Käpt`n Balu und seine tollkühne Crew / Khans Tochter

von Titziana
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
19.01.2014
22.09.2014
20
29023
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Hey Leute!!!
Ich habe mich riesig über eure Reviews gefreut!!!
Mein Dank geht an: Schlummerpieps94 und LammL!
:* Dankeschön!!!!

So und nun geht es weiter mit dem nächsten Kapitel.
Ich denke, ich werde auch weiterhin diesen Rhythmus beibehalten und jede Woche ein neues Kapitel Hochladen. Ihr seit mir sicher nicht böse. ;)

Und nun, viel Spass!!!
LG Titziana




***




Als Don Kanaille am nächsten Morgen erwachte, spürte er etwas Warmes neben sich. Es war kuschelig und gross. Aber soweit er wusste, besass er kein so grosses Kopfkissen….
Langsam öffnete er seine Augen und wandte sich dem warmen Gegenüber zu.
Milla. Ach ja er hatte sie bei sich übernachten lassen….
Müde rieb er sich die Augen und setzte sich auf. Als er auf sie herabstarrte betrachtete er ihre weiblichen Rundungen. Er hatte ganz vergessen wie aufregend weiblicher Besuch doch sein konnte.

Schnell sah er weg und versuchte sich wieder in den Griff zu bekommen. Er würde sich doch nicht von einer Frau verführen lassen! Niemals! Wenn, dann war er derjenige, der die Frauen verführte! Nicht anders herum!
Er erhob sich aus seinem Bett und begab sich zum Badezimmer. Der kleine enge Raum sagte ihm noch nie sonderlich zu. Aber es war besser als bei den Anderen zu duschen. Er schloss die Tür und fing an mit seiner Morgentoilette.

Milla gähnte. Dons Duschgeräusche hatten sie geweckt. Etwa irritiert sah sie sich um und wurde sogleich von den Erinnerungen des vorderen Tages wieder eingeholt. Sie war erleichtert und geschockt zugleich.
Drei Tage… Sie hatte noch drei Tage in Freiheit. Dann würde ihr Vater sie holen….
Sie streckte sich und setzte sich im Bett hin. Sie brauchte einen Plan. Der Pirat hatte gestern deutlich gemacht, dass er sie nicht gehen lassen würde. Also konnte sie auf seine Hilfe nicht zählen. Doch wo sollte sie den hin? Cape Suzette war die einzigste Heimat, die sie kannte… Aber dort erwartete sie dieser Pfifferling….

Sie wurde aus ihren Gedankengängen gerissen, als Don aus dem Bad kam und frisch geduscht vor ihr stand. Jetzt sah er sogar noch besser aus!
Sie senkte sofort den Blick. Er sollte ihr ihre Bewunderung für ihn nicht gleich in den Augen ablesen können!
Der Pirat nickte ihr zu. „ Guten Morgen.“ Sie lächelte schüchtern und erhob sich. „ Guten Morgen….“ Erst als sie so neben ihm stand, viel ihr auf wie schäbig sie eigentlich aussah. Er hatte recht. Dieses Kleid war lächerlich! Und vermutlich stank sie auch noch! Schliesslich hatte sie sich in den letzten Tagen kaum gewaschen. Es war auch nicht möglich gewesen. Der Dschungel in dem sie sich befunden hatte, besass nun mal kein frisches Wasser  und alle paar Stunden hatte es sowieso geregnet. Sich zu waschen wäre sinnlos gewesen…

Don ging neben ihr durch und schritt zur Tür. Kurz davor hielt er hin und überlegte sich, was er wohl mit ihr machen sollte. Sie einsperren? Es war das einzig Sinnvolle. Sonst hätte er nie die Gewissheit, dass sie ihm nicht doch noch entfloh.

„ Sie sollten sich duschen. Meine Männer werden Sie in einer halben Stunde aus meinem Quartier herausholen und sie in eine Zelle sperren.“ Dann verliess er sein Quartier und liess sie alleine.

Mit mulmigem Bauchgefühl begab sie sich in den kleinen Nebenraum. Die Dusche war wirklich klein. Es war fast übertrieben es eine Dusche zu nennen…
Sie seufzte und schloss die Tür hinter sich ab. Als sie sich entkleidet hatte, stellte sie sich unter die Dusche und liess das kalte Wasser auf ihre Haut prasseln.
Es war ein angenehmes Gefühl. Sie schloss die Augen und fragte sich plötzlich, weshalb er sie eigentlich duschen liess… Er hätte sie ja auch gleich in eine Zelle sperren können…

Sie schloss daraus, dass sie wohl doch mehr stank, als das sie vermutet hätte…
Ärgerlich darüber cremte sie sich ein und stellte mit Erstaunen fest, welche Duschmarke er bevorzugte. Bestimmt hatte sie ihn bereits abgeschreckt. Anders war es nicht möglich, sonst hätte er sich bestimmt etwas mehr an sie gekuschelt. Ja sie hatte ihn mit ihrem Gestank in die Flucht geschlagen!

Seufzend stellte sie das Wasser ab und griff nach einem Tuch. Als sie sich abgetrocknet hatte, zog sie sich wieder an und verliess das kleine Badezimmer. Wenige Minuten später klopfte es auch schon an der Tür und ein grosser Pirat betrat den Raum. Er war eine Dogge und trug einen Hut. Der riesige Hund wirkte jedoch alles andere als furchteinflössend auf sie. Im Gegenteil, er hatte etwas Dümmliches an sich.

„ Der Captain wünscht, dass wir Sie einsperren.“ Sagte er.
Milla nickte und verliess das Quartier. Draussen hielt ihr ein Wiesel seinen Säbel entgegen.
„ Da lang.“ Brutus führte sie durch einige Korridore und begab sich mit ihr in den hinteren Teil des Eisengeiers. Die Gefängniszellen befanden sich hinten bei den Maschinen. Es wurde ziemlich laut und Öl lag verschmiert auf dem Boden. Milla machte einen grossen Bogen darum und fand sich schliesslich vor einer grossen Tür wieder. Diese öffnete Brutus und führte sie zu den Zellen herein.

Milla sah sich etwas geschockt um. Hier gab es ja gar nichts! Nur die Eisenstäbe und ein lächerliches Bullauge aus dem sie einen Blick werfen konnte.
Das Wiesel schloss die Tür hinter ihr und hängte den Schluss an eine weit entfernte Wand. Dann verliess er sie und liess sie alleine.

Milla drehte sich einmal um sich selbst und hätte weinen können.
Drei Tage! Drei ganze Tage!
In dieser miefigen Zelle! Sollte das ein Scherz sein? Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Im Gegensatz zu vorhin fand sie diese Vorstellung nun gar nicht mehr so toll.

Schlecht gelaunt warf sie einen Blick aus dem Bullauge und roch den seltsamen Geruch von Asche und Schwefel. Sie versuchte noch etwas mehr zu erblicken und stellte sich auf die Zehenspitzen. Da weit hinten wurde ein Vulkan sichtbar. Was wollten die Piraten den dort? Sie sank zurück auf ihre Füsse und schüttelte den Kopf. Ihre Fluchtpläne konnte sie wohl jetzt auch vergessen…




Inzwischen bei Balu.  


Balu und Kit hatten sich gleich nach Millas Entführung auf den Rückweg nach Cape Suzette begeben. Dort waren sie jedoch alles andere als willkommen aufgenommen worden. Khan hatte mit einer Limousine auf seine Tochter gewartet und mit ernster Miene sein bekümmern über deren Entführung bekannt gegeben. Darauf war er zurück ins Auto gestiegen und davon gefahren.
Die neugierigen Journalisten hatte er einfach links liegen lassen. Worauf Balu und Kit die Fragen beantworten mussten. Immer darauf bedacht so wenig wie möglich zu sagen.

Und nun hatten sie eine schlaflose Nacht hinter sich und sassen auf der kleinen Betonmauer, die das Wasser zurückhielt, um zu Frühstücken.
Kit biss gerade in sein Brötchen, als er mit missmutiger Miene meinte: „ Balu? Hast du auch so ein schlechtes Gewissen wegen Milla?“
Der Bär nickte. „ Ja kleiner. Und das aller Schlimmste ist, dass dieser Verlust sich nun auch negativ aufs Geschäft auswirkt.“ Er verschlang den letzten Bissen seines Frühstücks, als auch schon Rebecca um die Ecke bog.
„ Balu!“ Ihre schlechte Laune war schon deutlich herauszuhören. Vermutlich hatte sie die Nachricht von Millas Entführung in der Zeitung bereits gelesen, da sie gestern nicht dabei gewesen war.

Balu zuckte zusammen und flüsterte leise: „ jetzt kriegen wir was zu hören.“
Rebecca stolzierte auf ihn zu und hielt ihm die Zeitung unter die Nase. „ Was um alles in der Welt fällt euch ein Milla Khan zu verlieren!“
„Wir haben sie nicht verloren. Sie wurde entführt..“ Verteidigte sich Balu.
„ Ach was! Das ist doch dasselbe!“ Schnaubte sie ihn an und lief energisch einige Schritte nach rechts und dann wieder nach links. „ Balu das ist eine Katastrophe! Nicht nur für Khan sondern auch für uns!“

„ Aber Becky…“

„ Nichts da! Du hast sie verloren, also wirst du sie auch wieder zurück bringen!“ Sie funkelt ihn böse an und entriss ihm seinen Kaffee, den er in seiner linken Hand hielt. Eilig trank sie einen Schluck davon, um sich wieder etwas zu beruhigen, und fuhr dann fort: „ ihr begebt euch sofort auf eine Rettungsmission, oder ihr könnt euren Job an den Nagel hängen!“

„ Aber Miss Cunningham!“ Warf Kit ein. „ Wie sollen wir das den anstellen?“

„ Wie ihr das anstellt ist mir egal! Tut es einfach!“ Mit diesen Worten marschierte sie davon und nahm den Kaffee gleich mit sich. Die Zurückgebliebenen sahen ihr nach und standen nun vor noch grösseren Problemen als vorher.
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