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Let you fall, I'll save you...I promise you!

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Edward Grimes John Grimes
13.01.2014
13.01.2014
1
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13.01.2014 897
 
Hallo!
Hier ist wieder einmal ein kleiner OS von mir! :)
Mal sehen, was ihr davon haltet, vielleicht gefällt es euch ja sogar :)
Viel Spaß & Jedhug <3


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Let you fall, I'll save you...I promise you!


Es tut mir fast schon weh, wenn ich sehe, wie schrecklich er weinen muss. Die Tränen, die er weint, sehen in diesem schwachen Schein, der durch die Vorhänge des Fensters strahlt, aus wie die eines Engels aus Gold. Mein Herz blutet, es hinterlässt Narben, tiefe, blutrote Narben auf meiner Haut, wenn ich sehe, wie sehr er sich quälen muss.
Ich kenne seine Gefühle, ich weiß, das er mich liebt.
Doch wie hätte ich diese Gefühle erwidern sollen?
Ich will Edward als meinen Bruder nicht verlieren, er bedeutet mir so viel! Eine Beziehung könnte alles kaputt machen und ich das einfach nicht riskieren. Auch, wenn es Edward innerlich jeden Tag mehr zerreisst, er wird daran sterben, weil ich es nicht zulassen kann.

"Ich hasse dich, John!"
Alleine immer und immer wieder diese Worte aus seinem Munde zuhören, taten so weh. Ich weiß, das er mich nicht hasst, er liebt mich mehr als sein eigenes Leben. Er würde es bedingungslos in meine nackte Hand legen, wenn er könnte.
Dennoch, zuhören wie die wichtigste Person in meinem Leben mich hasst, kann einen Menschen so sehr zerstören.
"Ich weiß, dass du es nicht tust."
"Doch, ich hasse dich so verdammt sehr!"

Er lügt mich an.
Er lügt mir mitten ins Gesicht, mit seinen tränennassem Gesicht und den geschwollenen Augen blickt er mich an. Edward sieht am wundervollsten aus, wenn er lacht, doch wenn er weint, wirkt er wie ein Engel ohne Flügel. In solchen Moment scheint er gebrochen von der Welt zu sein, er scheint kaputt zu sein – kaputt wegen mir.
Er liebt mich.
Und ich liebe ihn. Doch er darf es nicht wissen, weil er dann von mir verlangen würde, ihm einen Grund zu nennen, wieso ich nicht mit ihm zusammen sein will.
Niemals im Leben würde er verstehen, das ich unser Zwillingsband nicht in Gefahr bringen will, er war in solchen Sachen zu naiv.
Edward denkt von allen Menschen auf der Welt immer nur das Beste, und von mir am allermeisten.
"Wieso hasst du mich Edward? Weil ich dich nicht verlieren will, durch eine Beziehung? Ist es dass wirklich wert, mich zu hassen?" fragend blickte ich meinen Bruder an, dieser schniefte schwer.
Seine Brust hob und senkte sich rasch, sein herzzereissendes Schluchzen ließ mich schlecht fühlen, ich kann ihn wohl niemals weinen sehen.

"Ist es dass wert?!" meine Stimme wurde um einiges lauter, ich erhob mich von dem Bett in unserem Hotelzimmer, welches wir belegten, seit wir die Tour in Deutschland gestartet haben. Er tut mir weh, sieht es nicht einmal mehr.
Er tut mir so verdammt weh...mit seiner Liebe und seiner Naivität.
Kann er nicht einfach verstehen, dass ich ihn zwar auch will, diese Liebe aber einfach nicht funktionieren kann?
"Ist es wirklich wahre Liebe bei dir, Ed'ard?" ich blickte direkt in seine grünen Augen. "Bist du dir wirklich sicher, dass du mich liebst? Nach all' den Dingen, die ich dir an den Kopf geworfen habe, nach deinen Geständnis. Nach all' der Zeit, in der ich abweisend zu dir war...liebst du mich immer noch? Noch immer so stark wie vor Monaten?!"
"Ja. Würde ich immer."
"Du weißt doch nicht, was du sprichst, Edward."
"Aber du?"
"Es geht nicht!"

"Du willst es nur nicht!" nun ebenfalls mit einem wütenden Ausdruck im Gesicht erhob sich Edward von dem Bett, wie schon seit einiger Zeit schliefen Edward und ich in verschiedenen Betten, egal wo wir uns befanden. In der Nacht fragte keiner mehr den anderen, ob er bei ihm schlafen könnte, wenn ein Alptraum wieder Besitz über uns nahm. Ich konnte diese schwere Mauer zwischen uns nicht brechen, die Mauer, die ich erschuf, aber nicht möchte.
"John, wir könnten so glücklich sein! Ich merke doch, dass du es auch willst. Auch wenn du es denkst, aber ich bin nicht blöd!"
"Das sage ich doch gar nicht!" schrie ich meinen Bruder mitten ins Gesicht, die Tränen begannen in meinen Augen zu brennen. Ich darf nicht vor Edward weinen, ich muss stark bleiben. "Ich sage doch nur, dass es nicht geht!"
"Jawn", mein Zwilling kam mit einem sanften Ausdruck im Gesicht auf mich zugelaufen. "Du hast es doch gar nicht probiert. Lass' dich einfach fallen, ich werde dich auffangen, ich verspreche es dir! Von meinem ganzen Herzen..."
Edward und ich waren uns sehr nah, ich konnte seinen warmen Atem auf meiner Haut spüren, die Liebe, die er für mich empfand, in seinen Augen lodern sehen.
Und was war wirklich der Moment, in dem ich voller Wut, aber auch voller Liebe, meine Lippen auf die von Edward legte, meine Arme um seine Hüften schlug und die Welt um mich herum vergaß.
Ich vergaß die Konzequenzen.
Ich vergaß einfach alles, was ich mir eingeredet habe.
Ich wollte nur noch genießen...und die Liebe bekommen, die Edward für mich empfand und die auf Gegenseitigkeit beruht.

Ich weiß nicht, ob es ein Fehler war.
Doch kann Liebe ein Fehler sein?

Ende

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Danke fürs lesen =:)
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