Monster High - The Party never dies!

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
20.01.2014
20.01.2014
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Kapitel 1: Das Zomba-Training

Frankie Stein lief durch die langen Korridore der Monster High und verteilte Flugblätter an die anderen Schüler.
„Alle herhören! Cleo sucht Mitglieder für ihre neue Zomba-Gruppe!“, rief sie und lächelte strahlend.
Frankensteins Tochter war sehr begeisterungsfähig und hatte die Gabe, alle anderen Monster mit ihrem Enthusiasmus anzustecken.
So hatte sie schon viele als unveränderbar bezeichneten Umstände durch ihr beherztes Eingreifen grundlegend gewandelt.
Dass Cleo ihr daher absichtlich die Aufgabe erteilt hatte, Mitglieder für ihre neue Tanzgruppe zu werben, ahnte Frankie jedoch nicht. Sie half immer gerne, wo sie nur konnte.  

Gerade kam Robecca Steam an ihr vorbeigezischt und hielt an, indem sie sich kurz elegant um sich selbst drehte.
„Zeig mal her, Frankie“, sagte sie interessiert. Dann nahm sie sich einen Handzettel und rauschte davon.
Auch Clawdeen Wolf zeigte Interesse und versprach ihr, nach dem Unterricht in der Sporthalle vorbeizuschauen, wo das Zomba-Probetraining stattfinden sollte.
Frankie seufzte erleichtert, denn auf Clawdeen konnte sie sich immer verlassen, genau wie auf Draculaura, die auch da sein würde.
Die beiden hatten sie einst aufgegabelt, als sie neu an der Schule war und sich monsterseelenallein gefühlt hatte.
Seitdem waren sie ihre allerbesten Monsterfreundinnen und die drei hatten gemeinsam schon vieles durchgestanden.
Zusammen mit Cleo de Nile, Ghoulia Yelps, Lagoona Blue und Abbey Bominable waren sie die coolste Ghoulclique der Monster High.

Im Gehen wurde Frankie von hinten angerempelt und musste ihre Hand festhalten, damit sie sich nicht auf und davon machte.
„Hey, Frankie, was hast du denn da?“, wollte Manny Taur wissen und Heath Burns grinste schräg „Hat Cleo mal wieder die Cheerleader vergrault?“
„Nein“, erklärte Frankie „Es geht um diese neue Trendsportart! Cleo hat vor kurzem eine Fortbildung gemacht und…“
Doch weiter kam sie nicht
„Neue Trendsportart?“, rief Heath begeistert „Ist es aufregend, ist es gefährlich? Ich brenne  für Extremsport!“ und er verlieh seinen Worten zusätzlich Überzeugung, indem seine Haare lichterloh aufflammten.
„Komm mal runter, Mann!“, wies Manny ihn zurecht „Die Trainerin ist ein Mädchen, was soll das schon werden? Mädchen und Extremsport, denk doch mal nach!“
Heath sah Frankie  etwas enttäuscht und unsicher an, als erhoffte er sich, dass sie ihm sagte, dass es doch um gefährlichen Extremsport ging.
„Also, ähh…“, stotterte Frankie verwirrt „Es ist ein Tanz…“
Manny prustete laut los: „Ein Tanz, Mann! Ich glaub‘s nicht!“ Und Heath verschränkte lässig die Arme und sagte: „Wie ich gedacht hatte, so ein Mädchenkram!“

Frankie ging kommentarlos weiter, das Lachen der beiden noch im Nacken.
„Du meine Güte, sind die unreif…“, dachte sie und verdrehte genervt die Augen „Ich bin erst ein paar Tage alt, aber die beiden verhalten sich ja echt daneben!“

Zum Glück traf sie bald Venus, die wieder einmal verzweifelt versuchte, ihre Mitschüler und Mitschülerinnen zum Mülltrennen zu überreden.
„Mülltrennen ist richtig, denn die Umwelt ist wichtig!“, rief sie und demonstrierte ihre Einstellung, indem sie in den übervollen Papiermülleimer griff und eine Dose herauszog.
Alarmiert hielt sie sie in die Höhe und sagte: „Getränkedosen werden recycelt! Wann geht das endlich in eure Köpfe rein?!“
Frankie trat zu ihr und bot ihr einen von Cleos Flyern an. „Sind die auch aus 100% Altpapier?“, wollte Venus skeptisch wissen.
Frankie zuckte ein wenig hilflos mit den Schultern und sagte: „Ich habe keine Ahnung, Venus… Cleo hat sie machen lassen.“
„Wenn sie schon nicht aus Altpapier sind, sollen sie wenigstens vernünftig wiederverwertet werden“, fand Venus und nahm sich einen Handzettel.
„Oh, Cleo macht Zomba in der Sporthalle?“, las sie „Heute habe ich Zeit, da schaue ich mal vorbei. Ich kann ja nochmal Rochelle, Operetta und Robecca fragen!“

Frankie freute sich und setzte ihren Weg fort.
Auf dem Weg zum Klassenraum traf sie noch Lagoona Blue, die Arm in Arm mit Gil Webber den Korridor entlang ging.
„Hey Lagoona, hey Gil!“, grüßte Frankie, schlug jedoch sofort einen ruhigeren Ton an, als sie die Blicke der beiden bemerkte.
In Gils Augen lag eine traurige Ermüdung während Lagoona eher genervt zu sein schien.

„Was ist denn los?“, wollte Frankie besorgt wissen. Gil sah Lagoona hilflos an, woraufhin sie das Wort ergriff: „Gils Eltern drohen wieder, dass sie ihn von der Schule nehmen wollen. Ich dachte, wir wären schon viel weiter…“ und sie seufzte auf
„Ja, das dachte ich auch…“, murmelte Gil. Frankie legte Lagoona beruhigend die Hand auf den Arm und sagte: „Wenn ich irgendwas für euch tun kann, sagt mir bescheid. Ich bin für euch da!“
Lagoona bedankte sich, dann ging Frankie in den Klassenraum, in dem Cleo und Ghoulia bereits warteten.

Es standen mal wieder tote Sprachen auf dem Stundenplan und Mr. Rotter langweilte die Klasse entsetzlich mit seinen endlosen Vorträgen.
„Wenn ich nicht schon tot wäre, würde ich auf der Stelle sterben!“, flüsterte Draculaura Clawdeen und Frankie zu „Vor Langeweile!“
Die beiden anderen kicherten.
„Dann belebe ich dich eigenhändig wieder!“, zischte Frankie und Draculaura zog ein Schmollgesicht.
„Wieso willst du mich so quälen?“, fragte sie vorwurfsvoll.
„Frankie Stein und Draculaura!“, donnerte Mr. Rotter plötzlich „Ich habe euch etwas gefragt! Bildet das Plusquamperfekt!“

Die beiden sahen sich verwirrt an, sie hatten überhaupt nichts mitbekommen…
Clawdeen flüsterte Draculaura etwas zu. „Aber keine Garantie, dass es richtig ist…“
Doch Draculaura ging das Risiko ein und antwortete, mit der Folge, dass Mr. Rotter theatralisch die Hände emporriss und ausrief:
„Aber nein, aber nein! Das ist das Perfekt, nicht das Plusquamperfekt. Schon seit einer ganzen Woche arbeiten wir uns voran und nichts, gar nichts bleibt bei euch hängen!“

Draculaura errötete und sah zu Boden. Sie ahnte, dass außer Ghoulia keiner die Antwort gewusst hätte, aber sie hatte etwas Falsches gesagt und nun starrten sie alle an!
„Hätte ich doch lieber den Mund gehalten…“, dachte sie.
Da meldete sich zum Glück Ghoulia, die eine Reihe vor ihr saß und gab die richtige Antwort- natürlich auf Zombie.
Mr. Rotter war entzückt: „Nehmt euch alle ein Beispiel an unserer Ghoulia Yelps!“, trompetete er laut und Deuce zuckte zusammen- er war eingeschlafen.
Auch seine Schlangen fuhren hoch, sie hatten zuletzt von seinem Kopf gehängt wie schlaffes Zwiebelgrün in der Mittagshitze.
„Alter, was geht?“, murmelte er und sah Cleo an, die tadelnd den Kopf schüttelte und unter ihrer Gurkenmaske hervorlächelte.
„Du passt aber gar nicht gut auf, Deucie!“, sagte sie.
Slow-Moe applaudierte kurz in Zeitlupe für Ghoulia, dann ging der Unterricht weiter.

Draculaura kritzelte die ganze Zeit Herzchen in ihr Heft, um sich still zu beschäftigen.
Doch schon bald hielt sie das Schweigen nicht mehr durch und riskierte ein weiteres Gespräch mit ihrer Freundin.
„Freust du dich auch schon so auf nachher?“, flüsterte sie Frankie aufgeregt zu.
„Oh ja!“, antwortete Frankie „Aber ich bin etwas traurig, weil Lagoona nicht mitkommen kann. Sie ist ja schon im Schwimmteam“
„Freut euch mal nicht zu früh“, ließ sich Cleo aus der Reihe unter ihnen vernehmen „Zomba ist echter Leistungssport! Ihr werdet ganz schön ins Schwitzen kommen!“
Ghoulia stöhnte hörbar auf. Aber sie hatte sich fest vorgenommen, mitzumachen.

Endlich war die Stunde vorbei und die Mädchen gingen aus der Klasse. „Vergesst eure Sportsachen nicht!“, ermahnte Cleo die anderen.
Draculaura, Clawdeen, Frankie, Ghoulia, Abbey, Venus, Rochelle und Skelita gingen zu den Spinden, um ihre Sportsachen zu holen.

„Kommst du nicht mit, Jinafire?“, wollte Skelita wissen. „Nein“, antwortete Ginafire „Tanzen ist nichts für mich. Ich bevorzuge Kampfsport und Meditation.“
„Wahhaahee“, machte Ghoulia plötzlich, nachdem sie ihren Spind geöffnet hatte.
„Was, du hast keine Sportsachen hier?“, fragte Draculaura und Ghoulia nickte besorgt. „Ehhhaahh ahhheuuu“, erklärte Ghoulia und die Mädels nickten verständnisvoll.
„Du hast dich immer vor dem Sportunterricht gedrückt“, stellte Frankie fest „Das ist doch nicht schlimm. Vielleicht hat ja jemand was doppelt?“
Und Ghoulia hatte Glück, denn Clawdeen hatte noch eine lilafarbene Jogginghose im Spind. Sportschuhe hatte Ghoulia zum Glück dabei.

Neugierig gingen die Mädels zur Sporthalle, wo Cleo schon ungeduldig wartete.
Sie hatte schon ein türkis-goldenes Zomba-Outfit mit Original-Label an und stand neben dem CD-Player.
Als die anderen kamen, ging sie einige Schritte auf sie zu.
Dann begann sie, zu sprechen: „Ich freue mich, dass ihr da seid“, sagte sie, jedoch, ohne zu lächeln „Zomba ist Leistungssport und ihr werdet an eure Grenzen kommen. Ich plane einen Auftritt meiner  Zomba-Gruppe am Tag der offenen Tür, also strengt euch an!“

Die Cheerleader-Mädels, die Cleos Ansprachen bereits kannten, seufzten kaum hörbar auf.
Cleo platzierte sich vorne in der Mitte der Halle und die anderen stellten sich gegenüber auf.
Das erste Lied fing an und die Mädchen tanzten Cleo nach.
Es war eine Mischung aus Aerobic-Elementen mit lateinamerikanischen Tanzschritten und mitreißenden Rhythmen.
„Und jetzt Salsa!“, rief Cleo, so laut sie konnte, denn sie musste die laute Musik übertönen.
Ghoulia seufzte, sie kam gerade bei den schnelleren Liedern einfach nicht hinterher.
Während ihr Kopf die Tanzschritte mit rasender Geschwindigkeit erfasste, kamen ihre Beine nur in Zombie-Geschwindigkeit hinterher und das frustrierte Ghoulia.

Eine Stunde später waren sie alle ziemlich erschöpft- sie hatten ohne Pause durchgetanzt und nur gelegentlich zwischendurch etwas trinken dürfen.
„Übermorgen wieder zur selben Zeit!“, erinnerte Cleo in strengem Tonfall. „Wir müssen regelmäßig trainieren, wenn wir etwas auf die Beine stellen wollen!“