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Für einen Moment nicht denken

KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12
Jayne Cobb River Tam
16.01.2014
16.01.2014
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851
 
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16.01.2014 851
 
Meiner Meinung nach gibt es hier viel zu wenig „firefly“ und vor allem Jayne/River FFs!!

Also hab ich kurzer Hand einfach mal selbst eine geschrieben. ;)

Über Reviews würde ich mich natürlich sehr freuen.



Ich habe keine Rechte an der Serie und verdiene mit dieser Geschichte auch kein Geld.



Und Vorhang auf!!!





Gemütlich saß die auf ihrem Bock in ihrer Koje und leckte sich genüsslich über die Lippen. Als sie schnelle Schritte vorbeigehen hörte und einen Mann im blauen T-Shirt vorbei ziehen sah.  Ein paar Meter später stoppten die Schritte abrupt und sie konnte hören wie er sich rückwärts wieder auf den Weg zu ihrer Zimmertür machte.

Jayne füllte nun den Eingang zu ihren Gemächern aus.

,, Ich wusste doch, dass ich das Geräusch von Erdbeeren in einem Mund gehört habe!“, sagte er schelmisch grinsend.

Doch River starrte ihn nur ausdrucklos an.

Mit einem nicken deutete er auf die Erdbeeren, welche auf Rivers Schoß mit schlanken Beinen gehalten wurden.

,, Woher hast du die?“

,,Vom Captain.“

,,Was? Woher hat Mal denn richtiges Essen?“, fragte Jayne mit einem Gesichtsausdruck, der seine Überraschung nicht verbergen konnte.

,, Weiß ich nicht. Ich habe sie aus seiner Koje.“

Als River Jaynes fragenden Blick sah fügte sie nüchtern hinzu:

,, Die Serenity hat mich zu ihnen geführt.“

,, Und du hast sie dir einfach genommen?“

Für einen kurzen Moment hatte River die Befürchtung das Jayne wütend werden würde. Doch dann lachte er laut auf und setze sich mit einem breiten Grinsen zu River auf das Bett.

,, Ha, Mal hat irgendwo Geld her mit dem er sich Essen leisten kann, von dem wir keinen Anteil bekommen haben. Doch dann kommst du her und klaust sie ihm einfach aus der Koje.“



Erfreut über die Tatsache dass River seinem Captain überlegen war, stieß er ihr freundschaftlich mit dem Ellenbogen in die Seite.

,, Ausgezeichnete Arbeit, Schwester!“, lachte er.

Worauf River sich ein stolzes Grinsen nicht verkneifen konnte.











Oft hatte sie so verwirrende Gedanken! Das Gefühl als könnte sie mehr zwischen Himmel und Erde sehen als für sie gut war.

River Tam; Hochbegabte, Flüchtige und „Irre?“

Nein verrückt war sie nicht, das ließ sie sich nicht einreden. Sie sah die Dinge nur anders, sah mehr.

Vielleicht war sie nicht so wie die meisten normalen Menschen. Aber was hieß schon „normal“.



Das alles konnte River sich einreden, doch sie wusste dass sie nicht mehr dieselbe war, die sie vor ein paar Jahren noch darstellte.  Genauso wie sie wusste, dass mehr zu sehen nicht immer gut war. Es schmerzte. All diese Empfindungen und all dieses Wissen das nicht für das Gehirn eines normal Sterblichen geeignet waren schmerzten so sehr.







Doch hier saß  sie mit Jayne und aß Erdbeeren wie ein einfaches Mädchen aus einem Film. Jayne konnte das.  Er konnte ihr das Gefühl geben normal zu sein. Durch seine einfache Art und seine so oft harschen und egoistischen Worte, fühlte sie sich der „normalen“ Menschheit,  nahe. Er war einfach so    …„menschlich“. Fast schon primitiv.



Jayne gab sich einfach seinen Bedürfnissen hin. Egal ob es Lust, Essen oder der Wille zu überleben war für den er auch gerne mal das Wort Loyalität vergaß um sich auf die Seite der Stärkeren zu stellen.  Sein komplettes Äußeres drückt sein Motto >Der Stärkste überlebt< aus.



Bei diesem Gedanken lies River unwillkürlich ihren Blick über Jaynes Muskeln wandern.

Ohne weiter darüber nachzudenken streckte sie ihre Hand aus um mit den Fingerspitzen über seinen Oberarm zu streichen.



Jayne, der sich gerade schon gierig eine Erdbeere in den Mund gesteckt hatte, sah nun überrascht auf River herunter. Konzentriert strich diese weiter über die muskulösen Wölbungen seines Oberarms. Aufmerksam folgte er mit seinen Augen ihren Bewegungen. Ihre Berührung wurde zaghafter als sie seinen Blick spürte. Ihre Fingerspitzen strichen nur noch leicht wie eine Feder über den dunkelgebräunten Arm des Mannes. So das sich hinter jeder Spur die sie mit ihren Fingern zog eine Gänsehaut bildete. Als sie dies bemerkte legte sie ihre dünne Hand auf seinen Arm um diesen zu wärmen und die Gänsehaut zu verbannen.



Da River nun keine Bewegung mehr hatte auf die sie sich konzentrieren konnte hob sie langsam, unsicher den Kopf um in Jaynes ungewöhnlich sanft dreinblickendes Gesicht zu sehen.

Er nannte sie nicht verrückt oder schob sie von sich. Er saß einfach nur still da, ihre Hand auf seinem Arm und schaute sie an.



River entdeckte etwas Erdbeersaft auf seiner Lippe. Und da dieser einfache und schon fast primitive Mann es geschafft hatte, dass sie einfach mal eine Weile nicht nachdachte, beugte sie sich vor und küsste ihn.



Jayne als ein Mann, der ohne eine willige Frau schon viel zu lange auf diesem Raumschiff lebte und als ein Mann der sich menschlichen Bedürfnissen wie Lust einfach hingab, erwiderte den Kuss sofort.



Und River genoss es einfach einmal die Stimmen in ihrem Kopf nicht hören zu müssen. Genoss es sich in Jaynes Nähe wie ein normales Mädchen fühlen zu können. Doch besonders genoss sie es, dass sie trotz all ihrem Wissen, ihrem übersinnlichem Talent und ihrem unaufhörlichem Gedankenstrom immer noch so etwas Einfaches und zugleich großes wie Begierde spüren konnte.
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