[Arcana Famiglia] - Memories

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16 Slash
19.01.2014
15.01.2015
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Kälte. Das ist es, was ich spüre. Pure Kälte. Einsamkeit. Das ist es was ich fühle. Reine Einsamkeit. Hoffnungslos. Das ist es, was ich denke. Einfache Hoffnungslosigkeit.
Mit dem letzten Atemzug bei Bewusstsein lasse ich meinen Körper über Bord. Es ist meine einzige Chance. Entweder hier sterben, oder im Meer. Ich wähle das Zweite lieber. Es wird mir den Frieden geben.


Report:      Am 12.03.XXXX. Patrouillennummer: 03453675
          Um 14.45 Uhr eine unbekannte Person an der Küste aufgefunden.           Weiblich, zwischen 15 und 18 Jahren. Größe 1,64 m. Haarfarbe: blau
          In Gewahrsam genommen.

„…sie war einfach nur da“
„…irgendwelche Anzeichen… Karten….“
Ich schlucke. Meine Kehle ist trocken.
Ich bewege mich langsam. Ich bin nicht tot. Dabei habe ich die Finsternis doch verspürt. Es war kalt. Es war einsam. Es war hilflos.
Langsam taste ich mich voran, bis ich Holz unter meinen Fingern spüre. Ich öffne meine Augen einen Spalt. Es ist dunkel.
Diese Stimmen. Von wo kamen sie? Oder war es Einbildung?
Ich richte mich zaghaft auf. Ein grauer Raum. Nur Mondlicht gibt mir die Möglichkeit etwas zu erkennen. Ich bin schwach. Ich will nicht mehr.
Umdrehend, betrachte ich den Krug neben dem Bett, auf welchem ich mich befinde, und nehme ihn in die Hände. Er ist leicht. Nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe, jedoch mit nassem gefüllt.
Ich nehme einen Schluck. Es ist Wasser. Frisches und klares. Ich schmecke es.
Plötzlich bewegt sich etwas in meinem Augenwinkel.
Ohne weiteres springe ich auf und lasse den Krug fallen. Danach schnappe ich mir eine Scherbe und gehe in Verteidigungsposition.
„ Ganz ruhig. Ich will dir nichts tun. Mein Name ist Luca. Ich wollte nur nach dir schauen. Wir haben dich aufgefunden. Bewusstlos. Wie ist dein Name?“, meint die Gestallt vor mir. Er kommt langsam näher und zieht den Hut ab. Er hat schwarzes Haar und graue Augen.
Je näher er mir kommt, desto weiter ziehe ich mich zurück. Dann berühre ich die Wand.
„Ich will dir wirklich nichts Böses. Ich möchte nur schauen, ob es dir wirklich gut geht. Könnte ich bitte deinen Namen erfahren?“
Er bleibt stehen.
Ich schüttle den Kopf. Ich kenne meinen Namen nicht. Ich… erinnere mich an nichts.
Ich weiß nur, dass ich verloren war. Irgendwo. Jetzt ist alles egal.
Aufschauend nehme ich einen tiefen Luftzug. Dann flüstere ich: „Mein Name ist mir unbekannt. Ich erinnere mich nicht mehr an irgendetwas vor dem Jetzt.“
Er setzt sich wieder den Hut auf und öffnet die Tür. Dabei lässt er mich nicht aus den Augen.
„Bitte, komm mit. Ich möchte dir einige Leute vorstellen. Sie werden dir nichts tun.“
Das ist keine Bitte. Es ist ein Befehl. Ich spüre es.
Die Scherbe immer noch in der Hand, gehe ich einige Schritte. Meine Füße sind nackt. Mein Körper wird durch ein einfaches weißes Hemd verdeckt. War es meins? Oder habe ich es hier bekommen?
Mit dem Rücken zur Wand gehe ich Schritt für Schritt an diesem Luca vorbei. Die Waffe auf ihn gerichtet.
Er lächelt entschuldigend. Wieso nur?
Im anderen Raum angelangt ist es viel heller. Zu hell. Kaum sehend beobachte ich den jungen Mann. Er geht vor mir her. Ich soll ihm folgen.
Angestrengt tu ich dies auch. Das Licht ist zu hell und ich bin schwach. Wovon denn nur?
„Nun, hier sind wir. Ich möchte darauf hinweisen, dass hinter dieser Tür wichtige Leute sind und die dir nichts tun wollen. Sie werden dir vielleicht einige Fragen stellen, aber sonst weiter nichts. Bitte, nach dir“, er hält die Tür auf und bittet mit einer Handgeste, hineinzugehen.
Es ist dort noch heller. Ich sehe nichts.
Hinter der Schwelle geht die Tür ruckartig zu. Ich presse meinen Rücken dagegen. Erst jetzt sehe ich was. Einige Gesichter. Meist männlich. Nur zwei Frauen. Eine Ältere und eine junge. Die Ähnlichkeit in den Gesichtszügen sagt mir, es sind Mutter und Tochter.
„ Hallo, Senorita. Mein Name ist Debito. Du siehst bezaubernd aus“, meint einer der Männer und kommt auf mich zu. Er hat silbernes Haar, welches zurückgegelt ist.
Ein Schritt vor mir. Er will mich angreifen.
Ruckartig halte ich ihm die Scherbe an den Hals.
„Keinen Schritt weiter!“, drohe ich. Meine Stimme ist kalt.
Plötzlich verschwindet der Mann von meiner Sicht. Spüren tue ich ihn trotzdem. Wieso weiß ich nicht.
Ich merke, wie er sich unter meinem Arm windet und mich angreifen will, deswegen kontere ich diesen Versuch mit einem Roundhouse kick.
Der Raum verstummt.
Ich gehe wieder in Verteidigungsstellung.
Das Mädchen mit dem roten Haar kommt auf mich zu. Ich traue ihr nicht.
„Hey. Ganz ruhig, ja? Wir haben dir versichert, dass dir nichts geschieht. Also meinen wir das auch! Wir sind die Arcana Famiglia. Wir passen auf diese Stadt auf. Wir halten das, was wir sagen und versprechen!“
Sie hält mir ihre Hand entgegen. Sie will die Scherbe.
Soll ich wirklich?


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Arigatou, Mina-san.
Es ist super lieb von euch, dass ihr das liest.
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Danke im voraus! :D
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