Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.01.2014 1.881
 
Jetzt war es also so weit. Light hatte so lange mit Engelszunge auf ihn eingeredet, bis er schließlich nachgegeben hatte. Eigentlich hatte er ja schon gestern mit Mello sprechen wollen, aber dann hatte er doch wieder nach dem Controller gegriffen und irgendwann war es einfach zu spät gewesen.
Im Gehen steckte sich Matt eine Zigarette an und inhalierte den tödlichen Rauch tief in seine Lungen. Jetzt würde er sich nicht mehr von irgendwas aufhalten lassen und es durchziehen. Je länger er diese Sache vor sich her schob, desto mehr Schaden richtete er damit an, ob er es wahrhaben wollte oder nicht. Und doch viel ihm dieser Schritt so unendlich schwer...
Zehn Minuten später hatte er keinen Grund mehr sich zu drücken und stand vor der Wohnungstür des Blonden. Zuvor hatte er seine beiden letzten Kippen noch weg geraucht und jetzt wartete er darauf, dass ihm die Tür geöffnet wurde. Dummerweise war es nicht der Blonde der dies tat, sondern Misa. Die Blondine schien im ersten Moment etwas überrascht, grinste ihn dann aber breit an. „Das ist ja eine Überraschung!“ Ohne ihn zu Wort kommen zu lassen, rief sie nach ihrer Freundin und zog ihn in den Flur.
„Was ist los?“, fragte Aimi und schaute aus ihrem Zimmer.
„Überraschung! Matt ist da um dich zu besuchen! Ich lass euch dann mal alleine.“ Leise kichernd verschwand sie in ihrem Zimmer und schloss die Tür hinter sich.
„Hallo Matt... Mail... ist irgendwas?“, fragte sie und selbst Matt konnte sehen, dass das typische Funkeln in ihren Augen fehlte, mit dem sie ihn bisher immer angesehen hatte. Er schien sie mit seiner Abfuhr wirklich verletzt zu haben, was Mello ihm ja auch erzählt hatte. Es musste schlimm für sie sein, ihm jetzt gegenüber zu stehen und einen auf fröhlich zu machen.
„Bleib ruhig bei ,Matt'“, meinte er ernst und schaute sie an. „Es tut mir leid, wenn dich das, was ich gesagt habe, verletzt hat, aber es ist die Wahrheit. Mello hat mich deshalb auch schon zur Schnecke gemacht.“
„Er hat...? Bitte entschuldige, das wollte ich nicht.“
„Ich hatte es ja verdient. Aber sag mal, ist Mello da?“
„Er ist in seinem Zimmer, aber es geht ihm nicht so gut. Er möchte alleine sein.“ Aimi hatte auf einmal einen ganz ernsten Gesichtsausdruck, wie Matt es bei ihr noch nie erlebt hatte. Irgendwie bescherte ihm dieser Blick ein schlechtes Gefühl. Irgendwas stimmte doch hier nicht! Das Mello ihn nicht sehen wollte konnte er ja noch nachvollziehen, aber irgendwas sagte ihm, dass da noch mehr hinter steckte.
„Es ist aber ziemlich wichtig, ich muss das jetzt mit ihm klären“, beharrte Matt und fixierte die Zimmertür mit seinem Blick, die sehr wahrscheinlich zum Zimmer des Blonden führte. Aimi versuchte zwar weiterhin ihn von seinem Vorhaben abzubringen, aber ihre inzwischen doch recht halbherzigen Versuche ignorierte er einfach.
Er öffnete die Tür und starrte in das dunkle Zimmer. Die Rollos waren heruntergelassen und einzig das Licht aus dem Flur erhellte den vorderen Teil des Zimmers ein wenig. Seine Augen brauchten einen Moment, bis sie sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten und er die Gestalt unter der Bettdecke ausmachen konnte.
„Mello, wir müssen reden“, meinte Matt, allerdings reagierte der Blonde nicht. Gar nicht. Und das wunderte ihn dann doch irgendwie, schließlich war Mello ihm gegenüber bisher immer ziemlich aufbrausend gewesen.
„Tut mir leid, er hat sich einfach nicht aufhalten lassen“, sagte Aimi zu ihrem Mitbewohner und wandte sich dann wieder Matt zu. „Bitte lass ihm seine Ruhe, Matt, es geht ihm wirklich richtig schlecht. Er braucht Ruhe!“
Noch immer rührte sich Mello nicht. Also entweder ignorierte er sie schlichtweg oder aber er hörte sie überhaupt nicht.
„Bitte hör auf, er scheint endlich eingeschlafen zu sein. Bitte, Matt!“, redete Aimi weiter auf ihn ein.
„Was hat das zu bedeuten?!“
„Ich werde es dir erklären, aber nicht hier! Lass uns in die Küche gehen.“
Noch einen letzten Blick warf er auf das Bett, bevor er nachgab und der Brünetten aus dem Zimmer folgte. Er musste unbedingt wissen, was hier gespielt wurde. Er hatte ein richtig mieses Gefühl. „Also?“, harkte er nach, nachdem sie am Küchentisch saßen.
Aimis Blick lag unentwegt auf der Tischplatte. Nur langsam hob sie ihn jetzt und holte noch einmal tief Luft. „Ich darf dir nichts genaues erzählen, da ich an die Schweigepflicht gebunden bin, aber ich kann dir soviel sagen, dass er jetzt auf jeden Fall erst einmal Ruhe und Zeit zur Genesung braucht. Bitte, du musst das verstehen.“ Sie wirkte selbst nicht glücklich mit dieser Erklärung.
„Ich versteh gar nichts“, knurrte Matt leise, „was ist passiert?!“ Wenn Aimi schon von ihrer Schweigepflicht als Schulsanitäterin anfing, dann musste es ja etwas ernstes sein. Dann steckte da mehr hinter. Irgendwas musste nach diesem Kuss passiert sein und es wurmte ihn, dass niemand Klartext mit ihm sprach.
„Das geht dich einen Dreck an, schließlich bist du Schuld an dem ganzen Scheiß!“
Ruckartig wandten die Beiden die Köpfe Richtung Tür, in deren Rahmen tatsächlich Mello stand. Schweiß glänzte auf seiner Stirn und seine Finger krallten sich um das Holz des Türrahmens. Sein Gesicht wirkte seltsam verzerrt, auch wenn er sich Mühe zu geben schien dies zu überdecken. „Und jetzt hau ab, sonst vergess´ ich mich!“ Seine Stimme klang nicht ganz so scharf wie sie wohl ursprünglich einmal hatte klingen sollen, aber es reichte aus. Genau eine solche Aussage hatte er gefürchtet und deshalb war er nicht hierher gekommen.
Mit einem Ruck erhob er sich und ging dann wortlos an dem Blonden vorbei aus der Wohnung. Flüchtete regelrecht, wie er es auch damals getan hatte, nachdem er Lilith mit Beyond erwischt hatte. Wieso zum Teufel durfte er nie Glück mit der Liebe haben? Das war doch wirklich nicht fair!



Obwohl es schon fast Nachmittag war lag Beyond noch in seinem Bett und döste. Er hatte nach seiner kleinen Erziehungsmaßnahme mit Mello noch ein Treffen gehabt und das hatte sich dann noch ziemlich hinausgezögert. Er war erst irgendwann in den frühen Morgenstunden zurückgekehrt und hatte sich sofort auf´s Ohr gehauen. Eigentlich war der Abend ziemlich positiv verlaufen und doch machte ihn die Erinnerung an Mello wütend. Es war wirklich nur reiner Zufall gewesen, dass er die Szene zwischen ihm und seinem Mitbewohner mitbekommen hatte und auch wenn die Initiative eindeutig von Matt ausgegangen war, so war Mello mindestens genauso Schuld. Aus diesem Grund hatte er seinem Süßen klarmachen müssen, wer hier das Sagen hatte und er war sich eigentlich sicher, dass Mello seine Botschaft verstanden hatte und sich zumindest vorerst von Matt fernhalten würde. Das wäre dann wohl auch für den Rothaarigen erst einmal Strafe genug. Mello gehörte ihm und niemand anderes fasste sein Eigentum an.
Mit einem hinterhältigen Grinsen nahm er sein Handy von dem Nachttisch und tippte dem Blonden eine kurze SMS. Er war ja mal wirklich gespannt, inwieweit seine Erziehungsmaßnahme den Blonden wirklich beeinflusst hatte. Er wollte seinen Süßen ja nicht vergraulen, sondern ihm lediglich klar machen, wer hier das Sagen hatte und das er es gar nicht leiden konnte hintergangen zu werden.
Mit einem lauten Knall fiel plötzlich die Wohnungstür ins Haus. Ach, hatte da etwa jemand schlechte Laune? Endlich ein Grund für ihn sich aus dem Bett zu quälen. Recht gut gelaunt verließ er sein Zimmer und öffnete einfach die Zimmertür des Rothaarigen. Glücklicherweise war sie nicht abgeschlossen, wie es sonst oft der Fall war.
„Hau ab!“, fauchte Matt und würde ihm wohl am liebsten den Controller an den Kopf werfen. Er war also wirklich bei Mello gewesen und anscheinend hatte dieser ihn ordentlich abblitzen lassen. So wütend hatte er Matt schon länger nicht mehr gesehen. Dieses wütende Glühen in den dunklen Augen... Aber dieses mal schien es nicht nur gänzlich ihm zu gelten, so wie damals, nachdem Matt von seiner Affäre mit dessen Schnalle erfahren hatte. Die Kleine war aber auch sofort auf ihn angesprungen und hatte sich vögeln lassen. Aber gut, dann hatte Mello also dicht gehalten, andernfalls wäre ihm Matt wohl schon längst an die Gurgel gegangen.
„Das tut mir ja wirklich leid, aber mach dir mal keinen zu großen Kopf. Mello hat doch eine Freundin, da ist es ja kein Wunder das er nach deiner Aktion so reagiert.“ Spöttisch grinste er seinen Mitbewohner an, der für einen Moment innehielt.
„Raus!“, fauchte er schließlich erneut und warf dieses Mal tatsächlich den Controller, dem er mit einem schnellen Schritt zur Seite auswich, sodass er haarscharf an seinem Kopf vorbeiflog und gegen die Wand schlug. Leise kichernd kickte er das Plastikteil zurück zu dessen Besitzer und verließ dann schnell das Zimmer, bevor er doch noch etwas an den Kopf bekam.
Er mochte Matt nicht, hatte ihn von der ersten Sekunde an nicht gemocht. Es hatte keinen bestimmten Grund, außer vielleicht das er sich nicht gut manipulieren ließ und er ihn auch nicht sonderlich anziehend fand. Dennoch machte er sich inzwischen einen Spaß daraus, ihn mit Mello zu hintergehen.
Gut gelaunt betrat er als nächstes das Zimmer von L, allerdings war dieser überhaupt nicht da. Ein wenig verwunderlich, schließlich hatte er die letzten Tage fast ausschließlich in seinem Zimmer verbracht und war nicht einmal in der Schule gewesen. ,Arbeiten' hatte er das genannt. Dann war er ja mal gespannt, was L so dringendes zu arbeiten gehabt hatte.
Leise schloss er die Tür hinter sich und setzte sich an den Schreibtisch. Der Laptop war entgegen seiner Erwartungen nicht mit einem Passwort gesichert, sodass er sich ungehindert auf der Festplatte umsehen konnte. Viel spannendes gab es darauf nicht, nur sehr viel Sachen für die Schule und vom Schülerrat. Das war aber nicht alles, darum würde L kein solches Geheimnis machen und das wusste er. Bei seiner weiteren Suche stieß er dann auch auf eine erst kürzlich gelöschten Datei, die zwar im Papierkorb war, allerdings noch nicht vollständig gelöscht wurde.
LAMS-H8N-FBI-BS
Das schien genau das zu sein, was er gesucht hatte. Mit einem Klick stellte er das Dokument wieder her und öffnete es. Überrascht zog er die Augenbrauen zusammen und überflog den Bericht und die angefügten Bilder. Ein versuchter Mord an einem gewissen Harrison Havering in einem Vorort von Los Angeles, der wohl auf das Konto eines raffinierten Serienmörder ging. L schien hier wirklich über geheime Informationen des FBI zu verfügen und so wie sich die letzten Sätze am Ende des Berichtes lasen, verdächtigte er sogar eine der Ermittlerinnen. Es war wirklich sehr interessant zu sehen, was der gute, alte L also unter ,Arbeit' verstand. Spielte Detektiv statt für die Schule zu lernen, wirklich sehr amüsant.
Mit einem Grinsen im Gesicht verfrachtete er die Datei wieder zurück in den Papierkorb und fuhr den Laptop herunter. Nachdem wieder alles so wie bei seinem Eintreffen war, verließ er das Zimmer und ging in die Küche um jetzt erst einmal ordentlich zu Frühstücken. Oder ein spätes Mittagessen einzunehmen, je nachdem wie man es auch immer nennen wollte.

_________________

Hallo *wink*
Ich bin gerade total happy.
Drei Reviews! :D  Danke an PsychoCreepyPie, -Lumi- und Dark-JD <3 Ihr seid so toll ^____^

Samstag kommt das Kapitel vielleicht ein wenig später als sonst, werde nämlich den ganzen Tag mit meinem Pony auf´m Turnier sein und weiß noch nicht genau, wann ich wieder zuhause sein werde. Aber es kommt auf jeden Fall! :D

Dann noch einmal vielen Dank für euren tollen Ansporn und wir lesen uns (hoffentlich) wieder ^^
Eure Blue
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast