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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 2.076
 
Eine weitere Tablette fand den Weg in seinen Mund. Es war die inzwischen dritte Schlaftablette die Mello zu sich nahm, aber sie wollten einfach nicht richtig wirken. Die meisten Schmerzen waren zwar inzwischen schon fast abgeklungen, allerdings brannte sein Hintern noch immer bei der kleinsten Bewegung. Zum Glück würden trotz der Schmerzen wohl keine Schäden bleiben, zumindest soweit Aimi das feststellen konnte. Natürlich hatte sie bei weitem nicht die technische Ausrüstung und auch nicht die Erfahrung so etwas sicher zu beurteilen, aber irgendwie hatte es ihn im Nachhinein schon überrascht wie routiniert sie das alles angegangen war. Normalerweise war sie ja eher schüchtern und zurückhaltend, aber gestern war sie richtig in ihrem Element aufgegangen. Zumindest soweit seine Erinnerungen noch reichten, denn irgendwann war alles in einem tiefgrauen Nebel verschwommen. Er erinnerte sich nur noch an diese höllischen Schmerzen und das er sich fast die Seele aus dem Leib geschrien hatte.
Dann hatte er es eben fast geschafft mithilfe von zwei Tabletten einzuschlafen, aber dann musste Matt ja unbedingt aufkreuzen und vorbei war es mit dem Schlaf. Fast hätte dieser Kerl es sogar geschafft etwas aus Aimi herauszubekommen, aber zum Glück war er noch gerade rechtzeitig gekommen. Es hatte erneut starke Wellen des Schmerzes durch seinen Körper gejagt, aber er hatte ihn unbedingt loswerden müssen. Niemand durfte etwas hiervon erfahren. Die Anderen würden sich nicht so schnell mit einer Antwort zufriedengeben wie Aimi, sie würden immer weiter nachhaken und ihm keine Ruhe mehr gönnen. Hatte man ja an Matt gesehen.
„Mello?“ Leise hatte Aimi sein Zimmer betreten und kam nun zu seinem Bett. „Dein Handy hat eben vibriert. Ist alles in Ordnung?“
Langsam nahm Mello das Handy entgegen. „Hast du wirklich kein Schmerzmittel? Die Schlaftabletten wirken nicht.“
„Als Schulsanitäterin darf ich keine Schmerz- oder Betäubungsmittel verwenden, deshalb haben wir auch keine da. Wenn es so schlimm ist, sollten wir dann nicht doch ins Krankenhaus oder zumindest zu einem richtigen Arzt gehen?“
„Nein, ist schon okay“, lenkte Mello ein. Er konnte da einfach nicht hin, egal was auch passierte. Beyond würde ihn umbringen und da starb er lieber an den Schmerzen. Nachdem, was Beyond ihm gestern angetan hatte, wollte er ihm nie wieder über den Weg lauf-
Erschrocken hielt er in seinen Gedanken inne und starrte mit aufgerissenen Augen die Textnachricht an. Sie war von Beyond!

Hallo Süßer,
alles gut bei dir?
Morgen nach der Schule treffen wir uns bei mir, die Zwei haben Sitzung.
Ich würde dir raten zu kommen, ansonsten werde ich dich holen.
Bis morgen!

Das konnte doch nicht sein! Er würde da mit Sicherheit nicht hingehen, er konnte das nicht! Er spürte wie seine Hand anfing zu zittern und es ihm eiskalt den Rücken herunterlief. Aber wenn er nicht hinging, dann würde Beyond herkommen und das wollte er nicht erleben.
„Mello? Ist etwas?“ Alarmiert schaute Aimi ihn an und legte vorsichtig ihre Hand auf seine. Mello nahm das allerdings nicht bewusst war, noch immer starrte er völlig geschockt auf die Nachricht und versuchte diese aufkeimende Angst vor dem morgigen Tag zu verdrängen. Egal was er tat, es würde in einem Desaster für ihn enden. Es war eine verfluchte Zwickmühle.
„Hey, Mello!“ Sanft tätschelte sie seine Wange, riss ihn damit endlich aus seiner Starre. Schnell drückte er die SMS weg und legte das Handy neben sich auf die Matratze.
„Alles in Ordnung, ich glaube die Tabletten wirken endlich. Ich bin müde.“ Es stimmte eigentlich nicht, er war durch diese Nachricht alles andere als müde, er würde am liebsten schreien und wegrennen, aber er konnte nicht. Es gab kein Entkommen, dessen war er sich bewusst. Es war wie damals, wo er nicht vor seinem gewalttätigen Vater fliehen konnte, trotz der Schläge und des Liebesentzugs. Seine Flucht hatte ihm dann auch nicht viel mehr gebracht als unsagbare Schmerzen, dem Verlust seiner Eltern und viele Jahre tiefe Depressionen. Nur Kyla Sato war für ihn da gewesen und hatte ihn vor dem Fall in ein tiefes Loch bewahrt. Aber er konnte sich in diesem Fall nicht auf sie verlassen, er musste das alleine klären und zudem konnte er sie nicht in Gefahr bringen. Er war auf Beyonds Masche hereingefallen, hatte sich von ihm zu einer Beziehung verführen lassen und jetzt hatte er die wahrscheinlich wahre Seite des Schwarzhaarigen zu spüren bekommen. Beyond wahr zwar schon immer ein wenig sadistisch gewesen, hatte ihm mit Vergnügen Schmerzen bereitet, aber bis zum gestrigen Tag war es immer in Maßen gewesen und er hatte es jederzeit beenden können, wenn er gewollt hatte.
Aimi war inzwischen gegangen, hatte die Tür geschlossen und das Licht gelöscht. Noch immer waren die Rollos geschlossen, tauchten sein Zimmer in eine mollige Dunkelheit und gaben ihm die benötigte Sicherheit. Zumindest solange, wie er noch hier liegen konnte. Morgen... Ihm wurde schlecht, wenn er nur daran dachte.



Zusammen mit L ging Light den Kiesweg entlang zur Wohnung des Schwarzhaarigen. Sie hatten sich noch einige Zeit unterhalten und da er sowieso noch mal nach Matt sehen wollte, begleitete er L jetzt. Er war wirklich ein überaus sympathischer Gesprächspartner, mit dem man auch richtig gut fachsimpeln konnte. L war wirklich ein Genie und ein überaus gerissenes noch dazu. Zumindest hatte er ab und zu diesen Eindruck gewonnen, während sie sich unterhalten hatten. Teilweise hat er wirklich das Gefühl gehabt sich mit Beyond zu unterhalten. Die Beiden waren im Grunde so verschieden und doch glichen sie sich manchmal nicht nur vom Aussehen, sondern auch von ihrer Art. Aber L war keine so große Gefahr wie Beyond, bei weitem nicht.
Zusammen betraten sie die Küche der Wohnung. Ein wenig Sorge hatte Light ja schon gehabt, weil er Beyond unter keinen Umständen über den Weg laufen wollte, allerdings fühlte er sich mit L an seiner Seite dann doch recht sicher. Bisher hatte Beyond ihn immer nur bedrängt wenn sie alleine gewesen waren, Mello jetzt mal ausgenommen, was ihm noch immer ein wenig seltsam vorkam.
Am Küchentisch saß lediglich Matt und starrte in eine Schüssel, die bis zum Rand mit Milch und etwas braunem gefüllt war, was wohl irgendwann einmal Schokokugeln gewesen waren. Allerdings waren diese inzwischen so sehr aufgeweicht, dass man es wirklich nur noch erahnen konnte. Den Rothaarigen schien das allerdings nicht zu interessieren oder vielleicht bemerkte er es auch gar nicht. Sein Blick wirkte so abwesend, als würde er einfach durch die Schüssel hindurchsehen. Irgendwie passte das Verhalten gerade so gar nicht zu dem Dauerzocker.
„Matt! Das ist doch Verschwendung“, kritisierte L seinen Mitbewohner und nahm die Packung mit den restlichen Schokokugeln an sich, um sie wieder sicher im Schrank zu verstauen. Auch er schien das sonderbare Verhalten von Matt bemerkt zu haben, ging die Angelegenheit aber deutlich anders an als Light es tun würde.
„Ist doch egal“, murmelte Matt ohne aufzublicken, rührte seine braune Suppe einmal um und führte dann den wahrscheinlich ersten Löffel zu seinem Mund.
„Hat Beyond dir deine Spiele weggenommen?“, erkundigte sich L weiter, während sich Light für´s erste aus dieser Situation heraushielt. Er hatte schon so eine dunkle Ahnung, warum sein Freund so seltsam drauf war. Er hatte ihn schließlich vor etwas über einen Stunde regelrecht dazu gedrängt, endlich Klartext mit Mello zu reden und so wie es aussah war dieses Gespräch nicht sonderlich positiv verlaufen. Nach der Sache mit Lilith war diese Abfuhr von Mello bestimmt ein derber Schlag für Matt. Er konnte sich da leider nicht so gut in seinen Kumpel hineinversetzen, da er selbst noch nie wirklich so hoffnungslos verliebt war. Für ihn zählten im Moment einfach nur gute Noten und ein guter Abschluss, da hatte er keine Zeit für eine Beziehung.
„Weiß nicht“, war die schlichte Antwort des Rothaarigen, „ist doch auch egal.“ Okay, das war jetzt nicht mehr nur untypisch, sondern nahezu undenkbar. Ausgerechnet Matt sollten seine heiligen Spiele nicht interessieren?
„Ich hab noch was zu arbeiten. Bis morgen, Light“, verabschiedete sich der Schwarzhaarige und ließ sie alleine. Man könnte sein ganzes Verhalten als unsensibel bezeichnen, so wie er in dieser Situation mit Matt umgegangen war und sich jetzt einfach aus dem Staub machte, aber Light glaubte eher das L das ganz bewusst tat. Es war ja kein Geheimnis, dass sie sehr gut befreundet waren und sich Matt ihm wohl eher anvertrauen würde.
Zuerst einmal goss er sich ein Glas Wasser ein und setzte sich damit an den Tisch. „Nimm es nicht so schwer. Wahrscheinlich ist Mello einfach nicht der Richtige, wenn er so jemanden wie dich nicht wertzuschätzen weiß.“
„Irgendwas ist ihm passiert und ich bin Schuld daran“, murmelte Matt, stand ruckartig auf und fegte bei dieser hastigen Bewegung die Schüssel um, sodass sich die ganze Suppe über den Tisch ausbreitete. „Bitte geh, Light“, warf Matt ihn glatt raus und verschwand dann einfach in sein Zimmer.
Völlig vor den Kopf gestoßen starrte Light seinem Kumpel hinterher. Er hatte keine Ahnung was Matt damit gemeint hatte und so etwas kam eher selten bei ihm vor. Allerdings würde es wohl nichts bringen jetzt noch einmal das Gespräch mit ihm zu suchen, so wie er die Lage einschätzte. Vielleicht konnte Misa ihm ja etwas dazu sagen, was auch immer mit Mello jetzt passiert war. Die Blondine hatte ihn sowieso noch einmal wegen einer Nachhilfestunde angesprochen, da konnte er das doch ausnutzen. Jetzt machte er sich aber zuerst einmal daran die Sauerei vom Tisch und auch vom Boden zu beseitigen.
Er war so sehr in seiner Arbeit vertieft, dass er die Person hinter sich gar nicht wahrnahm. Erst als er sich umdrehte und den Schwarzhaarigen im Türrahmen entdeckte, wich er erschrocken einen Schritt zurück und verharrte bewegungslos. Wie lange stand Beyond da schon? „Was willst du hier?“, fragte er misstrauisch nach und legte den Lappen in die Spüle zurück.
„Das hier ist auch meine Küche, falls es dir entfallen sein sollte. Stellt sich also eher die Frage, ob du dich endlich dazu entschieden hast dir etwas ,Nachhilfeunterricht' von mir geben zu lassen.“ Anzüglich grinste Beyond ihn an und leckte sich demonstrativ über die Lippen.
„Geh mir aus dem Weg“, versuchte Light seine Unsicherheit zu überspielen und tat selbstbewusst ein paar Schritte auf den Schwarzhaarigen zu, den das allerdings in keinster Weise zu beeindrucken schien. Er grinste nur weiter vor sich hin, stieß sich dann vom Türrahmen ab und machte seinerseits ein paar Schritte auf ihn zu. Schlagartig blieb Light stehen.
„Du tust einen auf dicke Hose und hältst dich für den Besten und Tollsten, dabei bist du nichts. Wirklich, Light, du überschätzt dich maßlos. Wann werdet ihr nur endlich verstehen, wo in Wirklichkeit euer Platz ist?“ Hoffnungslos schüttelte er den Kopf und ging dann zum Kühlschrank, um sich ein Glas Erdbeermarmelade herauszunehmen. „Willst du da Wurzeln schlagen?“
Nein, wollte er mit Sicherheit nicht! Ohne ein Wort verließ er einfach die Küche und machte sich auf den Weg zurück zu seiner Wohnung. Ihr...? Wen hatte Beyond damit bitteschön gemeint? War er etwa nicht der einzige, der derartig von dem Schwarzhaarigen bedrängt wurde? Klar, er kannte die gängigen Gerüchte über ihn. Der Playboy schlechthin, der selten mehr als ein-, zweimal mit demselben Mädchen schlief und mindestens die Hälfte ihrer Mitschülerinnen wenigstens schon einmal geküsst hatte. Dazu existierten teils sehr widersprüchliche Gerüchte über seine Vergangenheit. Von alltäglichen Dingen wie drogensüchtigen Eltern über Vergewaltigung und Inzest bis hin zu abstrusen Dingen wie Vampir- und Werwolfgene. Niemand schien die ganze Wahrheit zu kennen und so vermutete Light einfach, dass es wohl von allem ein bisschen war. Irgendwas konnte da auf jeden Fall nicht ganz richtig gelaufen sein, so verkorkst und fast schon krank der Charakter des Schwarzhaarigen war.
Und dann war da ja auch noch Matt, der gerade genauso neben der Spur zu sein schien. War er etwa der einzig normale Mensch auf dieser Welt?

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So meine Süßen, hier bin ich endlich!
Mensch, der Tag war so lang und hart und kalt und nass und... bäh!
Aber dafür ist mein Pony absolut genial gesprungen und ich bin so verdammt stolz auf sie und ihre Fortschritte seit dem letzten Jahr *___*
Wären sogar fast platziert worden, allerdings war ich ziemlich neben der Spur und habe es dann selbst vermasselt. Tja, man sollte eben zählen können und nicht den vierten Sprung auslassen -.-
Aber hey, nächsten Samstag darf ich mich wieder durch einen Parcours quälen und wer weiß, vielleicht läuft es ja dann besser? Zumindest hoffe ich das :)

So, dann ist der Tag der Verzweiflung damit hoffentlich für die nächste Zeit vorbei. Oder beginnt diese Zeit für unsere Jungs erst? Tja, wenn wir (und damit meine ich euch :P) das so genau wüssten...
Aber wir werden es erfahren! Am Dienstag! :DD
Bis denne,
Blue
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