Der Traum vom Glück

von Julirot
GeschichteRomanze / P12
Kensi Blye Marty Deeks
08.01.2014
28.03.2014
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Also ich bin neu hier bei Fanfiktion.de und bin gespannt, was ihr zu meiner Geschichte zu sagen habt. Die knüpft an die vierte Staffel bzw. an die ersten Folgen der fünften Staffel an. Viel Spaß beim Lesen.



Kensi erwachte und schlug die Augen auf. Es war dunkel im Zimmer und ihre Hand fasste ins Leere, dort wo er vor kurzem noch gelegen hatte. Sie blinzelte und versuchte sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ihr Nacken war steif von der ungewöhnlichen Position auf der Couch.
„Deeks?“ rief sie. Keine Antwort. „Deeks? Wo hast du dich versteckt?“ Kensi erhob sich und stieß gegen den Couchtisch. „Autsch.“ Entfuhr es ihr. Sie streckte die Hände aus und versuchte die Lampe, welche hinter der Couch in der Ecke stand zu erreichen. Nach einigem Mühen schaffte sie es und ein sanftes Licht erhellte den Raum. Im Badezimmer hörte sie ein leises Poltern so als wäre jemand über etwas gestolpert.
„Deeks.“ Rief sie noch einmal und lief in Richtung Bad. Ein Klirren, ein Scheppern. „Alles in Ordnung?“ Kensi hatte die Tür erreicht, die nur leicht angelehnt war. Sie hörte ein leises Keuchen. Langsam schob sie die Tür auf.
„Lass mich … Kensi.“ Rief er von drinnen. Sie sah ihn wie er über dem Waschbecken gebeugt dastand und sich schwer atmend am Rand festhielt. Die Schärfe seiner Stimme ließ sie zurückweichen. „Tut mir leid.“ Flüsterte er als er merkte, dass sie im Begriff war zu gehen.
„Was ist mit dir?“ fragte sie leise und kam wieder näher. Sie sah die geöffnete Toilette, ein zerbrochenes Glas auf dem Boden, Klammotten über dem Badewannenrand, seine Hände, die zitterten. Langsam ging sie zu ihm und pflückte seine Hände vom Waschbecken, nahm sie zärtlich in die ihren und zwang ihn so sie anzusehen. Seine Augen waren weit geöffnet  und schauten so traurig, dass sich ihr Herz schmerzvoll zusammenzog. Er versuchte zu sprechen, aber es kam nur ein Flüstern.
„Es ist jede Nacht dasselbe. Ich kann nicht schlafen und wenn ich doch einschlafe, träume ich davon wieder in der Folterkammer zu sein … ohne Hilfe … gefesselt … der Schmerz …“ Er ließ sie los und drehte sich um, ließ sich gegen die Wand sinken und rutschte langsam daran  hinunter. Sie hockte sich neben ihn und versuchte weiterhin ihm zu folgen. „Ich schrecke hoch … mein Herz klopft wie wild … ich spüre kalten Schweiß … mir ist schlecht. Kensi …“ Er schaute sie an, Tränen erschienen in seinen blauen Augen. „Mir ist so übel, dass ich regelmäßig hier lande und würge. Aber es kommt nichts. Ich habe das Gefühl ich müsste den Schmerz ausspucken, aber ich kann nicht. Irgendwas hält mich davon ab. Aber das Gefühl, die Übelkeit, die Angst, das alles bleibt … stundenlang.“ Er blinzelte, so dass sich ein paar Tränen aus seinen Augen lösten und ihm die Wangen hinunterrollten. Ungeschickt wischte er sie mit dem Handrücken weg. Kensi nahm wieder seine Hände und kniete sich vor ihn hin, zog ihn an sich und nahm ihn schweigend in die Arme. Diese Geste brachte ihn nur noch mehr aus der Fassung. Das Gefühl plötzlich jemanden zu haben, an dem er sich festhalten konnte, ließ die Dämme brechen. Er klammerte sich regelrecht an ihr fest, versuchte sie noch weiter an sich heranzuziehen. Kensi schluckte schwer und versuchte den Schmerz in ihrer Kehle zu ignorieren. Sanft strich sie ihm über den Rücken und versuchte ihn zu trösten. Sie spürte seine Muskeln unter dem T-Shirt und seine Hände, die plötzlich an ihren Wangen lagen. Dann seinen Mund, der sich zärtlich und fordernd zugleich auf den ihren legte. Sie konnte nicht denken. Was geschah hier? Fragte sie sich. Der Kuss wurde heftiger, intensiver und Kensi schaffte es nicht sich von ihm zu lösen. Er zog sie nach oben und umschlang sie mit beiden Armen während er sie immer noch leidenschaftlich küsste. Sie begann die Küsse zu erwidern und zog ihm dabei das Shirt über den Kopf. Sacht strich sie ihm über den Rücken, dann entlang der Hüften nach vorne zum Bauch. Er zog die Luft ein und begann ihre Bluse aufzuknöpfen. Sie half ihm. Als nächstes wanderte sein Mund an ihrem Hals entlang in Richtung ihres Dekoltéts und bedeckten dann ihre Brust mit sanften Küssen. Sie stöhnte auf und machte sich an seiner Hose zu schaffen. Er entkleidete sie weiter und als sie nur noch in Unterwäsche voreinander standen, schaute er sie das erste Mal seit Minuten richtig an.
„Wie geht es jetzt weiter?“ wiederholte sie ihre Frage von vor ein paar Stunden als sie mit einem Sixpack und seinem Lieblingsessen vor seiner Haustür aufgetaucht war. Er streifte ihr den Slip von den Beinen und öffnete ihren BH. Dann zog er seine Boxershorts aus und trat auf sie zu. Dann hob er sie hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Während er dies tat, flüsterte er ihr ins Ohr: „Es ist eine Liebesgeschichte.“ Dann legte er sie aufs Bett und sich auf sie. Kensi kam ihm entgegen und hielt sich an ihm fest als er langsam in sie eindrang. Sie begannen sich in einem gemeinsamen Rhythmus zu bewegen und wurden dabei immer schneller und die Gefühle wurden heftiger. Sie stöhnte leise und er versuchte sie noch näher an sich heranzuholen. Als sie sich dem Höhepunkt näherten vergrub er sein Gesicht an ihrer Brust und sie flüsterte „Ich liebe dich.“ Ein Zucken durchfuhr seinen Körper und ließ ihn über ihr zusammensacken. Kensi atmete tief ein und begann sich langsam zu entspannen. Eine halbe Ewigkeit lagen sie eng umschlungen da und sagten nichts. Dann rückte Deeks ein wenig von ihr weg und legte sich aufs Kopfkissen. Kensi folgte ihm und kuschelte sich in seine Arme. Immer noch war da ein Schweigen, das keiner von ihnen deuten konnte. Kensi wagte es nicht ihn anzusehen und Deeks fühlte sich auf einmal schuldig. Er hatte sie benutzt. Er hatte Trost gebraucht und sie einfach in sein Bett gezogen. Das war nicht fair gewesen. Er wusste, dass er ihr mit dem Kuss kurz bevor er entführt und gefoltert wurde ein Versprechen gemacht hatte. Ein Versprechen an die Liebe. Aber im Moment war er einfach leer. Er konnte nicht lieben, nicht einmal Kensi. Und das hatte sie nicht verdient. Und dennoch, er hatte das erste Mal seit der Folter wieder das Gefühl einigermaßen sicher zu sein. Er konnte sich ein wenig entspannen und sie war der Grund dafür. Sie bewegte sich und drehte sich zu ihm um, lächelte ihn an und gab ihm einen sanften Kuss auf den Mund.
„Kensi …“ begann er. Weiter kam er nicht. Sie legte einen Finger auf seinen Mund. „Nicht sprechen Deeks.“ Dann legte sie den Kopf wieder auf seine Brust. Er schluckte seinen plötzlich wieder aufsteigenden Tränen hinunter und legte eine Hand auf ihre Wange, dann schloss er die Augen. Er merkte wie sie anfing langsam und gleichmäßig zu atmen und wusste dass sie eingeschlafen war. Das Geräusch ihres Atems ließ ihn ebenfalls dämmrig werden. Doch er wehrte sich gegen das Einschlafen. Er hatte Angst der Alptraum würde zurückkehren. Doch sein abgekämpfter Körper und die Nachwirkungen des Orgasmus ließen ihn schließlich doch einnicken. Und ehe er es sich versah, war er tatsächlich eingeschlafen.
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