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Das erste und das letzte Mal

GeschichteKrimi / P12 / Gen
Dr. John Watson Inspektor Lestrade Mycroft Holmes OC (Own Character) Sherlock Holmes
26.01.2014
28.11.2019
18
28.745
 
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26.01.2014 1.191
 
Um es in Sherlock Holmes' Worten zu sagen:
Bitte verzeiht mir, dass ich mir anmaße durch meine kläglichen Bemühungen mit meinen stümperhaften Formulierungen, an den großen Meister heranzureichen.

Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem und ich habe die richtige Mischung zwischen kompliziert und verständlich gefunden. (also noch nich jetzt so am Anfang, aber ich hoffe doch, das steigern zu können)
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Im ersten Stock in der Baker Street 221b, gleich die Treppe hoch und dann schräg rechts, sitzt ein Mann auf seinem Stuhl und denkt nach.
Trüge er noch eine Weste und ein Jackett, wäre er für seine Verhältnisse erstaunlich adrett gekleidet, sein Gesicht ist ordentlich rasiert und seine dunklen Haare gekämmt. Er sitzt aufrecht und starrt auf die gegenüberliegende Wand, wo allerlei Zeitungsausschnitte, Skizzen und Fotos befestigt sind. Im Hintergrund hängt eine riesige Europakarte. An den einzelnen Papieren sind rote Fäden befestigt, die Fotos mit Skizzen, Skizzen mit Artikeln und Artikel mit der Karte verbinden.
Einige wenige Fäden führen zu einem Foto, das auf dem Kaminsims unter der Karte steht. Darauf ist ein Mann zu sehen. Ein Mann auf einem imposanten Holzstuhl, mit einem Bart, gekleidet in die Robe eines Professors. Seine Gesichtszüge sind gezeichnet vom Leben, wirken intelligent und überlegen. Er lächelt leicht.
Das Klimpern einer Geige, ist das einzige Geräusch im Raum.
Neben dem Mann mit der Geige in der Hand sitzt ein anderer, attraktiv wirkender Mann, der interessiert die Titelseite einer Zeitung studiert.
„Und was nun? Coraline Northcote ist tot und wir haben kaum Anhaltspunkte. Wir wissen nicht einmal, was mit ihr geschehen ist.“
Dr. Watson legt die Zeitung zur Seite. Auf der Titelseite prangt groß die Schlagzeile:
„Tod einer Überlebenden“
„Nun, wir wissen zumindest, dass sie ermordet wurde. Das ist nach den Indizien am Tatort wohl eindeutig, nicht wahr?“
Langsam wendet Mr. Holmes den Blick von seiner Arbeit ab und dem Doktor zu.
„Aber wir waren bloß am Fundort der Leiche. Sie kann dort gar nicht gestorben sein. Sie wurde dort bloß aus dem Wasser geholt.“
„Da liegen Sie falsch, mein Lieber. Die leichten Würgemahle am Hals und die Quetschungen und Kratzer an den Armen des Opfers zeigen ganz deutlich, dass sie sich noch wehrte, bevor sie dann von jemandem ins Wasser geworfen wurde. Würden Sie mir nun bitte die Zeitung übergeben, mein Bester.“
Sherlock streckt die Hand aus und sein Partner drückt ihm die Zeitung in die Hand.
„Und wann bitte sind wir dann am Tatort gewesen?“
Holmes steht auf und geht zu seinem Schreibtisch hinüber. Er kramt eine Schere hervor und schneidet den Artikel auf der Titelseite aus.
„Sie erinnern sich doch sicher an die Brücke, die wir auf dem Rückweg überquerten.“
„Sie sprechen von der Brücke, an der wir anhielten, um Tee für Mary zu kaufen?“
Sherlock geht zu seinem Spinnennetz, wie er selbst es nennt, hinüber, befestigt den Artikel über der Europakarte und zieht einige Fäden. Dann kehrt er zu seinem Stuhl zurück, setzt sich und nimmt seine Geige erneut zur Hand.
„Ja und nein. Ich meine natürlich die Brücke, an welcher wir hielten. Doch, dass Sie dort Tee kaufen konnten, war bloß ein angenehmen Nebeneffekt. Tatsächlich hielten wir, damit ich den Tatort inspizieren konnte.
Waren es nicht Sie, der erwähnte, die Tote sei noch kurz vor ihrem Tod mit dem Fuß umgeknickt? Und ist Ihnen nicht aufgefallen, dass eben jene benannte Brücke sehr holprig war?“
Stirnrunzelnd sieht Dr. Watson seinen ehemaligen Mitbewohner an.
„Und daran haben Sie die Brücke als Tatort erkannt?“
„Nun ja... Zudem bemerkte ich einen Hauch von Zimt in der Luft.
Wie Ihnen sicher nicht entgangen sein wird, gibt es in der Straße, welche mit besagter Brücke den Fluss überquert, keinerlei Bäckereien oder ähnliches... Und wenn Sie nun einmal hier im Raum ein wenig umhergehen würden und ganz tief Luft holen...“
Der Detektiv wedelt flüchtig mit der Hand. Der Doktor erhebt sich und tut, wie ihm geheißen.
„Zimt.“
„... und was folgern wir daraus?“
„Miss Northcote roch nach Zimt. Na und? Das könnte auch ein Zufall sein.“
„Zudem fand ich dies auf der Brücke.“
Holmes deutet mit dem Kopf hinüber zu einem kleinen Tisch mit kleinen Flaschen und Gläsern. Darin befinden sich Flüssigkeiten aller Art, Farbe und Konsistenz. In Zweien der Gläser, die mit einer trüben Flüssigkeit gefüllt sind, schwimmt jeweils ein kleines Stück Gold.
„Sind das Glieder einer Goldkette?“
„In der Tat. Es sind Glieder der Kette von Miss Northcote. So nehme ich zumindest an. Das zweite Stück fand ich hier in meinem Büro. Ich habe die beiden Teile eingelegt, um festzustellen, ob sie auch tatsächlich von selber Herkunft sind. Ähnlich ist es bei dem guten Stück, welches Sie in dem Glas daneben betrachten können. Auch dieses fand ich hier auf dem Boden. Es wird uns zum Dieb des Medaillons führen.“
Dr. Watson dreht sich ruckartig um, hält dann inne.
„Moment! Welches Medaillon? Und wem wurde es gestohlen?“
„Ganz ruhig, mein Lieber. Gewiss sind Sie mein Adlatus, doch vertrauen Sie mir. Das einzige, was Sie lediglich wissen sollten, ist, dass dieses Stück von essenziellem Wert für unsere Unternehmung ist. Warum und in welcher Form, vermag ich derzeit noch nicht sicher zu sagen.“
Der Schwarzhaarige zwinkert, zuckt etwas mit dem Mund, zieht leicht die Nase hoch und widmet sich dann wieder seiner Geige und seinem Plan an der Wand.
John Watson lässt sich auf seinen vorherigen Platz fallen. Dann ist es still. Man hört nur das Klimpern der Geige und ein ganz leises Zischen, das aber so unauffällig ist, dass man es nur bemerkt, wenn man schon weiß, dass es da ist.
Da schaut Mr. Holmes seinen Partner wieder an.
„Ich muss mir den Tatort ansehen.“
„Da kommen wir doch gerade her...“
„Ich meine doch nicht diesen Tatort. Ich meine den Ort, an dem die Northcotes starben.“
„Der ist seit zehn Jahren nichts als Schutt und Asche.“
Darauf sagt der Detektiv nichts. Er überlegt, klimpert weiter akribisch und konzentriert mit seiner Geige.
„Ich muss Zeugen befragen.“
Der Mann steht auf. Dabei wirft er seinem Partner die Geige in den Schoß.
„Was denn für Zeugen?“
Sherlock macht sich daran, eine Weste und ein Jackett hervorzukramen und sich vollständig anzukleiden.
„Na die Überlebenden.“
„Holmes, es gibt keine Überlebenden!“
„Aber natürlich! Haben Sie denn die Pläne des Grundstücks nicht gesehen?“
„Welche Pläne?“
„Die Pläne des Anwesens der Northcotes.“
„Solche Pläne gibt es nicht!“
Der Arzt gerät sichtlich in Rage. Seinen Partner interessiert das reichlich wenig.
„Da haben Sie es!“
Der Detektiv ist fertig eingekleidet. Er läuft im Raum umher und sucht vergeblich nach etwas.
„Wo wollen Sie hin Holmes?“
Holmes hat die Leine für Gladstone gefunden und dem Hund angelegt.
„Das sagte ich Ihnen bereits.“
„Zum Anwesen der Northcotes? Holmes, was...“
Da ist der Dunkelhaarige schon aus dem Zimmer. Sein Partner erhebt sich, wirft schnell seinen Mantel über und folgt seinem Hund.


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Sorry wegen der Sache mit dem Adlatus. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat.
Ach so und wer nicht weiß, was das ist, kann einfach mal bei Wikipedia reinschauen. Da ist John sogar namentlich erwähnt ;-)
Ach ja und lasst doch diesmal ein paar Reviews da, ok? Ja... ja...?
Ne, bei mir alles super! Ein bisschen Langeweile vielleicht ;-)
Und denkt an die Rew... Ich hör ja schon auf...
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