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Rose Hill- Wechsel mit dem Herzen

von sahsha
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Beatrice Duvall Dana Walsh Felicity "Honey" Harper Kathy Hernandez Laura Harrison Samantha O'Neil
18.01.2014
18.01.2014
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18.01.2014 617
 
Lizzy schaute mich aus ihren sanften braunen Augen an. Alles kam mir falsch vor. Warum musste diese kleine Göre auch auf MEIN Pferd steigen?
"Jussy, du weißt selber, dass sie nichts dafür konnte! Space Taxi ist falsch aufgekommen!" Alice sah mich strafend an. Hatte ich schon wieder laut gedacht?
"Trotzdem! Space war mein Pferd..."
"Das war er nicht und das weißt du ganz genau!"
"Doch, er war mein Seelengefährte!"
Alice hob die Hand und schlug mir kraftvoll ins Gesicht. Ich hielt mir die Wange. "Jetzt reiß dich zusammen, Justina! Dein Gejammere bringt ihn auch nicht zurück! Im Gegenteil, wenn er wüsste, dass du jemanden verantwortlich machst, wird er auch nur traurig." Tränen glitzerten in ihren braunen Augen, sie entriss mir Lizzys Zügel und führte die Fuchsstute zum Hänger.
Ich lief weinend über den Turnierplatz. Nochnie hatte Alice mich so angeschrien. Ob ich es verdient hatte? War wirklich niemand am Tod meines Schulpferdes schuld? Aber ich hatte doch gesehen, wie sie aus zwei Metern Entfernung abgesprungen ist und er auf den gefallenen Stangen ausrutschte. Ich war mir sicher! Ein einziger Gallopspruch und ich wäre mit ihm das Turnier gegangen, nicht mit Lizzy. O Gott, er fehlte mir so! Jeden Tag hatte er mich mit einem lauten Wiehern im Stall begrüßt, hatte mit den Hufen gegen die Boxentür getreten, hatte mich angeschnaubt, wenn ich gefallen war. Er war mein Ein und Alles.
Ein starker Arm schlang sich um meineTaille und ich wirde aufgehalten.
"Alles okay mit dir?" fragte eine zarte Mädchenstimme.
Ich blinzelte in das Gesicht einer hübschen Blondine mit blauen Augen. Außer einem schwachen Nicken brachte ich nichts zustande.
"Mensch, Honey, jeder sieht doch, dass es ihr dreckig geht!"
"Was ist denn passiert?"
"Bist du vom Pferd gefallen?"
Drei weitere Mädchen starrten mich fragend an.
"Ach du meine Güte!" quietschte eine weitere Blondine und schob sich zwischen den anderen durch."Du bist doch... Justina de la Venza!" Ihre grauen Augen waren aufgerissen und sie hielt mir einen Stift unter die Nase. "Bekomme ich ein Autogramm?"
"Wer ist-?"
"Das war ja mal wieder klar, dass du sie nicht kennst, Walsh!"
"Lass mich in Ruhe Laura!"
"H- hey," sagte ich "streitet euch nicht. Es gibt schon genug Leute, die in Trauer versunken sind..."
Laura nickte mir zu. "Das mit deinem Pferd tut mir leid, Justina. Du musst sehr darunter leiden." Sie bekam von der rothaarigen einen Schlag auf den Hinterkopf.

Dad trommelte zu einem seiner Lieblingslieder, das mal wieder im Radio lief. Oder er hatte die Wiederholung im CD-Player angemacht. Auf alle Fälle heulte Adele mir schon wieder die Ohren voll. Ich hatte mich schon immer gefragt, wie Dad dieser Frau zuhören konnte. Ich lauschte lieber zu den Klängen von Rise Against und System of a Down, so ganz unmädchenhaft. Aber die waren wirklich gut.
"Also, hast du alles Jussy?" Dad sah mich von der Seite an und zog den Schlüssel aus dem Zündschloss. Wann haben wir angehalten?
Ich nickte kurz und ließ den Blick schweifen. Wir standen vor einem großen Gebäude im Kolonialstil, vor dem zwei Frauen und vier Mädchen standen. Die Mädchen erkannte ich als Dana, Honey, Kathy und Laura, mein Fan. Ich stieg aus.
"Justina!" rief Laura prompt und sprang mir in die Arme. Ich erwiderte ihre Umarmung, da ich sie echt mochte, auch wenn sie sehr zickig sein konnte.
Dad räusperte sich unüberhörbar. Er hatte meine Koffer bereits in der Hand. "Jussy, deine Tasche trägst du selbst."
"Jaaaa" grinste ich.
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