Käpt`n Balu und seine tollkühne Crew / Khans Tochter

von Titziana
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
19.01.2014
22.09.2014
20
29023
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Hey Leute!!!

In diesem Kapitel werdet ihr etwas mehr über Millas Vorgeschichte erfahren. ;) Ich hoffe, euch gefällt diese Idee!

Ein grosses Dankeschön an Katzenkrieger und Schlummerpieps94!!!
Hab mich sehr über eure Reviews gefreut!!! :)

Und nun wünsche ich euch viel Spass beim nächsten Kapitel!
LG Titziana



***



Milla sah sich im Quartier des Captains um. Das grosse Bett in der Mitte und die aufgestellten Schätze liessen sie nur erahnen, welchen grossen Räuber sie hier vor sich hatte. Als sich jedoch die Tür öffnete, wandte sie sich dieser zu und sah dem Pirat dabei zu, wie er sich zu ihr gesellte. „ Ah ich sehe Sie bewundern mein Quartier.“ Prallte er und ging auf sie zu. Kurz vor ihr liess er seinen Blick über sie schweifen und war über ihr Kleid erstaunt. „ Ihr Vater mag Sie wohl nicht besonders.“
Milla verstand  nicht und schüttelte irritiert den Kopf. „ Ich verstehe nicht…“

Der Pirat ging um sie herum und blickte aus einem Bullauge in den Himmel. „ Ihr Kleid. Es besteht aus wertloser Baumwolle und ihr Schmuck ist nicht echt.“ Milla sah an sich herunter. Sie wusste nicht was ihm an diesem Kleid störte. Es war doch hübsch. Weiss mit roten Blumen.
Dann betrachtete sie ihr Armband. Es war vergoldet, aber wertlos… wie hatte er das nur so schnell bemerkt?

„ Sie irren sich. Er liebt mich sehr.“ Konterte sie und wandte sich einem Spiegel zu. Als sie sich dort drin betrachtete erschrak sie, als neben ihr der Pirat auftauchte. Er schien geräuschlos durch den Raum gewandert zu sein und sie nun von der Seite musternd zu betrachten. „ Er liebt Sie, aber lässt Sie in so einem Fetzen reisen?“ Er belächelte sie und schüttelte  belustigt den Kopf.

Milla verschränkte beleidigt die Arme vor der Brust und entfernte sich von ihm. Stattdessen betrachtete sie eine Statue, die auf einer Kommode stand und meinte kleinlaut: „ Sie haben ja keine Ahnung.“ Ihr hübsches Gesicht hob sich und wandte sich ihm wieder zu. „ Sie wissen ja nicht was mich in Cape Suzette erwartet!“ Frustriert stahl sich eine kleine Träne aus ihrem Auge und machte sich selbständig. Schnell wischte sie diese fort und widmete ihre Aufmerksamkeit wieder einem anderen Gegenstand.

Das Interesse des Piraten war geweckt. Er lief ihr nach und ergriff die Vase, die sie sich gerade ansah. „ Was erwartet Sie den in Cape Suzette?“ Dann betrachtete er das gute Stück und stellte es wieder an Ort und Stelle ab.
Milla schluchzte leise. „ Mein,.. mein Vater….“ Sie brach ab und setzte sich auf sein Bett. Kurz darauf liess dieser sich auch neben ihr nieder und wartete ab, was sie zu sagen hatte.

„ Mein Vater wollte mich diesem Pfifferling* verkuppeln…. Er fand unsere Bindung wäre gut fürs Geschäft…. Also arrangierte er ein Treffen zwischen mir und diesem Mann. Er war nett, aber er war genau wie mein Vater. Die Geschäfte waren ihm so wichtig bei unserem Treffen, dass er mich immer wieder verliess, um eines seiner Telefonate entgegen zu nehmen….“

Sie hielt kurz hin und sah Don in die Augen. Dann lächelte sie und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder der Erzählung. „ Als ich mich dann bei meinem Vater darüber beklagte, war er nicht sonderlich erstaunt. Im Gegenteil. Er war begeistert. Arbeit ging schliesslich vor…. Deshalb sträubte ich mich gegen diese Beziehung und versuchte einige Male zu fliehen. Doch jedes Mal wurde ich wieder von seinen Leuten zurück geholt. Dann vereinbarte ich mit ihm einen Deal. Ich bat ihn, mir drei Monate Zeit zu geben, um mir selbst einen Mann auszusuchen und meine Abendteuerlust zu befriedigen. Sollte ich jedoch nach diesen drei Monaten keinen brauchbaren Mann gefunden haben, so würde ich mich ihm fügen und Pfifferling erneut eine Chance geben….“

Sie seufzte und fügte noch hinzu: „ deshalb dieses Kleid…. Es ist das Einzigste, das meine Abendteuerreise lebend überstanden hat und es wird das Einzigste sein, das mich an meine Freiheit erinnern wird.“

Der Pirat nickte langsam. „ Balu sollte Sie nach Cape Suzette zurückbringen, wo Sie sich dann mit diesem Mann anfreunden sollten.“ Schloss er und betrachtete sie nun aus ganz anderen Augen. Die junge Frau seufzte erneut. „ Genau…“ Sie strafte ihre Schultern und sah Don erneut an.


Sein Auftreten gefiel ihr. Sein Akzent verlieh seiner Person das gewisse etwas. Doch er würde sie nie verstehen…


Missmutig sah sie wieder zu Boden und meinte: „ Sie haben meine Reise nur etwas verzöget. Aber am Ende werde ich diesen widerlichen Kerl trotzdem wiedersehen…. Eigentlich sollte ich Ihnen dankbar sein. Sie haben mir einige zusätzliche Tage in Freiheit ermöglicht.“ Sie lächelte ihn an, als sie ihn wieder ansah und sah zum ersten Mal in seinen Augen mehr als nur Interesse an ihrer Herkunft.
Er unterbrach den Blickkontakt und erhob sich. „ Eine nette Vorgeschichte, die Sie da haben. Aber glauben Sie mir, ich bin nur an dem Lösegeld interessiert und werde Ihnen nicht zur Flucht verhelfen.“

Sofort löste sich der kleine Hoffnungsschimmer in ihr in Luft aus und holte sie auf den Boden der Tatsachen zurück.
Don Kanaille sah ihr ihre Enttäuschung darüber deutlich an, doch er konnte und wollte nicht daran denken ihr zu helfen. Er hatte jetzt wichtigeres zu tun, als sich von einer so hübschen Frau den Kopf verdrehen zu lassen. Noch dazu würden ihn seine Männer einen Narn schimpfen, wenn er sie einfach so gehen lassen würde.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Scottys Stimme durch den Lautsprecher erklang. „ Captain. Es gibt ein Problem.“ Kanaille blickte kurz zu Milla, die immer noch enttäuscht auf dem Bett sass und die Wand ihr gegenüber anstarrte. Dann machte er kehrt und verliess sein Quartier.


Als Milla alleine im Quartier sass, seufzte sie schwer und liess sich aufs Bett sinken. Ein wenig Schlaf konnte ihr nach all dieser Aufregung nicht schaden. Kurz darauf schlief sie ein und dämmerte weg.




Don Kanaille betrat nach 2 Stunden sein Quartier erneut und blieb vor dem Bett stehen. Milla hatte sich in seine Decke gekuschelt und es sich gemütlich gemacht.
Zögernd entschied er sich sie einfach ein wenige beiseite zu schieben und sich auf die andere Seite hinzulegen.
Sie in eine Zelle zu stecken kam ihm sowieso nicht in den Sinn. Wenn er schon einmal weiblichen Besuch hatte, wollte er diesen auch nicht gleich wieder weg schicken.
Also legte er sich kaum umgezogen neben sie aufs Bett und schlief ebenfalls ein.




***



*Pfifferling: Kam in der Folge: "Khans Geheimprojekt" vor.
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