Die berühmten Fünf...gegen alle

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 Slash
18.01.2014
03.02.2015
20
47.310
6
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Dieses Kapitel
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18.01.2014 2.059
 
Hallo, liebe Fünf Freunde-Fans.:)

Freut mich das ihr meine FF lesen wollt, ich hoffe sie gefällt euch.

Bevor das Kapitel losgeht, hier noch ein Paar Hinweise:



Ich hab das alter der Freunde ein wenig umgeändert.

Julian - 14 Jahre

George - 14 Jahre

Dick - 13 Jahre

Anne - 12 Jahre

und das Fischermädchen Joe - 13 Jahre



Die FF kann Spoiler zum Film enthalten. Also alle die den Film NICHT gesehen haben, lesen auf EIGENE GEFAHR!!!

Ansonsten, viel Spaß beim Lesen.;)









                                    DIE BERÜHMTEN FÜNF...GEGEN ALLE!!!






                                                           KAPITEL 1



Lange marschierten sie nun schon, und die drückende Luft des Dschungels, hinterließ deutliche Spuren auf den Gesichtern der fünf Kinder. Schweiß lief ihnen über das Gesicht und ließ ihnen ihre Kleidung am Körper kleben. Und Timmy hing seine Zunge aus dem Maul und kam aus dem hecheln gar nicht mehr raus. „Können wir nicht kurz Pause machen? Mir tun die Füße so weh!“, jammerte Anne und wischte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatten. Julian, der hinter seiner kleinen Schwester die Nachhut bildete, klopfte Anne aufmunternd auf die Schulter. „Komm schon, Anne. Eine halbe Stunde wirst du doch sicherlich noch durchhalten können, oder?“

„Es dämmert sowieso schon. Da wird es Zeit nach einer geeignete Stelle zu suchen, um unser Lager aufzuschlagen.“, meinte nun auch George, die mit Joe und Timmy die kleine Gruppe anführte. „Aber meine Füße!“, murrte Anne weiter und drehte sich zu Julian um. „Ich kann einfach nicht mehr.“ Der lange Marsch, die Hitze und die ständige Gefahr wilden Tieren über den Weg zu laufen, belastete die Jüngste der Gruppe sehr. Julian sah seine kleine Schwester mitleidig an, dann wandte er seinen Blick auf die Anderen. Dick und Joe erwiderten seinen Blick mit nachdenklichen Gesichtern. Sie wusste auch nicht so recht, was tun konnten, um Anne aufzumuntern. Timmy bellte kurz und ließ sich dann neben George nieder, die Julian durchdringend ansah.

Julian begegnete ihren Blick. Für einen kurzen Augenblick sahen sie sich durchdringend an und Julian verstand. Er nickte George stumm zu und wandte sich an Anne. „Dann komm her. Ich nehm dich Huckepack.“, schlug er lächelnd vor. Anne zog fragend die Augenbraun hoch. „Ist das dein Ernst? Du willst mich tragen?“ Dick verkniff sich ein Lachen. „Soweit er dich tragen kann.“ Anne verzog beleidigt das Gesicht. „Was soll denn das heißen? Ich bin nicht dick!“ Julian streiften seinen Rucksack von den Schultern und reichten ihn George, die ihn lächelnd entgegen nahm. „Los, Anne!“, meinte er und ging etwas in die Knie. Mit einem Satz war Anne auch schon auf seinen Rücken und schlang ihre Arme sachte um seinen Hals.
So setzen sie ihren Weg fort.

                                                           *********


Stunden später, als die Nacht bereits eingefallen war, beschlossen die Freunde ihr Nachtlager aufzuschlagen. Etwas abseits von einem kleinen Bach, breiteten sie ihre Schlafsäcke aus und verteilten Aufgaben untereinander. Anne, Julian und George blieben im Lager, während sich Joe und Dick, der sich sofort gemeldet hatte, um das Feuerholz kümmerten. Timmy war ihnen bellend hinterher gelaufen. „Sehen wir mal, was es heute zum Abendessen gibt.“, meinte George und öffnete einen der großen Rucksäcke. „Hoffentlich etwas das auch schmeckt.“, lachte Julian und dachte an die Suppe, die sie in Joes Heimatdorf bekommen hatten. Sie war seiner Meinung nach viel zu scharf gewesen, als das man davon hätte satt werden können. „Dick hat sicher den ganzen Rucksack voller seiner ekligen Proteinriegel.“, murmelte Anne und verzog das Gesicht, als sie sich in ihren Schlafsack kuschelte und sich ängstlich immer wieder umsah. Bei jeden kleinsten Geräusch zuckte sie zusammen.

„Seit wann hat Dick denn Proteinriegel?“, fragte George und fischte tatsächlich einen solchen Riegel aus einem der Rucksäcke. „Seit er damit begonnen hat, für Joe zu schwärmen.“, gab Julian zurück und schüttelte den Kopf. „Er denkt das er sie damit beeindrucken kann, wenn sie glaubt er wäre so Sportlich.“ Ungläubig sah sich George den Riegel genauer an. „….perfektes ergänzungsmittel für Sportler.“, las sie vor und warf Julian dabei einen belustigen Blick zu. „Ist das wirklich sein ernst?“ Lachend stand Julian auf. „Leider, ja.“ Anne rieb sich weiterhin ihre schmerzenden Füße und wirkte noch immer völlig angespannt. Sie hasste es im Dunkeln draußen schlafen zu müssen und ausgerechnet in einem Dschungel, wo unzählige Gefahren lauerten.

„Was hat Joe noch mal gesagt? Wie heißt dieser giftige Käfer?“, murmelte Anne und sah ihren Bruder und ihre Cousine besorgt an. Beide Angesprochenen warfen sich einen kurzen Blick zu. „Waldläufer, glaub ich.“, meinte George, die diesmal versuchen wollte Anne zu beruhigen. „Mach dir nicht immer so viele Sorgen. Es wird schon alles gut gehen.“ Julian nickte zustimmend und wandte sich dann dem Dschungel zu, in dem Joe und sein Bruder mit Timmy vor kurzen verschwunden waren, um Feuerholz zu sammeln. Hoffentlich war ihnen nichts passiert. Joe mag sich zwar im Dschungel auskennen, aber es war dennoch gefährlich alleine loszuziehen. Am liebsten wäre er mitgekommen, aber die Mädchen brauchten mehr Schutz.

Klar, George konnte gut auf sich aufpassen, aber dennoch….Julian hatte mit der Zeit auch für sie einen Beschützerinstinkt entwickelt. Auch wenn sie immer noch wie ein Junge sein wollte, gut klettern und schwimmen konnte, war sie in Wirklichkeit immer noch ein Mädchen. Mädchen? Nein, ein Mädchen war sie mittlerweile nicht mehr. Viel mehr eine junge Frau, so wie auch aus ihm ein junger Mann geworden war. Sie alle waren nun älter geworden, als in ihrem ersten Abenteuer vor zwei Jahren. Und nicht nur älter waren sie, auch körperlich hatten sie sich verändert. Dick war um einiges gewachsen und Anne war nun nicht mehr so klein, dafür immer noch ziemlich ängstlich.

Auch er selbst war noch größer geworden, sein Schultern breiter und auch seine Stimme war etwas tiefer geworden. Mit fast fünfzehn Jahren typisch für einen Jungen. Aber bei George, komischer weise besonders bei ihr, war es ihm noch deutlicher aufgefallen. Sie mag zwar ihre Haare kurz tragen und weite T-Shirts und Hemden tragen, aber das konnte die weiblichen Züge, die sie entwickelt hatte, nicht mehr ganz verschwinden lassen. Ihr Körper veränderte sich, ihre Einstellung „ein Junge zu sein“, aber nicht. Und das bewunderte Julian an ihr so. Sie blieb sich weiterhin selbst treu, egal was Andere darüber immer sagen oder gar lachten.
                                                         

                                                            *********


Nachdenklich verschränkte er seine Arme vor der Brust und warf einen kurzen Blick zu den Mädchen. Anne war in ihrem Schlafsack gekuschelt und trank aus der Feldflasche. George packte die Essensvorräte aus den Rucksäcken. Wenn einen den Beiden etwas passieren würde…., dachte Julian und versuchte nicht weiter zu denken. Die Vorstellung war einfach zu schmerzhaft. Angespannt wollte er sich von den Beiden abwenden, als er Georges Blick begegnete. Fast wäre er erschrocken zusammengezuckt, als er ihren verwirrten Blick kreuzte. Was dachte sie wohl gerade?, fragte er sich und versuchte nicht allzu angespannt zu wirken. Zaghaft versuchte er zu lächeln, als ihm urplötzlich ein starkes Schwindelgefühl überkam.

Vor seinen Augen begann Georges Gesicht zu verschwimmen und der Dschungel sich zu drehen. Leise stöhnend drehte er seinen Kopf weg und wischte sich über die schweißnasse Stirn. Sie war kochendheiß und dennoch fröstelte es ihm. Was war bloß los? Schwer atmend wischte er sich über sein Gesicht und versuchte das Schwindelgefühl irgendwie abzuschütteln, bevor die Anderen noch etwas bemerkten. Er wollte auf keinen Fall das sie dachte er wäre ein Weichei, der so einen Marsch durch den Dschungel nicht wegstecken konnte.

„Hey, ist alles in Ordnung?“, hörte er eine verzerrte Stimme dicht hinter ihm. Sie klang wie die von George, dachte er und drehte sich langsam um. Es war tatsächlich George oder zuminderst was Julian von ihr erkennen konnte. Sie verschwamm vor seinen Augen noch immer und in seinen Ohren hörte sich ihre Stimme dumpf und verzerrt an. Laut hallte sie in seinem Kopf weiter und ließ seinen Kopf schmerzhaft pochen. „Klar….ist alles OK.“, brachte er heiser hervor und versuchte angestrengt ihr Gesicht zu erkennen. George musterte ihn verwirrt, als sie seinen komischen Gesichtsausdruck bemerkte. Wie er angestrengt blinzelte und angespannt die Hände zu Fäusten geballt hatte.

„Geht’s dir nicht gut? Du siehst aus, als ob dir schlecht wäre.“, fragte sie besorgt und streckte eine Hand nach ihm aus. „Dein Gesicht ist ganz blass.“ Julian keuchte leise. „Es geht mir gut.“ Mehr brachte er nicht heraus. Keine Ahnung wie sie ihn jetzt ansah, er konnte sowieso nichts mehr sehen. Am liebsten würde er seine Augen schließen und sich hinlegen und hoffen das am nächsten Morgen alles wieder vorbei war. Aber das konnte er nicht. Er durfte nicht schlafen, nicht so lange Joe, Dick und Timmy nicht da waren. Die Gefahr das den Mädchen was passierte, war zu groß.

„Bist du dir sicher, das es dir gut geht?“, hakte sie weiter nach und berührte ihn an der Schulter. Sie machte sich wirklich Sorgen um ihn. Und das war noch immer ziemlich ungewohnt. Auch nach zwei Jahren, die sie und ihre Cousins und Cousine nun schon beste Freunde waren, fühlte sie dieses Gefühl komisch an. Sie hatte lange Zeit keine einzigen Freunde gehabt außer Timmy. Doch jetzt da sie die Drei kannte und sie zusammen unzertrennlich geworden waren, war in ihr dieses Gefühl hochgekommen. Das Gefühl sich um die anderen zu sorgen, mit ihnen zu fühlen….all das war nun fest in ihr verwurzelt und bereitete ihr ernsthafte Sorgen. Ihr Hand berührte den feuchten Stoff seines durchschwitzen T-Shirt und konnte seine kochendheiße Haut spüren. „Du bist kochendheiß…“, murmelte sie. Julian umfasste mit zittrigen Fingern ihre Hand und schob sie von seiner Schulter. „Ist nur wegen der schwülen Luft.“, wich er aus und drückte aufmunternd ihre Hand. Sie zitterte und das merkte George ebenfalls, sagte aber nichts dazu.


                                                              *********


Kurze Zeit später waren Joe und Dick und Timmy wieder zurück gekommen und das Lagerfeuer konnte endlich angezündet werden. Im Kreis saßen sie darum und aßen ihr Abendessen, das aus Konserven und Proteinriegeln bestand. Und auch Timmy bekam natürlich von George eine Portion aus eine der Konserven. „Wie weit glaubst du, sind wir von dem Schatz entfernt?“, fragte George Joe, die nachdenklich in die Flammen des knisternden Feuers starrte. „Nicht mehr allzu weit, hoffe ich. Wir haben nicht mehr viel Zeit, wenn wir mein Dorf retten wollen, bevor die Bagger anrücken.“

Dick wollte Joe sofort etwas aufmuntern. „Keine Sorge. Bisher haben wir es immer rechtzeigt geschafft als es brenzlig wurde. Du kannst dir keinen besseren Abenteurer als uns wünschen.“, grinste er breit und erntete dabei ernste Blicke von Anne und George. „Du bist ja so bescheiden, Dick. Überhaupt nicht eingebildet und angeberisch.“, meinte George und verdrehte die Augen. „Wir hatten bisher einfach immer nur Glück.“, murmelte Anne und fühlte sich im Kreise ihrer Freunde und Timmy etwas sicherer.

„Ihr seid aber trotzdem die außergewöhnlichsten Freunde die ich je kennengelernt habe.“, gab Joe zu und lächelte die Fünf an. „Keiner außer euch hätte mich zu dieser Reise nach Nouteka begleitet. Er seid ziemlich mutig für Touries.“ Daraufhin begannen alle zu lachen, wenn Julian auch ziemlich gequält. Noch immer war ihm schwindlig und vor seinen Augen tanzten immer wieder schwarze Punkte. Und eiskalt war ihm zudem auch noch. „Machen wir doch gerne.“, sagte Dick und wurde rot im Gesicht. Natürlich nahm er Joes Kompliment sehr zu Herzen. Er wollte für sie ein Beschützer sein, ein Anfüher wie Julian oder George. Und das sollte sie auch deutlich sehen können.

Julian schlang sich eine der Decken um die Schulter und versuchte vor den anderen zu verbergen, das er zitterte und den Ohnmacht nahe war. „Am besten wir legen uns hin. Wir müssen morgen ausgeruhte sein.“, schlug er vor. „Ich übernehm die erste Wache.“ Schweiß lief ihn über die Stirn und ließ sein Shirt noch mehr an seinen Körper kleben. „Ich leiste dir Gesellschaft.“, kam es von George, die neben ihm saß und Timmy sachte hinter dem Ohr kraulte. Julian nickte nur leicht. „Dann gute Nacht.“, sagte Dicke und grinste Joe noch einmal an. Anne kuschelte sich in ihrem Schlafsack weiter ein. „Hoffentlich beißen mich in der Nacht keine giftigen Käfer.“, flüstere sie ängstlich.

George lächelte sie aufmunternd an. „Wir passen schon auf, das dich nichts sticht oder beißt.“ Anne sah nicht sonderlich beruhigt aus, aber sie war einfach zu müde um noch weiter zu reden. Und schon bald waren die Drei eingeschlafen. Nur Julian, George und Timmy saßen am Feuer und wachten in dieser recht warmen Nacht im dichten Dschungel.
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