam, entschuldigte sich Grey für Nightmare, welcher sie seiner Meinung nach erschrocken hatte. Alice immer noch geschockt guckte sich das rote Etwas noch mal an und erkannte schließlich Nightmare. Aber er war rot gekleidet, hatte einen spitzen Schwanz, kleine Hörner auf dem Kopf und hielt einen "Dreizahn" in der Hand. "Also ist er der Teufel, der Herrscher der Hölle, also auch von Halloween und immer noch ist Grey der wahre Machthaber. Er ist der reine Tod." Alice fing an zu lachen, so lustig fand sie diese Rollen der beiden. Da zog Grey Nightmare aber auch schon wieder hinter sich her, um in zum Arbeiten zu zwingen. Alice winkte den beiden fröhlich hinterher, während Nightmare anfing zu jammern und Grey mit ihm meckerte. Schließlich setze Alice ihren Weg zur Hutmachervilla fort. Sie lief immer weiter, als sie ein glitzern sah und sie diesem folgte. Das Glitzern führte sie an einen stillen Ort mit einem kleinem See in der Mitte. "Oh, ist das schön hier. Ich mache hier mal eine kleine Pause." Alice lehnte sich an einen stein welcher in der Nähe des Sees lag und von der Sonne angewärnt wurde. Sie schloss ihre Augen und nickte ein. Einige Zeit später wurde Alice von einem kalten Frösteln geweckt. "Komisch, die Sonne scheint doch noch. Was ist denn das? ...   Ich sollte mich mal auf den Weg machen, damit ich noch heute ankomme."  Da spürte sie auf einmal ein Streichen über ihren Arm, ihr stellten sich die Haare auf. Das brachte die Zwillinge zum kichern und Alice erkannte sie endlich. Na ja, erkennen ist zu viel gesagt, denn sie sah sie nicht. Alice drehte sich verwirrt mehrmals im Kreis, dadurch wurde das Lachen nur noch lauter und fröhlicher. Da wurde sie an beiden Händen jeweils von einer anderen an die Hand genommen und sie musste wohl oder übel mitgehen. Schließlich fing sie an, die beiden auszufragen.
"Was seid ihr beiden denn nun? Es ist schon sonst nicht so einfach euch auseinanderzuhalten, aber jetzt. Wie soll das denn gehen? Ich sehe euch ja nicht mal."
"Na, wenn du uns nicht sehen kannst, was sind wir dann wohl?" fragte eine der beiden Stimmen frech zurück.
Alice dachte an die ganzen Schauergeschichten und dann an die Gespenster.
"Seid ihr beiden Gespenster?" fragte sie die beiden.
Frech tönte es zurück, "Nee, Geister". Und sie fingen an zu lachen. Neugierig fragten die Zwillinge nun Alice, wen sie denn schon so getroffen habe und all sowas. Alice erzählte von Vivaldi als Hexe, wie sie da so rumgeflogen ist. Peter als Monster, wie sehr er sie erschrocken hatte. Ace als Zombie, und wie gruselig und merkwürdig deren Begegnung war. Julius als Frankenstein, welcher ausnahmsweise nicht arbeitete. Ach, und nicht zu vergessen von Pierce und Boris, als Skelett und Werwolf, welche sich ausnahmsweise mal nicht ärgerten, zankten oder ähnliches. Und sie musste auch schon an den Gedanken von Nightmare und Grey lachen, wie der Tod über dem Teufel, dem Herrscher der Unterwelt, steht. Als sie dies den beiden Jungs erzählte, mussten diese natürlich auch lachen. Sie kamen während dem Gespräch der Hutmachervilla immer näher. Am Tor erwartete sie schon Eliot, welcher so ähnlich wie Peter aussah. Alice versuchte nicht daran zu denken, wie er aussah. Den von dem niedlichen Eliot war nicht mehr zu sehen. nur noch diese unheimliche Kreatur. Sie überlegt lieber, wer noch fehlte. "Stimmt, Blood bin ich noch nicht begegnet." Während dieser Überlegung, holte Eliot eine Einladung zu einer Teeparty diesen Tag heraus und übergab sie Alice. Diese öffnete die Einladung und las sie. "Blood hat mich wieder zu einer Teeparty eingeladen." Wie schön. Alice wurde von den beiden Geistern auf ihr Zimmer, welches sie in der Hutmachervilla hatte, gebracht, um sich dort aufzufrischen und kurz auszuruhen. Ein wenig später klopfte es an ihrer Tür. Es war Blood, welcher sie zur Teeparty abholte. "Sehr verändert sieht er aber nicht aus, nur dieser Umhang ist ein wenig komisch an ihm, na ja, zumindest komischer als sonst." Da lächelte Blood sie auf einmal an, und sie bekam einen kleinen Schrecken. "Er hat ja plötzlich seht spitze Eckzähne, was soll denn das?"  Aber sie ließ sich weiter führen. Da bemerkte sie, wohin sie gingen. In den Garten, nahe der Rosen. Danach bemerkte sie erst, wer schon alles am Tisch saß. Es waren nämlich alle Rollenträger anwesend, zumindest vermutete sie das, da sie die Zwillinge ja nicht sehen konnte. Sie ließ sich zu ihrem Platz geleiten und setze sich neben Blood hin. Alle sahen zwar absolut anders aus, aber das Innere ist eigentlich komplett gleich geblieben. Die Zwillinge "flirteten" wieder mit Alice. Vivaldi diskutierte stark mit Blood, und Peter und Eliot diskutierten ebenfalls, aber die beiden über Karotten, ihre Haseneigenschaften und ihre gegenseitige Abneigung. Boris ärgerte wieder Pierce. Der Sensenmann Grey wollte die Party verlassen, um Nightmare wieder zum arbeiten zu zwingen, aber Alice setzte sich ausnahmsweise für Nightmare ein. So konnten die beiden auch noch bleiben. Ace, so wurde ihr erzählt, ist langsam aber zielstrebig zur Villa gelatscht, in Begleitung von Julius. Dieser saß am Tisch abseits und ziemlich alleine, nur Go Round nervte ihn. Er ging ihm auf die Nerven, weil Blood mal seinen ganzen Namen verraten hatte, Julius interessiert das aber nicht und wollte sich da auch nicht einmischen. In all dem Trubel, schlief Alice an Blood angelehnt ein. Dieser bemerkte es, trug sie in ihr Zimmer und legte sie dort auf ihr Bett. Allerdings musste er dem Drang widerstehen in ihren weißen, zarten Hals zu beißen, um ihr Blut zu trinken. Die Zwillinge und Boris, welche ihm nach gegangen waren, hielten ihn davon ab.
Am nächsten Morgen wachte Alice komplett angezogen und ungebissen in dem Bett auf. Bei einem kurzen Erkundungsgang bemerkte sie, dass alles wieder normal ist. "Na, zum Glück. Endlich ist dieser Spuk vorbei. Es war mir zu gewöhnungsbedürftig" sagte sie vor sich hin, als sie in der Villa durch die Flure spazierte. Die Zwillinge hörten es aber und heckten einen Streich aus. "Denkst du das gleiche wie ich?" ,fragte Dum Dee. Grinsend antwortete der Angesprochene: "Ich hoffe doch mal, dass du das gleich wie ich denkst." Und da sie Zwillinge und frech sind, verstanden sie sich auch so. Als Alice um die nächste Ecke bog, sprangen die Zwillinge mit Bettlaken verkleidet und "Hui Buuuuh" rufend hervor. Diese bekam trotz der Abhärtung der vergangenen Tages einen Schreck.

Das wars von mir^^
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