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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
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04.01.2014 2.167
 
Matt war gerade aus der Tür raus, als Mello auch schon die Decke wegtrat und langsam aufstand. Schmerzen hatte er glücklicherweise im Moment bis auf diese dumpfen Kopfschmerzen keine mehr, aber wer wusste schon wie lange dieser Zustand anhalten würde? Oberste Priorität hatte es auf jeden Fall erst einmal hier weg zu kommen und damit möglichst viel Abstand zwischen Beyond und ihn zu bringen. Da war es ihm gerade nur recht gekommen, dass Matt ihm dieses Geständnis gemacht hatte und er seine Wut auf Beyond so nutzen konnte, um die Beiden aufeinander zu hetzen. Es tat ihm für Matt wirklich leid und er konnte nur hoffen, dass er irgendwie die Oberhand gewann und Beyond vielleicht sogar ernsthaften Schaden zufügen konnte und nicht gnadenlos unterging, aber er hatte einfach keinen anderen Weg gesehen hier raus zu kommen und schon alleine der Gedanke daran, dass Matt Beyond in seiner Wut ausschalten könnte, hatte ihn zu dieser Handlung bewegt. Er hatte sich damit geoutet und seine Beziehung mit Beyond offengelegt, aber das musste es wert sein.
Leise schlich er sich aus der Wohnung, versuchte lediglich unbemerkt zu entkommen und interessierte sich nicht weiter für seine Umgebung. Es war schon ein ziemlich seltsames Gefühl, jetzt von Matt eine Liebeserklärung bekommen zu haben. Plötzlich ergab so ziemlich alles Sinn, was vorher nichts weiter als wirres Zeug gewesen war.
Nein, er durfte jetzt nicht darüber nachdenken, im Moment zählten deutlich andere Dinge. Zuerst einmal brauchte er ein Ort, wo er sich ausruhen konnte und wo Beyond ihn nicht finden würde, wenn er mit Matt fertig war. Es würde wohl nicht leicht werden einen solchen Ort auf die Schnelle zu finden, deshalb war es wohl das beste, wenn er sich Geld aus seiner Wohnung mitnahm und erst einmal in die Stadt absetzte, zumindest solange bis er fit genug war um Beyond wieder gegenüber zu treten.
Endlich erreichte er das Taira und betrat die sicheren vier Wände. Bisher war Beyond noch nie hier gewesen, es war immer der sicherste Ort für ihn gewesen, aber das würde sich in Zukunft wohl auch ändern. Darum musste er hier weg. Er wollte gerade die Treppe in Angriff nehmen, als oben eine Tür geöffnet wurde und er bewegungslos verharrte und lauschte. Er konnte zwar nur einzelne, zusammenhanglose Wortfetzen verstehen, aber die eine Stimme gehörte eindeutig zu Misa. Er würde ihre Stimme unter tausenden wiedererkennen, so nervig wie sie war. Er wollte Misa nicht begegnen, nicht in diesem Zustand, aus diesem Grund blieb er erst einmal an der Treppe stehen und wartete. Nach etwa zwei Minuten wurde die Tür endlich geschlossen und jemand kam die Treppe herunter. Light Yagami, ihr Schulsprecher?!
Am liebsten würde er sich jetzt irgendwo verstecken, bevor der Brünette ihn entdeckte, aber viele Möglichkeiten gab es hier nicht. Andernfalls... er mochte Light nicht, der Kerl war einfach nur ein langweiliger Streber und spielte sich auf wie der klügste Mensch auf Erden, aber vielleicht war es genau das, was er jetzt brauchte?
Light hatte ihn inzwischen entdeckt, blieb stehen und starrte ihn einfach nur irritiert an. Mello versuchte sich gelassen zu geben, lehnte sich an die Wand und grinste den Schulsprecher an. „Na, schönes Treffen mit der blonden Zicke gehabt?“, fragte er und versuchte sich dabei nichts von seinem Vorhaben anmerken zu lassen. Wäre ja auch auffällig, wenn er plötzlich zu nett zu Light wäre.
„Ähm... nein“, antwortete Light, schien etwas überrumpelt zu sein und warf ihm einen seltsamen, kritisch musternden Blick zu, „eigentlich... wollte ich zu dir.“ Mister Oberschlau wollte also zu ihm? Das kam jetzt überraschend, aber nicht ganz unpassend.
„So? Dann hast du mich ja jetzt gefunden, herzlichen Glückwunsch!“, meinte er und lächelte spöttisch. „Was kann ich denn für dich tun?“
„Können wir ein Stück gehen?“ Light wirkte irgendwie unsicher, nicht so selbstsicher wie sonst in seiner Rolle als Schulratsvorsitzender. Es war ein wenig befremdlich, aber er machte sich nicht groß weiter Gedanken darum.
„Können wir machen, aber lieber nicht zu weit. Mir geht es im Moment nicht so gut.“ Bestimmt hatten Matt oder Aimi ihm schon so etwas angedeutet, zumindest deutete er diesen Blick so. Außerdem machten sich langsam doch wieder die Schmerzen bemerkbar und er bezweifelte, dass er noch eine wirklich weite Strecke laufen konnte.
„In Ordnung“, willigte Light ein und erwachte endlich aus seiner Starre. Zusammen verließen sie den Hausflur und liefen nebeneinander über den Kiesweg. Seit sie das Wohnhaus verlassen hatten, erschien ihm Light deutlich angespannter und immer wieder ließ er seinen Blick über das dunkle, nur durch einige Laternen beleuchtete Schulgelände gleiten. Suchte er etwa jemanden? Wäre er nicht gerade in dieser Lage, dann würde er das Verhalten des Brünetten äußerst amüsant finden.
„Dann schieß mal los“, verlangte Mello und fröstelte leicht, als ein kühler Wind aufkam. Tagsüber war es inzwischen zwar schon recht warm, aber sobald es dunkel wurde kam die Kälte wieder zurück und er hatte nicht wirklich warme Sachen an. „Ich würde gerne wieder ins Warme zurück.“
„Wir können auch kurz zu mir gehen, wenn es dir recht ist?“, schlug Light vor und Mello willigte ein. Es war wirklich wunderbar einfach gewesen, den Brünetten dazu zu bringen ihn mit in seine Wohnung zu nehmen. Hier war er wahrscheinlich am sichersten vor Beyond und auch wenn er Light eigentlich nicht sonderlich mochte, so war das wirklich die beste Tarnung und er würde sich mit der Situation schon irgendwie engagieren. Zudem war Light mit Matt befreundet, er saß also direkt an der Quelle der Informationen über den Rothaarigen. Er würde nämlich wirklich gerne wissen, was aus ihm geworden war.
Inzwischen hatten sie das Zimmer des Schulratsvorsitzenden erreicht. Light saß auf seinem Schreibtischstuhl, hatte ihm einen Sitzplatz auf dem kleinen Sofa angeboten und rückte noch immer nicht mit der Sprach raus. So etwas konnte er gar nicht leiden... „Was gibt es denn jetzt? Ich habe auch nicht ewig Zeit“, moserte er.
„Ich wollte wissen, was für eine Beziehung du zu Beyond hast?“, rückte Light endlich raus. „Also ob ihr befreundet seit oder ob...“ Mitten im Satz brach er plötzlich ab, sein Blick schien an ihm vorbei gegen die Wand zu schauen und Light wirkte so verflucht unsicher und nervös, dass es ihn schon fast krank machte. Noch nie hatte er den Kerl so erlebt, es passte einfach nicht zu seinem sonstigen Auftreten und das er ihn jetzt auf Beyond ansprach, machte es da nicht unbedingt besser.
„Bevor ich dir diese Frage beantworte, möchte ich wissen wie du zu ihm stehst? Weißt du, es ist mir nicht entgangen, dass zumindest er Interesse an dir hat.“ Diese Frage stellte er sich schon, seit er die Beiden zum ersten Mal zusammen gesehen hatte. Zwar hatte es jedes Mal eher so ausgesehen, als würde das Interesse nur einseitig sein, aber Light wäre schließlich auch nicht so blöd und würde in aller Öffentlichkeit sein schwules Leben ausleben. Auch er hatte das nicht getan und das hatte triftige Gründe. Man würde an der Schule keine Akzeptanz mehr erfahren und zum Außenseiter werden, die Cliquen würden auf einem rumhacken und alles in allem wäre es ein reichlich beschissenes Leben. So Kerle wie Beyond, die konnten sich das vielleicht noch leisten. Die meisten Schüler hatten sowieso Angst vor ihm und gegen viele andere hatte er irgendwas in der Hand, womit er ihnen seinen Willen aufzwingen konnte. Genauso wie er diese drei Kerle ,engagiert' hatte um ihn zu verprügeln.
Light schwieg jetzt bestimmt schon eine Minute lang und er glaubte schon gar keine Antwort mehr zu bekommen, als sich plötzlich die ganze Haltung des Brünetten straffte und ihn der entschlossene Blick aus den braunen Augen direkt traf. Es war eine überraschende Wandlung und machte ihn tatsächlich für einen Moment stutzig.  „Ich kann Beyond und seine ganze Art nicht leiden. Er schüchtert andere Menschen ein, droht ihnen Gewalt an und will so die Kontrolle über sie erlangen. So etwas ist menschenunwürdig und abstoßend.“
So wie das jetzt klang, hatte Light also schon, wohl aber eher unfreiwillig, Bekanntschaft mit den Seiten von Beyond gemacht, die er inzwischen nur allzu gut kannte. Ein Grinsen legte sich auf sein Gesicht, während er den Kopf auf die Rückenlehne des Sofas legte und mit geschlossenen Augen die Decke anstarrte. „Das mag wohl stimmen, aber solange er mit dieser Masche Erfolg hat, wird er wohl auch nicht damit aufhören. Du hast dich ihm doch auch unterworfen, hab ich nicht Recht?“ Er brauchte seine Augen nicht zu öffnen, um zu wissen das Light jetzt leichenblass wurde. Es stimmte also. Lights Schweigen brachen die letzten Zweifel. Dieses manipulative Schwein setzte also wirklich noch immer dieselben Methoden ein und hatte damit Erfolg.
„Lass mich dir einen gut gemeinten Rat geben“, ergriff Mello wieder das Wort, setzte sich aufrecht hin und suchte den Blickkontakt zu Light, „Lehne dich nicht gegen Beyond auf und sei vorsichtig mit allem, was du tust. Zumindest wenn dir dein Leben noch etwas wert ist und du nicht auf Schmerzen stehst. Ich bin damit viele Monate gut gefahren, aber im Moment kriselt es leider etwas und da hetzt er lieber seine Schläger auf mich – zumindest wenn er einen guten Tag hat.“ Er sagte das alles mit einem leichten Grinsen im Gesicht, obwohl ihm eigentlich überhaupt nicht danach war. Aber er hatte sich so weit unter Kontrolle, um sich vor Light keine Blöße zu geben. Er war nicht schwach und wollte erst recht nicht so wirken.
Die Vergewaltigung hatte ihm noch einmal mehr als klar vor Augen geführt, dass das Verhältnis zwischen Beyond und ihm von Anfang an nicht ausgewogen war. Beyond hatte sich immer alles höhergestellt betrachtet, hatte ihn mit jeglicher Art der Demütigung in seine Schranken gewiesen und er war so dumm gewesen tatsächlich zu glauben, dass das alles zum Spiel gehörte. Er musste wirklich extrem verblendet gewesen sein. Beyond sah in ihm doch nicht mehr als seine persönliche Schlampe, die sofort sprang wenn er es mal gerade wieder nötig hatte. So nicht! Nicht mehr mit ihm! Es konnte ja wohl nicht sein, dass Beyond ihm so etwas antat nur weil Matt sich nicht unter Kontrolle hatte und selbst baggerte er Light an und wer weiß was da noch gelaufen war.
Light hatte die ganze Zeit nichts mehr gesagt, starrte nur mit einem undefinierbaren Blick durch ihn hindurch und schien von seiner Umwelt nichts mehr wirklich mitzubekommen. „Ich habe dir jetzt deine Fragen beantwortet“, nahm Mello das Gespräch wieder auf, „und ich hoffe doch, dass es dir nichts ausmacht, wenn ich mich für ein, zwei Tage bei dir einniste? Und es wäre besser, wenn du keinem etwas davon sagst. Weder das ich hier bin, noch das ich dir das alles erzählt habe. Sonst bin nachher nicht nur ich einen Kopf kürzer, sondern auch du. Beyond kennt da echt keinen Spaß.“
Erpressung? Mensch, er war wirklich schon auf Beyonds Niveau gesunken... Aber Light kam ihm jetzt auch nicht so vor als hätte er überhaupt etwas von dem was er gesagt hatte verstanden. Er konnte förmlich das Rattern hören, während sich alle anderen Sinne auszuschalten schienen. Mal ehrlich, schlimmere Erfahrungen als er konnte dieses perfekte Wunderkind doch nicht gemacht haben? Sein Körper war grün und blau, sein Unterleib schmerzte noch immer bei jeder falschen Bewegung und seitdem er aus diesem Tiefschlaf aufgewacht war, fühlte sich sein Kopf an als sei ein Transporter darübergefahren. Dagegen sah Light aus wie ein Fotomodell.
Ob es Matt wohl gut ging? Oder ob Beyond ihn schon umgebracht hatte? Der Schwarzhaarige war viel zu schwer einzuschätzen. In der einen Sekunde konnte er noch der beste Kumpel auf Erden sein und in der nächsten Sekunde war er der Teufel höchstpersönlich. Selten konnte man dabei erahnen, welche Seite nun die echte war, so hervorragend spielte Beyond beide Rollen.
Gut, spätestens morgen würde er bestimmt wissen, wie die Konfrontation geendet hatte. Er drückte Matt wirklich die Daumen und das nicht nur, weil er Beyond eine ordentliche Abreibung wünschte. Das es an dieser Schule wirklich einen Kerl gab, der sich so in ihn verliebt hatte, dass er sich mit Beyond anlegte. Noch immer konnte er das nicht recht begreifen. Matt kannte ihn doch eigentlich gar nicht und trotzdem hatte plötzlich so viel Hass in seinem Blick gelegen, dass man meinen könnte sie wären schon seit Ewigkeiten zusammen und plötzlich hatte Beyond ihn Matt ausgespannt. Nein, der Blick war sogar noch viel schlimmer gewesen. Matt schien Beyond wirklich vom Grunde seines Herzens zu hassen und vielleicht war dieser Hass tatsächlich stark genug, damit er gegen den Schwarzhaarigen bestehen konnte. Hoffentlich... er würde Matt nämlich gerne etwas näher kennenlernen und vor allem würde er gerne erfahren, warum, wann und wie er sich ausgerechnet in ihn verlieben konnte. Genau das interessierte ihn!

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Hallo und hier sind wir schon wieder :)
Diesmal habe ich es nicht vergessen! Ha, ich bin lernfähig xDD

Was wohl bei Matt und Beyond gerade los ist, während sich Mello netterweise verdrückt hat? Nun ja, das und vieles mehr Erfahren wir Dienstag (und dieses Mal wirklich Dienstag, ansonsten dürft ihr mir eine bitterböse Mail schreiben!) :DD
Dann noch Danke an meine Reviewer, die trotz der kurzen Zeit eines hinterlassen haben. Danke <3

Eure Blue :DD
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