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Jeder Hat Einen Platz In Dieser Welt

GeschichteDrama, Familie / P12 / Gen
Jacob "Jake" Long / American Dragon Rose / Das Jägergirl
04.01.2014
15.06.2014
5
3.894
 
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04.01.2014 670
 
Kapitel 3: Vergangenheit


Es betrat jemand den Raum und der Jäger erkannte seinen Mitjäger.
“Auf die Art und Weise bekommen wir das Jägergirl nicht umgestimmt.”, sagte er zu dem anderen, „aus irgendeinem Grund will sie nichts mehr mit der Jagd zu tun haben. Ich verstehe auch nicht warum sie den Clan damals verraten hat.”
“Ich habe da noch ein Ass im Ärmel.”, sagte der andere.
“Und das wäre? Rück schon raus mit der Sprache.”
“Ich habe gestern etwas beobachtet.”, er hörte ein Hologramm aus der Tasche und schaltete es ein.
Es zeigte Rose und ein ca. 13 jähriges Mädchen. Trotz der schwarzen Haare und der braunen Augen, sah sie Rose sehr ähnlich.
„Das Jägergirl hat eine Tochter?!”, stellte der zweite Jäger überrascht fest.
„Richtig. Wenn wir sie gefangen nehmen, können wir das Jägergirl dazu bringen wieder dem Clan beizutreten. Auf Lebenszeit.”
„Guter Plan.”
„Er ist ja auch von mir.”
„Ach halt die Klappe.”


*


Rose saß am Küchentisch. Sie hatte die Handstulpe, die sie stets trug, damit ihre Tochter nicht das Jägermal sah, abgenommen und starrte auf das Muttermal. Sie hörte in ihrem Geiste die Stimme vom großen Jäger wie er sie aus den Armen ihrer Mutter entrissen hatte:
„Du bist eine von uns, Kleine.”
Aber das konnte nicht stimmen. Sie wurde zwar vom großem Jäger und dem Jägerclan entführt, ausgebildet und erzogen, war aber dennoch ein freier Mensch...oder? Sie gehörte nicht zum Jägerclan, sie war keine geborene Drachenjägerin, konnte sie gar nicht sein. Sie gehörte hier hin. Zu Alyssa und Jake. Zu dem American Dragon und zu seiner Tochter. Sie konnte keine Drachenjägerin sein, nein.
Aber warum fühlte sie sich dann so mies?
Es gab keinen Grund dazu, sich schlecht zu fühlen.
Und das letzte was sie tun würde, war dem Jägerclan wieder beizutreten. Das wäre doch verrückt! Sie müsste gegen ihren Mann und ihre Tochter kämpfen und sie könnte diesen beiden Menschen niemals wehtun.
Niemals.
„Hey. Alles in Ordnung?“, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter sich und spürte zwei Hände, die sich auf ihre Schultern legten.
Sie blickte sich um und erkannte Jake hinter sich.
„Komisch.“, lächelte Rose, „Du bist schon der zweite der mich das fragt.“
„Ach ja? Wer ist mir denn zuvor gekommen?“
„Alyssa.“
„Wir kennen dich eben gut genug um sofort zu sehen dass mit dir etwas nicht stimmt.“
„Ich weiß gar nicht was ihr habt!“, sagte sie genervt, „Mir geht es super!“
Er küsste ihr auf den Scheitel:
„Ich mach mir nur Sorgen um dich.“
„Das brauchst du nicht, Jake.“
Sie drehte sich zu ihm um.
„Und wenn ich es doch tue?“, fragte er lächelnd.
Sie lächelte:
„Komm nicht auf dumme Gedanken, Drachen-Junge.“
Er wollte sie küssen, doch bevor sich ihre Lippen trafen, piepste sein Handy. Er sah auf den Display und seufzte.
„Lass mich raten. Ein Drachennotfall.“, sagte sie enttäuscht.
„Ja...tut mir Leid, Rose.“
Sie drehte sich um.
„Schon okay.“
„Du bist wütend. Kann ich nachvollziehen.“
„Glaub nicht du wüsstest was in mir vorgeht. Das hast du früher schließlich auch nicht gewusst.“
„Komm schon, ganz so schlimm war es doch nicht.“
Sie stand ruckartig auf:
„Sagtest du gerade es war ja nicht so schlimm?!“
„Ja, es ist doch alles gut ausgegangen.“
„Natürlich, aber wusstest du das vorher?“
Er zögerte:
„Nein.“
„Na also. Ich will hier nicht die Mitleidsnummer abziehen, aber ich mag behaupten, dass es schlimm war. Die Geheimnistuerei, meine Eltern, die Ungewissheit und das ich nicht mein eigenes Leben, leben konnte. Ich mag behaupten dass das schlimm war.“
„Natürlich, aber...ach vergiss es.“, sagte er und verschwand.
Rose setze sich wieder, holte mit der Hand aus und schmiss die Vase vom Tisch.  
Was sie jedoch nicht wusste war, dass Alyssa am Ende der Treppe stand und entsetzt zu ihrer Mutter sah.

Alyssa war verwirrt.
Ihre Eltern hatten sich noch nie gestritten.
NOCH NIE!
Und was meinten sie mit früher? Was war denn so schlimmes gewesen? Was war ihrer Mutter widerfahren?
Alyssa ging in ihr Zimmer, öffnete das Fenster, verwandelte sich in ihre Drachengestalt und verschwand aus dem Fenster.
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