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Zeit der Jagd

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Magneto / Eric "Magnus" Lehnsherr Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Wolverine
06.01.2014
01.09.2014
45
70.214
3
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26 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.01.2014 757
 
Hallöchen, es gibt eine wichtige Veränderung: Ab sofort laden wir auch Freitags ein Kapitel hoch.
Ansonsten gibt es nichts neues und ich wünsche euch daher viel Spaß bei dem folgenden Kapitel.
lg,
Smartie


Kapitel 3: Tide          Was ist das? Dein Essbesteck?

Ich machte mir selten Sorgen um Pure. Sie gehörte zwar zu der Sorte Menschen, die erst handelten und dann nachdachten, vorzugsweise dann, wenn der Schaden bereits entstanden war; aber sie konnte auch genau so schnell laufen, wie Leute beleidigen – und das war echt schnell. Abgesehen davon besaß sie eine Mutation, die ihr das Weglaufen noch viel einfacher machte.
Jetzt allerdings, macht ich mir Sorgen. Seit einer gefühlten Ewigkeit saß ich auf der Parkbank und wippte unruhig mit den Knien. Es war ungewöhnlich für Pure nach mir am Treffpunkt anzukommen, aber nicht undenkbar. Vielleicht hatte sie den Polizisten immer noch nicht abschütteln können, oder sie hatte sich vielleicht verlaufen. Für gänzlich unwahrscheinlich hielt ich es, dass sie geschnappt worden war. Seit wir zusammenarbeiteten war derartiges noch nie passiert. Ihre Mutation machte sie zu dem perfekten Dieb... fast perfekten Dieb. Leider hatte sie das Flackern noch nicht ganz so unter Kontrolle, dass sie perfekt wäre.
Ich allerdings konnte mit meiner mehr Aufmerksamkeit auf mich ziehen, als gut für jeden Mutanten war. Theoretisch hätte ich für das menschliche Auge ebenfalls unsichtbar werden müssen – würde ich schnell genug laufen und, so meine Gabe, die Zeit nur stark genug verlangsamen. Da ich aber weder meine Mutation, noch meine Beine so sehr unter Kontrolle hatte, wirkte ich auf Passanten lediglich wie ein hyperaktives Eichhörnchen auf Speed.
Ich machte mich also auf die Suche nach ihr. Dass ich sie schließlich fand war wohl eher Glückssache, als Können. Ich besaß nämlich keine Mutation, die mir half Pure aufzuspüren, oder die mich hätte Kontakt zu ihr aufnehmen lassen. Letztendlich fand ich sie vermutlich aus dem Grund, dass unsere Geschichte hier noch nicht zu Ende sein konnte, und ich ansonsten nichts zu erzählen gehabt hätte.
Gut, ich gebe zu, dass ich auch nicht die Person war, die sie zuerst gefunden hatte...
„Sie perverses kinderschändendes Schwein!“ kreischte ich auch schon, als ich dem Typen gewahr wurde, der sich gerade an meiner bewusstlosen Freundin zu schaffen machte. Der Mann ließ sofort von Pure ab und wandte sich mir zu. Pure hätte ihn sicherlich als attraktiv beschrieben. Mit seinem dunklen Haar und dem gestutzten Bart, machte er auch ordentlich Eindruck – vor allem, wenn er aussah, als wolle er mich in der Luft zerreißen – ich aber würde folgendes sagen: Er war ... alt. Nicht mit grauen Haaren und einem weißen struppigen Bart, sondern definitiv der Typ Mann, der in seinem Leben schon viel gesehen hatte.
„An deiner Stelle würde ich jetzt ganz schnell verschwinden.“ zischte er bedrohlich.
„Lustig, das selbe wollte ich dir auch gerade sagen.“ frotzelte ich zurück.
Ohne darauf einzugehen hob er langsam die Fäuste. Zwischen seinen Fingerknöcheln schossen glänzende Klingen hervor.
„Ts, was ist das?“, wollte ich ungerührt wissen, „Dein Essbesteck?“

Man merke an, dass das eine sehr schlechte Idee gewesen war. Für wen, stellte sich allerdings erst später heraus.
Der Besteck-Mann knurrte beleidigt auf und machte einen Satz auf mich zu, schwebte langsam durch die Luft und brüllte dabei lang gezogen und in Zeitlupe. Wäre ich nicht da gewesen um Pure zu retten, hätte ich ihn in diesem Moment genüsslich ausgelacht, stattdessen machte ich allerdings einen Schritt zur Seite und wich ihm so aus. Wie ein hyperaktives Eichhörnchen. Auf Speed.
Als er landete, wandte er sich blitzschnell zu mir um.
„Was soll das?!“ fauchte er.
„Nun ja, du bist hier nicht der einzige mit besonderen Fertigkeiten.“ ich sprang von einem Bein aufs andere und zog eine Grimasse.
„Was für eine nervige Göre.“ murrte er zu sich selbst und an mich: „Vielleicht sollte wir darüber sprechen wer hier der wirkliche Böse ist.“
„Ohh, wenn du dich noch förmlich vorstellen willst...? Ich verzichte.“
„Ich habe deiner Freundin geholfen.“
„Sicher. Und ich bin der Weihnachtsmann.“
Er grummelte genervt: „Hör mir zu...“
„Nein, hör du mir zu.“ befahl ich. „Du betatscht meinte Freundin, die bewusstlos ist und erzählst mir, dass du ihr helfen würdest? Aha? Nur weil ich ein Mutant bin, heißt das nicht, dass ich doof bin – was du eigentlich ja wissen müsstest. Ich glaube ja eher, dass du einer von der Sorte bist, der seine Fähigkeiten dafür einsetzt kleine Kinder zu schänden. Aber nicht mit mir! Und mit Pure erst recht nicht.“
„Ich schände keine kleinen Kinder!“
„Doch.“ ich hob die Fäuste kampfbereit und machte mich bereit dazu die Zeit zu verlangsamen.
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