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Frankreich, zwei Mädchen und eine Liebesgeschichte

GeschichteAllgemein / P16
Aramis Athos D'Artagnan Porthos
26.01.2014
04.08.2014
20
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Fragen, Fragen, Fragen

Eine zierliche Gestalt im schwarzen Umhang huscht durch die Gassen, einem blondem, jungen Mann auf den Fersen. Keiner bemerkt sie, als D`Artagnan nacheinander von Athos, Porthos und Aramis zu einem Duell auf der verlassenen Ruine aufgefordert wird.

Doch ein circa fünfzehnjähriges, brünettes Mädchen mit großen, frech funkelnden, braunen Augen ist das hübsche, siebzehnjährige, blonde Mädchen mit den faszinierenden schiefergrauen Augen nicht entgangen. Sie runzelt die Stirn wendet sich aber wieder ihrem großen Bruder Portos zu.
Zusammen erklimmen sie den Hügel zur alten Festung. Penelope war nicht überrascht dort auch Aramis und Athos zu sehen. D`Artagnan aber starrt die drei verwundert an, als diese ihre braunen Umhänge fallen lassen und die blau schimmernden Musketier Uniformen entblößen. „Ihr seid Musketiere?“ fragt er überrascht. „Euch suche ich und es wird mir schwerfallen Euch zu töten“ Sie lachen. Inzwischen ist es Brauch geworden, dass D'Artagnan das bei den täglichen Fechtduellen sagt. Trotzdem verdreht Penelopedie Augen bei so viel Arroganz.

Sie will gerade zu einer schnippischen Antwort ansetzen, als ein stürmischer Wind ihr die Worte wegfegt und ein Pferd aus dem dichten Wald stürmt. Ein hellbraunes Pferd mit wehender schwarzer Mähne, seine hintere Fessel ist weiß, während ein weißer Halbmond seine Stirn ziert. Ein Mädchen springt von seinem Rücken, einen Sattel oder eine Trense gibt es nicht.

Es ist das Mädchen, dass Penelope vorher in der Stadt gesehen hat, bloß hat es den Umhang abgelegt und trägt darunter eine schwarze Hose und ein weiße Bluse. An ihrer schmalen Hüfte hat sie einen silbernen Degen befestigt. „Seid ihr jetzt fertig mit glotzen?“ fragt sie schnippisch.
Penelope grinst, sie weiß schon jetzt, dass sie dieses Mädchen mag.  „Ich habe die Garde hierher reiten sehen, die machen wohl immer noch Jagd auf Musketiere. Jedenfalls bin ich hierher geritten um euch und die Kleine zu warnen.“ „ICH BIN NICHT KLEIN!“ empört sich Penelope. „Eigentlich schon, aber…“ Sie zuckt die Achseln.

Das darauffolgende Schweigen bricht Portos mit einem Kichern: „Du hast meine Schwester sprachlos gemacht! Das schaffe ja nicht mal ich!“  „Wer bist du?“ fragt Athos.
                                     
„Ich heiße Anastasia und das ist meine Stute Lilie.“ Mehr sagt sie nicht. Sie geht zu Penelope und klopft ihr auf die Schulter. „Ach da hinten kommt die Garde!“ „Anastasia, Penelope hinter den Felsen!“ Während Penelope ihn wütend anfunkelt, verschwindet Anastasia wortlos hinter dem Felsen.

„Sie haben sich aufgeteilt!“ flüstert Anastasia. „Woher…?“ fragt Penelope verstummt dann aber, als sechs Gardisten auf sie zu stürmen. Anastasia lächelt nur und zieht geschickt ihren Degen, Penelope nickt und hält die vorderen drei mit Wurfdolchen und einer kunstvoll geschnitzten Steinschleuder auf Abstand.
Anastasia weicht Dolchen und Steinen aus und schnell liegen die anderen drei Gegner auf dem Boden. Sofort kniet sie wieder murmelt Gebete.

„Jetzt fängt die auch noch an“ murrt Penelope, während sie die Dolche einsammelt und neue Steine sucht. „ALLES IN……?“ Athos stoppt mitten im Lauf und starrt auf die sechs toten Gardisten. Penelope zieht die Augenbrauen hoch, verkneift sich ein Kichern und sagt mit todernster Miene: „Ja Athos, es ist alles bestens“

Portos stolziert zu seiner Schwester und wuschelt ihr durch die Haare. „Gut gemacht, Schesterherz. Kommt ganz nach dem großen Bruder“ Grinsend pustet Penelope eine Haarsträhne nach oben.
Aramis hingegen nickt zufrieden, als er die betende Anastasia sieht.
Kurz darauf reiten sie durch den Wald, Anastasia hatte sich entschlossen mitzukommen. Im Moment rätseln alle über einen Spitznamen für Anastasia, die lächelnd zuhört.
„Anastasia ist zu lang“ stellt Portos fest, dann grinst er. „Wie wäre es mit Ananas?“ „Der Witz hat ein meterlangen Bart“ bemerkt Anastasia pantomimisch gähnend und legt sich auf Lilies Rücken. „Da hat sich recht du alter Knacker“ neckt ihn Penelope.

„Ich bin jedenfalls für Sia. Was meinst du Porti?“ Dieser springt von Croissant  um zu Penelope zu stürmen, die vor Lachen beinahe von Lord Siegfried ,ihrem Haflingerwallach, fällt. Sein Lauf wird beendet, als er eine Wurzel übersieht und der Länge nach hinfällt. Penelope kreischt vor lachen und Anastasia stimmt in ihr Lachen ein. D`Artagnan hilft Portos auf und ein sechsstimmiges Lachen schallt durch den Wald. Bald vertrauen alle Anastasia, aber Athos bleibt misstrauisch.
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