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Beschützen

GeschichteHorror, Tragödie / P18 Slash
10.01.2014
10.01.2014
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Hallo Leute,
Herzlich Wilkommen zu meinem dritten Higurashi One-Shot. Ich hatte einige Zeit an diesem One-Shot zu arbeiten, da ich ohne Internet nichts zu tun hatte. Ich hoffe der One-Shot gefällt euch.

LG SilverSoul
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Beschützen


„Bis heute Mittag“, sagte ich zu meiner Mutter als ich das Haus verlies um zur Schule zu gehen. Ich wohnte zwar erst seit ein paar Tagen in Hinamizawa, aber hatte schon richtig gute Freunde gefunden. „Guten Morgen Ki-Chan!“, rief eine mir bekannte Stimme. Ich drehte mich um und erblickte Rika und Satoko. „Guten Morgen Satoko-Chan, guten Morgen Rika-Chan. Was macht ihr denn hier, ich dachte ihr seid immer vor mir in der Schule?“, fragte ich. „Wir haben heute morgen etwas länger gebraucht um fertig zu werden“, meinte Satoko. „Achso“, murmelte ich und ging mit den beiden in Richtung Schule. In der Schule angekommen setzten wir uns auf unsere Plätze. Während wir auf unsere Lehrerin warteten beobachtete ich Satoko dabei wie sie wieder einen Streich für Keiichi vorbereitete. „Mich wundert es, dass Keiichi-kun noch nicht da ist“, murmelte ich. „Er verspätet sich sicher nur“, meinte Mion, welche neben mich getreten war. „Was meinst du Mion, glaubst du der Streich von Satoko-Chan funktioniert?“, fragte ich die grünhaarige. Mion zuckte nur mit ihren Schultern. Im nächsten Moment hörten wir einen Schrei und sahen nach vorne. Vorne Stand Keiichi, welcher pitschnass war. „Ich glaub er ist drauf reingefallen“, meinte Mion grinsend, auch ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen. Es war aber auch zu komisch, Satoko stellte Keiichi jeden Tag irgendeinen Streich und er fiel jedes Mal auf ´s neue auf sie rein. „Was soll das eigentlich Satoko!“, schrie Keiichi die gelbhaarige an. „Na ich spiele dir einen Streich“, erklärte Satoko lachend. „DU!“, schrie Keiichi und ging auf Satoko los. „Hilf mir Ki-Chan!“, schrie Satoko und ging hinter mir in Deckung. „Hey Keiichi-kun, greif nicht einfach unschuldige Kinder an“, schrie ich lachend. „Sie und unschuldig. Satoko ist nicht unschuldig sie ist ein Teufel in Mädchengestalt!“, schrie Keiichi. „Aber, aber Keiichi-kun, so spricht man doch nicht über seine Freunde“, ermahnte ich den braunhaarigen. Keiichi wollte gerade etwas erwidern, als unsere Lehrerin den Raum betrat. „Guten Morgen Klasse“, begrüßte sie uns. „Guten Morgen“, begrüßten wir sie und der Unterricht begann.

Nach gefühlten Stunden hatten wir endlich Pause. Wir schoben alle unsere Tische zusammen um zusammen zu essen. „Sagt mal Leute, was macht ihr denn am Wochenende so?“, fragte ich. „Kim, es sind noch vier Tage, bis das Wochenende beginnt“, meinte Keiichi. „Ja schon, aber ich möchte halt gerne am Wochenende etwas Spaß haben“, erklärte ich. „Also, ich hatte gedacht, das wir alle am Samstag auf das Watanagashi Fest gehen“, meinte Mion. „Watanagashi? Was ist das denn?“, fragte ich.  „Du weißt das nicht?“, fragte Shion. „Hey, ich lebe erst seid ein paar Tagen hier“, verteidigte ich mich. „Watanagashi ist ein fest zu ehren von Oyashiro-sama, dem Schutzgott von Hinamizawa“, erklärte Rika. „Achso, echt klasse das euer Gott ein ganzes Fest für sich bekommt“, meinte ich lächelnd. „Ja, das Fest ist jedes Jahr groß und alle Einwohner von Hinamizawa gehen dort hin, außerdem tritt Rika dort als Miko auf“, meinte Rena. „Echt?“, fragte ich. Rika nickt. „Dann weiß ich was ich am Samstag mache, ich geh mit euch auf da Watanagashi fest“, verkündete ich. „Gut, eine mehr und was ist mit dir Keiichi-kun?“, fragte Mion. Wir alle sahen zu Keiichi, welcher unter unseren Blicken nur nicken konnte. „Gut, dann ist ja alles geregelt, wir treffen uns am Samstag vor dem Schrein“, verkündete Mion und wir anderen nickten.

Die vier Tage vergingen schnell und ehe ich mich versah war Samstag. Als es Zeit war zum Treffpunkt zu gehen machte ich mich auf den Weg. Ich kam rechtzeitig am Treffpunkt an. „Hallo Leute!“, rief ich, als ich meine Freunde erblickte. „Das Miko-Outfit steht dir super Rika-Chan“, meine ich. „Danke Ki-Chan“, bedankte sich die blauhaarige. „Also Leute, was machen wir als erstes?“, fragte ich in die Runde. „Wir machen einen Esswettbewerb, wir gehen zu jedem Stand und essen so viel bis wir platzten“, erklärte Satoko. „Ich kann leider nicht, ich muss mich auf meinen Auftritt vorbereiten“, meinte Rika traurig. „Schade, aber dein Auftritt ist sehr wichtig, da können wir es verstehen, dass du nicht mitmachen kannst“, meinte Shion aufmunternd. Rika nickte und ging dann zum Schrein. „Lasst uns das Wettessen beginnen!“, rief Satoko und wollte losgehen, doch sie lief direkt in jemanden hinein. „Hallo Satoko-Chan“, sagte die Frau in die Satoko hinein gerannt war. „Hallo Takano-san“, sagte Satoko. „Wer ist denn das Mion“, fragte ich leise. „Das ist Takano.san, sie arbeitet bei Dr. Irie“, sagte Mion. „Achso“, sagte ich. „Sagen sie mal Takano-san, was machen sie denn hier?“, fragte Shion. „Tomitake-san und ich sind hier um zu sehen ob es sich dieses Jahr wieder wiederholt“, antwortete Takano-san. „Wiederholt? Was wiederholt sich wieder?“, fragte Keiichi. „Na der Fluch von Oyashiro-sama“, sagte Takano. „F-F-Fluch“, stotterte ich. „Ja, jedes Jahr nach Watanagashi wird eine Person getötet und einen andere verschwindet. Das ist schon seid Jahren so“, erklärte Takano-san. „Schrecklich“, murmelte ich. „Ja, aber so etwas wie Flüche gibt es doch nicht“, sagte Keiichi. „Das mag zwar sein, aber die Leute hier glauben daran“, sagte Takano, „Aber ich will euch nicht weiter beunruhigen, ich wünsche euch noch ein schönes Watanagashi“, sagte Takano und ging. „Mion, stimmt das mit dem Fluch?“, fragte ich. „Also, es stimmt das jedes Jahr jemand getötet und jemand anderes verschwindet. Aber ob es ei  Fluch ist“, meinte Mion. „Hey, lasst uns nicht mehr daran denken und ein bisschen Spaß haben“, schlug Satoko vor. „Satoko hat recht, wir sollten jetzt etwas Spaß haben, deswegen sind wir schließlich hier“, erwiderte Mion. Wie nickten und machten uns auf den Weg.

Als wir alle Stände abgeklappert hatten gingen wir zu Rikas Vorführung. „Ich kann es nicht fasse, ich habe jedes Wettessen verloren“, sagte Keiichi. „Nimm es nicht so schwer. Du solltest es positiv sehen“, sagte Shion. „Was ist daran Positiv?“, fragte Keiichi. „Na die Tatsache, dass du im Gegensatz zu mir nicht platzen wirst“, sagte ich. Alle fingen an zu lachen, mich eingeschlossen.

Als Rikas Vorstellung zu Ende war kam sie zu uns. „Du warst einfach klasse Rika-Chan“, sagte ich. „Ja, du warst so süß, das ich dich am liebsten mit nach Hause nehmen würde“, sagte Rena. „Danke für das Kompliment“, sagte Rika lächelnd. „Es ist schon spät, wir sollten langsam mal wieder nach Hause gehen“, sagte Mion. „Gut, dann sehen wir uns am Montag“, sagte ich und ging weg.

Am Montagmorgen war ich hundemüde. //Was ist denn nur mit mir los?//, fragte ich mich, als ich in die Schule lief. In der Schule angekommen ging ich in meine Klasse und setzte mich an meinen Platz. „Guten Morgen Kim, hast du gut geschlafen?“, fragte Rena. „Morgen Rena, eigentlich schon aber ich bin trotzdem müde“, sagte ich. „Konntest wohl nicht gleich einschlafen“, schlussfolgerte Satoko. „Doch eigentlich schon“, sagte ich. „Aber?“, fragte Shion. „Na gut, ich musste die ganze Zeit daran denken, was Takano-san gesagt hat“, gestand ich. „Du meinst den Fluch?“, fragte Rena. Ich nickte. Plötzlich kam Mion ganz aufgeregt in den Rau gestürmt. „Leute, es ist etwas passiert“, sagte sie. „Was denn?“, fragte ich. „Tomitake-san und Takano-san sind tot“, sagte sie. „WAS!?“, riefen wir alle. „Ja. Takano-san hat man verbrannt in einem Fass gefunden und Tomitake-san hat sich mit seinen eigenen Händen die Halsschlagader aufgekratzt“, erklärte Mion. Ich wurde kreidebleich. „Das ist ja schrecklich“, nuschelte ich. Mion nickte bestätigend. //Ob das etwas mit dem Fluch zu tun hat? Aber dann wäre doch nur einer der beiden tot//, dachte ich. „Dann hat der Fluch von Oyashiro-sama wieder zugeschlagen“, sagte einer meiner Mitschüler. „Sagt mal, hat einer von euch Keiichi-kun gesehen?“, fragte ich. Einstimmiges Kopfschütteln war die Antwort. //Vielleicht ist er ja verschwunden//, dachte ich. „Er ist sicher nur krank“, meinte Mion. Ich wollte etwas erwidern, doch unsere Lehrerin kam in die Klasse und bat um Ruhe. Ich schaute nach vorne zur Tafel, während meine Freunde sich auf ihre Plätze setzten.

Es vergingen einige Tage, in denen wir nichts von Keiichi hörten. Jeden Tag wollte einer von uns ihm die Hausaufgaben bringen, doch an seinem Haus machte keiner die Tür auf. Am vierten Tag nach Watanagashi erschien er wieder in der Schule. „Guten Morgen Keiichi-kun. Geht es dir wieder besser?“, fragte ich ihn, als er sich auf seinen Platz neben mich gesetzt hat. Er gab keine Antwort und schaute mich auch nicht an. //Dann eben nicht//, dachte ich mir und schaute nach vorne zur Tafel. In der Pause wollten wir alle zusammen essen, doch Keiichi, verschwand einfach auf den Hof. „Welche Laus ist dem denn über die Leber gelaufen?“, fragte ich in die Runde. „Er benimmt sich merkwürdig“, sagte Mion. Wir alle nickten zustimmend. „Vielleicht ist jemand aus seiner Familie gestorben“, murmelte ich. „Wie kommst du denn da drauf?“, fragte Rena. „Naja, als mein Vater gestorben ist habe ich mich zwei Wochen in meinem Zimmer eingesperrt und bin nicht raugekommen. Meine Mutter hat mir mein Essen immer vor mein Zimmer gestellt und ich habe es dann genommen. Als ich dann aus meinem Zimmer kam habe ich zu keinem auch nur ein Wort gesagt“, erklärte ich. „Echt?“, fragte Shion. „Ja, mein Vater war mir sehr wichtig und es hat mich sehr hart getroffen als er starb“, murmelte ich. „Aber jetzt ist doch alles gut oder?“, fragte Rena. „Ja, ich habe alles verarbeitet und bin wieder richtig munter“, sagte ich. „und was hat dir dabei geholfen?“, fragte Rika. „Meine beste Freundin hat mich damals jeden Tag besucht und hat immer durch die Tür hindurch auf mich eingeredet. Und als ich dann aus meinem Zimmer raus kam aber nichts sagte redete sie mir immer gut zu und meinte dort wo mein Vater jetzt sei ist er besser dran“, sagte ich. „Das könnten wir doch auch machen, wir sind immerhin seine Freunde und als solche ist es unsere Pflicht ihn aufzumuntern“, sagte Mion. „Sie hat recht, wir gehen am besten gleich nach der Schule zu ihm“, schlug Rena vor. Wir nickten und somit war es beschlossen, dass wir nach der Schule zu Keiichi nach Hause gehen.

Als die Schule zu Ende war, besprachen wir noch kurz was wir zu ihm sagen sollten und gingen dann los. Bei seinem Haus angekommen klingelten wir erst einmal. Die Tür öffnete sich und seine Mutter stand vor uns. „Hallo Frau Maebara, ist Keiichi-kun da? Wir sind Klassenkameraden von ihm und wollten mal nach ihm sehen“, sagte ich. „Keiichi ist nicht da, er geht schon seid einer Weile jeden Tag in den Wald“, antwortete sie. „Seid einer Weile? Aber Keiichi-kun  war doch die letzten Tage krank?“, fragte ich. „Krank? Nein, er war jeden Tag in die Schule gegangen und ist dann abends wieder nach Hause gekommen. Als ich ihn gefragt hatte wo er so lange war sagte er, dass er im Wald war“, antwortete Frau Maebara sichtlich überrascht. „Dann danke für die Info, wir gehen in den Wald und suchen ihn. Auf Wiedersehen“, sagte Mion und wir gingen. „Komisch, dass Keiichi-kun seine eigene Mutter anlügt“, murmelte ich. „Vielleicht macht er ja eine Überraschung für sie“, meinte Rena. „Ja, aber dann könnte er och auch morgens in die Schule gehen“, sagte Satoko. „Wir suchen ihn einfach und fragen ihn“, sagte Shion. Im Wald angekommen bekam ich auf einmal ein mulmiges Gefühl. „Wir teilen uns auf. Rena, Shion und ich gehen nach rechts. Satoko, Rika und Kim nach links“, schlug Mion vor. Wir nickten zustimmen und liefen los.

Wir waren schon eine Weile gelaufen, doch hatten wir immer noch keine Ahnung wo Keiichi war. „Langsam bekomme ich Angst“, sagte Satoko. „Keine Angst Satoko-Chan, ich werde dich und Rika-Chan beschützen“, sagte ich. „Versprochen?“, fragte Rika. „Versprochen“, sagte ich. Rika und Satoko nickten erleichtert und ich musste lächeln. //Ich fühle mich gerade wie eine große Schwester//, dachte ich und konnte mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Plötzlich hörten wir einen Schrei. „Das hat sich angehört wie Shi-Chan!“, rief Satoko und rannte los. „Warte Satoko!“, rief ich und rannte ihr zusammen mir Rika hinterher. „Satoko warte doch!“, rief Rika. Als wir Satoko eingeholt hatte, stand diese wie angewurzelt da. „Was hast du denn Satoko-Chan?“, fragte ich und trat neben sie, doch bereute ich dies im nächsten Moment, denn Satoko war nicht ohne Grund wie erstarrt. Vor ihr auf den Boden lag Shion. Ihre Augen waren weit aufgerissen und unter ihr hatte sich eine große Blutlache gebildet. „S-S-Shion!“, rief ich entsetzt und hielt mir geschockt eine Hand vor den Mund. Rika wollte an mir vorbei schauen, doch ich hielt ihr die Augen zu und zog Satoko auch weg von dem Anblick. „So etwas solltet ihr nicht sehen“, sagte ich. „Shi-Chan…ist sie?“, fragte Satoko. Ich blickte zu Shion und lies die beiden los. „Nicht hinsehen“, sagte ich. Die beiden nickten und ich näherte mich langsam der am Boden liegenden Shion. Jetzt konnte ich das Ausmaß erst richtig sehen, Shions Oberkörper war über und über mit Stichwunden übersät. Ich musste mich zusammenreißen um mich nicht zu übergeben. Ich beugte mich langsam zu ihr herunter und nahm ihr Handgelenk. //Kein Puls!//, dachte ich erschrocken und wich zurück. „Und was ist Ki-Chan?“, fragte Satoko. Ich sah zu ihr und konnte in ihrem Blick sehen, dass sie schon ahnte was ich sagen würde, deswegen senkte ich meinen Kopf und schüttelte den Kopf. Ich stand wieder auf und lief zu Satoko, welche Tränen in den Augen hatte. „Wer tut nur so etwas?“, fragte Satoko. „Ich weiß es nicht Satoko-Chan, aber wir sollte mal nach den anderen sehen“, sagte ich. Satoko nickte und nahm meine Hand. „Kommst du Rika?“, fragte ich. Rika nickte und folgte mir. „Glaubst du den anderen geht es gut?“, fragte Satoko, nachdem wir schon eine Weile gelaufen waren. „Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es“, sagte ich. //Wer hat Shion das bloß angetan? Shion hat doch nie jemanden etwas getan//, dachte ich. Ich merkte wie sich etwas an meinen Arm klammerte und sah nach links. Satoko hatte sich an meinen Arm geklammert. „Es wird alles gut Satoko. Ich werde euch beide beschützen“, sagte ich. Satoko nickte und lockerte ihren Griff etwas. Rika ging stumm neben uns. „Rika, wenn du auch Angst hast, dann kannst du ruhig her kommen“, sagte ich. „Danke für das Angebot, aber es geht schon“, sagte sie. Ich nickte.

Wir waren schon eine Weile gegangen, doch hatten wir weder Rena, noch Mion, noch Keiichi gefunden. Satoko wurde immer nervöser. Plötzlich hörten wir wieder einen Schrei. Wir rannten sofort los, direkt in die Richtung aus der der Schrei kam. Als wir an dem Ort angekommen waren standen wir auf einer kleinen Lichtung und Mitten auf dieser Lichtung lag etwas auf dem Boden. //Bitte nicht!//, schrie ich in Gedanken und rannte auf das etwas was auf dem Boden lag zu. „Warte Ki-Chan!“, hörte ich Satoko und Rika schreien. Als ich in der Mitte ankam erstarrte ich. „Nein“, murmelte ich. In der Mitte der Lichtung lagen Rena und Mion in einer Lache aus Blut. Beide hatten mehrere Stichwunden und Rena hatte auch ein Einschussloch zwischen den Augen. „Nein, das darf doch nicht war sein“, murmelte ich. „Ki-Chan!“, rief Satoko hinter mir. „Satoko! Rika! Kommt nicht hier her! Kommt bloß nicht näher!“, schrie ich, da ich den beiden den Anblick ersparen wollte. „Wieso…?“, fragte Satoko, doch stockte sie, als sie sah wer da auf dem Boden lag. „NEEEEINNNN!!!!“, schrie Satoko. Ich schnappte mir Satoko um sie daran zu hindern zu den beiden zu rennen. „Das bringt nichts Satoko“, sagte ich und eine Träne tropfte auf ihren Kopf. Satoko hob den Kopf und blickte direkt in meine mit Tränen gefüllten Augen. „Sie sind tot“, flüsterte ich mit Tränen erstickter Stimme. Satoko und Rika sahen geschockt zu mir und nur eine Sekunde später brachen sie in Tränen aus. Ich nahm die beiden in meine Arme und weinte still mit ihnen. „La…uft…weg“, sagte eine kratzige Stimme. Ich schreckte auf und sah zu Mion und Rena. Ich ging zu den beiden und ging dort in die Hocke. „Lauft…weg“, flüsterte Mion. „Rika-Chan! Satoko-Chan! Mion lebt noch!“, rief ich erleichtert die beiden kamen zu mir geeilt. „Ja, aber…nicht mehr…lange“, flüsterte sie. „Wer hat euch das angetan?“, fragte ich. „Ihr müsst…schnell weg…laufen, bevor…ihr auch…getötet werdet“, sagte Mion. Ich nahm Mions Hand und fragte: „Mion, wer hat euch das angetan?“ „Keiichi“, flüsterte Mion. Meine Augen weiteten sich. //Keiichi hat das alles getan! Warum?//, dachte ich, doch wurde ich abgelenkt, als Mions Hand erschlaffte. „Nein Mion! Halt durch, wir bringen dich zu einem Arzt! Mion!“, schrie ich verzweifelt, doch Mion antwortete nicht. Meine Tränen flossen nun noch unaufhaltsamer über mein Gesicht. Als ich neben mir ein schluchzen hörte wischte ich mir schnell über mein Gesicht und wendete mich Satoko und Rika zu. Ich stand auf, schnappte mir die beiden und lief los. „Kommt, Mion hat gesagt wir sollen laufen und das werden wir jetzt auch. Wir laufen zurück ins Dorf und rufen die Polizei“, sagte ich bestimmen.

„Das werdet ihr nicht“, sagte eine mir bekannt Stimme. Ich drehte mich um und erblickte Keiichi, welcher ein Messer in seiner rechten und eine Pistole in seiner linken Hand hatte. „Keiichi, was machst du hier?“, fragte ich und schob Rika und Satoko hinter mich. „Was ich hier mache? Das sollte ich eher euch fragen“, sagte Keiichi und näherte sich uns. „Ich meine was du hier tust, warum hast du Shion, Mion und Rena getötet?“, fragte ich. Keiichi antwortete nicht. „Sie sind doch deine Freunde gewesen und sie sind mit uns hier her gekommen, weil wir uns Sorgen um dich gemacht haben“, redete ich weiter. Keiichi sagte immer noch nichts. „WARUM HAST DU DAS GETAN KEIICHI!! WARUM!!!“, brüllte ich. Keiichi begann erst zu kichern und dann hysterisch zu lachen. „HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!! Du fragst warum!“, lachte er. „Sag mir endlich den Grund!“, schrie ich panisch. Keiichi machte mir langsam richtig Angst, doch trotzdem dachte ich die ganze Zeit daran Rika und Satoko zu beschützen. „Der Grund ist, dass es Spaß macht!“, lachte er. „Spaß! Du hast kaltblütig deine Freunde ermordet!!“, schrie ich. Keiichi lachte immer weiter und kam immer näher. „Rika, Satoko, wenn ich los sage, dann lauft ihr so schnell ihr könnt“, flüsterte ich. „Und was ist mit dir?“, fragte Satoko. „Macht euch keine Sorgen um mich, es ist wichtiger, dass ihr überlebt“, sagte ich ruhig. Keiichi kam immer näher und als er nur noch wenige Schritte von uns entfernt war schrie ich: „LOS!!“ Rika und Satoko rannte los und ich schaute Keiichi weiter an. „Hahaha, denkt ihr wirklich ihr könnt mir entkommen!“, lachte Keiichi und rannte los. Keiichi hob die Pistole und schoss. Ich spürte einen stechenden Schmerz in meinem Arm. Ich fasste mir an den Arm und spürte wie etwas Nasses an ihm herunter lief. //Mist! Er hast mich getroffen//, fluchte ich in Gedanken. „UND JETZT ZU EUCH!!“, schrie er und rannte auf Satoko und Rika zu. //Nein, er darf sie nicht töten//, dachte ich und setzte mich in Bewegung. „Rika, ich kann nicht mehr laufen“, sagte Satoko und legte eine kleine Pause ein. „Nein Satoko, wir müssen weiter sonst…“, begann Rika, doch sie unterbrach sich, als sie sah das Keiichi sie schon erreicht hatte. „JETZT SEID IHR DRAN!!“, schrie Keiichi und wollte Satoko mit seinem Messer in den Magen stechen. „NEIN!!“, schrie ich und sprang dazwischen. Ich spürte einen stechenden Schmerz in meinem Magen. „KIM!!“, schrien Satoko und Rika. Keiichi zog das Messer aus meinem Magen. Ich hielt mir meine beiden Hände vor den Bauch und sackte auf den Boden. „Satoko, Rika, lauft“, krächzte ich und musste im nächsten Moment Blut spucken. „Warum hast du das getan?“, fragte Satoko schluchzend. Ich lächelte gequält und sagte: „Ich hab euch beiden doch versprochen, dass ich euch beschütze.“ Satoko und Rika waren wie erstarrt. „Macht schon lauft, sonst habe ich das hier umsonst gemacht!“, rief ich und musste wieder Blut spucken. Rika erwachte als erste aus ihrer Starre und nahm sich das Handgelenk von Satoko. „Komm“, sagte sie und zog Satoko hinter sich her. „Aber wir können Ki-Chan doch nicht allein lassen“, sagte Satoko schluchzend. „Ki-Chan hat gesagt wir sollen weglaufen, außerdem wären wir geblieben, dann hätte auf keinen Fall einer von uns überlebt“, sagte Rika. Satoko nickte und wischte sich einmal über die Augen. „Du hast recht Rika, es ist wichtig, dass wir überleben und die Polizei rufen“, sagte Satoko und legte nun an etwas Tempo zu.

Ich musste wieder gequält lächeln. //Wenigsten die beiden sollen überleben//, dachte ich. „Hahaha du gibst also dein eigenes Leben auf, um die beiden zu retten! Genauso hat es auch Shion gemacht! Ihr seid beide so dumm!“, lachte Keiichi. „Du nennst es dumm, ich nenne es treu. Für meine Freunde tu ich alles“, sagte ich und musste wieder husten. „Ich sagte doch dumm“, lachte Keiichi wieder und trat auf mich zu. Er packte mich an meinen blauen Haaren und zog meinen Kopf nach hinten. Nun musste ich ihm direkt ins Gesicht sehen. „Verabschiede dich schon mal von der Welt“, sagte Keiichi. „Darf ich vielleicht einen letzten Wunsch äußern?“, fragte ich. Keiichi sah mich kurz irritiert an, da ich nicht um Gnade bettelte, nickte aber als er sich gefangen hatte. „Wenn ich schon sterben muss, dann lass mich nicht zu lange leiden“, bat ich. „Warum sollte ich dir diesen Wunsch erfüllen? Du willst doch nur Zeit für die beiden schinden“, sagte Keiichi und zog stärker an meinen Haaren. Ich verzog kurz das Gesicht, sagte dann aber: „Ich möchte einfach nicht zu lange leiden, mein Vater ist bei einem Autounfall gestorben, er musste zwei Stunden leiden, bevor er gestorben ist“, sagte ich und spürte wie mir Tränen über mein Gesicht liefen. „Gab es denn keine Rettungskräfte?“, fragte er. „Doch, aber es war sehr schwer ihn aus dem Auto zu bergen und als sie es geschafft hatten war er schon tot“, sagte ich schluchzend, „Deswegen, bitte ich dich Keiichi, erfüll mir diesen letzten Wunsch und beende mein  Leben schnell. Danach kannst du immer noch mit dem Messer auf mich einstechen. Das ist mir dann egal, solange ich nicht leiden muss“, sagte ich und spuckte erneut Blut. Ich sah ihn mit Tränen verschleierten Augen an. //Wenigsten kann ich ihm jetzt nicht direkt ins Gesicht sehen//, dachte ich. „Na gut, aber dafür wir dein Körper danach aber darunter leiden“, sagte er, lies das Messer fallen und hob dafür die Pistole an meine Stirn. „Das ist mir egal“, flüsterte ich. „Hast du sonst noch was zu sagen?“, fragte er. „Danke, dass du meinen letzten Wunsch erfüllst“, sagte ich und lächelte leicht.

PENG

Ich hörte den Knall der Pistole und dann war alles schwarz. //Entschuldigt, dass ich euch nicht besser beschützen konnte. Gomenasai Satoko-Chan und Rika-Chan//, waren meine letzten Gedanken, bevor ich mich in die alles einhüllende schwärze ziehen lies.

Erzähler Sicht…

Keiichi lies Kims Haare los, deren Körper leblos zu Boden sank. „Pha, sie wollte sicher nur Zeit schinden“, sagte Keiichi herablassend, „Aber naja, jetzt fehlen wenigstens nur noch zwei. Aber vorher…“ Nach diesen Worten drehte er Kims Körper auf den Rücken und nahm sich das Messer zur Hand. „Wenn ich dich schon schnell sterben lasse, dann muss dein Körper eben ohne dich leiden“, lachte er und stach zu. Das Blut spritze aus dem Körper von Kim. Er stach immer wieder auf sie ein, bis ihr ganzer Körper mit Stichwunden übersät war. Er stand auf und betrachtete noch einmal kurz sein Werk, bevor er sich auf den Weg machte. „Und jetzt sind Satoko und Rika dran“, sagte er, während ein verrücktes Lächeln sein Gesicht zierte.

Rika und Satoko waren so schnell gerannt wie sie konnten, doch sie hatte das Dorf immer noch nicht erreicht. „Hoffentlich…haben…wir uns…nicht…verlaufen“, sagte Rika schnaufend. „Ja und hoffentlich geht es Kim gu…“, sagte Satoko, doch konnte sie nicht weiter reden, da sie einen stechenden Schmerz im Rücken spürte. „Satoko!“, schrie Rika. „Gefunden“, sagte Keiichi und trat aus dem Schatten. „Mist, er hat uns eingeholt“, fluchte Rika. „Dann ist Ki-Chan…“, begann Satoko. „Ja, Kim ist Tod, aber sie musste nicht lange leiden“, lachte Keiichi. Satoko und Rika stiegen erneut Tränen in die Augen. „Du hast sie getö…“, sagte Satoko, doch wurde sie unterbrochen, als ein Knall ertönte.

PENG

„Satoko!“, schrie Rika. Doch es war zu spät. Keiichi hatte geschossen und hatte auch getroffen. Satoko war tot. Rika erstarrte erneut. „Und jetzt bist du dran“, sagte Keiichi lachend. Rika wollte losrennen, doch ehe sie das konnte wurde sie gepackt und zu Boden gerissen. „STIRB!!“, brüllte Keiichi. Er stach immer und immer wieder auf Rika ein, welche dabei wie am Spieß schrie. „SCHREI NUR ES HÖRT DICH EH KEINER!!!“, lachte er. Er stach so lange auf Rika ein, bis kein Ton mehr über ihre Lippen kam und ihr kleiner Körper, welcher sich vorher noch unter ihm aufgebäumt hatte erschlafft war. „So jetzt sind sie tot“, sagte er und wandte sich Satoko zu. Bei dieser machte er das gleich wie bei Kim. Als er damit fertig war hob er den Kopf und schrie: „ICH HABE ES GESCHAFFT ICH HABE SIE ALLE GETÖTET!“ Der hob seinen Kopf noch weiter und sah in den Himmel. Doch die Stille, in der er in den Himmel sah hielt nicht lange, denn er begann schon wieder hysterisch zu lachen. „HAHAHAHAHAHHAHAHAHAHAHAHHAHAHAHAHAHAHA!!!!!!“, lachte er. Er ging von Satokos Leiche weg und verschwand im Wald.

Am nächsten Tag fand man die Leichen. Die Polizei wurde sofort verständigt. Die Polizei arbeitete noch sehr lange an dem Fall, doch konnten sie den Täter nicht finden. Der Fall wurde ungelöst zu den Akten gelegt.
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