F.E.A.R. - last resort [in Überarbeitung]

von Charona
GeschichteDrama, Horror / P18
21.01.2014
04.08.2014
50
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Hallo, Freunde der Sonne!
Ja, ich wage mich mal auf unbekanntes Terrain und drehe dem Sport-Fandom den Rücken zu. In den letzten Tagen war ich krank im Bett gelegen und wie das halt so ist, vertreibt man sich die Zeit auf Youtube.
Dabei habe ich ALLE Videos von Floid und einige von Frodo gesehen (Die Vids von Frodse werde ich mir nächstes Wochenende angucken, dass die beiden bei mir inneren Gleichstand erreichen! ;) ) und bin ehrlich gesagt ziemlich geflasht, wie gut die beiden sind.
Sie haben beide eine unfassbar geile Community, die richtig viel Potenzial im FF-Bereich hat! Davon wäre ich gerne ein Teil

Zwar halte ich selbst nicht viel von der Zombie-Apoklypsen-Weltuntergangs-Theorie, aber mit den beiden mittendrin, wird das Ganze plötzlich ziemlich interessant...

Hier also das erste Kapitel von den beiden:
Achja... bevor ich es vergesse: Das hier wird kein Froid-Text! Es wird keine romantischen Szenen geben - zumindest nicht zwischen diesen Beiden! Eigentlich bin ich Slash gegenüber nicht abgeneigt, aber bei den beiden regiert in meinen Augen die Bromance! Ganz einfach! Ich hoffe, dass Ihr nach diesem Geständnis weiter lest und wünsche euch viel Spaß!!


http://www.youtube.com/watch?v=iP4MESZoQUE
(Wer Bock auf einen Soundtrack hat...)
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Die Nase hochziehend schlug er den Mantelkragen hoch und sprang über eine umgetretene Mülltonne.

Die Ratten quietschten auf, verschreckt von der großen dunklen Gestalt, die mit eingezogenem Kopf und leisen Schritten durch die Straßen lief. Früher hätte er es im Kopf als eine Szene in einem Krimi beschrieben, wenn der Kommissar den Tatverdächtigen beschattete, oder als Teil eines Comics, wenn der Superheld einsam durch die Straßen der mit Verbrechen verseuchten Stadt streifte.
Jetzt allerdings waren die geröteten Augen fest auf den Teer gerichtet, darauf bedacht, den vielen Glassplittern auszuweichen, die auf dem Gehweg lagen, und auf diverse Hauseingänge fixiert, aus denen sich immer wieder Schatten zu lösen schienen.
Die Luft war warm und stickig, schwer vom süßlichen Gestank nach Verwesung, trotzdem hatte er den Mantel geschlossen und die Hände in den Hosentaschen vergraben.

Der Rucksack auf seinem Rücken wog schwer und schlug ihm bei jedem Schritt gegen die Nieren, die vom tagelangen Hunger und der schlechten Wasserqualität abends immer brannten wie Feuer.
Er musste zusehen, dass er von der Straße wegkam, denn es würde bald dunkel werden.

Das Bürogebäude gegenüber hatte keine Eingangstür mehr. Der früher bestimmt sehr eindrucksvolle Glaskomplex war heruntergekommen, die Scheiben entweder zersprungen oder so verdreckt, dass die untergehende Sonne im Rücken des jungen Mannes nicht einmal darin reflektiert wurde.
Sie sendete ohnehin nur noch schwache Strahlen über den zerstörten und verseuchten Boden, die kaum die bleiche, ausgezehrte Haut zu wärmen vermochten.

Wieder zog der junge Mann die Nase hoch, als er das Zischen über die Straße hallen hörte. Es war erstaunlich, seine Reaktion sich selbst gegenüber zu rechtfertigen. Als es damals begonnen hatte und er nachts diese schlurfenden, zischenden Geräusche der Biester gehört hatte, war er zusammengezuckt, hatte geweint und sich die Augen gerieben, in der Hoffnung, aus diesem Albtraum aufzuwachen. Natürlich war es nicht passiert, er steckte immer noch mittendrin, aber er nahm es mit einer merkwürdigen Gelassenheit hin, die ihn immer wieder überraschte. Jetzt allerdings hatte er keine Zeit dafür.

Eiligen Schritts bog er von der Spendauer Straße links ab und verfiel in einen leichten Laufschritt. Seine Füße in den zerschlissenen Turnschuhen berührten kaum den Boden. Er trat nur mit den Fußballen auf. Im Laufe der Zeit hatte er gelernt, sich leise und schnell zu bewegen, die Häuserschluchten der Stadt als Verstecke zu nutzen und immer wieder förmlich mit Fassaden zu verschmelzen.

Sein Atem blieb entspannt, er kannte die Prozedur, wusste, dass ein erhöhter Blutdruck die Biester anlockte und auf ihn aufmerksam machte.
Als er am Schloßplatz ankam, schweifte sein Blick ungestört über die Baustelle, die niemals fertig werden würde. Es lagen sogar noch Werkzeuge im staubigen Morast, Pläne von Architekten flatterten im lauen Wind von breiten Tischen und weit über ihm hing eine Palette Holz von einem Kran herab. Diese sollte er sich bald holen, schließlich ging ihr Feuerholz langsam zuneige.
Er zog das Tempo wieder etwas an, konnte in der Ferne bereits die Überreste des Brandenburger Tores sehen, die Quadriga war in der Mitte auseinander gebrochen, eines der Pferde hatte einen Kopf verloren, von einem anderen waren nur noch die Hinterfüße auf dem steinernen Sockel übrig.

Es war einer der Versuche des Militärs gewesen, diesen Stadtteil von Berlin in die Luft zu sprengen. Funktioniert hatte es nicht, wie er mit einem ironischen Lächeln feststellte.

Bevor sich die Straße zu einer weitläufigen Allee mit der Baumreihe zwischen den Fahrspuren öffnete, die im Platz des 18. März endete, bog er rechts ab, sprang über einen Stapel zerfledderter Zeitungen und kramte den Schlüssel aus seiner Hosentasche. Die Jeans war dreckig, verstaubt und hatte einen Ölfleck am Schienbein, aber sie musste noch einige Tage halten, ehe er sich eine neue besorgen konnte.

Er schloss die große Tür auf, achtete darauf die Aschelinie nicht zu zerstören und warf den Generator an, der innen neben der Tür stand. Sofort flammten auf dem ganzen Platz vor der Fakultät Scheinwerfer auf, die auf die großen Eisentore und die Straße dahinter gerichtet waren.

Wieder einmal merkte er, dass die Anspannung des Tages sich von ihm löste und er ruhiger wurde. Sein wummernder Herzschlag verlangsamte sich und kurz lehnte er sich gegen die Wand neben der schmiedeeisernen Tür und fuhr sich über die schweißnasse Stirn.

Langsam machte er sich auf den Weg durch die ausgestorbenen Flure. Wasser tropfte aus Rissen in den Wänden, hatte dabei große, dunkle Schimmelflecken darunter hinterlassen und das Glucksen der kaputten Leitungen dröhnte in die drückende Stille hinein.
Stumm lief er durch Gänge. Seine Turnschuhe quietschten über das Linoleum und immer wieder stoppte er an Fenstern, um die Aschelinien zu überprüfen. Warum die Biester ausgerechnet von stinknormaler Asche abgehalten wurden, wusste kein Mensch, es war auch purer Zufall, dass sie das herausgefunden hatten, aber das war eine andere Geschichte.

Der junge Mann erreichte einen Gang, der weiter im Inneren des Gebäudes lag, der fensterlos und dunkel war. Er zählte die Schritte, bis er um die Ecke bog und den Lichtschein sah. Unter einer der geschlossenen Türen zu seiner Linken hindurch, fiel ein schmaler Streifen Licht auf den beigefarbenen Boden.

Fast schon erleichtert stieß er die Tür auf und fühlte endlich, wie das Zittern komplett aus ihm wich. Seine Eingeweide hörten auf, sich wie verrückt zu verkrampfen und hinter seinen Schläfen rauschte das Blut nicht mehr.
Da der Trakt der Philosophie der einzige war, der die Katastrophe zumindest einigermaßen unbeschadet überstanden hatte, waren sie nach den ersten zwei Monaten in den Tunneln des U-Bahn-Netzes hierhergekommen.

Ihre Schlafsäcke lagen in der Ecke an der kalten Heizung, vor der sie mit einigen Hammerschlägen eine Art Feuerstelle geschaffen hatten. Dort glühten bereits einige Holzscheite und verbreiteten nicht nur Wärme, sondern auch ein Gefühl der Geborgenheit.
Die Gaslampen auf dem hölzernen Pult vor der Tafel flackerten und warfen lange Schatten über die leeren, ansteigenden Tischreihen. Die Fenster in den Innenhof waren fast ausschließlich mit Brettern und Leichtmetallplatten verbarrikadiert, aber an der vorderen Ecke des Raumes war eine Fensterfront ungeschlossen geblieben.
Der junge Mann davor wirbelte herum, als der Neuankömmling den Rucksack mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden fallen ließ.
„Flo! Gott sei Dank! Ich dachte schon, dir sei sonst was passiert. Scheiße, ich hätte mich fast auf die Suche nach dir gemacht!“
„Das wäre blöd gewesen, weil du keinen Schlüssel hast.“
Frodo kam auf ihn zu, legte ihm kurz eine Hand auf die Schulter, drückte leicht. "Sollten wir wohl nachmachen lassen." "Ich schreibe es mir auf meinen Einkaufszettel, damit sich der Schlüsseldienst von gegenüber darum kümmert!", versuchte Flo zu scherzen, aber er brachte nicht einmal ein müdes Lächeln zustande. Frodo langte nach dem Rucksack und zog sich zu ihrer Schlafstelle zurück.
„Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr.“ „Es gab Komplikationen.“ „Wenn du fast 8 Stunden länger brauchst, als geplant, habe ich mir so was schon gedacht, ja.“

„Die Crawls waren eine Weile hinter mir her. Ich musste erst meine Spuren verwischen.“ Damit zog er ein Jagdmesser aus der Hosentasche, zog es aus der Plastikscheide und tauchte es in eine Eisengusswanne, die neben seinem Schlafsack stand. Das getrocknete Blut krustete langsam ab und färbte das Wasser rostrot, während seine Hände vor Kälte bläulich wurden.

Frodos stahlblaue Augen richteten sich erst skeptisch auf die Messerklinge, dann auf Flos Gesicht, das im Schein des Feuers ausgemergelt und blass wirkte. „Was ist passiert?“ „Nichts weiter.“, versuchte der auszuweichen, leckte sich dann aber doch über die aufgebissenen Lippen und seufzte schwer. „Ich war in der U-Bahn.“ „Bist du vollkommen bescheuert?! Flo!“ Frodo war aufgesprungen und hatte die Hände zu Fäusten geballt, die Muskeln an seinem Nacken zitterten ungehalten.
„Mach doch keine Welle deswegen. Es ist ja gut gegangen. Ich habe den Rucksack und wichtige Pläne der Kanalisation gefunden. Auf dem Rückweg war es leider schon etwas spät und ich musste mich verstecken. Weil es nicht anders ging, habe ich einen Waschbär gefangen, getötet und mit dessen Blut meine Spuren verwischt. Dann konnte ich türmen.“
„Das war trotzdem selten dämlich.“ Sein bester Freund ließ sich wieder neben ihn fallen, obwohl er wusste, dass das noch nicht alles war. Er wollte nicht weiter nachhaken.
Seit Neuestem verheimlichte Flo eh so einiges vor ihm, aber solange er sich nicht wieder unnötig in Gefahr brachte, war das okay für ihn.

„Was hast du noch so gefunden?“ „Brot, ein bisschen Dosenfleisch, Wasser. Ein paar Dosen Bier und Heizöl. Unseres geht ja bald zuneige.“ Er nickte zum Pult gegenüber. Frodo öffnete den Reißverschluss des Rucksacks und verteilte das erbeutete Essen.
„Morgen sollten wir uns mal die übrigen Supermärkte anschauen, der an der Ecke ist wohl bald leer.“
„Alles klar, machen wir.“
Flo trocknete das Messer an einem abgerissenen Stück Vorhang ab und ließ sich auf die zerschlissene Matratze zurückfallen.
Frodo stupste ihn leicht mit der Schulter an.
„Harter Tag?“ „Hartes Leben.“
Er fuhr sich über die Augen, zog sich den Mantel aus und hängte ihn über den Temperaturregler der Heizung.
Sie saßen wieder schweigend nebeneinander, beide kauten sie auf einem Stück dunklen Brots herum und starrten in die Flammen. Flos dunkle Augen schimmerten wie glasiertes Mahagoni, während das Blau von Frodos Augen immer noch stechend und klar wirkte, aber es schien fast so, als würde das Eis darin ein wenig schmelzen und das schneidende Polarblau zu einem seichteren Azurblau werden.
„Wie soll das denn weiter gehen?“, fragte Flo da in die Stille hinein, spielte mit dem Metallstück am Bändel der Sweatjacke.
„Was meinst du?“
„Willst du dein Leben lang hier rumsitzen? Darauf warten, dass diese Scheißviecher uns doch irgendwann kriegen?!“
„Was soll ich denn machen?“
Frodo zuckte mit den Schultern, zog die Stirn kraus.
„Wie sollen wir es denn aufhalten? Wir wollten nach Überlebenden suchen und bisher haben wir keine einzige Menschenseele getroffen, verdammt. Da kann ich auch nichts für, es läuft eben nicht so wie in einem fucking Videospiel!“
Unweigerlich musste Flo grinsen.
„Ich wusste, dass die Welt so kaputt geht.“
Frodo schmunzelte nur kurz, rempelte seinen besten Kumpel dann wieder mit der Schulter an.
„Du kannst doch gar nicht wissen, ob die ganze Welt davon betroffen ist. Vielleicht ist es ja nur Berlin-Mitte!“
„Du bist ein unverbesserlicher Optimist, weißt du das?“
„Deswegen halte ich dich ja auch davon ab, dich von der nächstbesten Brücke zu stürzen.“
Flo entwich ein verzweifeltes Auflachen und er rieb sich mit den Fingerspitzen der linken Hand über die Stirn.
„Ja, wahrscheinlich.“

Es kehrte wieder Schweigen ein, aber es war ein angenehmes. Er hatte festgestellt, dass er das im Allgemeinen ganz gut mit Frodo konnte. Schweigen. Sie waren zwar auch gerne laut, alberten herum, gerade vor der Kamera, aber es war auch schön einfach neben ihm zu sitzen, Musik zu hören und seinen Gedanken nachzuhängen.
Frodo ließ ihn das machen, tauchte dann auch in eine andere Welt ein und wenn einer von ihnen einfach aufstand und Ideen aufschrieb, oder sich verabschiedete, war das vollkommen okay.
„Du vermisst sie, oder?“
„Ich wollte sie nicht so verlieren.“

Seine Eltern waren seit dem ernsthaften Ausbruch der Krankheit verschwunden. Sie waren als Krebsforscher näher am Geschehen gewesen als Flo, aber auch sie schienen nichts mitbekommen zu haben.
Flo war, als er die Ausmaße des Virus am eigenen Leib mitbekommen hatte, völlig panisch zu seinem Elternhaus zurückgekehrt, doch er hatte die Wohnung verwaist vorgefunden.

Was passiert war, wusste er nicht, und es war die Untertreibung des Jahrhunderts, dass er sich schreckliche Sorgen um sie machte. Bei Frodo sah die Sache ein wenig anders aus, wenn nicht sogar komplett umgekehrt. Seine Eltern waren zu diesem Zeitpunkt im Urlaub gewesen und da Berlin vollkommen gesperrt worden war, kamen sie auch nicht mehr in die Nähe des verseuchten Gebiets.

Frodo hatte mehrmals versucht, über Funk Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen, aber es war ihm bisher noch nicht gelungen.
Da saßen jetzt zwei gestrandete Technikfreaks in einer Berliner Uni fest und kämpften Tag für Tag um ihr Überleben.

Frodse sah ihn mitleidig von der Seite an. „Wir kommen hier schon raus… Vielleicht kommen wir auf den Fernsehturm und können von dort oben ein Signal senden, dann finden wir bestimmt noch andere Überlebende und können fliehen.“

Flo ließ sich noch weiter zurücksinken, lehnte sich leicht gegen Frodo und schloss die brennenden Augen.

„Dann sollten wir mal in den Park und unsere Klamotten waschen. Vielleicht finden wir ja unterwegs noch irgendwo einen nicht verseuchten Shop.“
„Weil wir das in den letzten Wochen ja nicht schon genug versucht haben, nicht?“
Flo seufzte.
Die Crawls sonderten ein merkwürdiges, grünes Sekret ab, das nicht nur giftig war, sondern auch ätzend wirkte und da die zombieähnlichen Wesen nicht nur schnell und mit einem übernatürlich guten Gehör- und Geruchssinn ausgestattet waren, sondern auch eine kaltblütige Intelligenz besaßen, hatten sie viele Lebensmittelgeschäfte und Kleidungsläden verseucht und somit ein Überleben in der Großstadt fast schon unmöglich gemacht.

Das Holz in der Feuerstelle knackte und zerfiel in viele, kleine, glühende Stückchen. Die bereits etwas abgekühlte Asche schob Frodo mit einem Schürhaken ein wenig zur Seite, denn später würden sie sie in Plastikeinwegflaschen füllen und mitnehmen.
Flo fielen fast die Augen zu, aber in letzter Zeit konnte er kaum noch schlafen.
Immer wieder träumte er von dem Tag, als all das erst angefangen hatte, oder er sah die Zombies, die er bereits getötet hatte, vor sich und konnte plötzlich menschliche Züge in ihren scheußlich entstellten Gesichtern erkennen.
Die Zombies sahen bei weitem schlimmer aus, als in all den Spielen, in denen die beiden Youtuber bereits mit den Viechern zu tun gehabt hatten.

Zwar gaben sie die gleichen widerlich zischelnden Geräusche von sich und hatten den schlurfenden Gang, der auch die Monster aus den Videospielen auszeichnete, aber die echten konnten auch springen, rennen, sich zu Gruppen formieren und Pläne zur besten Jagdmethode entwickeln.

Sie waren intelligent, die feuerroten, blutunterlaufenen Augen strahlten eine erschreckende Intelligenz aus und auch wenn die Zähne messerscharf waren, war es die gesamte Körperoberfläche, vor der man sich schützen musste. Denn die war durch das giftige Sekret absolut tödlich und das bereits bei einer einzigen, kurzen Berührung!

Bei dem Gedanken daran überlief es Flo eiskalt, trotz des Feuers, das seine Hände und sein Gesicht mittlerweile wieder gewärmt hatte.

Frodo merkte das nicht nur, sondern zog die muffige, mottenzerfressene Decke über sie beide, legte Flo aus Bequemlichkeitsgründen einen Arm um die Schulter und drückte ihn vorsichtig an sich.
„Wir kommen hier schon raus. Ich bringe uns in Sicherheit, ich verspreche es dir.“

Flo nickte leise, musste einen Kloß herunterschlucken und war froh, dass er seinem besten Kumpel gerade nicht ins Gesicht sehen musste.
Er war schließlich der Ältere, er sollte hier die Verantwortung übernehmen und nicht hier herumheulen und sich vom Kleineren trösten lassen. Aber gerade konnte er nicht mehr anders. Er war kein Killer.
Im Gegenteil, er war als Psychologie-Student gerade alles andere als das und es war immer noch ein riesen Unterschied, ob man eine virtuelle Waffe auf einen virtuellen Zombie richtete, oder eine echte Waffe auf einen echten Zombie, der früher dein Nachbar oder dein Schulkamerad aus alten Zeiten gewesen sein konnte!

Wieder schluckte er Tränen herunter, merkte, wie Frodo ihm einfach nur über den Rücken strich und stierte mit feuchten Augen in die Flammen, bis sie ihm einfach zufielen.

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Ich weiß, es klingt vielleicht noch ein bisschen Mainstream mit blutigen Zombies und einer gefühlsduseligen Szene, aber vertraut mir... das wird sich noch ändern ;)

Was sagt Ihr? Annehmbar?

Ich würde mich über eure Meinung freuen!

(Die Kapitellänge sollte übrigens so bleiben und die 3.000 Wörter nicht überschreiten! Passt so? :D)


Liebe Grüße und einen wunderschönen Abend Euch allen noch!


Charon(a)
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