Die Königin der Aslanti

von Zarasu
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Hershel Layton Inspektor Clamp Grosky Jean Descole Luke Triton
05.01.2014
14.10.2014
21
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Es war ein lauwarmer Nachmittag, als ich durch die Stadt ging und einmal mehr die wunderschönen Fensterläden, die kleinen Gassen und die einladenden niedrigen Ziegeldächer meiner neuen Heimat bestaunte. Ich wohnte noch nicht lange hier, vor einem Monat war ich von zu Hause ausgezogen und hatte hier, im kleinen Städtchen Green Hollow, eine Ausbildung zur Floristin begonnen. Ich liebte die Natur und die Pflanzen und hatte mich deswegen, nach zwei Jahren des Herumreisens, dafür entschieden. Einundzwanzig Jahre war ich jetzt alt. Es kam mir kaum so vor. Ich hatte mich äußerlich seit ein paar Jahren nicht mehr verändert und im Geist fühlte ich mich kaum älter als ein Kind. Deswegen war es mir auch so schwergefallen, endlich sesshaft zu werden.
Ich schweifte schon wieder ab. Das passierte mir nur allzu häufig und ich versuchte, meine Gedanken wieder auf meine Umgebung zu konzentrieren, als ich die Apotheke betrat.
Am Tresen stand dieselbe blondgelockte, ältere, dickliche und freundliche Frau wie immer, wenn mein Gang mich hierher führte. Ich mochte sie sehr.
Der vorherige Kunde, ein Mann mit langem schwarzen Mantel und Hut, ging an mir vorbei und die Frau wandte sich mir zu. Sie blickte mich nur kurz an, dann beugte sie sich sofort hinunter und wühlte im Schrank nach meiner Medizin.
„Das gleiche wie immer?“ Sie kam hoch und legte das braune Päckchen auf die Ablage.
„Kommt noch etwas dazu?“ fragte sie freundlich lächelnd.
„Nein danke, das war´s.“ Gewöhnliche Frage, gewöhnliche Antwort. Ich wünschte ihr noch so herzlich wie möglich einen guten Tag und trat dann hinaus in die Sonne. Langsam machte ich mich auf den Weg nach Hause. Es dauerte gar nicht lang, die Stadt war klein und ich kannte mich mittlerweile sehr gut in den engen Gassen aus, bis ich an mein Häuschen kam. Ich hatte mich schon auf den ersten Blick in mein Hexenhaus verliebt. Der Makler hatte mir zwar davon abgeraten, weil viel renoviert werden müsse und das Haus insgesamt schon sehr alt war. Ich hatte aber die Eigenschaft, dafür zu sorgen, dass ich die Dinge bekam, die mir gefielen und so konnte ich dieses Schmuckstück nun mein Eigen nennen. Es war klein, das rote Ziegeldach war bemoost und reichte tief herab, das Haus war aus Backsteinen und mit Efeu überwuchert. Eine kleine Steintreppe führte zur Eingangstür, ein verwitterter Zaun umringte das Haus und ließ gerade genug Platz für die üppigen Strauchrosen, sie sich an das Haus schmiegten. Ich ging lächelnd die Treppe hoch und schloss die Tür auf.
Den Nachmittag verbrachte ich lernend, ich stickte an meiner Decke weiter und schlürfte massenweise Earl Grey mit Milch. Ich liebte dieses Getränk.
Es war bereits dunkel, als es an der Tür klingelte. Verwundert stand ich auf. Wer mochte das wohl sein? Als ich die Tür öffnete, fiel mein Blick auf schwarz gekleidete Männer mit weißen Masken vor den Gesichtern, dann spürte ich kurz einen Schmerz an der Schulter und es wurde alles schwarz.  




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Ich würde mich sehr über Reviews freuen. Es ist zwar noch nicht viel, aber ich arbeite daran. Lg, eure Anne
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