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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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Dieses Kapitel
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04.01.2014 2.140
 
~Montag~


Es hatte diese Nacht zwei neue Morde gegeben. Ja, es waren gleich zwei auf einmal gewesen und beide waren nach dem Schema des Serienmörders verübt worden Kurz vor Mitternacht war die Polizei zu einem kleinen Vorort der Großstadt gerufen worden und hatte dort dann die Leiche von Ileen Ivan vorgefunden. Am frühen Morgen, etwa gegen fünf Uhr, hatte es dann einen weiteren Einsatz mitten im Industriegebiet gegeben, wo das zweite Opfer gefunden wurde – Jason Johnson. Beide tot, beide total verstümmelt und beides eindeutige Opfer des Serienmörders.
Diese erneute Änderung des Verhaltensmusters des Täters war dabei noch nicht einmal das Schlimme. Er hatte Naomi direkt gestern auf seinen Verdächtigen Liam Skellte angesetzt und sie hatte ihn die komplette Zeit nicht aus den Augen gelassen. Er hatte sich nicht verdächtig verhalten, war nach seiner Arbeit nach Hause gegangen, hatte dort den Abend mit seiner Frau vor dem Fernseher verbracht und dann waren sie schlafen gegangen. Der Zeitpunkt, wo die Opfer starben und das blutige ,B' an die Wand geschrieben wurde, lag eindeutig in dem Zeitraum, wo Naomi ihn beobachtet hatte. Es gab also keine Möglichkeit, dass er der Täter sein konnte.
Handlanger, das war die einzige Möglichkeit die ihm für diese Nacht in den Sinn kam. Allerdings, wer würde sich in einem solchen Fall auf fremde Hilfe verlassen? Selbst wenn man einen guten Auftragskiller engagierte, wie konnte man da sicher sein, dass dieser auch gute Arbeit leistete und nicht nachher doch Spuren hinterließ? Außerdem war der gesamte Tathergang viel zu identisch mit den bisherigen Taten. Niemand könnte so etwas aus dem Stegreif einfach so nachahmen. Und damit meinte er wirklich niemand! Der Fall schien wirklich immer verzwickter zu werden.
Nachdenklich langte er mit der Hand in die Tüte mit den Gummibärchen, allerdings war diese leer. Kein Wunder, schließlich musste es inzwischen schon Mittag sein und er hatte den ganzen Tag hier gesessen und über diesen Fall gegrübelt. Er hatte heute Morgen vor der Schule nur kurz seine Mails checken wollen und war dort auf die beiden Nachrichten von Naomi gestoßen. Danach hatte er die Schule erst mal links liegen gelassen. Wie sollte er sich auch auf den Schulstoff konzentrieren, wenn so etwas plötzlich passierte? Ende der Woche waren schon die Prüfungen, es wäre also wirklich besser, wenn er den Fall schnell geklärt bekam, um sich dann darauf konzentrieren zu können. Und zur Schulratssitzung würde er es jetzt auch nicht mehr rechtzeitig schaffen. Light würde darüber wohl enttäuscht sein, aber wenn er von der Dringlichkeit des Falles wüsste, würde er es wohl nachvollziehen können.
Zuerst einmal ging er jetzt jedoch in die Küche, um sich etwas Süßigkeitennachschub zu holen. Und es überraschte ihn überhaupt nicht, Beyond dort bereits anzutreffen. Es war nun wirklich kein Geheimnis, dass der Schwarzhaarige ab und zu gerne mal eine Stunde ausfallen ließ, entweder um länger zu schlafen oder einfach früher frei zu haben. Sein Notendurchschnitt lag trotz allem im oberen Mittelfeld, von daher drohten ihm keine Probleme. Rein theoretisch bräuchten sie von seitens der Schulleitung überhaupt nicht am Unterricht teilzunehmen, da sie alle freiwillig hier waren und auch nur auf der Schule blieben, solange sie gute Noten schrieben. Und um das zu erreichen musste man regelmäßig den Unterricht besuchen.
„Hält dich die Arbeit schon wieder von der Schule ab?“, begrüßte ihn Beyond und schob sich einen Löffel Marmelade in den Mund. Auch er schien nicht sonderlich überrascht ihn hier anzutreffen.
„So sieht´s aus. Und was ist es bei dir?“
„Ich hatte Hunger.“ Schelmisch grinste Beyond ihn an und kratzte die Reste der roten Marmelade aus dem Glas zusammen. Beyond wirkte viel fröhlicher als sonst, wenn man es bei ihm denn so bezeichnen konnte. Aber das war nicht erst seit heute so, schon gestern hatte er sich anders verhalten. Zusammen mit dem gestrigen Verhalten von Matt ließ das eigentlich nur einen einzigen Schluss zu. Und Mello war der Dreh- und Angelpunkt in der ganzen Geschichte.
„Wenn wir beide schon einmal hier sind, hast du nicht Lust irgendwas zu unternehmen?“, fragte ihn Beyond plötzlich und leckte sich mit einem anzüglichen Blick über die Lippen. Das war schon viel eher der Beyond, den er kannte. Der Kerl schnallte selbst nach so langer Zeit nicht, dass er nicht auf diese Masche ansprang.
„Leider habe ich noch zu tun, aber selbst wenn nicht, würde ich wohl ablehnen.“ Mit diesen Worten und einer Packung Schokoladenkekse verließ er die Küche wieder und ließ Beyond allein zurück. Ob ihm dieses Verhalten nicht irgendwann mal langweilig wurde? Er konnte sich nicht wirklich vorstellen, was den Schwarzhaarigen daran so reizte, dass er es schon so lange immer wieder mit scheinbarer Freude tat. Aber Beyond war ihm so oder so schon immer ein Rätsel gewesen, von daher scherte er sich auch nicht weiter um ihn, sondern widmete sich lieber weiter seinem Fall und den beiden neuen Opfern.



Schritt für Schritt nährte sich Mello dem Fujiwara. Am liebsten würde er sofort wieder umdrehen, irgendwo anders hin gehen als in die Wohnung von Beyond Birthday. Misa und Aimi waren noch in der Schule, weshalb er vorsichtshalber etwas früher losgegangen war. Er hatte keine Ahnung, was er ihnen sonst hätte erzählen sollen. Seine Knie waren so weich wie Butter und sein Hintern schien bei jedem Schritt schlimmer zu schmerzen.
Nach der Schocknachricht gestern hatte er erst recht kein Auge mehr zugetan, war innerlich regelrecht verzweifelt und hatte sich tausend Sachen ausgemalt um dem hier zu entgehen. Letzten Endes ging er jetzt aber doch zu ihm. Warum?!
Er hatte Angst, dass Beyond ihm noch etwas viel schlimmeres antat, wenn er nicht nach seiner Pfeife tanzte. Das war die schlichte Antwort.
Viel zu schnell stand er auch schon vor der Wohnungstür, die kurz darauf von Beyond geöffnet wurde. Sofort erschien ein Grinsen in dem Gesicht des Schwarzhaarigen. „Hi“, begrüßte ihn Beyond, machte einen Schritt zur Seite und zog ihn ungeduldig in den Flur. „Na komm, wir haben doch nicht ewig Zeit.“
Ohne rechten Widerstand ließ sich Mello in das Zimmer des Schwarzhaarigen ziehen. Er spürte sein Herz heftig gegen seine Brust schlagen und hatte das Gefühl nicht mehr richtig Atmen zu können. Beyond hatte inzwischen die Tür hinter ihnen geschlossen und blieb nun vorm ihm stehen, umfasste sein Kinn und hob seinen Kopf ein Stück an.
„Was bist du denn so still heute? Und du bist ja auch ganz blass... Du wirst mir doch jetzt nicht krank werden? Das fände ich wirklich schade.“ Fast schon sanft küsste Beyond ihn und strich ihm dabei mit einer Hand durchs Haar. Es passte überhaupt nicht zu der Brutalität, die der Schwarzhaarige ihm vor gerade einmal zwei Tagen präsentiert hatte. Eigentlich rechnete er schon fast jeden Moment damit, dass Beyonds Laune wieder umschwang. „Tut es noch so weh?“, erkundigte er sich plötzlich und legte die Hand auf seinen Hintern, was ihn erschrocken zusammenfahren ließ. Sofort wehrte er sich und versuchte sich zu befreien, allerdings hielt der Schwarzhaarige seinen doch eher halbherzigen Versuchen mühelos stand. „Wirklich süß, wie leicht man dir deine vorlaute Klappe stopfen kann. Aber du brauchst wirklich keine Angst zu haben, solange du lieb bist, werde ich es auch sein.“ Falls Beyond ihn damit hatte beruhigen wollen, dann verfehlte dieser Versuch seine Wirkung auf ganzer Linie.
„Hör auf, Beyond! Ich will nach Hause!“
„Aber du bist doch gerade erst angekommen? Na los, setz dich doch!“ Mit diesen Worten drückte er ihn einfach auf sein Bett und ließ sich neben ihn plumpsen. Kurz flammte der Schmerz auf und er verzog leicht das Gesicht. Sofort wollte er wieder aufstehen, allerdings schnappte Beyond nach seinem Handgelenk und zog ihn mit so viel Schwung zurück, dass er das Gleichgewicht verlor und nur Augenblicke später rücklings neben dem Schwarzhaarigen auf dessen Bett lag. Mit einer Hand übte dieser etwas Druck auf seine Brust aus, sodass er gezwungen war in dieser Position zu verharren. „Du kannst dich auch gerne hinlegen, wenn dir das lieber ist“, meinte er grinsend.
Eine Gänsehaut bildete sich auf seiner Haut und ihm wurde schlagartig eiskalt, als Beyond jetzt mit seiner zweite Hand über seinen Bauch strich und sich dann am Verschluss der Hose zu schaffen machte. „Bitte hör auf!“, presste er abgehackt hervor und hasste sich jetzt schon dafür, dass er Beyond allen ernstes anbettelte. Es spornte den Schwarzhaarigen nur an weiterzumachen, aber er sah sich nicht anders zu helfen. Durch den Schlafentzug und das wenige Essen, das er in den letzten zwei Tagen zu sich genommen hatte, war sein Körper geschwächt. Er würde es nicht Beyond aufnehmen können und seine Situation so womöglich noch verschlimmern.
„Aber es fängt doch gerade erst an Spaß zu machen?“, warf Beyond ein und fuhr einfach mit seinem Tun fort. Als er ihm gerade die Hose über die Hüften ziehen wollte, schnellte seine Hand wie von selbst vor und hielt ihn zurück. Fest krallte er die Finger in die Hand seines Peinigers.
„Dir vielleicht, ich will das nicht!“
Mit einem Mal verschwand das Grinsen aus Beyonds Gesicht. „Ich habe es wirklich im Guten versucht“, erklärte er und schüttelte missbilligend den Kopf, „aber dazu gehören immer zwei und wenn du es so nicht haben willst, dann können wir das schnell ändern.“ Mit einer einzigen ruckartigen Bewegung befreite er seine Hand und zog ihm dann die Hose samt Shorts bis zu den Kniekehlen herunter.
Aus einem Impuls heraus versuchte er sich irgendwie zu befreien und ignorierte dabei die dumpfen Schmerzen in seinem Unterleib. Seine Augen waren geweitet und sein Atmen nicht mehr als pures Schnappen nach Luft. Allerdings konnte er Beyond die Kontrolle nicht entreißen, schlimmer noch, irgendwie schaffte er es ihn auf den Bauch zu drehen, sodass seine Bewegungsfreiheit noch um einiges mehr eingeschränkt wurde. Die Hand drückte auf ein paar Blutergüsse, bei dem Versuch ihn ruhig an die Matratze zu fixieren, aber er nahm die Schmerzen nur am Rande war. Seine Angst verdrängt sie einfach.
„Hör auf, Beyaaaaaaah-!“ Seine Bitte ging in einem Schrei unter, als Beyond ohne Vorwarnung einen Finger in ihn schob und sein Gesicht kurz darauf Bekanntschaft mit dem Laken schloss, das seinen Schrei etwas dämpfte. Es tat so weh! Als würden all die Wunden mit einem Ruck wieder aufgerissen werden. Zitternd hielt er die Luft an, während der Schmerz wie flüssiges Eisen durch seinen Körper rauschte und seinen Verstand benebelte.
„Psht! L ist hier und soweit ich weiß möchtest du doch keine Zuschauer, hab ich nicht recht?“, hauchte er ihm ins Ohr, sodass er deutlich den Atem in seinem Nacken spüren konnte und kicherte leise.
Es dauerte, bis er die Worte verstand und erst dann bemerkte er, dass er wimmerte wie ein leidendes Tier, dem man gerade bei lebendigen Leib das Fell abzog. L... war hier? Warum? Nein... es ging nicht... er musste unbedingt... weg! Mit völlig ungeahnten Kräften riss er den Kopf in den Nacken und knallte Beyond damit seinen Hinterkopf ins Gesicht. Mit so einer Aktion schien der Schwarzhaarige wohl nicht wirklich gerechnet zu haben, zumindest wich er nicht aus und bekam die volle Breitseite ab.
Mello nutzte den Moment der Verwirrung, robbte vorwärts von seinem Peiniger weg und ließ sich am Ende des Bettes einfach auf den Boden sinken. Die Zähne zusammenbeißend schaffte er es seinen rebellierenden Körper irgendwie auf die Beine zu bekommen und sich die Hose zumindest wieder so hoch zu ziehen, dass er bei seiner Flucht nicht darüber stolperte.
Er wagte es gar nicht erst zu schauen was mit Beyond war, während er auf die Tür zuhielt und aus dem Zimmer flüchtete. Seine Sicht war etwas verschwommen, als er jetzt durch den Flur hastete. Hatte er etwa geweint? Klar war momentan nur, dass er in diesem Zustand niemals entkommen würde. Seine Beine würden wohl am liebsten jetzt schon ihren Dienst quittieren und langsam machten sich auch die zuvor durch das Adrenalin sehr gut ignorierten Schmerzen wieder bemerkbar.
Ohne lange zu überlegen riss er einfach die nächstbeste Tür auf, knallte sie wieder zu und drehte den Schlüssel im Schloss. Fast augenblicklich sackte er kraftlos zu Boden und rollte sich zusammen. Sein ganzer Körper zitterte und er fühlte sich ausgelaugt. Sein Hintern schmerzte ein wenig, aber wahrscheinlich hatte er das schlimmste verhindert. Fragte sich nur für wie lange, schließlich musste er hier irgendwann einmal herauskommen.
Verflucht, am liebsten würde er Beyond die Eier abhacken und sie ihm in die Fresse stopfen! Dieser Scheißkerl hatte wirklich nichts anderes verdient als das! Wenn er irgendwann wieder fit war, dann sollte sich der bloß warm anziehen. Dann würde er ihm das alles hier zurückzahlen!

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Abend zusammen meine Lieben :D
Und -schwupps- da ist ja schon das neue Kapitel.
Tja, da hat der liebe Mello ja noch einmal Glück im Unglück gehabt, fragt sich nur für wie lange?

Das und viel mehr erfahren wir nächste Woche (und damit meine ich schon diesen Samstag!) :DD
Und jetzt möchte ich mich noch bei meinen lieben Reviewschreibern bedanken, die immer ein nettes Wort für mich übrig haben und mir damit meinen Tag versüßen. Danke :D
Eure Blue :)
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