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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
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04.01.2014 2.082
 
Mit einer Schüssel selbstgemachten Schokoladenpudding saß L an seinem Laptop und las den Bericht, den ihm seine Kontaktperson hatte zukommen lassen. Er hatte sich nach reiflicher Überlegung und nach dem Einholen der Meinung von Near dazu entschlossen, sich dem Fall der Mordserie in Los Angeles anzunehmen und dafür hatte er sich eine Kontaktperson aus dem FBI gesucht. Es war nicht einfach gewesen, da er wirklich eine zuverlässige, diskrete und vertrauenswürdige Person brauchte, die ihn unter keinen Umständen verraten würde. Diese eine Person hatte er jetzt gefunden und er hoffte inständig, dass er diese Entscheidung nicht bereuen würde. Es gab einfach viel zu wenige Personen beim FBI, die seine Kriterien erfüllten. Die Menschheit verkam immer mehr und wurde langsam aber sicher auf die dunkle Seite gezogen.
Nachdenklich schob er sich einen weiteren Löffel in den Mund. Viel hatte das FBI noch nicht in Erfahrung bringen können. Man hatte bei keinem der drei Mordfälle einen Hinweis auf den Täter gefunden – es gab keine Zeugen und auch keine DNS. Das einzige, was diese Morde miteinander verband, war der Tathergang und die Brutalität, mit der diese verübt wurden. Und ein großes „B“ an der Wand neben dem Opfer, geschrieben mit dessen Blut. Dieser Buchstabe schien das Markenzeichen des Täters zu sein, seine Unterschrift.
Mit einem Klick öffnete er die angehängten Bilder und besah sich die drei Tatorte. Er hatte schon vieles gesehen, aber das hier würde eher in einen schlechten Horrorfilm passen und bereitete selbst ihm ein flaues Gefühl im Magen. Er hatte schon erfahren, dass die Opfer erst Tage nach ihrem Verschwinden aufgefunden worden waren und das jedes Mal eher durch Zufall, weil die Einsatzkräfte zu einem Fall in der Nähe gerufen wurden. Der entscheidende Anrufer hatte hierbei jedes Mal von einer öffentlichen Telefonzelle aus angerufen und bisher konnte auch hier niemand ermittelt werden. Jedes Mal waren die Leichen komplett entstellt gewesen und zeigten mehrere Spuren der Folter. Ein wirklich grausames Bild.
Noch einmal rief er den Bericht mit den Angaben zu den Opfern auf. Es gab nichts, was diese drei Menschen gemeinsam hatten. Sie kamen alle aus verschiedenen Staaten, waren unterschiedlich alt und lebten in komplett anderen Verhältnissen. Was ihm jedoch aufgefallen war, waren die Namen. Abigail Armstrong, Bradley Bennett und Chloe Collister – das waren die Namen der drei Opfer in genau dieser Reihenfolge. Es war wohl kein Zufall und erinnerte ihn stark an den Kriminalroman des „ABC-Mörders“. Der Fall war wirklich alles andere als leicht, aber er würde ihn lösen. Er hatte bisher jeden Fall gelöst bekommen. Auch der klügste Täter machte irgendwann einen Fehler und dann würde er da sein und ihn auflaufen lassen.
„L?!“ Plötzlich stand sein Mitbewohner in der Tür und schloss diese auch kurz darauf hinter sich. „Was machst du denn hier ganz alleine mitten im Dunklen?“, fragte Beyond und schritt langsam durch den halbdunklen Raum.
L hatte den Laptop sofort zugeklappt und seufzte genervt auf. Nicht einmal in Ruhe arbeiten konnte er hier. Beyond hatte es heute wirklich auf ihn abgesehen. Der Rotäugige war immer schon extrem aufdringlich gewesen und ließ sich leider auch nur schwer wieder abwimmeln, wenn er das nicht wollte. Das beste Beispiel war heute Mittag in der Küche gewesen. Beyond hatte ihn richtig belagert und hatte ihn wohl loswerden wollen, aber so ließ er natürlich nicht mit sich umspringen. Wahrscheinlich hatte Beyond wieder ein Treffen mit Mello gehabt. Auf jeden Fall war er nach seinen erfolglosen Versuchen irgendwann abgehauen und bis eben nicht zurückgekommen.
„Ich bin am Arbeiten und hätte deshalb gerne meine Ruhe“, beantwortete L die Frage ruhig.
„Du kannst mich doch nicht einfach rausschmeißen, wenn ich ein wenig Zeit mit dir verbringen will?“, meinte Beyond schmollend und blieb hinter Ls Stuhl stehen. Sanft legten sich die Hände auf seine Schultern und er spürte Beyonds Atem an seinem Ohr.
„Beyond“, zischte er erstaunlich ruhig, obwohl er am liebsten aus der Haut fahren würde, so nah wie der Andere ihm war, „ich will jetzt in Ruhe gelassen werden, also geh bitte!“
„Aber wieso denn? Du willst doch eigentlich gar nicht arbeiten. Du musst dir auch keine Sorgen machen, Matt ist mit seinem kleinen Freund durchgebrannt und wird wohl nicht so schnell wiederkommen. Ich werde auch ganz lieb sein.“
„Hast du dich wieder mit Matt gezofft?“, überging L diese recht eindeutige Aufforderung einfach fürs erste und schob Beyond etwas von sich.
„Nicht direkt. Aber nun komm schon, ich werde mich auch bessern, okay?“
„Reicht dir Mello etwa nicht mehr?“
Beyond kicherte leise und legte seine Arme erneut um ihn. „Ach weißt du, der Kleine ist ganz nett, aber du bist wirklich der den ich will. Willst du es nicht einmal ausprobieren?“ Sanft fuhren die Lippen über seine Haut. Der warme Atem bescherte ihm dabei eine unangenehme Gänsehaut.
„Beyond, es reicht! Ich will nichts von und mit dir haben und jetzt lass mich in Ruhe!“ Inzwischen war er wirklich gereizt und er fühlte sich in Beyonds Gesellschaft merklich unwohler. Zudem wollte er sich im Moment seinem Fall widmen und sich nicht von seinem Mitbewohner angraben lassen.
Seufzend erhob sich der Schwarzhaarige und ging langsam auf die Tür zu. „Glaub mir, L“, flüsterte er leise, „irgendwann wirst du dir deiner Liebe zu mir bewusst werden und dann wird es wehtun. Dann wird sich der Schmerz tief in dein Herz fressen und dich zerstören. Erwarte diesen Tag, mein Lieber.“
Mit diesen Worten schloss sich die Tür und L war wieder alleine in seinem Zimmer. Endlich hatte er wieder seine Ruhe. Die letzten Worte des Anderen interessierten ihn dabei herzlich wenig. Beyond ließ immer so etwas vom Stapel und er würde sich niemals auf so einen wie den einlassen, dessen war er sich voll bewusst. Endlich konnte er sich wieder seinem Laptop und damit auch seinem Fall widmen. Er konnte nur hoffen, dass er fürs erste nicht mehr gestört wurde.


Zusammen mit seinem Freund saß Light auf dem Bett in seinem Zimmer, jeder von ihnen eine Coladose vor sich. Matt hatte seine PSP mitgenommen und zockte gerade weiter sein Spiel, während er selbst sich noch einmal den Stoff der letzten Tage durchlas. Als er fertig mit dem Text war, warf er das Heft seinem Freund vor die Nase und nahm einen Schluck von seinem Getränk.
„Wir hätten gleich zu mir gehen sollen“, sagte Light und schaute den Rothaarigen auffordernd an, der gerade sein Spiel unterbrach und das Heft in die Hand nahm. Kurz überflog er den Inhalt und suchte sich dann eine Seite heraus.
„Wer hätte schon damit gerechnet, dass Beyond auftaucht und wieder einmal so aufdringlich ist? Die drei Kriegsherrn, die die Zersplitterung Japans überwanden?“, fragte er und blätterte ein wenig lustlos in dem Heft, während sein Blick schon fast sehnsüchtig auf seiner Spielkonsole lag.
„Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu. Ich finde ihn richtig merkwürdig und bin froh, dass ich mit so einem nicht zusammenwohnen muss. Wie hältst du den nur aus?“
„Am besten ignorierst du ihn einfach. Wann eroberte Oda Nobunaga Kyouto?“
„1568“, antwortete Light und nahm einen weiteren Schluck Cola. Matt hatte wirklich gut reden. Wie sollte er einen so aufdringlichen Kerl wie Beyond es war bitteschön ignorieren? Von Anfang an hatte sich der Schwarzhaarige ihm gegenüber sehr seltsam verhalten und so war er lieber auf Abstand gegangen. Er hatte nicht direkt Angst, aber der Rotäugige strahlte etwas aus was ihn vorsichtig stimmte. Er wusste nicht was ihn ihm vorging und konnte ihn auch nicht recht einschätzen. Aus diesem Grund traf er sich lieber hier oder woanders mit Matt, hauptsache nicht im Fujiwara und besonders nicht wenn Beyond da war.
„Ich denke, dass du alles über die Sengoku-Zeit weißt. Du wiederholst das Thema schließlich schon seit Wochen, nicht war?“, meinte Matt und klappte das Heft zu, um sich endlich wieder seinem heißgeliebten Videospiel zu widmen.
„Schon, aber das reicht nicht! Ich kann mir keine Pause leisten, dass weißt du ganz genau!“, brummte Light und langte wieder nach seinem Heft. Matt lernte vielleicht nicht so viel wie er und machte sich im großen und ganzen auch nicht so viel aus seinen Noten, solange sie gut waren, aber er war da aus anderem Holz geschnitzt. Sein Stolz und sein Ehrgeiz verboten es ihm nachlässig zu werden und so strebte er stets nach der Perfektion. Besonders in diesem Jahr würde es nicht so einfach werden wie sonst immer, der Beste in den Abschlussprüfungen zu werden, da ein kleines Genie in seine Stufe gekommen war. Klar war es hier anders als an der Oberschule, schließlich ging er auf eine Elite-Universität für Hochbegabte, aber so einen Konkurrenten hatte er dennoch nicht erwartet. Nate River, oder auch einfach nur Near genannt, war ein Jahr jünger als er und hatte das letzte Schuljahr aufgrund seiner hervorragenden Leistungen übersprungen. Near und er konkurrierten schon seit Beginn des Schuljahres um den Titel als Stufenbester und bisher war es wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, weshalb er sich keine Pause leisten konnte.
„Deine Probleme will ich mal haben“, murmelte Matt völlig in sein Spiel vertieft.
„Ich deine aber nicht. Dein Leben besteht doch nur aus Zocken und Schwärmereien für Mello. Wenn du weniger Zeit dafür und mehr Zeit fürs Lernen investieren würdest, dann könntest du bestimmt auch der Beste deiner Stufe sein. Reizt dich der Gedanke nicht?“ Nein, tat es nicht. Das wusste er, auch wenn er den Grund nicht richtig nachvollziehen konnte.
„Ich mag mein Leben so wie es ist“, meinte Matt schmunzelnd, „und zudem würde ich es niemals mit so einem Superhirn wie L aufnehmen können, selbst wenn ich vierundzwanzig Stunden am Tag lernen würde. Selbst du würdest bei ihm an deine Grenzen stoßen.“
Light wusste, dass L mit Abstand der Beste in seiner Stufe war, auch wenn er das bei der ersten Begegnung mit dem Schwarzhaarigen niemals für möglich gehalten hätte. Aber wer würde auch schon vermuten, dass in einem süßigkeitenverrückten, mit Augenringen und Haltungsschaden gezeichneten Jungen ein solches Genie steckte? Es war dasselbe wie bei Near – Man sollte ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen.
Plötzlich klopfte es an der Tür und ließ die beiden Jungen aufblicken. „Ja?“, fragte Light und legte das Heft nun endlich aus der Hand, um stattdessen noch einen Schluck seiner Cola zu nehmen.
„Light?“ Schon stand seine schwarzhaarige Mitbewohnerin im Raum und schien etwas überrascht über den Besucher zu sein. „Oh, hallo Matt. Light, ich habe noch eine Frage wegen dem Thema des Schulfestes. Was machen wir jetzt?“
„Hat das nicht bis morgen Zeit? Ich wollte das zusammen mit den anderen entscheiden, damit es keine Unstimmigkeiten gibt.“
„Du hast mich für die Dekoration eingeteilt, aber ohne Thema kann ich keine organisieren.“ Abwartend verschränkte sie die Arme vor der Brust und schaute ihn an.
„Kiyomi, ich habe dir gerade gesagt, dass wir das morgen klären werden. Ich werde das nicht alleine entscheiden!“ Langsam ging ihm diese ungeduldige Art seiner Mitschülerin auf die Nerven. Es hatte schon seine Gründe gehabt, warum er sich damals von ihr getrennt hatte. Eigentlich hatte er sich auch nur auf eine Beziehung mit Kiyomi eingelassen, damit er auf dem Abschlussball der Oberschule nicht als einziger ohne Freundin dastand. Genau das nahm ihm die Studentin noch heute übel.
„Du bist der Vorsitzende des Schülerrats und hast somit das Recht solche Entscheidungen zu treffen. Du bist wirklich so was von feige, Light Yagami!“ Mit diesen Worten wandte sie sich wieder zum Gehen und verließ sein Zimmer.
„Sie steht noch immer auf dich“, sagte Matt plötzlich, ohne von seinem Spiel aufzublicken.
„Schwachsinn!“, knurrte er und schüttelte entschieden den Kopf. Kiyomi war sauer auf ihn und bevor sie ihn wieder lieben würde, würde sie sich umbringen. Da war er sich sicher.
„Wenn du meinst... Aber selbst ich merke das, du Liebesexperte.“
„Klär du erst einmal die Sache mit Mello, bevor du mir so etwas erzählen willst“, brummte Light und schnappte sich wieder sein Heft, um erneut in der Sengoku-Zeit zu versinken und sich nicht mehr mit Matts Albernheiten herumärgern zu müssen.

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Guten Abend meine Lieben :)
Nya, im Moment haben meine Tierchen wieder eine Krankheitsphase x.x
Pferd hat seit zwei Wochen die Augen entzündet, bekommt jeden Tag Salbe rein und es geht einfach nicht weg. Mo schaut der TA noch einmal danach.
Letzte Woche hat eins unser Schweinchen sich das Auge halb rausgestochen, nach einer Woche 5x täglich Salbe geben ist es jetzt glücklicherweise wieder hergestellt. Mensch, ich werde da echt noch arm bei T.T

Gut, ich hoffe ich hattet wenigstens Spaß beim Lesen und dann danke ich auch meinen lieben Reviewschreibern ReWeJuIs, -Lumi- und Dark-JD für ihre Reviews.
Euch allen dann ein schönes Restwochenende und bis Dienstag!
Eure Blue
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