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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 2.117
 
Leise vor sich hin pfeifend ging Beyond durch die ruhigen Gassen des Viertels. Er hatte gerade gute Laune, was nicht alleine an dem blonden Jungen hinter ihm lag, der ihm mit etwas Abstand folgte. Er war mehr als nur überrascht gewesen, als er heute Morgen die Nachricht von Mello bekommen hatte und sich dieser mit ihm treffen wollte. Nachdem diese kleine Wildkatze sich am Montag so heftig gegen ihn gewehrt hatte und danach wie vom Erdboden verschluckt gewesen war, war diese Aktion reichlich unverständlich für ihn gewesen. Es war nicht aus Reue und gar Angst geschehen, dass hatte er alleine an dem Blick aus den blauen Augen erkannt. Mello schien einen ungebändigten Hass auf ihn zu hegen und alleine das reichte, um ihm die Sache nicht abzukaufen. Aber für´s erste wollte er abwarten, was genau er vorhatte, bevor er selbst in Aktion trat. Vielleicht hatte Mello aber auch endlich kapiert, wo sein Platz war und war wieder etwas kooperativer? Begrüßen würde er es auf jeden Fall.
Mit Elan riss er die Haustür zu seinem Wohnblock auf und ließ den Blonden eintreten. Es war ein schäbiges und altes Gebäude, außen sowie in den Hausfluren mit Graffiti und allerlei Unrat verschmutzt und auch die Wohnungen waren nicht unbedingt die Besten, aber genau so etwas hatte er damals gesucht. Hier scherte sich niemand um seine Nachbarn, da die meisten sowieso dauerhaft auf Drogen oder unter Alkoholeinfluss standen und ansonsten einfach den kompletten Tag vor der Glotze hockten. Es war einfach der perfekte Ort, wo sich niemand um ihn und seine Machenschaften kümmerte und er seine Ruhe hatte.
Inzwischen hatten sie seine Wohnung betreten. Während Mello schon einmal hineinging, schloss er die Haustür ab und ließ den Schlüssel in seiner Hosentasche verschwinden. Kurz berührten seine Finger dabei das kühle Metall seiner neusten Errungenschaft und zauberten ihm ein Grinsen ins Gesicht. Er würde es am liebsten sofort einsetzen, aber diesen Spaß wollte er sich noch ein wenig aufheben. Zuerst einmal war er gespannt, was genau Mello jetzt eigentlich von ihm wollte.
Dieser hatte inzwischen den Weg in sein momentanes „Schlafzimmer“ gefunden und war wie versteinert dort stehengeblieben. Langsam trat er neben seine Wildkatze und warf ebenfalls einen Blick in das triste Zimmer. Es sah noch genau so aus, wie er es vor wenigen Stunden verlassen hatte.
„Was zum...? Scheiße! Was hast du getan?!“ Entsetzt starrte Mello ihn an und machte ein paar Schritte von ihm weg, während sein Blick kurz wieder auf L fiel, der noch immer gefesselt auf dem Bett lag und momentan mehr tot als lebendig wirkte. Zusammen mit dem hübschen, roten Buchstaben an der Wand musste das doch ein wirklich schönes Bild abgeben. Vor allem weil Mello auch wusste, dass er sich nichts bieten ließ und dann auch mal andere Seiten aufzog.
Leise seufzte Beyond und warf nun ebenfalls einen Blick auf den schwarzhaarigen Meisterdetektiv. Er war noch blasser als sonst und seine Gesichtszüge ein wenig verzerrt, die Augenlider fast komplett geschlossen. Er sah so ruhig und friedlich aus, wenn er schlief. Wenn er einfach seine Klappe hielt und der anklagende Blick versteckt war. L schien einfach nicht begreifen zu wollen, dass er diese ganze Geschichte mit der Mordserie und allem drum und dran extra nur für ihn inszeniert hatte, um ihm einen wirklich komplizierten Fall zu bieten. So lange hatte er für die Vorbereitungen gebraucht und sich gedulden müssen und genau das würde L auch schon bald zu würdigen lernen.
„Ich habe ihm nur etwas Kleines gegeben damit er in Ruhe schlafen kann, während ich weg bin.“
Es war nichts schlimmes oder gar lebensbedrohliches gewesen, nur ein paar kleine K.o.-Tropfen, damit L nichts dummes anstellte. Glücklicherweise hatte er sich vorsorglich etwas von dem Zeug mitgebracht, schließlich wusste man ja nie, wie sich die Dinge entwickelten. Jede Eventualität mit einzukalkulieren war unverzichtbar, wenn man wollte, dass alles reibungslos ablief. Wahrscheinlich würde das Zeug auch noch eine Weile lang wirken, sodass es keinen Grund gäbe, warum er sich jetzt nicht seinem blonden Wildfang widmen sollte.
„Also reichen ich und Light dir nicht mehr?! Du bist echt das Letzte!“ Verachtung schwang in seiner Stimme mit, während der Blonde noch ein paar Schritte von ihm weg in den Raum machte. Respekt und Angst sprachen aus dieser Gestik und bewiesen ihm wieder einmal, dass Mello zwar eine große Klappe hatte, ihm aber ansonsten nicht viel entgegensetzen konnte. Gut für ihn, denn ehrlich gesagt hatte er gerade nicht wirklich viel Lust auf lange Spielchen. Seit Mello sich ihm verwehrt hatte, war er nicht wirklich auf seine Kosten gekommen, was natürlich auch daran lag, dass er mit der Planung der Endphase sehr viel zu tun gehabt hatte.  
„Mello, Süße, ich habe jetzt wirklich keinen Nerv auf irgendwelche Diskussionen über Gott und die Welt. Lass uns jetzt also ein wenig Spaß haben und dann ist alles wieder gut.“
Ein verächtliches Schnauben seitens des Blonden war eine mehr als unbefriedigende Antwort darauf. Also hatte Mello es noch immer nicht verstanden. Was wollte der Kerl dann überhaupt hier? Schließlich hatte er gerade auch noch andere Dinge zu tun, als sich hier mit einer hochnäsigen Diva rumzuschlagen. Also würde sein neues Spielzeug wohl schon etwas früher seinen ersten Einsatz haben.
Seine Hand glitt in die Tasche, legte sich um das kühle Metall und beförderte die matt schimmernde Waffe zu Tage. Er hatte sie erst vor wenigen Tagen besorgt und sich schon auf den ersten Einsatz gefreut, auch wenn er nicht wirklich gedacht hätte, dass es schon bei Mello sein würde. Aber wenn der Kleine nicht mitspielte, dann ging es nicht anders. Die Mündung der Schusswaffe auf den Blonden gerichtet grinste er diesen an und machte dann langsam ein paar Schritte auf ihn zu. Mellos Gesichtszüge waren beim Anblick der Waffe entgleist, seine Bewegungen nahezu eingefroren und der Schock unverkennbar. Hatte er sich doch gedacht, dass dieses kleine Spielzeug Eindruck schinden würde. Die Angst, die von dem Blonden ausging, war für ihn fast greifbar und spornte ihn nur noch weiter an.
Mello war inzwischen mindestens so kreidebleich wie L, wich nun hastig noch ein paar Schritte vor ihm zurück und blieb wie ein wildes Tier in der Falle an die Wand gepresst stehen.
„Hör mal, Mello“, flüsterte er leise, blieb vor ihm stehen und strich ihm sanft durchs Haar, „Ich möchte nicht, dass hier irgendwas eskaliert. Also schlage ich vor, dass wir noch einmal von vorne anfangen. Du wolltest mich sehen, ich dich ebenfalls und aus diesem Grund werden wir jetzt nach nebenan gehen, ein wenig Spaß haben und L seine Ruhe gönnen. Was hältst du davon?“
Wohl nicht viel, aber seine Waffe schien ein gutes Argument zu sein. Hastig nickte Mello und atmete merklich auf, als er die Waffe erst sinken ließ und dann wieder in seiner Hosentasche verstaute. Zufrieden grinste er den Jüngeren an, legte seinen Arm um ihn und zog ihn mit sich, was Mello ohne Widerstand geschehen ließ.
Im Nebenraum angekommen drängte er den Blonden sofort zu dem verschlissenen Sofa. Er konnte den leichten Widerstand des Anderen spüren, aber er überging das einfach und drückte ihn auf die Sitzfläche. Noch bevor Mello irgendein Wort des Protestes loswerden konnte, machte er ihn kurzerhand mit einem stürmischen Kuss mundtot. Mello gehörte ihm, wann und solange er wollte und da konnte ihm niemand dazwischenfunken.
Hals über Kopf erwiderte Mello plötzlich den Kuss, schlang die Arme um seinen Nacken und zog ihn geradezu auf sich. Es erschien ihm wie ein letzter, verzweifelter Versuch, sich aus dieser beschissenen Situation zu flüchten. Es war genau das, was er von Mello wollte. Kompletter Gehorsam, egal auf welche Weise. Dabei konnte er deutlich spüren, wie sich der Körper seines Süßen gegen ihn sträubte und er sich regelrecht zwingen musste, sich ihm jetzt hinzugeben.
„Na siehst du, geht doch“, kicherte er leise und tätschelte seine Wange.
„Sei still“, knurrte Mello und stand wieder auf, ohne ihn dabei jedoch loszulassen. Dafür drängte er den Schwarzhaarigen auf das Sofa und ging vor ihm auf die Knie. Es war interessant zu beobachten, wie Mello jetzt die Führung übernahm und seine Rolle wieder spielte. Er hatte wahrscheinlich begriffen, dass er nur so mit Rücksicht seinerseits rechnen konnte. Mello war schließlich auch nicht dumm, sondern einfach nur stur und dickköpfig.
Fahrig fuhren die Finger zum Bund seiner Hose und öffneten sie. Beyond ließ ihn einfach machen und beobachtete, wie sich Mello immer weiter selbst antreiben musste. Er hatte das schon so oft getan, da musste er nun wirklich nicht einen auf keusche Jungfrau tun.
Mit leicht stockenden Bewegungen befreite Mello sein schon leicht erigiertes Glied und begann es mit wenig Druck zu massieren. Er schaute ihn dabei nicht an, machte stur seinen Job und er musste ehrlich zugeben, der Kleine gab sich Mühe. Mal abgesehen von seinen hitzigen Überreaktionen schien er heute wirklich alles daranzusetzen, dass sich die Maßnahme von Samstag nicht wiederholte. Schien also doch einen mehr als bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
„Jetzt nimm ihn schon endlich in den Mund!“, befahl er zischend und vergrub die Hand in den blonden Strähnen, um so den nötigen Nachdruck zu verleihen. Kurz konnte er die blauen Augen aufflackern sehen, so wie sie es immer taten, wenn Mello mal wieder nicht mit etwas einverstanden war und sich der Trotz durchsetzte. Allerdings blieb es dieses Mal dabei und nur wenig später schlossen sich die weichen Lippen um seine Spitze. Es war ein berauschendes Gefühl, denn Mello hatte wirklich großes Talent für Blowjobs und das konnte er mit gutem Gewissen sagen, schließlich hatte er trotz seines jungen Alters schon mehr Sexpartner gehabt als andere in ihrem ganzen Leben.
Genussvoll legte er den Kopf in den Nacken und genoss die warme Zunge, die mit gekonnten Bewegungen seine Eichel liebkoste und reizend über seine gesamte Länge fuhr. Es war schon wieder viel zu lange her, dass Mello ihm einen geblasen hatte. Wie ihm das gefehlt hatte...
Plötzlich unterbrach Mello sein Tun und krabbelte auf seinen Schoss, wo er sich rittlings niederließ und einen erneuten Kuss entfachte. Egal wie man es auch sah, Mello war eine verdammte kleine Hure geworden. Seine Hure.
Begierig strichen die Hände des Blonden über seine Brust, neckten hin und wieder seine Mitte, während er sich ganz dem Kuss hingab und wie Eis in seinen Händen schmolz. Es war nur gespielt, keine echte Leidenschaft wie all die Male zuvor, und doch fühlte es sich fast genauso an. Mello war wirklich ein Meister seines Faches, ob er das nun wollte oder nicht.
Viel zu spät spürte er die Hand an seiner Hosentasche und nur einen Sekundenbruchteil später hatte Mello auch schon die Waffe herausgezogen und sprang hastig von ihm weg, den Lauf auf ihn gerichtet und den Finger am Abzug. Purer Hass und Verachtung sprach aus seinem Blick und war für ihn schon fast zum Greifen nah. Eigentlich hätte er ja damit rechnen müssen, dass sein kleiner Wildfang sich nicht einfach so geschlagen geben würde, aber diese Aktion war dann doch etwas überraschend gewesen.
„Wag es nicht dich auch nur einen Zentimeter zu bewegen, sonst drück ich ab!“, drohte Mello ihm, machte noch einen Schritt zurück und taxierte ihn weiterhin mit der Waffe an. Er zögerte, obwohl ihm der Hass mehr als nur deutlich ins Gesicht geschrieben stand. Mello hatte wohl noch nie getötet und selbst jetzt, wo er die Chance dazu hatte ihn für immer aus seinem Leben auszulöschen, zögerte er. Bereitete ihm das solch ein schlechtes Gewissen? Dabei würde ihn sicherlich niemand vermissen, schließlich gab es keinen mehr, dem er etwas bedeuten konnte?
„Hör mal, Mello. Du wirst mich nicht abknallen, dazu hast du gar nicht den Mut. Also hör auf mit diesen albernen Spielchen und gib sie mir zurück.“ Während dieser Worte stand er langsam auf und hielt fordernd die Hand hin.
„Ich sagte, nicht bewegen!“, schrie der Blonde und fuchtelte kurz mit der Waffe in der Luft, was wohl irgendwie bedrohlich auf ihn wirken sollte.
„Und ich sagte, dass du mir mein kleines Schätzchen zurückgeben sollst. Jetzt sofort!“ Ungeduldig verengte er die Augen und verzog den Mund zu einem schmalen Strich.
„Nein!“, fauchte Mello und betätigte tatsächlich den Abzug. Ein Schuss löste sich aus der Waffe und nur einen Sekundenbruchteil später traf die Kugel ihr Ziel, bohrte sich in seine Brust und ließ ihn rücklings zurück auf das Sofa fallen, wo er bewegungslos liegen blieb. Die rote Flüssigkeit begann langsam das weiße Shirt des Schwarzhaarigen zu verfärben, während er einfach nur da lag und sein Leben aushauchte.

________________________

*hust*
Ja, also erst einmal Hallo, meine Lieben.

Nun, was soll ich sagen? Beyond hat es doch geradezu herausgefordert, oder nicht?

Aber das Ende ist hier definitiv noch nicht erreicht, wir haben noch etwas mehr als 10 Kapitel vor uns.

Und aus diesem Grund sehen wir uns auch hoffentlich am Dienstag wieder alle hier x)

Ganz liebe Grüße,
eure Blue
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