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- fragile -

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Familie / P16 / MaleSlash
Draco Malfoy Lucius Malfoy
30.01.2014
30.01.2014
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Je t'aime!
Votre sang, je veux le voir,
il veut lécher, votre âme que
je veux goûter!


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Titel: - fragile -
Autor: JollyRoger
Kurzbeschreibung: Die Auswirkungen einer Unterhaltung zwischen dem Dunklen Lord und Narzissa Malfoy.
Rating: P16-Slash
Disclaimer: Alle Rechte sind Joanne K. Rowling vorbehalten.

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"Ah, Narzissa."
Die schlangenartigen Augen fixieren eine schmale, attraktive Frau mit seidigem, weißblonden Haar, die sich augenblicklich hastig verbeugt.
"Was - Was kann ich für Euch tun, mein Herr?"
Zwanghaft bemüht ihre Unruhe zu verbergen, ist Lucius Ehefrau für Lord Voldemort ein offenes Buch.
"Ich bin mir gewiss, Du ahnst, aus welchem Grund ich Dich zu sprechen verlangte?"
"Mein Herr, L-Lucius war Euch stets ein getreuer Diener -"
"Beantworte meine Frage, Narzissa."
"Ja, Herr."
Schweigen. Für Narzissas Nerven eine Zerreißprobe.
"Lucius hat mich schwer enttäuscht, Narzissa.
Aber Lord Voldemort ist gütig. Ich habe eine Aufgabe für... euren Sohn."
Für euren Sohn.
Die Worte erreichen nur mit Mühe ihr Bewusstsein.
Und Widerspruch ist zwecklos.
"Ja, Herr?"
"Wenn es einen Zauberer gibt, dessen Vernichtung mir annähernd so ein Bedürfnis ist wie selbige von Harry Potter, so ist es Albus Dumbledore.
Dein Sohn hat ein Jahr. Ver-"
"Bitte Herr, ich flehe Euch an! Draco ist unser einziges -"
"Wage es nicht, mich erneut  zu unterbrechen, Narzissa, oder Du wirst es bereuen. Hast Du mich verstanden?!"
"Ja, Herr."
Narzissa schlägt die Augen nieder, versucht die aufkommenden Tränen zu unterdrücken.
Vergebens.
"Wie ich bereits sagte, Draco hat ein Jahr.
Versagt er jedoch, wird mein Zorn keine Grenzen kennen.
Hast Du mich verstanden, Narzissa?!"
"J-Ja, Herr."
"Du darst gehen."
Sekunden später tritt eine große, schlanke Gestalt aus der Dunkelheit des Raumes hervor.
"Severus."
"Mein Herr." Snape verbeugt sich kurz.
"Sie wird Dich um Hilfe bitten, Severus."
"Ich weiß, mein Herr."
"Falls und nur falls der junge Malfoy versagen sollte, wirst Du seine Aufgabe übernehmen."
"Gewiss, Herr."

~

Abscheu.
Dies ist Narzissas einzige Empfindung, während sie durch einen dunklen, verdreckten Gang geführt wird.
Der Aufseher verdrängt derweil die Dementoren.
Am Ende des Gangs führt er sie in eine der Zellen.
Als er sie mit einer kurzen Geste hineinwinkt, kann er seine Schadenfreude kaum verbergen.
Sie, die gefallene Dame der gehobenen Gesellschaft, besucht ihren Ehemann in Azkaban.
Eine zwanghafte Umarmung später sitzen sie sich gegenüber, sie und er.
Lucius Haar hat ein wenig an Glanz verloren, er hat abgenommen.
Dennoch ist seine angeborene Eleganz und sein Stolz ungebrochen.
Noch.
Ihr Atem geht nur stoßweise, als sie hastig die Worte abspult, welche sie sich zuvor überlegt hat.
Draco. Der Dunkle Lord. Die Aufgabe.
Und endlich sieht sie eine Regung auf Lucius Zügen.
Er weint.

~

Obgleich seine Ehefrau ihn schon vor Stunden wieder verlassen hat,
glaubt er den Geruch ihres Parfums noch dezent wahrzunehmen.
Und dann ist da nur noch die Angst.

~

Sonnenlicht durchflutete den Raum.
Meterhohe Regale mit kostbaren, antiken Büchern,
ein schwerer Schreibtisch,
kunstvolle Schnitzereien im dunklen Mahagoni,
mehrere mit feinstem Brokat bespannte Sessel.
Lucius Malfoy saß in seinem Arbeitszimmer und schrieb einige Zeilen an Cornelius Fudge, den Zaubereiminister.
Die hohen, runden Fenster boten eine exquisite Aussicht über die Parkanlage, welche Malfoy Manor umgab.
Im Schatten einer alten Eiche erblickte er seinen Sohn, welcher friedlich in einem Buch las.
In zwei Tagen würde er sechzehn sein.
Gelegentlich schmerzte es Lucius, dass Draco ihm so wenig glich.
Ihm fehlte die Kontrolle über seine Emotionen.
Doch während er seinen Sohn durch das Fenster betrachtete, dachte er nicht daran.
Obgleich ein junger Erwachsener, war Draco recht zierlich.
Seine Haut war hell, die Züge ebenmäßig.
Graue Augen blickten mit kindlicher Naivität in die Welt.
Voller, sinnlicher Mund. Einladend.
Oft verlor Lucius jegliches Zeitgefühl.
Am Abend klopft es an seiner Tür. Es ist Draco.
Lucius bedeutet ihm, näher zu kommen.
Nimmt ihn in den Arm.
Vergräbt sein Gesicht in Dracos Haaren. Atmet ein.
Ein flüchtiger Kuss auf die zarte, weiße Wange.
Die Worte bleiben unausgesprochen.
Und vorbei.

~

Zurück auf dem Boden der Realität, ballt Lucius seine Hände zu Fäusten.
Kein Vater sollte sein Kind zu Grabe tragen müssen.
Er würde kämpfen. Selbst wenn er dabei sterben würde.

_____________________________________________________________________

fin.
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