Allein gelassen?

GeschichteRomanze, Familie / P12
Lilli Gruber
15.01.2014
20.10.2014
7
5660
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Liebeskummer lohnt sich nicht

Hier ist das erste Kapitel. über Reviews würden wir uns sehr freuen:)

Lilli:

Während ich auf dem Weg zur Schule war, gingen mir dieselben Gedanken wie seit Tagen durch dn Kopf. Es war einfach ein komisches Gefühl, dass Papa nicht mehr da war. Nur noch Martin, Oma und ich im Haus. Und alle waren irgendwie zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, ich existierte im Moment für sie überhaupt nicht mehr.
Als ich an meiner Klassenzimmertür ankam, musste ich sofort wieder an Mario denken. Hier hatte er mich immer zum Abschied geküsst. Ein flaues Gefühl machte sich in meinem Magen breit. Mir wurde schwindelig. Kaum zu glauben, dass mich die Trennung von Mario immer noch so mitnahm. Ich betrat das Klassenzimmer. „Hey, Lilli!  Wie siehst du denn aus? Hast du ein Gespenst gesehen, du bist ja total blass!“ „Nein…“ , erwiderte ich knapp und abwesend.Lisa schien jedoch zu ahnen, was mit mir los warr. Sie nahm mich in den Arm Und zzusammen gingen wir zu unserem Sitzplatz.



Nils:

Ich konnte es immer noch nicht fassen. Dass ein Plan so schiefgehen konnte! Ich hatte das glatte Gegenteil von dem erreicht, was ich eigentlich wollte. Ausgerechnet nach Elmau! Was sollte ich denn bitte da? Bei meinen Opa! Ich meine, der war ja ganz nett, aber meinen Eltern hatte ich so trotzdem noch keine Lehre erteilt. Und jetzt? War ich alleine in einem gottverlassenen Nest, in dem ich niemanden außer einem siebzigjährigen kannte. Einen siebzigjährigen, pensionierten Arzt, der aber komischerweise immer noch in seiner alten Praxis arbeitete. Das hatte ich noch nie wirklich verstanden. Na ja, ich würde eben das beste daraus machen und vielleicht war Elmau ja schöner als ich dachte.



Lilli:

Endlich. Die Schule war aus. Ich hatte gerade meine Bücher in meinen Spint eingeschlossen, als wieder alles vor meinen Augen zu verschwimmen begann. Ich versuchte noch, mich an meinem Spint festzuhalten, doch mir wurde schwarz vor Augen.



Nils:

Ich ging in meiner Schule durch den Flur. Lauter neue Gesichter. Wenigstens hatte ich schon den ersten Schultag überstanden. Das konnte wirklich heiter werden hier mit diesen ganzen Landeiern. Plötzlich bemerkte ich, wie das Mädchen neben mir sich an den Kopf fasste und dann zu schwanken begann. Schnell machte ich einen Schritt auf sie zu und das keine Sekunde zu früh. Als ich sie auffing, fiel mir auf, wie hübsch sie war. Ich ging in die Knie und hielt ihren Kopf in meinen Armen. Zum Glück schlug sie in diesem Moment die Augen auf. Ich hatte mir bereits Sorgen gemacht. Als ich in ihre Augen blickte, war es, als wären wir uns schon einmal begegnet. Warum berührte mich dieses Mädchen nur so sehr? Vorsichtig half ich ihr auf. Sie sah mich immer noch an und da fiel mir auf, dass ich immer noch ihre Hand hielt. „Geht’s“, fragte ich sie. „Ja klar, mir war nur kurz schwindelig. Vielen Dank fürs Auffangen“, meinte sie mit einem kleinen Lächeln. „Für dich immer.“ Die Worte kamen aus meinem Mund, bevor ich über sie nachgedacht hatte. Ich wurde rot. Doch sie lächelte nur und meinte: „Ich heiße Lilli. Und du?“
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