Tagebuch einer Gestaltenwandlerin

GeschichteFantasy / P12
26.01.2014
26.01.2014
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Mit schrecklichen Kopfschmerzen erwachte ich. Ich öffnete meine Augen und wurde von gleißendem Sonnenlicht geblendet. Sofrt schloss ich sie wieder und wartete, bis der pochende Schmerz in meinem Schädel ein wenig abebbte, danach versuchte ich noch einmal meine Augen zu öffnen. Auch dieses Mal traf mich das Sonnenlicht, sodass ich ein paar Mal blinzeln musste, um überhaupt etwas erkennen zu können. Verwirrt blickte ich mich um. Ich sah den schönen, tiefblauen Himmel, welcher bereits mit einem ganzen Meer von Sternen geschmückt war. Es war still, ich hörte nur die natürlichen Nachtgeräusche. Daraus schloss ich, dass ich allein war und wagte nun sogar, mich aufzusetzen. Noch einmal sah ich mich um und stellte fest, dass ich im Schilf lag, nahe des Nils. Weit und breit war keine Menschenseele zu sehen und ich fragte mich, wie ich hier gelandet war. Immerhin sollte ich zu dieser Zeit in den Gemächern des Pharaos Familie sein. Wie war ich überhaupt hergekommen? Als letztes konnte ich mich noch erinnern, dass ich nach dem großen Fest in mein Schlafgemach zurückgekerht war. Doch halt, dass stimmt nicht ganz. Ich war auf den Weg dorthin, kam aber nicht an. Plötzlich kamen all die Erinnerungen in einem schrecklichen Wirbel zurück, sodass ich sie erstmal ordnen musste. Ich hatte das Fest verlassen und hatte beschlossen, einen kleinen Umweg durch den Garten zu machen, bevor ich in mein Gemach zurückkehrte. Dort traf ich auf den Mann, der mein zukünftiger Gemahl hätte werden sollen. Unglücklicherweise konnte ich ihn überhaupt nicht ausstehen und außerdem hatte mein Vater eine bessere Partie gefunden. Nermin kam mit seinem wiederlichen Grinsen auf mich zu. "Guten Abend, meine Schöne. Wir haben uns lange nicht gesehen, nicht wahr?", sprach er mich an. Am liebsten wäre ich einfach weitergangen, doch wusste ich, dass er sich nicht so leicht würde abwimmeln lassen. "Wohl wahr. Wir sollten jedoch ein andermal plaudern, da ich bereits ziemlich müde bin", erwiederte ich höflich und zwang mir ein falsches Lächeln ab. Daraufhin hatte sich sein gesicht zu einer hasserfüllten Fratze verzogen. "So leicht kommst du mir dieses Mal nicht davon. Wenn ich dich schon nicht heiraten kann und solche Demütigung durch deinen Vater, vor dem Volk erfahre, wirst du dafür bezahlen!" Noch erfüllte mich keine Angst, ich war nur erstaunt. Wäre ich sofort losgerannt, vermutlich hätte ich ihm noch entkommen können. Doch nun ergriff er mich und hielt mir ein Tuch vor Mund und Nase, welches mit einer schrecklich stinkenden Flüssigkeit durchtränkt war. Noch bevor ich schreien konnte, verlor ich das Bewusstsein. Was danach geschah, daran kann ich mich nicht erinnern und wahrscheinlich möchte ich dass auch garnicht. Mein einziger Gedanke war nun, wie ich nach Hause zurückkehren sollte. Also rappelte ich mich auf und versuchte, einen festen Stand zu bekommen. Noch einmal sah ich mich um und marschierte auf's Geratewohl los.
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