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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 2.202
 
Wie hatte er nur glauben können, ein einziges Mal ohne irgendeine Störung lernen zu können? Er hatte sich gerade in die Sengoku-Zeit vertieft und hatte das Thema noch einmal für die Prüfungen wiederholen wollen, als auch schon die Tür der Schülerbibliothek aufgerissen wurde und Beyond hereingeplatzt kam. Mit einem breiten Grinsen hatte er sich an den Tisch gesetzt und starrte ihn, ohne auch nur ein Wort zu sagen, an. Light fühlte sich sofort unwohl. Was zum Teufel wollte der Schwarzhaarige jetzt schon wieder? Egal was es war, er wollte es eigentlich gar nicht wissen. Mit ein paar Handgriffen packte er seine Sachen und wollte aufstehen und weggehen, allerdings hielt Beyond ihn in diesem Moment am Arm fest. Noch immer sagte er nichts.
„Lass mich los“, verlangte Light mit möglichst fester Stimme und versuchte seinen Arm wegzuziehen, allerdings verstärkte Beyond daraufhin seinen Griff nur noch mehr.
„Weißt du was, Light?“, begann Beyond nun endlich zu sprechen, während er ihn scheinbar nachdenklich musterte. „Ich habe nach dem Tag heute absolut keine Lust mehr auf irgendwelche Faxen. Also entweder wirst du dich mal endlich etwas kooperativer zeigen oder aber du zwingst mich dazu böse zu werden.“ Während dieser Worte stand er langsam auf und packte Light mit der freien Hand in die Haare. „Und du kannst ruhig Mello fragen, ich meine es todernst. Er dachte auch, dass er sich über meine Regeln hinwegsetzen könnte.“
Mello und... Beyond?! Hatte er das gerade wirklich richtig verstanden? Geschockt starrte er den Schwarzhaarigen an, dessen Gesicht bestimmt nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt war und für den Moment vergaß er wirklich sich gegen den unangenehmen Griff zu wehren. Alleine der Blick aus den tiefroten Augen ließ ihn in Schockstarre verharren.
„Ups, hätte ich das jetzt etwa nicht sagen sollen?“, fragte Beyond und ein hinterlistiges Grinsen erschien in seinem Gesicht. „Okay, jetzt ist es eh raus. Also, sei etwas lieb zu mir oder ich muss die Jungs noch einmal her bestellen. Wäre doch echt schade, wenn du die Prüfungen danach nicht mehr schreiben könntest?“
Light wurde eiskalt und es schien ihm so, als würde sich ein Seil um seinen Hals legen und immer weiter zuziehen, sodass er nicht mehr richtig Luft bekam. Er hatte doch von Anfang an geahnt, dass man Beyond nicht trauen durfte und er wirklich zu allem fähig war. Er musste hier unbedingt und ganz schnell weg! Hektisch ließ er seinen Blick durch die Bibliothek wandern, aber hier schien außer sie beide niemand mehr zu sein. Logisch, es war Montagabend und die meisten Schüler hielten sich um diese Uhrzeit nicht mehr in der Schule auf, sondern lernten, wenn überhaupt, in ihren Wohnungen. Er war ja auch nur hierher gekommen, weil er so wenigstens nicht gestört wurde. Zumindest bis gerade eben war das auch der Fall gewesen.
„Hier ist niemand“, nahm Beyond ihm auch noch seine letzte Hoffnung, „also können wir es gleich hier tun oder wir gehen in die Stadt, da hab ich eine hübsche, kleine Wohnung. Wie es dir lieber ist, Schätzchen.“
„Gar nichts davon, ich will jetzt nur nach Hause, also lass mich los!“
„Fein, dann bleiben wir einfach hier.“
„Hörst du mir nicht zu?!“, warf Light dem Schwarzhaarigen an den Kopf und versuchte die Finger aus seinen Strähnen zu lösen.
„Doch, schon, aber es interessiert mich nicht.“ Mit diesen Worten ließ Beyond endlich seine Haare los und legte den Arm stattdessen um seine Hüfte, um ihn noch ein Stück näher zu sich zu ziehen. Schlagartig wurde Light rot, als das Knie des Anderen gegen seinen Schritt drückte. Wieso zum Teufel wollte Beyond nicht verstehen, dass er nicht auf Kerle stand? Er fand es noch immer widerlich, auch wenn er sich mit Matts Liebe zu Mello abgefunden hatte und solange er nicht dabei war wenn sie knutschten oder so, war es ihm auch reichlich egal. Aber ein Teil dieser Welt wollte er trotz allem nicht werden.
„Weißt du, Light, es ist eigentlich ganz einfach: Du bist etwas nett zu mir und dir wird nichts passieren“, erklärte ihm Beyond noch einmal und drückte ihn gegen den Tisch hinter sich. „Ich weiß ja, dass du noch keine Erfahrung hast und dein süßer Hintern noch jungfräulich ist. Richte dich also nach mir und dann werde ich etwas Rücksicht nehmen.“
Weg! Er musste hier unbedingt weg, bevor ihm die Situation komplett entglitt. Er holte ein paar Mal tief Luft, sammelte die Kraft in seiner Faust und schlug zu. Es war nicht seine Art einen anderen Menschen anzugreifen und zu verletzen, aber hier ging es um seine körperliche Unversehrtheit, es war also Notwehr. Tatsächlich lockerte sich der Griff des Schwarzhaarigen und er verzog das Gesicht etwas. Ohne viel Zeit verstreichen zu lassen platzierte Light einen weiteren Schlag in seine Magengrube. Noch ein Tritt gegen sein Schienbein und endlich entkam er Beyonds Griff.
Hastig lief er los Richtung Ausgang und hatte die Tür schon fast erreicht, als plötzlich etwas an ihm vorbeiflog und mit einem Knall gegen die Wand schlug. Erschrocken blieb Light stehen und starrte das dicke Schulbuch an.
„Mach jetzt nichts dummes, Light! Du kannst mir so oder so nicht entkommen, durch dein Handeln machst du alles nur noch schlimmer für dich.“
Beyond hatte ein weiteres Buch in der Hand, schien nur auf eine falsche Bewegung seinerseits zu warten, um dieses ebenfalls werfen zu können. Langsam kam er Schritt für Schritt auf ihn zu. Zwei Meter, mehr trennten ihn nicht vor dem rettenden Ausgang und doch schien er meilenweit entfernt. Verdammt, wieso zum Teufel war auch niemand mehr hier?!
Erst vor ihm blieb Beyond stehen, packte seine Handgelenke und presste sie an die Tür. Mit einem dumpfen Knall landete das Buch am Boden, aber keiner schenkte ihm noch große Beachtung. „Das war dumm“, flüsterte er ihm gegen die Lippen, drängte ihn jetzt mit seinem ganzen Körper gegen die geschlossene Tür, „aber ich werde noch einmal Nachsicht mit dir haben, schließlich ist es dein erstes Mal. Allerdings musst du dich jetzt wirklich am Riemen reißen, ich sehe vielleicht nicht so aus, aber meine Geduld hat ihre Grenzen erreicht.“
Ein Zittern erfasste seinen Körper und am liebsten würde er schreiend und heulend wegrennen, aber er versuchte sich genau dieses innere Gefühlschaos nicht anmerken zu lassen. Es viel ihm schwer, aber er schaffte es so einigermaßen. „Ich will gar nicht wissen, was in deiner Erziehung schiefgelaufen ist“, versuchte Light seine Unsicherheit und seine Angst einfach mit einem anderen Thema zu überspielen.
„Alles, Light, wirklich restlos alles. Aber du musst dir keine Gedanken machen, es ist ja trotzdem etwas aus mir geworden. Aber wir sollten jetzt wirklich nicht mehr über so belangloses Zeug reden und lieber mal zur Sache kommen, meinst du nicht auch?“ Mit diesen Worten überbrückte er die letzten Zentimeter zwischen ihnen und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.
Light war für den Moment viel zu geschockt um überhaupt an eine Gegenwehr zu denken. Es fühlte sich an als würde ihm jetzt endgültig die Luftzufuhr abgeschnürt werden, als ob Beyond ihm all die Luft zum Atmen nahm. Sofort wurde der Kuss drängender, fordernder und dann biss Beyond ihm leicht in die Unterlippe. Erschrocken zuckte Light zusammen und erwachte endlich aus seiner Starre.
Sofort stemmte er sich mit seinem ganzen Körper gegen den Älteren und schüttelte die aufdringlichen Lippen ab. Er konnte den Ekel in sich aufsteigen spüren und am liebsten würde er sich sofort den Mund ausspülen. Es fühlte sich so widerlich, so abartig schmutzig an. Er hasste Beyond, er hasste ihn so sehr. Jetzt noch mehr als jemals zuvor. Das hier war so demütigend und genau das schien Beyond auch zu wissen und es dennoch mit voller Absicht zu tun.
„Du hast so einen wunderschönen Blick“, hauchte Beyond leise, mit einem Grinsen im Gesicht, „genauso hat Mello mich am Samstag auch angesehen. Das macht mich richtig an, weißt du?“
Er sollte abhauen! Abhauen und ihn einfach in Frieden lassen. „Warum... warum lässt du mich nicht einfach in Ruhe?“, fragte er und seine Stimme klang schon gar nicht mehr so fest wie zuvor. Seine Lippen kribbelten unangenehm und schienen ihm überhaupt nicht mehr richtig gehorchen zu wollen.
„Weil ich keine Lust darauf habe, Kleiner. Du gehörst mir, wenn ich das so will.“ Während dieser Worte wanderte eine von Beyonds Händen zum Saum seines Hemdes und suchten sich ihren Weg darunter. Noch in dem Moment ,wo Light seine Hand vorschnellen ließ, reagierte Beyond auch schon und presste seine freie Hand an seinen Hals, drückte ihm so dieses Mal wirklich die Luft ab. „Ich sagte, dass ich keine Lust mehr auf irgendwelche Faxen habe und sonst andere Seiten aufziehen werde!“ Sein Ton war scharf geworden, bohrte sich genauso wie die blutgetränkten Augen in seinen Kopf und biss sich dort fest. Röchelnd schnappte er nach Luft und wand sich ein wenig halbherzig in dem festen Griff.
Beyond würde ihn noch umbringen, wenn er sich weiter wehrte. Er war dieser Übermacht einfach nicht gewachsen. Verdammt, wieso konnte er es mit dem Älteren nicht aufnehmen? Wieso war er ihm so unterlegen? Verzweifelt biss er die Zähne aufeinander und schloss die Augen. Wenn er jetzt wirklich nachgeben sollte, dann würde Beyond ihn niemals mehr in Ruhe lassen und würde er es nicht tun, dann wäre er in wenigen Augenblicken wahrscheinlich tot. Er zweifelte nicht im Geringsten daran, dass Beyond dazu fähig war zu morden. In dieser Zwickmühle gefangen ließ er den Arm endgültig sinken und legte jeden Widerstand ab. „Dann mach“, würgte er hervor und wusste schon jetzt, dass er diese Entscheidung für den Rest seines Lebens bereuen würde.
„Hast du endlich eingesehen, dass es das Beste für dich ist?“, meinte Beyond mit einem jetzt schon fast wieder sanften Tonfall und ließ seinen Hals los, legte die Hand stattdessen an seine Wange und brachte ihn dazu ihn anzusehen. Erneut wurden seine Lippen von den gierigen des Schwarzhaarigen versiegelt und zeitgleich schob sich die Hand am Saum seines Hemdes weiter nach oben, strich über seinen Bauch und seine Brust. Er widerstand nur knapp dem Drang eines erneuten Befreiungsversuch und versuchte seinen Verstand, seine Gedanken, irgendwie abzuschalten und es einfach nur stur über sich ergehen zu lassen. Er fühlte sich so abartig und schmutzig, wie eine billige Hure.
Langsam löste Beyond den Kuss, strich mit den Lippen über seinen Hals, platzierte ein paar kleine Küsse auf der Haut oder biss leicht hinein. „Hör mir jetzt gut zu, Light“, hauchte er leise, „solltest du jemals auf die blöde Idee kommen und irgendjemanden hiervon erzählen, dann werde ich dir das Leben zur Hölle machen. Du kannst ruhig Mello fragen, wenn du mir nicht glaubst. Ich mache keine Scherze. Hast du das verstanden?“
„Ja“, brachte er gepresst hervor.
Diese Antwort schien Beyond zu reichen, denn er ließ endlich von ihm ab und machte einen Schritt zurück. Noch immer musterte er ihn aus hungrigen Augen und leckte sich über die Lippen. „Na los, zieh Leine, bevor ich es mir noch einmal anders überlege und dich jetzt sofort flachlege.“
Die Drohung wirkte. Ein Ruck ging durch seinen Körper und schon war er durch die Tür und lief den leeren Flur herunter. Sein Herz schlug wie verrückt, während er im Eiltempo zum Minamoto lief. Er hatte keine Ahnung, wieso Beyond seine Meinung so plötzlich geändert hatte und es war ihm im Grunde auch egal, er war nur froh das er heile da weggekommen war. Auch wenn ihm bewusst war, dass dies erst der Anfang war. Das nächste Mal hätte er vielleicht nicht so viel Glück.
Fürs Erste musste er sich allerdings erst einmal von diesem schmutzigen Gefühl befreien, das Beyond auf seiner Haut hinterlassen hatte. Und dann... verdammt, er wusste es nicht. Er, Light Yagami, war gerade wirklich ratlos. Beyond bedrohte ihn und selbst wenn er zur Polizei gehen sollte, der Schwarzhaarige würde einen Weg finden um ihn zum Schweigen zu bringen. Und was spielte Mello da für eine Rolle? War er genauso wie er von Beyond bedrängt und erpresst worden? Ehrlich gesagt konnte er sich das bei dem Charakter des Blonden überhaupt nicht vorstellen und auch seine Beobachtungen von den Beiden sprach irgendwie dagegen.
Mist, er wusste es einfach nicht. Seine Gedanken waren noch so wirr und schienen sich andauernd im Kreis zu drehen, so etwas hatte er echt noch nie gehabt. Aber wen verwunderte das, nachdem was er gerade erlebt hatte? Er musste sich auf jeden Fall etwas überlegen, damit so etwas nie wieder passierte. Nie wieder durfte ihm eine Situation derart entgleiten, es nagte einfach zu sehr an seinem Stolz. Dafür würde er sich an Beyond rächen, so viel stand fest. Ungeschoren würde der auf jeden Fall nicht davonkommen!


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Hallo *wink*
Ich hoffe eure Woche lief etwas besser als meine.
Das ganze Desaster hatte ja schon am Dienstag mit dem Besuch beim Nottierarzt um halb zwölf nachts angefangen und nach einer sehr riskanten Operation am Mittwoch hat meine Starlight den Kampf leider gestern verloren ):

Soviel von mir, jetzt zu der Geschichte.
Dieses Kapitel war sehr... Beyond und Light lastig und definitiv wichtig für den weiteren Verlauf, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Tja, und was bei Matt und Mello gerade abgeht (oder auch nicht) werden wir dann am Dienstag erfahren.
Also dann hoffe ich wir sehen und dann in alter Frische und natürlich danke ich meinen Reviewern <3
Danke und bis dann!
Eure Blue
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