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Life is Good

von Alexxi
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / Het
Jason Grace Piper McLean
02.02.2014
02.02.2014
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Heyo :)
das hier ist ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Und es ist an alle, denen es gefällt und die es gern haben möchten ;)
Ich muss hier noch mal kurz Werbung machen für einen gewissen Musiker (kein Pop-weder noch Chart-Musiker!) denn durch ihn kam dieser OS! Seine Musik ist Inspiration pur!
Hier ist der Link zu dem Stück, was ich mir beim Schreiben ständig angehört habe :) :  http://www.youtube.com/watch?v=DZpD4YeYl08    <-- hope you like it!
Jetzt bleibt nur noch, euch viel Spaß beim Lesen und herzlichste Grüße zu wünschen^^
gezeichnet:
Alex<3

Widmung: wie schon gesagt; an alle, denen der OS gefällt :)
Anmerkung: was kann man da schon anmerken??

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Ich laufe.
Meine Füße berühren den Boden nur leicht. Ich fliege fast. Der Regen hat den Boden in einen halben Sumpf verwandelt. Bei jedem Schritt muss ich aufpassen, dass ich auch den nächsten Schritt machen kann und nicht dort stecken bleibe, wo ich eben noch drüber gelaufen bin.
Mein Atem geht schnell. Mein Herz rast. Warum rast es nur so schnell?
Ich springe über einen umgestürzten Baumstamm, komme wieder auf den Boden und renne weiter. Der Regen setzt wieder ein und prasselt auf mich. Das weiße Kleid von Mutter ist völlig verdreckt vom Schlamm. Doch wen interessiert schon ein Kleid? Es ist Weihnachten im Camp und ich werde bald mein größtes Geschenk sehen.
Der Fluss neben mir rauscht, das Wasser wird immer höher, in der hintersten Ecke beginnt mein Gehirn sich Sorgen zu machen. Doch die eigentliche Aufmerksamkeit gilt meinem Geschenk. Noch einmal muss ich springen. Der Regen wird stärker, meine Haare sind völlig durchnässt, das Kleid erinnert schon gar nicht mehr an ein Kleid. Ich stolpere fast, als ich den Treffpunkt erreiche. Ganz außer Atem schaue ich mich um und versuche die Überraschung zu entdecken. Es ist nichts und niemand zu sehen. Vielleicht hat der Bus Verspätung oder die Bahn fährt mal wieder nicht. Es wäre so typisch.
Noch einmal schaue ich mich um. Immer noch stehe ich allein auf der Lichtung im Wald, neben mir plätschert der Bach, welcher sich vom Fluss gespalten hatte. Ich hebe den Kopf und sehe nach oben. Die großen Regentropfen nehmen mir die Sicht, ich schließe die Augen und habe das kindliche Bedürfnis die Tropfen mit dem Mund aufzufangen. Und schließlich tue ich es. Mit geschlossenen Augen und geöffnetem Mund fange ich an mich im Kreis zu drehen. Ein Lächeln schleicht sich auf meine Lippen und verschwindet auch nicht mehr so schnell. Kindheitserinnerungen werden wach. Ich sehe meinen Vater, wie er sich im Winter mitten in den Schnee vor unserem Haus stellt und dasselbe tut wie ich gerade. Verträumt drehe ich mich weiter, immer weiter bis mir ganz schwindelig wird und ich die Augen wieder öffnen muss. Die Welt allerdings dreht sich weiter.
Ich blinzele um das Schwindelgefühl wieder los zu werden und da sehe ich, immer noch ganz verschwommen, eine Gestalt am anderen Ende der Lichtung. Mit zusammen gekniffenen Augen bleibe ich stehen und versuche krampfhaft die Silhouette zu erkennen. Zögernd setze ich einen Fuß vor den anderen, laufe auf die Person zu. Mit der Zeit wird mir klar, wer es ist und meine Schritte werden schneller. Ich renne wieder. Die Gestalt tut es mir nach. Wir treffen uns in der Mitte der Lichtung, sehen uns an. Er lächelt. Wie ich dieses Lächeln liebe. Zuerst schauen wir uns nur an. Schließlich fallen wir uns in die Arme. Der Regen strömt auf uns hinab doch das stört uns nicht. Jetzt zählen nur wir beide. Sonst nichts.
Er löst sich von mir und holt ein kleines Geschenk hervor. Ohne Worte überreicht er es mir. Lächelnd nehme ich es und mache es vorsichtig auf. Es ist ein Brief drin. Trotz des Regens nehme ich ihn heraus, falte ihn auf und beginne zu lesen.
,,Ein Gruß aus Camp Jupiter
Wie du siehst, werden wir immer mutiger.
Gedichte sind nicht unser Ding,
trotzdem nicht die Rute schwing,
wir wünschen frohe Weihnachten
und hoffen, dass die Götter wie auch sonst über euch wachen!
Weiter wollen wir auch nicht nerven, denn es ist Zeit
Für eure Zweisamkeit."
Ich falte das durchnässte Papier wieder zusammen und stecke es in den Umschlag zurück. Dann schaue ich ihm in die Augen. ,,Wer hat es geschrieben? Hazel? Oder Frank?"
Er lacht und zieht mich zu ihm. ,,Ist das jetzt so wichtig?"
,,Nein", antworte ich leise. Der Kuss ist wunderschön. Das warme Gefühl der Liebe durchströmt meinen ganzen Körper, mein Herz schlägt immer doller, sodass ich Angst habe, dass es bald zerspringt. Doch es wäre vielleicht gar nicht so schlimm, wenn er bei mir ist, ist überhaupt nichts schlimm.
Irgendwann liegen wir uns nur noch in den Armen, der Regen hört immer noch nicht auf, er wiegt mich ein bisschen und summt eine Melodie, die ich nicht kenne. Doch sie gefällt mir.
,,Frohe Weihnachten, Pipes", flüstert er mir ins Ohr. Wieder muss ich lächeln. Er schafft es immer wieder. Wie, frage ich mich auch manchmal, aber er schafft es auf jeden Fall mich glücklich zu machen. Das wird sich auch bis zu meinem Lebensende nicht ändern. Das hat er mir versprochen. Und ich vertraue ihm, mehr als irgendeiner Person auf dieser Welt.
,,Fröhliche Weihnachten, Jason."

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Wer auf den Link geklickt hat, weiß, welche Melodie Jason gesummt hat :)
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