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Eine neue Erbin

GeschichteHumor, Horror / P18
Alucard OC (Own Character)
22.01.2014
02.05.2020
13
40.814
9
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.10.2016 2.688
 
Wenn's mal irgendwo weiter geht, dann geht's weiter. Logisch oder? *lach*
Herzlich Willkommen zum nächsten Kapitel.

Viel Spaß!

_____


~
Wohlig seufzend wand ich mich auf den seidenen Laken und fuhr mir mit den Fingern durch die weichen Strähnen, um sie besser aus meinem Gesicht wischen zu können.
Ein angenehmes Kribbeln durchwanderte meinen Körper von den Zehen bis zur Kopfhaut. Gemächlich drehte ich mich auf den Rücken und öffnete meine Augen.
Ein gußeisener Kronleuchter mit flackernden Kerzen war zu erkennen, dessen tanzende Lichter durch den Raum wanderten, aber nur den Bereich um das Bett ausreichend erkennbar machten. Die schwarze Seide der Lacken funkelte, ebenso das dunkle Metall des Bettgestells.
Ich setzte mich auf und versuchte etwas außerhalb des Kerzenlichtes zu erkennen, aber die Dunkelheit blieb undurchdringlich. Dabei glitt die Decke von meinen Schultern und ließ mich etwas frösteln.
"Du bist wunderschön..."
Dem Klang der Stimme folgend blickte ich in die Finsternis rechts von mir und entdeckte bald eine Gestalt, nach der ich eine Hand ausstreckte.
"Komm zu mir", hauchte ich.
Er trat in den Lichtkegel - groß, bleich und wunderschön. Seine schwarze Mähne bewegte sich mit einem Windstoß, der nur ihn zu erreichen schien und verwehrte mir  einen Blick auf seine feinen Gesichtszüge.
"Wo warst du?", fragte ich, als er seine Hand in meine legte und ich ihn endlich zu mir ziehen konnte, "Ich hab dich vermisst..."
"Ich bin niemals weit entfernt...", versprach seine tiefe samtene Stimme, ehe er sich zu mir gesellte.
Die Kerzen erloschen.
~

Verwirrt öffnete ich die Augen und fixierte den zartgrünen Baldachin mit verschleiertem Blick.
Mir die Augen reibend richtete ich mich auf und streckte mich ausgiebig, dann ließ ich mich in die Polster zurück fallen und starrte an die Decke des Himmelbettes.
"Niemals weit weg, hm?", brabbelte ich und drehte mich auf die Seite um die kleine Spinne in ihrem Netz wie jeden Morgen zu begrüßen, aber sie war weg - genauso wie ihr Netz.
Verwundert lehnte ich mich über die Bettkante, jedoch fehlte wirklich jede Spur von ihr.

Auf den Ellenbogen gestützt wanderte mein Augenmerk zum Fenster, wo ich den Garten bereits hell erleuchtet entdeckte.
Überrascht sprang ich aus dem Bett und eile an die Glasscheibe.
"Wie spät ist es...?", murmelte ich und beeilte mich ins Badezimmer um mich umzuziehen. Dort putzte ich mir die Zähne, nahm eine kleinen Katzenwäsche vor und verließ das Bad um mir meine Armbanduhr von Nachtkästchen zu schnappen.
Als ich auf das Ziffernblatt sah, konnte ich meinen Augen nicht so recht trauen, "...warte... Es... es ist schon halb zehn?!"
Ungläubig schwenkten meine Augen zwischen der Anzeige auf meiner Uhr und dem lange angebrochenen Tag vor dem Fenster hin und her. DAS war neu...

Nachdem ich mich soweit gefangen hatte, verließ ich in Hosen und Hemd mein Zimmer um erstmal ratlos vor der Tür stehen zu bleiben.
Was jetzt?
Da mich weder Walther noch einer der anderen Angestellten geweckt hatte, hieß das wohl, dass das Training heute ausfiel, aber warum?
Unschlüssig machte ich mich erst einmal auf den Weg in die Küche um zu sehen, ob ich noch ein Frühstück ergattern konnte.

Als ich dort durch die Tür trat, wäre ich fast überrannt worden.
Erschrocken von der herrschenden Hektik machte ich einen Schritt zurück.
Was war denn hier los?
Wie aufgeschreckte Hühner rannte sämtliches Küchenpersonal hin und her. Gemüse wurde zerkleinert, Fleisch geklopft, Töpfe und Pfannen verdeckten alle Herdflächen, sogar die Backöfen schienen auf Hochtouren zu laufen.
Der Geruch war überwältigend und mein Magen knurrte laut.
Eine vorbeihuschende Köchin fuhr erschrocken zu mir herum, um dann erleichtert aufzulachen.
"Miss Marian!", rief sie aus, "Sie haben bestimmt Hunger, nicht wahr?"
Sie ließ mich garnicht darauf antworten, bevor sie sich abwand und mir Sekunden später ein voll beladenes Tablett entgegenstreckte.
"Wir haben es für den Fall der Fälle warm gehalten", nickte sie zu dem Essen in meinen Armen, "Es macht Ihnen hoffentlich nichts aus?"
Ich bekam nur ein Kopfschütteln zustande, danach schubste sie mich aus der Küche und meinte entschuldigend, "Lassen Sie es dann einfach auf dem Tisch stehen, wir brauchen den Wagen heute leider."
Dann war die Tür auch schon zu und ich stand sprachlos und planlos vor der verschlossenen Küchenpforte.

"Was war das denn?", wunderte ich mich kleinlaut und drehte mich herum um ins Esszimmer zu gehen.
Da merkte ich, dass mir jemand im Weg stand und mich aufmersam beobachtete.
"Vlad!", meinte ich freudig überrascht, "Weißt du zufällig, was hier los ist? Ich hab schon ewig lange nicht mehr ausschlafen dürfen und die Küche ist in heller Aufruhr. Ist heute irgendein bestimmter Tag von dem ich wissen sollte?"
Der Hund fixierte mich eine Weile, drehte mir dann den Rücken zu und tapste voran, wobei seine Krallen bei jedem Schritt auf dem Boden klackten und sein Schweif hin und her wedelte.
"Heißt das nein?", fragte ich niemand bestimmten und folgte ihm.

Im Speisesaal angekommen nahm ich meinen üblichen Platz ein, während Vlad sich ganz unüblich gleich neben meinem Stuhl auf dem Boden hinlegte.
Sobald ich das Tablett abgestellt hatte, glubschte ich zu ihm hinunter, "Du weißt doch irgendetwas..."
Aber ich bekam keine nennenswerte Reaktion und begann nach einem entnervten Schnauben mein Frühstück zu verzehren. In Ruhe aß ich meine mit Butter und Marmelade bestrichenen Brötchen, den gebratenen Speck, die angerichteten Früchte und kleinen Palatschinken, trank meinen Tee mit einem Löffel Honig, den Orangensaft und das Wasser.
Aus dem Augenwinkel beobachtete ich, wie die schwarzen Schlappohren hie und da zuckten. Es sah fast so aus als ob er ein Geräusch verfolgen und abschätzen würde, wie weit es entfernt war.
Ich überlegte gerade ob ich ihm für seine Mühen einen Speckstreifen anbieten sollte, da wurde die Tür eingetreten.

"Wie ich bereits erwartet hatte, Integra!", brüllte ein Mann mit silbernen langen Haaren, die in einen Zopf in seinem Nacken zusammengehalten wurden, mit beschuldigendem Zeigefinger in meine Richtung, ohne sich jedoch zu vergewissern, dass die Beschuldigte - also meine Großcousine - tatsächlich im Raum war, "Ich wusste natürlich, dass ich von einer protestantischen Hure keine gastgeberischen Fähigkeiten erwarten darf. Aber ich dachte wirklich, dass sich das nach unserem letzten Treffen geändert hätte. Jedoch wurde uns seit unserem Eintreffen kein Getränk oder Snack angeboten, wie es der Fall sein sollte, wenn man jemanden herbestellt. Außerdem hat man uns die 13te Division des Vatikan einfach stehen lassen, wie Dienstboten. Das ist unverzeihlich!"
Ich wechselte einen Blick mit dem großen, blonden, bebrillten Mann hinter ihm, dessen Augen hinter den Brillengläsern versteckt waren, allerdings zierte seine Lippen ein entschuldigendes Lächeln.
War das ein Priester? Seine Aufmachung ließ zumindest darauf schließen.
"Ehm... Es tut mir wirklich leid, dass man Sie einfach hat stehen lassen", meinte ich und räusperte mich kurz, ehe ich aufstand, "Ich bin sicher, dass man nur bescheid geben wollte, dass Sie eingetroffen sind."
Nun sah er mich endlich an und sein Blick musterte mich argwöhnisch, "Wer bist du?"
Ein schiefes Grinsen legte sich über meine Lippen, "Ich bin dann wohl die Großcousine der protestantischen Hure?"
"Du-?!", offensichtlich nicht amüsiert verengten sich seine Augen, doch bevor er weiter sprechen konnte, stand Vlad knurrend und Zähne fletschend neben mir und brachte ihn effektiv zum Schweigen - und wer hatte keinen Respekt vor so einem beeindruckenden Ungetüm?

Wenig später traf die Verstärkung in Form von Walther und Integra höchstpersönlich ein.
"Maxwell! Wie kannst du es wagen durch mein Anwesen zu schleichen und hier herumzuschnüffeln, du katholischer Abschaum?!!", brüllte sie ihn gleich an.
Anscheinend war es bei den beiden Gang und Gebe, dass sie sich beschimpften.
Während meine Verwandte und der seltsame Typ sich ein Schreiduell lieferten, kraulte ich den großen, schwarzen Hund hinter dem Ohr, doch egal welchen Trick ich auch anwandte er beruhigte sich nicht und knurrte den nettaussehenden Priester an, der trotz seiner erstaunlichen Größe nicht wirklich gefährlich wirkte.
"Benimm dich, Vlad!", zischte ich und konnte es als kleinen Sieg verbuchen, dass das Schlappohr tatsächlich gehorchte und zumindest mit der Knurrerei aufhörte.
Erleichtert seufzte ich und bemerkte, dass die 'Erzfeinde' wohl genug herumgebrüllt hatten. Sie standen sich stumm gegenüber bis eine der Küchenaushilfen mit meinem üblichen Geschirrwagen in den Raum rollte. Er war beladen mit allerlei Tassen, Besteck, einem Zuckerdöschen, einem Honigglas, Gebäck und einer großen, dampfenden Kanne.
"Lady Hellsing", machte sie auf sich aufmerksam und verbeugte sich, "Der Tee ist bereit. Möchten Sie ihn mit Ihren Gästen hier einnehmen?"
"Ja, danke", sagte sie kurz angebunden, "Und nehmen sie Nadja's Tablett mit in die Küche, sie scheint ihr Frühstück beendet zu haben."
"Sehr wohl, Madam", mit einem Knicks schob sie den Wagen an den Tisch und ließ ihn dort stehen, dann griff sie nach einem fragenden Blick ihrerseits und einem zustimmenden Nicken meinerseits nach dem Tablett und verließ damit den Raum.

Mit langen, selbstsicheren Schritten bewegte sich dieser silberhaarige Volldepp zum anderen Ende der Tischplatte und setzte sich dort auf den Stuhl, als ob ihm das Haus gehörte.
"Seit wann gibt es mehr von deiner Brut?", stimmte er einen abwertenden Ton an und schnippte mit den Fingern, "Ich dachte immer, dass du die letzte Protestanten-Sau wärst, mit der wir uns rumschlagen müssten."
Der Priester, der ihn begleitet hatte und bis jetzt bewegungslos geblieben war, setzte sich in Bewegung und hantierte kurz mit der Kanne und einer Tasse herum, ehe er das fertig vorbereitete Gebräu zu dem Typen in der violett-weißen Kutte brachte.
War der Typ etwa sein Vorgesetzter oder so?
Bevor Integra darauf antworten konnte, ergriff ich das Wort, "Soll ich vielleicht den Raum verlassen, Integra?"
Ihre blauen Augen richteten sich kurz auf mich, ehe sie zu dem Hund an meiner Seite und schließlich wieder zu mir wanderten, "Es steht dir frei zu gehen oder zu bleiben. Was deine Frage betrifft, Maxwell...", fuhr sie fort, "Möchtest du sie beantworten, Nadja?"
Verwundert, dass sie mich ins Gespräch holte sah ich zwischen ihr und Walther hin und her, der ein geheimnisvolles, kleines Lächeln auf den Lippen trug. Da machte es 'klick'.
"Sehr gerne, Integra", lächelte ich süß und wartete bis er einen Schluck von seinem Tee nahm, dann meinte ich lieblich, "Ich wurde erst vor einpaar Monaten Teil der Hellsing-Familie. Nach Ihren Ausführungen wäre ich dann wohl eine Katholiken-Sau?"
Der gewünschte Effekt trat ein.
Der werte Herr spuckte den gerade geschluckten Tee wieder aus und verteilte ihn über den halben Tisch. Danach begann er heftig zu husten.
Mit einem Grinsen schaute ich wieder in eisblaue Augen, die verschmilzt zurückfunkelten. Walther versteckte sein Lächeln hinter einem gekünstelten Husten, das wohl niemand abkaufen würde, wenn die Herren am anderen Ende des Tisches nicht dabei wären sich wieder zu fangen. Selbst Vlad schien selbstzufrieden mit dem Schwanz zu wedeln.

"Kath-... ka-katholisch?!", brachte er es schließlich irgendwann heraus und betrachtete mich mit großen violetten Augen - und wie ungewöhnlich war diese Augenfarbe bitte?
"Naja, zumindest war ich es bis vor einem halben Jahr", gab ich zu und lachte bei seinem nächsten Gesichtsausdruck kurz auf, "Ich kann einfach niemandem meine Seele anvertrauen, der aus Glaubensgründen Andersgläubige abschlachtet wie Vieh. Von der Kirchensteuer, die die Nazis eingeführt haben, mal abgesehen."
Da wand sich auch Integra mir zu, "Mir war nicht bewusst, dass du ohne jegliches Glaubensbekenntnis bist."
Überrumpelt glubschte ich sie an, "Ist das schlimm? Ich dachte nicht, dass das wichtig sein könnte."
"Natürlich nicht, Miss Marian", versicherte der Hausbutler mir, "Ob Sie eine Glaubensrichtung bekleiden oder nicht ist vollkommen nebensächlich."
"Sprich für dich selbst, alter Mann!", kläffte dieser Maxwell und stämmte sich aus seinem Sitz hoch, "Wie kannst du es wagen der 13ten Divison des Vatikans so zu spotten und im gleichen Atemzug solch haidnischen Unfug zu verbreiten!"
"Haidnischer Unfug?", hinterfragte ich gereizt und ließ von Vlad ab um mich am Tisch abzustützen, "Was davon war bitte haidnischer Unfug?! Die Katholische Kirche hat bei all ihren 'Kreuzzügen' unschuldige Menschen niedergeschlachtet um ihre Macht zu behaupten! Sie hat während den Hexenverfolgungen Foltermethoden entwickelt um Menschen Geständnisse abzuzwingen und sie dann möglichst lange leiden zu lassen. Sie hat Angst und Misstrauen geschürrt um dann als Fels in der Brandung jenen Schutz zu bieten, die sich ihr anschlossen! Sie hat sich mit Hitler und dem Dritten Reich verbündet um weiter morden zu können und die Kirchensteuern eingeführt, weil die Raubzüge während der Kreuzzüge niemals genug gewesen sind! Du solltest deine verdammte Geschichte lernen, bevor du jemandem vorwirfst 'haidnischen Unfug' zu verbreiten!"
"Dass du die Frechheit besitzt-", sein Gesicht war wutverzerrt, als er Anstalten machte um den Tisch herumzulaufen.
Kurz flackerte ein Funken Angst in mir auf, doch der verschwand sobald sich ein Lachen im Raum ausbreitete. 'Ich bin niemals weit entfernt', hallte es mir aus unerfindlichen Gründen durch den Kopf und dann tauchte ein schwarzer Haarschopf von der Decke her auf.
"Vergehen wir uns jetzt schon an kleinen Mädchen, Enrico?", erklang die gleiche Stimme, die ich eben auch in meinen Gedanken gehört hatte, "Da steckt anscheinened mehr von einem katholischen Priester in dir, als ich gedacht hatte."
"Alucard...", knurrte der Angesprochene, während jeder im Raum beobachtete, wie der Mann komplett durch die Deckenverkleidung schlüpfte und dann auf beiden Beinen zwischen mir und dem irren Katholiken landete.

Obwohl ich mich mit dem Vampir zwischen mir und dem Kerl sicherer fühlte, sträubten sich mir plötzlich die Nackenhaare.
Woran das lag, konnte ich nicht festmachen, aber Vlad war auf einmal wieder auf der aggressiven Schiene unterwegs und knurrte den Priester an, der sich wirklich keinen Zentimeter bewegt hatte, seit der große Schwarzhaarige durch die Zimmerdecke geflutscht kam. Als ich zu dem Tier hinuntersah, bemerkte ich das gesträubte Fell und zwei Paar zusätzliche, rote Augen.
Da musste ich für einen Moment zwei Mal hinsehen, doch sie blieben.
Dann hörte ich das Gemurmel, "Asche zu Asche. Staub zu Staub...", und zwang mein Augenmerk von meiner unnatürlichen Entdeckung und sah mich mit einer anderen konfrontiert.
Der große Priester, welcher bis eben ganz normal und freundlich gewirkt hatte, hielt urplötzlich zwei... Schwerter (?) in den Händen und wetzte sie aneinander.
Gerade wollte ich fragen, was hier gespielt wurde, da sprang der blonde Riese quer durch den Raum auf den Vampir zu.

Ich hörte ein, 'Bleib wo du bist', in meinem Kopf und dann bohrten sich die beiden Schneiden durch den Oberkörper des in Rot gekleideten.
Zu geschockt um aufzuschreien, beobachtete ich wie Blut die Klingen entlang rann und dann in Tropfen vor meinen Füßen zu Boden fiel. Der Geruch von versengtem Fleisch gelangte in meine Nase und zu meinem Schrecken entdeckte ich kleine Rauchschwaden aufsteigen, wo das Metall den Körper durchdrungen hatte.
"Vielleicht sollten wir unseren Kampf nach draußen verlegen, Judas-Priester", murmelte Alucard, ehe er den Mann, der ihn durchbohrt hatte, packte und aus dem Fenster warf.
Mit einem manischen Lachen sprang er, weiterhin von zwei Schwertern aufgespießt wohl gemerkt, hinterher.
Leicht überfordert stand ich wie festgenagelt neben meinem Stuhl.
"Walther", erklang Integras Stimme resigniert, "Bitte kümmere dich darum, dass das schnellsmöglich repariert wird. Um diese Jahreszeit wäre ein Loch in der Wand sehr ungünstig,"
"Sehr wohl, Sir Hellsing", er verbeugte sich bestimmt, doch mein Blick haftete immer noch an dem Loch in der Wand, wo vor garnicht so langer Zeit ein Fenster gewesen war.
Danach öffnete und schloss sich die Tür.
"Nadja?", beim Nennen meines Namens drehte ich meinen Kopf automatischherum.
"J-ja...?", ich schluckte einen Kloss hinunter und fixierte die eisblauen Iren, deren Ungerührtheit mich irritierte.
"Vielleicht solltest du dich ausruhen", sagte sie mit einem kleinen Lächeln.
Ich nickte einfach und war in Null komma nichts ohne einen Blick zurück aus dem Raum verschwunden.

_____


Schon wieder vorbei!

See ya!
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