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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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Dieses Kapitel
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04.01.2014 1.736
 
Inzwischen schon die dritte Schokoladentafel verdrückend lag Mello auf seinem Bett. Es war Frustessen, anders konnte man es beim besten Willen nicht bezeichnen. Beyond war heute mal wieder der Oberarsch der Extraklasse gewesen und er hatte sich auch noch mitreißen lassen. Dem Dreckskerl hatte es nämlich dieses Mal nicht gereicht ihm regelrecht das Hirn aus dem Kopf zu vögeln, er hatte ihm danach auch noch einen Blasen müssen und das nicht ganz freiwillig. Sein Arsch tat noch immer weh von der rüden Behandlung und er würde bestimmt noch bis morgen nicht richtig sitzen können. Wie ihn das doch ankotzte. Aber er genoss es, auch wenn er es niemals zugeben würde.
„Mello?“ Plötzlich stand Aimi in der nur angelehnten Tür und lächelte ihn leicht an. „Ich habe etwas zum Abendessen gekocht. Du magst doch Sushi, oder?“
Ja, er mochte Sushi und Hunger hatte er sowieso. Aber lohnte es sich dafür auch aufzustehen? Das Knurren seines Magens beantwortete ihm diese Frage ziemlich eindeutig und so erhob er sich langsam, um sich nicht unnötig Schmerzen zuzufügen. Aimi war schon längst wieder aus seinem Zimmer verschwunden und so konnte er sich alle Zeit der Welt lassen.
Als er wenig später die Küche betrat, waren seine Mitbewohnerinnen schon am Essen und unterhielten sich dabei wie immer munter über ihr Lieblingsthema – Jungs. Natürlich nicht irgendwelche Jungs, sondern die heißesten der Schule, laut Misa. Light und Matt.
Lautlos aufseufzend setzte er sich an den Tisch und nahm sich etwas von dem Sushi. Normalerweise fand er es ziemlich interessant der Gerüchteküche der Beiden zu lauschen, da besonders Misa immer den neusten Klatsch und Tratsch wusste, aber seitdem die beiden nur noch über dieses eine Thema sprachen? Schrecklich...
„Wir können ja auch einmal zusammen weggehen, also ein Doppeldate. Light und Matt sind ja auch befreundet, da sagen die bestimmt nicht nein“, schlug Misa ihrer Freundin gerade vor.
„Ich war noch nie mit Mail weg und du hattest ja auch noch kein Date mit Light. Meinst du nicht das wäre etwas übertrieben?“, bremste Aimi die Blonde aus und schaute etwas verlegen auf ihren Teller.
„Ach was, dass ist doch die Idee! Wir könnten zusammen ins Kino gehen und uns diesen neuen Liebesfilm ansehen. Zu zweit fühlen sich Jungs am Anfang doch sowieso wohler. Stimmt doch, Mello?“
„Keine Ahnung“, grummelte Mello und stopfte sich einen weiteren Bissen in den Mund. Er hatte nicht wirklich Lust sich an der Konversation der Mädchen zu beteiligen, er wollte nur Essen und dann wieder in sein Bett. Okay, vielleicht vorher noch einmal duschen. Zwar hatte er das direkt nach seiner Rückkehr schon gemacht, aber ein wenig schmutzig fühlte er sich dennoch. Er hatte keine Ahnung vorher dieses Gefühl kam, es trat des öfteren auf wenn er mit Beyond geschlafen hatte. Vielleicht weil er den Schwarzhaarigen nicht liebte? Allerdings hatte er bisher auch nie wirklich das Bedürfnis nach einem festen Freund gehabt. Die Treffen mit Beyond hatten ihm voll und ganz gereicht und ihn zufriedengestellt. Mehr wollte und brauchte er nicht.
„Oha, Mister Empfindlich ist mal wieder schlecht gelaunt. Stress mit deiner Freundin gehabt? Oder bist du etwa noch single? Erzähl doch mal.“ Boah, wie gerne würde er Misa jetzt umbringen!
„Ich habe im Moment keine Freundin und bin auch nicht traurig drüber, schließlich habe ich ja dich“, erwiderte er und grinste die Blonde großspurig an.
„Wundert mich auch nicht, schließlich bist du nicht so cool und klug wie Light! Er ist der Mann meiner schlaflosen Nächte!“ Misas Stimme hatte schon wieder diesen vollkommen verträumten Tonfall angenommen. Sie schien diesem Light wirklich hoffnungslos verfallen zu sein.
„Jetzt sei doch nicht so gemein! Du bist manchmal echt unausstehlich“, moserte Aimi an ihrer Freundin herum.
„Gebe ich gerne zurück. Du bist einfach viel zu nett und rücksichtsvoll, dass wird dir irgendwann noch einmal zum Verhängnis werden.“
„Ich kann einfach nicht so respektlos sein und damit womöglich jemanden verletzen.“
„Es ist nur Mello, also stell dich doch nicht so an!“
„Nur Mello?!“, erboste er sich und stand schnaubend auf. „'Nur Mello' wird jetzt das Bad in Beschlag nehmen, guten Appetit noch!“ So etwas musste er sich wirklich nicht bieten lassen und antun noch viel weniger. Sollten die sich doch in seiner Abwesenheit weiter über ihn unterhalten.
Im Badezimmer angekommen schloss er die Tür hinter sich ab und streifte sich dann das Shirt über den Kopf. Irgendwie hatte er gerade totale Lust auf ein Schaumbad. So richtig schön lang und mit ganz viel Schaum. Das würde ihm vielleicht etwas entspannen und ihm helfen den Kopf frei zu bekommen.
Nur wenig später lag er in dem weißen Schneeberg und genoss das warme Wasser um seinen Körper. Es war schon viel zu lange her, dass er sich das letzte Mal eine solche Auszeit genehmigt hatte. Viel zu lange. Er fühlte sich in diesem Moment so unendlich leicht und befreit und wünschte sich das dieser Moment niemals enden würde.


Gut gelaunt saß Beyond in dem kleinen Internetcafé der Stadt und schlürfte seinen Eisbecher. Inzwischen war es schon fast neun Uhr, aber das interessierte ihn herzlich wenig. Er würde sowieso nicht mehr lange bleiben. Er hatte alles wichtige in die Wege geleitet und konnte sich jetzt entspannen. Na ja, fast entspannen. Viel lieber würde er sich jetzt ein wenig mit L beschäftigen, allerdings hatte der Schwarzhaarige ihm vor seinem Aufbruch unmissverständlich klar gemacht, dass er heute wirklich keinen Nerv auf ihn hatte. L hatte irgendwas an seinen Laptop gearbeitet, was er wohl nicht sehen durfte. Es war nicht das erste Mal, dass L so ein Geheimnis darum machte. Wieder eines der Dinge, die ihn geradezu magisch anzogen. Schade das es mit L nicht so einfach war wie mit Mello. Obwohl... wenn er so darüber nachdachte, dann war Mello am Anfang auch alles andere als einfach zu händeln gewesen...

„Verpiss dich, du Arschgesicht!“
Wütend, die Hände in die Hüften gestemmt, stand Mello vor dem weißhaarigen Jungen, der in Seelenruhe die Erbsen auf seinem Teller hin und her schob, kleine Häufchen baute oder sonderbare Muster formte. Es war einer der neuen Schüler aus der ersten Stufe und auch wenn er nicht viel älter als dreizehn oder vierzehn aussah, hatte er gerade einmal ein Schuljahr übersprungen.
„Das ist mein Platz, also hau ab, du Zwerg!“, fauchte Mello weiter.
Kommentarlos kam der Jüngere der Aufforderung nach, erhob sich und ging einfach. Aber auch das schien dem Blonden nicht ganz zu passen. Er stellte sein Tablett knallend auf den Tisch uns ließ sich auf den Stuhl fallen. Mit vor Wut funkelnden Augen starrte er sein Essen an, wenn man dieses komische Reis-Erbsen-Soßen-Gemisch denn so nennen konnte, und spießte es schließlich mit der Gabel auf. Mellos Laune schien heute wirklich auf dem Tiefpunkt zu sein.
Es war nicht das erste Mal, dass Beyond den blonden Jungen beobachtete. Vor einiger Zeit war er ihm zufällig über den Weg gelaufen oder besser gesagt, Mello war ihm regelrecht in die Arme gerannt. Seit diesem Moment wollte er ihn haben. Der Blonde vereinte genau das, was er liebte. Eigentlich hatte er es ja schon seit geraumer Zeit auf seinen Mitbewohner L abgesehen, aber da sich das wohl noch etwas hinauszögern dürfte, konnte so eine kleine Nummer nicht schaden. Er war momentan sowieso nicht ausgelastet genug.
Mit einem offenen Lächeln und seinem Essenstablett ging er hinüber zu Mellos Tisch und setzte sich einfach auf den Platz gegenüber des Blonden. In Seelenruhe nahm er das Besteck zur Hand und spießte eine Reihe der grünen Hülsenfrüchte auf.
„Hallo?! Das hier ist mein Tisch!“, keifte Mello auch sogleich los starrte ihn aus wütenden blauen Seen an. Heute schien er wirklich richtig miese Laune zu haben und voll auf Streit aus zu sein. Aber so etwas ließ er sich von dem kleinen Biest ganz sicher nicht bieten, schließlich war er der Ältere hier.
„Das interessiert mich herzlich wenig. Von einem Zweitklässler lasse ich mir nichts sagen.“
„Mir doch egal! Das ist mein Tisch und Ende.“ Vielleicht war der Blonde doch hartnäckiger als er gedacht hatte.
Ein spöttisches Grinsen legte sich auf sein Gesicht, während er sich die Erbsen in den Mund schob. „Dann wirst du den Tisch ab heute mit mir teilen müssen.“
„Pah! Mach doch was du willst!“, erwiderte Mello gereizt und rammte seine Gabel in das Essen. Der Kleine war wirklich amüsant, der würde ihm noch eine Menge Freude bereiten. Er wollte ihn unbedingt haben, lieber gestern als heute. Diese funkelnden Augen und die blonden Strähnen, attraktiv war er definitiv. Wie es wohl sein würde den Blonden zu vögeln? Er würde es schon in kurzer Zeit herausfinden, so viel war ihm klar. Er konnte schon deutlich spüren, wie ihm das Blut in untere Körperregionen lief und sich sein kleiner Freund alleine bei dem Gedanke langsam regte. Er musste Mello unbedingt noch während der Mittagspause bekommen, ansonsten würde er den Rest des Tages nicht überstehen.

Alleine bei diesen Erinnerungen bekam er wieder Lust auf die blonde Furie. Er hatte damals wirklich all seinen Charme und seine Überzeugungskraft einsetzen müssen, um Mello noch innerhalb der Mittagspause so weit zu bekommen, dass sie es schlussendlich getrieben hatten. Zwar hatte er ihn wirklich enorm bedrängen und auch ein wenig erpressen müssen, aber er hatte Mello dann doch in seine Wohnung bekommen und ihn vögeln können. Sie hatten dann zwar die ein oder andere Unterrichtsstunde verpasst, aber das war es wert gewesen. Er hatte anfangs nicht wirklich damit gerechnet, dass Mello tatsächlich schwul war, aber es freute ihn natürlich. Heteros hatten natürlich immer einen besonderen Reiz und stellten eine Herausforderung dar, aber so ab und zu tat es auch mal gut einen erfahrenen Jungen des anderen Ufers zu nehmen. Und wenn dieser Junge dann auch noch so ein heißes Ding wie Mello war, dann konnte er da natürlich nicht einfach nein sagen. Da wäre er ja ganz schön blöd.
Gähnend stand er auf und schmiss seinen leeren Becher auf dem Weg zur Tür in den Müll. Inzwischen war er schon etwas müde und morgen musste er auch wieder früh raus. Zum Glück war es dann bereits Freitag und somit stand das Wochenende vor der Tür. Zwei Tage keine Schule, er konnte sich einfach auf seine Dinge konzentrieren und Zeit mit Mello verbringen. Und wer weiß, vielleicht bekam er dieses Mal die Möglichkeit auf seinen lieben Mitbewohner.

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Abend zusammen!
Vielen Dank an ReWeJuIs und -Lumi- für ihre lieben Reviews <3

Hab heut leider nicht viel Zeit, aber eure Reviews werden definitiv noch beantworte! Am besten noch heute ^^
Bis Samstag, eure Blue!
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