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ungehalten

von imaginary
KurzgeschichtePoesie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Chrno Rosette Christopher
08.01.2014
08.01.2014
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für mein pandabärchili.
[and suddenly all these wild feels appear.]



ungehalten;

 
Leben ist keine Gewissheit; Leben ist kein Versprechen.
Die Sonne versinkt in der Ferne, letzte Strahlen. Sterbender Tag, genau so, nur schöner. Schlafen, er legt sich schlafen. Hinein in all die Wärme, gibt sich der Nacht hin. Unbeschreiblich, nur dieser Moment.

Leben ist bruchstückhaft.
Es ist warm, ein bisschen. Angenehm, wie das Licht. Rot-orange, dazwischen die Schatten der Bäume. Blätter im Wind, kaum, dennoch genug.

Zu kurz.
Der Tag legt sich schlafen, viel zu schnell. Gibt noch so viel zu sagen, zu leben. Bleibt ungetan.

Ausgelebt, innerhalb weniger Atemzüge.
Sekunde um Sekunde. Sekunden voller Versprechen. Worte, ungesagt.

Sie sind ein Versprechen, da, wo keines sein dürfte. Ein Versprechen, das keiner von ihnen halten konnte. Und jetzt, Momente des Endes –
Warme Tränen auf roten Stoff, Worte, so viele. Längst gesagt, längst geschwiegen. Spielt keine Rolle, sie sind ohnehin da. Unüberhörbar.

Zeit wird in Leben gezählt.
Die Kraft schwindet mit jeder verstreichender Sekunde, das Leben weicht im Takt der Atemzüge aus dem Körper.

Leben besteht aus Jetzt.
Zerbrechlich. (Manchmal fehlen die Worte.)

Zuhause. Sie sind zuhause.
Mit einem schwachen Lächeln schließt er die Augen.

 

Worte, für immer
und es sind diese Worte, die sich
halten
Das letzte Licht des Tages; der letzte Atemzug des Lebens.

Zusammen, hier.
Zu ende, viel zu schnell. Atemsterbend im Licht der untergehenden Sonne.

Sie haben jeden Atemzug genossen.
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