Zeiten ändern sich

von nauscho
GeschichteDrama, Familie / P16 Slash
Derek Morgan Dr. Spencer Reid
08.01.2014
22.02.2014
70
97.104
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08.01.2014 985
 
Mathehass


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Wie er Mathe hasste. Seit nun mehr als eine gefühlte Ewigkeit starrte er schon auf die Tafel. Das ganze Wochenende hatte er für diesen wichtigen Test gelernt, doch nun fiel ihm nicht mal im entferntesten der Lösungsweg ein. Langsam war er am verzweifeln. Sein Blick schwirrte durch das Klassenzimmer. Seine Mitschüler waren alle über ihr Blatt gebeugt, schienen, als wurden alle eifrig die Aufgaben lösen. Er wurde nervöser. Er konnte es sich nicht leisten, noch eine Arbeit zu versauen. Das würde ihm das Genick brechen und eine Ehrenrunde einbringen. Sein Blick fiel auf seinen Nachbar. 'Klar, es war klar, das der schon fertig ist.', dachte er sich. Er hatte nie sonderlich Kontakt mit ihm gehabt. Warum auch? Sein Nachbar war erstens um einiges jünger und dann noch ein Streber hoch drei. Er wollte sich nie mit ihm anfreunden, doch jetzt wünschte er sich, Hilfe von ihm zugekommen. 'Der Streber wird dir nie helfen, so wie du ihn behandelt.', seufzte er verzweifelt. Leise klopfte es an der Tür und der Lehrer war kurz abgelenkt. Die Sekunde nutzte der Jüngste und schob einen klein gefalteten Zettel nach rechts und räusperte sich kaum merklich. Er drehte sich verdutzt um und schaute dem Kleinen in die Augen. Dieser deutete schnell auf den Zettel. Verwitt schaute er auf den Zettel und faltete ihn auseinander. Zögernd las er sich das geschriebene durch 'Schreib es so ab, wie es drauf steht. Sind zum Teil andere Rechenwege, als ich genutzt habe. Es wird keiner denken, das du abgeschrieben hast.' Eine leichte Röte stieg in das Gesicht des Jüngeren, als er mit bekam, das der Blick seines Nachbarn auf ihm lag.

Kurz vor dem Klingeln, konnte er sein letztes Ergebnis notieren. Er lies den Zettel in seiner Hosentasche verschwinden und hoffte, das es kein Fehler war, die Aufgaben abzuschreiben. Ihm kamen Zweifel, ob die Ergebnise von dem Strber stimmten, oder ob er sich bei ihm rächen wollte. Damit er wenigstens irgendwelche Zahlen auf seinem Blatt stehen hatte, entschied er sich, es zu probieren und schrieb so schnell er konnte alles ab. "Derek, ich bin erstaunt. Ihr Blatt weist zumindest ein paar Zahlen auf und ich kann Ihnen sagen, das die erste Aufgabe schon mal richtig ist.", mit diesen Worten sammelte der Lehrer Derek's Blatt ein. Sein Blick wandte sich zu seinem Nachbarn. Dieser zwinkerte und packte seine Sachen zusammen und verschwand aus dem Klassenzimmer. Derek wollte ihm hinter her und fragen, warum er ihm half, aber er würde seinen Mitschüler nicht mehr finden.

Heute wurden alle die Arbeiten zurück bekommen. Der Lehrer kam mit einen verblüfften Gesicht in die Klasse. "Ich freue mich, das Sie zum Schluss des Schuljahres noch mal den Sinn des Lernens erkannt habt. Die Arbeit ist, bis auf wenige Ausnahmen gut bis sehr gut ausgefallen. Besonderst war ich über Sie, Derek, erfreut. Gut gemacht. B+. Somit ist Ihre Versetzung gesichert." Man konnte im ganzen Klassenzimmer das erleichterte Ausatmen hören. Derek's Blick fiel dankbar auf seinen Nachbarn. 'Wieso hat er mir geholfen?', über legte er. Nach Schulschluss fing Derek den Jüngeren ab. "Hey, warte.", rief er ihm nach. Langsam blieb der Kleine stehen und drehte sich um. "Danke." "Bitte.", meinte er nur und wollte sich schon wieder in Bewegung setzen, als Derek ihm am Arm fest hielt. "Spencer, warum hast du mir geholfen? Ich... Ich mein, warum mir?" Spencer zuckte mit dem Schultern. Eigentlich wusste er es selber nicht. Er hatte das Gefühl, das Derek nicht der Macho ist, wie er sich manchmal gibt. Spencer fühlte, das die zwei irgendwas verband. Nur konnte er nicht sagen, was es war. "Ich weiß es nicht.", gab er zögernd an Derek weiter. "Ich hatte das Gefühl, das du Hilfe brauchst. Man hat es dir angesehen, das du verzweifelt warst. Aber warum ich ausgerechnet dir geholfen hab, weiß ich nicht." Mit diesen Worten drehte sich Spencer um und hinterließ einen mehr als verwirrten Derek.

Die Schule war geschafft. Eine gutes Zeugnis erreicht. Derek war zufrieden und konnte auf eine gute Ausbildung hoffen. Spencer hatte sich bereits bei der Universität eingeschrieben, während Derek zur Polizei wollte. Derek war sich sicher, das sein Nachbar nicht nur an einer Uni bleiben würde. So schnell wie dieser die Schule beeendet hatte, würde es Derek nicht wundern, wenn er gleich mehrere Studienrichtungen gleichzeitig belegen würde.

Am Abend fand der Abschluss statt. 'Hoffentlich kommt Spencer.', waren Derek's Gedanken. Was? Was dachte er da gerade? 'Ich hoffe, das der Kleine kommt? Warum?' Diese Gedanken kamen ihm seltsam vor. Noch nie hatte er gehofft Spencer zu sehen, er hatte ihn das gesamte Schuljahr nicht registriert, nicht realisiert. Für ihn war er immer nur der Streber gewesen und kein Kumpel. Trotzdem hoffte er, das er zum heutigen Anschlussball kommen würde. 'Ich bin ihm dankbar. Nur deshalb will ich ihn sehen.', redete sich Derek ein. Keinen weiteren Gedanken an ihn verschwendend, machte er sich für den Ball fertig.

'Ich geh nicht zu dem Ball. Ich kann Derek nicht unter die Augen treten.', murmelte Spencer vor sich hin und lief in seinem Zimmer auf und ab. Er wusste, wieso er Derek half. Er wusste es ganz genau. Spencer wusste, das er andest fühlte, wenn er in Derek's Nähe war. Trotz seiner jungen Jahre, konnte er das schon sehr gut einschätzen. Dennoch wollte er sich nicht vor der ganzen Schule bloß stellen und schon gar nicht vor Derek. So beschloss er, das er sich am nächsten Tag in der Schule sein Zeugnis holte und nicht zu dem Ball gehen würde. 'Das wird das Beste sein.', seufzte er.

Den ganzen Abend wartete Derek gespannt darauf, das Spencer den Ball betreten würde, aber er wartete vergebens.
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