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Tagebuch einer Hexe

Kurzbeschreibung
GeschichteMystery / P16 / Gen
Bonnie McCollough Damon Salvatore Elena Gilbert Meredith Sulez Stafano Salvatore
25.01.2014
01.09.2014
4
1.279
 
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25.01.2014 450
 
Eigentlich hielt ich Geschichtsunterricht immer für das langweiligste auf der Welt... na ja, wie gesagt: EIGENTLICH. Doch dann geschah etwas, das mich aufsehen ließ.

Ein sehr gutaussehender junger Mann- dunkelhaarig, schlank, braunäugig- betrat den Raum und die Blicke aller Schüler (und Deppen) im Kurs schienen auf ihm zu ruhen.
Ich konnte spüren, dass ihm ein wenig unbehaglich zumute war, doch äußerlich ließ er sich nichts anmerken.

Mr Tanner sah zur Klasse und stellte ihn vor.
>>Das ist Stefano Salvatore. Er kommt aus Italien und ist erst vor Kurzem zurück nach Fell's Church gekommen. Nehmen Sie bitte Platz, Stefano.<<

Und Stefano setzte sich ausgerechnet hinter mich. Ich nahm den Unterricht kaum noch wahr. Den Anderen schien es wohl genauso zu gehen.
Jedenfalls bis Mr Tanner mich ansprach. >>...Bonnie McCollough? <<
Ich sah ratlos auf. >>Könnten Sie die Frage wiederholen, Mr Tanner?<<, fragte ich.

Bevor er antworten konnte, meldete sich Stefano Salvatore zu Wort. >>Angefangen hat der Bürgerkrieg der Vereinigten Staaten im Jahre 1961.<<

Mr Tanner: >>Mr Salvatore, nett von Ihnen, einer Mitschülerin zu helfen, die offensichtlich keine Lust hat, sich mit dem Unterrichtsstoff zu befassen, aber Ihre Antwort ist falsch. Die richtige Antwort lautet: 1962<<

>>Nein, es war 1961. Glauben Sie mir, meine Familie hat eine wichtige Rolle in diesem Krieg gespielt.<<

>>Soso, Mr Salvatore, dann werden wir mal in unserem Geschichtsbuch nachsehen, wer von uns Beiden nun Recht hat.<<

Caroline Forbes, Elenas verhasste Erzfeindin- und ehemals beste Freundin, meldete sich. Sie wartete nicht einmal darauf, dass sie drangenommen wurde, sondern redete einfach drauf los. >>Mr Tanner, ich muss Sie wohl enttäuschen, aber Stefano hat Recht. Der Bürgerkrieg hat 1961 angefangen.<<

Ich grinste über die Aufdringlichkeit Carolines und über den verdutzten Gesichtsausdruck Tanners. Doch mein Grinsen erstarb, als ich sah, dass Elena über ihre Schulter spähte und Meredith, der Dritten in unserer Runde Blicke zuwarf. Das konnte eigentlich nur bedeuten, dass Elena mal wieder einen Plan hatte. Und nicht nur irgendeinen: Sie wollte Stefano erobern.

Elena war es gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Sie hatte bemerkt, dass Stefano seit er sie einmal gesehen hatte, nahezu krampfhaft versuchte, sie zu ignorieren. Das gefiehl ihr nicht, dafür aber Caroline umso mehr, die ihren boshaften Blick aufgesetzt hatte. Die Blicke der Erzfeindinnen trafen sich. Oje, das konnte nur Zickenkrieg bedeuten.

In Gedanken verfluchte ich meine Großmutter dafür, dass sie mir so viel über meine Gabe erzählt hatte. Ohne diese Auskunft hätte ich mich in diesem Moment nicht so gefühlt, als hätte ich in die Köpfe der gesamten Menschheit geschaut. Gruselig.
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