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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 1.884
 
Eilig lief Matt den Kiesweg entlang und erklomm dann das Treppenhaus. Erst hier wurde er wieder etwas langsamer, zog seinen Schlüssel aus der Tasche und schloss schließlich die Wohnungstür auf. Er hatte diesen fragenden, neugierigen und fast schon bohrenden Blick von Light einfach nicht mehr ertragen können. Während der ganzen Sitzung hatte er ihn immer wieder so angesehen und er hatte es schon fast bereut überhaupt sein Zimmer verlassen zu haben. Aber ihm war die Decke regelrecht auf den Kopf gefallen. Er hatte noch nicht einmal Lust zum Zocken gehabt und das war bisher wirklich noch nie vorgekommen. Die ganze Zeit schon zerbrach er sich den Kopf über die Andeutung, die Mello gestern gemacht hatte. Mello hatte wirklich nicht gut ausgesehen, sondern richtig krank. Aber wieso sollte er Schuld daran haben? Er konnte ihn doch unmöglich mit irgendwas angesteckt haben, schließlich fühlte er sich körperlich ziemlich gesund?
Wie immer drückte er die Klinke seiner Tür herunter um sie zu öffnen, allerdings bewegte sich diese nicht. Verdutzt probierte er es noch einmal, aber die Tür blieb verschlossen. Beyond! Niemand anderes würde auf diese hirnrissige Idee kommen ihn einfach aus seinem eigenen Zimmer auszusperren, insbesondere da neben diesem nur L die Möglichkeit dazu hätte und warum sollte er das tun?
Wütend ging er zum Zimmer des Rotäugigen, allerdings fand er dort nichts weiter als ein zerwühltes Bett vor. Hatte sich der Kerl jetzt etwa aus dem Staub gemacht und das womöglich noch mit seinem Schlüssel?! Er bekam hier wirklich noch einmal zu viel!
„Falls du Beyond suchst, der ist schon vor einer ganzen Weile gegangen“, meinte L, der wohl gerade auf dem Weg in die Küche war und blieb nun neben ihm stehen. „Er hat deinen Schlüssel nicht, es wurde von innen abgeschlossen.“
Von innen? Aber dann musste sich diese Person doch noch immer in seinem Zimmer aufhalten und wer zum Teufel sollte das sein? Woher L das mit dem Schlüssel jetzt schon wieder wusste, hinterfragte er gar nicht erst. „Was willst du damit sagen?“, erkundigte er sich skeptisch.
„Gar nichts, ich muss jetzt arbeiten. Wenn du Light siehst, sag ihm das es mir wegen heute leid tut.“ Mit diesen Worten ließ L ihn einfach stehen und setzte seinen Weg fort. Da Matt aus Erfahrung wusste, dass er wohl eher nicht mit weiteren Antworten rechnen musste, blieb ihm nichts anderes übrig als diesen Fall selbst zu lösen. Irgendjemand hatte sich also in SEINEM Zimmer verbarrikadiert. Na herrlich...
Ein paar Mal hämmerte er mit der Faust gegen die abgeschlossene Tür, allerdings regte sich nichts im Inneren. Fing ja wirklich super an, sein Tag könnte echt nicht besser laufen. „Mach die Tür auf, ich habe keine Lust mir hier die Beine in den Bauch zu stehen!“ Noch immer regte sich in seinem Zimmer nichts und langsam wurde er wirklich ungeduldig. Anscheinend blieb ihm keine andere Wahl mehr. „Ich werde die Tür jetzt aufbrechen!“ Eindeutig seine letzte Warnung.
Endlich kam etwas Bewegung in die Sache und er hörte das Kratzen des Schlüssels im Schloss. Na, da war er ja mal gespannt wer sich in sein Zimmer geschlichen hatte und vor allem wollte er die Begründung dazu hören. Und die musste nun wirklich gut sein!
Schon öffnete sich die Tür einen Spalt und er schob vorsichtshalber schon einmal seinen Fuß dazwischen und drückte gleichzeitig gegen das Holz. Langsam schob er die Tür auf und schlüpfte schließlich in sein Zimmer. Dort verharrte er erst einmal und schaute den Eindringling etwas perplex an. Irgendwie hatte er mit jedem gerechnet, aber ganz sicher nicht mit dem Blonden, der ihm jetzt gegenüber stand. Wie auch, nach dieser heftigen Abfuhr gestern?  
„Hau ab!“, fauchte Mello, trat ein paar Schritte zurück und lehnte sich an die Wand. Er sah noch immer nicht viel besser aus als am gestrigen Tag. Aber was zum Teufel machte er hier? Das machte doch alles keinen Sinn!
„Das hier ist mein Zimmer, falls es dir nicht klar sein sollte. Erzähl mir also lieber mal was du hier machst?“
„Das geht dich überhaupt nichts an! Du bist doch Schuld an allem!“, warf Mello ihm erneut an den Kopf und langsam nervten ihn diese unpräzisen Anschuldigungen wirklich. Konnte der Typ sich nicht mal klar äußern?
Mit einer kleinen Bewegung schob Matt die Tür zu, drehte den Schlüssel im Schloss und steckte ihn ein. Mello beobachtete jede seiner Bewegungen mit Argusaugen und suchte schließlich wieder seinen Blick, aber er sagte nichts. Langsam schritt Matt durch den Raum und setzte sich auf sein Bett, ließ sich auf den Rücken fallen und zog die kleine Konsole unter seinem Kopfkissen hervor. Er hatte gerade keine wirkliche Lust zum Spielen, wollte sich aber ein wenig ablenken. „Wenn du den Schlüssel haben möchtest, wirst du mir meine Fragen jetzt ordentlich beantworten“, erklärte er sich und warf einen kurzen Blick auf Mello, der noch immer an der Wand gelehnt dastand.
„Du bist wirklich ein Arsch“, knurrte der Blonde und strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht. Seine Hand zitterte und sein Gesicht wirkte blass. Zudem sah er müde und geschwächt aus.
„Und du bist in mein Zimmer eingedrungen. Wieso?“
„Die Tür war offen.“
„Und weil du zufällig in unserem Haus und dann auch noch in unserer Wohnung warst, dachtest du, du könntest dich einfach mal hier einsperren?!“
„So ähnlich war es“, stimmte Mello ihm zu und ließ sich langsam, schon fast übervorsichtig an der Wand zu Boden gleiten. Sah aus als hätte er starken Muskelkater oder vielleicht sogar Schmerzen? Die Lider des Blonden flatterten etwas und es schien ihm deutlich schwer zu fallen sie offen zu halten oder sich gar zu konzentrieren.
„Mello?“ Ein wenig beunruhigte ihn dieses merkwürdige Verhalten schon, veranlasste ihn dazu die PSP wegzulegen und aufzustehen. „Alles okay?“
„Natürlich... nur ein wenig... müde“, murmelte Mello und schlief allen ernstes ein. Das konnte doch nicht sein Ernst sein?! Irgendwas stimmte doch hier überhaupt nicht!
„Mello!“ Vorsichtig rüttelte er ihn am Arm, aber keine Reaktion. Zum Teufel nochmal, er musste unbedingt wissen was hier gespielt wurde und diese Antwort konnte ihm wahrscheinlich nur Aimi geben. Zum Glück hatte er als Mitglied des Schülerrats fast schon die Verpflichtung die Notrufnummer ihrer Sanitäterin zu haben und genau diese wählte er nun an. Es klingelte zwei Mal, bis abgenommen wurde.
>>Hallo?<<
„Aimi, hier ist Matt.“
>>Matt? Ist etwas passiert?<<
Sie klang alarmiert. „Gewissermaßen. Mello ist hier und es scheint ihm nicht sonderlich gut zu gehen.“
>>Mello?! Warte, ich komme sofort vorbei!<<
Als ob er vorgehabt hätte hier wegzugehen. „In Ordnung, bis gleich.“ Mit diesen Worten legte er auf und schloss seine Tür wieder auf. „Mello?“, versuchte er es noch einmal, aber das Ergebnis blieb dasselbe. Kurzerhand entschied er sich dann dazu den Blonden wenigstens von dem kalten Boden wegzuholen. Mello ging es ja sowieso schon schlecht, dann musste er sich nicht unbedingt auch noch eine Erkältung oder eine Blasenentzündung einfangen. Vorsichtig bettete er Mello auf sein Sofa und holte dann eine warme Fleecedecke aus seinem Schrank, um ihn damit zuzudecken. Noch immer schlief er.
Vorsichtig strich er mit der Hand über die blasse Wange und diese sündigen Lippen. Er musste sich wirklich zurückhalten um nicht noch einmal einen Fehler zu machen und ihn zu küssen. Um sich abzulenken ging er in die Küche und holte zwei Gläser und eine Wasserflasche. Noch während er das zweite Glas füllte, klopfte es an der Wohnungstür. War das etwa schon Aimi?
Tatsächlich war es die Brünette und sie schien zumindest die Treppen hoch gerannt zu sein, da sie noch immer etwas außer Puste war. Vielleicht war sie auch in der Nähe gewesen, andernfalls hätte sie es wohl nicht so schnell hierher geschafft. „Keine Sorge, er liegt nicht im Sterben“, war seine Begrüßung, während er das Mädchen mit einer Handbewegung herein winkte.
„Tut mir echt leid... Ich hatte ihm gesagt, dass er sich noch etwas schonen soll, besonders nachdem er so viele Tabletten genommen hat ohne vernünftig zu Essen.“ Sie war noch immer etwas aufgeregt, während sie ihm in sein Zimmer folgte und dort direkt zu dem tief und fest schlafenden Blondschopf ging.
Matt setzte sich währenddessen verkehrt herum auf seinen Schreibtischstuhl, stützte seinen Kopf auf der Lehne ab und beobachtete sie. „Ich bitte dich noch einmal, Aimi“, fing er an und schaute das Mädchen eindringlich an, „Bitte erzähl mir was mit ihm los ist. Das hier ist doch nicht mehr normal!“
„Ich darf dir über seinen Gesundheitszustand wirklich keine Auskunft geben“, meinte sie und seufzte dann leise. „Allerdings mache ich mir langsam wirklich Sorgen um ihn. Er scheint da in irgendwas hineingeraten zu sein und ich habe wirklich Angst, dass bald noch etwas viel schlimmeres passiert. Aber er will nicht darüber sprechen und ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun soll.“ Ihre Augen hatten leicht zu schimmern begonnen und sie drehte jetzt schnell den Kopf weg und wischte sich mit dem Handrücken übers Gesicht. „Er wird jetzt wohl erst mal etwas schlafen“, erklärte sie mit leiser Stimme und vermied es ihn direkt anzusehen, „falls etwas sein sollte oder er aufwacht, kannst du mich anrufen, egal wie spät es ist. Tschüss, Matt.“
„Warte mal! Heißt das er bleibt hier?“
„Wenn du nichts dagegen hast?“ Sie schaute ihn während dieser Worte nicht an und als er nicht sofort antwortete, ging sie einfach. Was zum Teufel war im Moment mit allen hier los?
Seufzend richtete er seinen Blick auf Mello, der nach wie vor ruhig dalag und schlief. Aimi hatte etwas von Tabletten gesagt, also wahrscheinlich Schlaftabletten. Würde zumindest erklären warum er schlief wie ein Stein. Aber in was sollte er hineingeraten sein? In irgendeine Bande? Drogen? Eine Sekte? Verdammt, wieso sprach dieser Sturkopf auch nicht! Er würde jetzt auf jeden Fall standhaft bleiben und sich nicht einfach abwimmeln lassen. Wenn Mello wirklich in Gefahr war, und das war laut Aimi ja nicht auszuschließen, dann würde er ihn beschützen. Und vor allem hatte es erst einmal große Priorität herauszufinden, warum Mello ihm andauernd die Schuld für alles geben wollte. Er hatte keine krummen Dinger am laufen, nicht mehr zumindest.
Zugegeben, er war nicht immer ein Musterknabe gewesen wie Light, der sich brav an jedes Gesetz hielt. Er hatte schon das ein oder andere Mal Ärger mit der Polizei gehabt, hauptsächlich dumme Sachen, die Jugendliche in der Pubertät eben taten. Ein paar kleine Diebstähle und Drogendelikte, wovon die meisten aber glücklicherweise unentdeckt geblieben waren, ebenso wie sein kleiner Abstecher in die Datenbank der Schule, wo er ein paar Dinge zu seinen Gunsten abgeändert hatte.
Aber wenn Aimis Vermutung wirklich stimmte und das bezweifelte er eigentlich nicht, dann war die Sache, in der Mello steckte, deutlich ernster. Wie ernst genau würde er wohl erst erfahren, wenn er wieder aufwachte und er hoffte, dass dies recht bald geschehen würde.

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Na meine Lieben, alles klar bei euch :D
Ob es nun Zufall oder Schicksal war, dass Mello sich ausgerechnet zu Matt geflüchtet hat...? Auf jeden Fall sollte es uns entgegenkommen, nicht wahr xD

Auf jeden Fall habe ich mich sehr über eure Reviews gefreut und bin jetzt absolut müde, nachdem ich wieder den ganzen Tag auf´m Turnierplatz verbracht habe.
Das beste Pony der Welt und so absolut tolle Leser, was will man mehr :DD Danke euch <3

Und damit möchte ich mich verabschieden, wünsche euch ein schönes und hoffentlich sonniges Restwochenende und bis Dienstag :)
Eure Blue!
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