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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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Dieses Kapitel
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04.01.2014 2.216
 
Schritt für Schritt kämpfte sich Mello die Treppe zu seiner rettenden Wohnung empor. Es war mehr ein Kriechen und Krabbeln als wirkliches Laufen. Alles tat ihm weh. Jede einzelne Bewegung jagte eine Welle aus Schmerz durch seinen Körper und lähmte ihn, vernebelten seinen Verstand und versuchten ihn in ein schwarzes Loch zu ziehen.
Endlich erreichte er die rettende Tür und schloss sie mit zitternden Fingern auf. Kaum das sie hinter ihm wieder ins Schloss gefallen war, gaben seine Knie unter ihm nach und er brach kraftlos zusammen. Heftig begann er zu zittern und erneut liefen ihm Tränen über´s Gesicht. Er hatte Beyond viel zugetraut, sehr viel sogar, aber das hier übertraf alles. Niemals hätte er geglaubt, dass der Schwarzhaarige zu so etwas fähig wäre und das nur, weil er von dem ,Kuss' mit Matt erfahren hatte, um den er nun wirklich nicht gebeten hatte. Erst bestellte er diese Dreckskerle und ließ ihn verprügeln und zu allem Überfluss vergewaltigte er ihn danach auch noch. Er war wirklich fertig mit den Nerven.
Ein Geräusch ließ ihn aufschrecken. Verflucht, waren die Mädels etwa hier?! Schnell wollte er aufspringen, allerdings rebellierte sein Körper dagegen und so sackte er unter Schmerzen wieder zurück zu Boden. Fest biss er sich auf die Unterlippe und versuchte sich krampfhaft zusammenzureißen. Er wollte nicht, dass ihn jemand so sah. Es würde ein schlechtes Licht auf ihn werfen und er müsste sich unangenehmen Fragen stellen, die er nicht beantworten konnte. Zudem spuckte noch immer der letzte Satz von Beyond in seinem Kopf herum.
„Und solltest du auf die blöde Idee kommen und irgendjemanden etwas hiervon erzählen, dann war das hier nur der Anfang, mein Süßer. Denk daran, meine Augen und Ohren sind überall!“

Plötzlich öffnete sich die Tür seiner brünetten Mitbewohnerin. „Mello?!“ Erschrocken weiteten sich die Augen des Mädchens, als sie ihn in den blutverschmierten Sachen am Boden entdeckte. „Hey, Mello, was ist passiert?“ Schon saß die Schulsanitäterin neben ihm, strich ihm ein paar Strähnen aus dem Gesicht und überprüfte Puls und Atmung. Kurz verschaffte sie sich einen ersten, flüchtigen Überblick über seinen Zustand, während er einfach nur mit geschlossenen Augen dasaß und schwieg. Genau so etwas hatte nicht passieren dürfen.
„Mello? Hörst du mich?“, sprach Aimi ihn erneut an und tätschelte leicht seine Wange.
„Lass mich“, presste Mello hervor. Sie sollte gehen. Einfach abhauen und ihn in Ruhe lassen.
„Du musst unbedingt ins Krankenhaus. Ich werde den Rettungswagen rufen.“ Entschlossen stand die Brünette auf und wollte das Telefon holen, allerdings hielt Mello sie im letzten Moment zurück. Er konnte nicht ins Krankenhaus. Sie würden sofort wissen was passiert war und die Polizei einschalten. Das ging nicht! Beyond würde ihn umbringen wenn das passierte.
„Nein, mir geht es gut“, versuchte er so fest wie möglich zu sagen und wollte zum Beweis aufstehen, allerdings jagte dies nur einen heftigen Schmerz durch seinen Unterleib und trieb ihm erneut Tränen in die Augen. Jeder Depp musste sehen, dass es ihm alles andere als gut ging. Verflucht!
„Mello, bitte! Ich weiß nicht, in was du da rein geraten bist, aber das ist eine ernste Sache. Du solltest wirklich zu einem Arzt und zur Polizei gehen.“
„Nein!“, antwortete er wohl etwas zu heftig. „Es ist alles in bester Ordnung, lass mich einfach in Ruhe!“ Er wollte keine Hilfe und brauchte sie auch nicht. Er musste alleine damit klarkommen.
„Dann lass mich wenigstens kurz drauf schauen, ja? Es wird auch unter uns bleiben, ich möchte nur nicht das nachher irgendwas schlimmes ist, was bleibende Schäden hinterlässt. Es ist wirklich besser.“ Sanft legte Aimi ihm die Hand auf die Schulter und lächelte aufmunternd. Sie war wirklich die geborene Ärztin. Vielleicht sollte er vernünftig sein und sie auf die Verletzungen sehen lassen, jetzt war das Kind ja sowieso schon in den Brunnen gefallen. Und vielleicht bekam er auch etwas gegen diese höllischen Schmerzen, die ihm immer wieder versuchten das Bewusstsein zu entreißen.
„In Ordnung“, stimmte er schließlich zu und schloss erschöpft die Augen.
„Sehr gut. Beweg´ dich nicht, ich werde eben einen Rollstuhl holen, damit ich dich ins Krankenzimmer bringen kann. Da sind wir ungestört.“ Mit einem letzten, aufmunternden Lächeln stand sie auf.



~SONNTAG~

„Was denkst du?“ Fragend schaute L den Weißhaarigen an, der gerade seine Ermittlungsergebnisse zu Ende studiert hatte. Er hatte die ganze Nacht daran gesessen, jedes einzelne Detail auszuwerten und so eine neue Theorie zu entwickeln. Leider hatte ihm das achte Opfer nicht so viel weitergeholfen, wie er es sich erhofft hatte. Wobei die Chancen auch schwindet gering gewesen waren. Zwar war Harrison Havering aufgewacht, aber die Verletzungen an seinem Hals waren so erheblich, dass er bis auf weiteres stumm bleiben würde und auch der Verlust seiner Augen machte es nicht besser. Der Mörder war sehr umsichtig gewesen, als er entschlossen hatte ihn überleben zu lassen. Sie hatten somit zwar einen Überlebenden, tappten aber dennoch weiterhin im Dunklen was die Identität des Täters anging. Wobei, er hatte in diesem Punkt wohl einen Durchbruch erreicht. Das Gespräch mit Light hatte ihn den Fall noch einmal aus komplett anderen Blickwinkeln betrachten und weitere Nachforschungen anstellen lassen und tatsächlich hatte er eine Theorie entwickelt, die zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit der Wahrheit entsprechen könnte. Es war ein wenig verzwickt gewesen und er lehnte sich mit dieser Erklärung auch recht weit aus dem Fenster, da ein Großteil tatsächlich nur aus Spekulationen bestand, aber es war in sich schlüssig. Sie müssten den Verdächtigen nur überwachen und dann könnte sich die Vermutung bestätigen oder eben nicht.
„Du meinst also, dass es der Mann von dieser FBI-Ermittlerin Bess Skellte ist, weil er die Möglichkeiten hätte über seine Frau an alle Ermittlungsdaten zu kommen und in Schweden eine Anzeige wegen Geldwäsche hatte, die sich aber nie bestätigt hat. Zudem wäre er von den körperlichen Gegebenheiten dazu in der Lage.“ Nachdenklich starrte Near das Papier an und legte es dann zur Seite. „Aufgrund dieser Begründung würde noch immer ein geringer Prozentsatz der Restbevölkerung in Betracht kommen. Und vielleicht ist das alles auch nur Zufall? Woher sollte er zum Beispiel wissen, dass du hinter dem Detektiv Erald Coil steckst? Soweit ich weiß wissen das doch nur deine Informantin und ich?“
Es wunderte L nicht, dass Near seine Vermutung so kritisch auseinandernahm. Es waren genau die Punkte, die auch ihn an dieser Theorie hatten zweifeln lassen. Ein Detektiv stützte seine Arbeit eben auf Beweisen und nicht auf wilden Spekulationen, aber solange man keine verwertbaren Spuren besaß musste man eben versuchen den Fall anderweitig zu rekonstruieren. Und besonders in dieser Mordserie mit dieser Sorte von Täter schien ihm nichts anderes übrig zu bleiben.
„Ich gehe nicht davon aus, dass er aus eigenem Antrieb handelt. Mal angenommen die Geschichte mit der Geldwäsche würde stimmen und seine Frau wüsste nichts davon, er hatte diese Sache längst abgeschrieben und plötzlich taucht jemand mit handfesten Beweisen auf, die ihn belasten und vielleicht sogar ins Gefängnis bringen würden. Und vielleicht bedroht derjenige auch seine Frau und ihn. Er könnte die Morde also im Auftrag durchführen und wäre durch die Arbeit seiner Frau immer auf dem aktuellen Stand der Ermittlungen. Der Drahtzieher hinter der ganzen Sache könnte dann ganz normal seinem Alltag folgen, ohne auch nur minimal in Verdacht zu geraten. Es gibt kein Risiko für ihn.“ Er hatte lange über dieser möglichen Erklärung gebrütet, aber es würde Sinn machen. Blieb nur weiterhin die Frage, wer dem ausführenden Täter seine Identität verraten hatte. Denn es stimmte, außer Near und Naomi Misora wusste niemand davon. Eigentlich vertraute er beiden, aber da es keine andere Möglichkeit gab würde er beide Überwachen müssen um die undichte Stelle zu finden.
„Das klingt wie aus einem schlechten Vorabendkrimi. Wie wirst du jetzt weiter vorgehen?“
„Ich werde Liam Skellte weiter durchleuchten und Naomi auf ihn ansetzen. Vielen Dank für deine Einschätzung, Near.“
„Kein Problem“, meinte er und streckte sich erst einmal. „Du kannst mich jederzeit rufen, ich helfe dir gerne“, fügte er dann noch mit einem Lächeln hinzu und verabschiedete sich.
Auch L fuhr seinen Rechner herunter. Er wollte Light einen kleinen Besuch abstatten, schließlich wäre er ohne die Tipps von dem Jüngeren nicht so schnell auf diese Lösung gekommen. Außerdem würde es ihm gut tun, nach den ganzen letzten Tagen vor seinem Computer noch einmal an die frische Luft zu kommen. Er war wirklich viel zu viel drinnen, aber was sollte er tun, wenn er an einem Fall zu arbeiten hatte? Der Mörder hörte ja nicht einfach auf zu morden, weil er gerade andere Dinge zu tun hatte als sich mit dem Fall zu beschäftigen.
Vor der Haustür schlug ihm die kühle Frühlingsluft entgegen und am liebsten würde er doch wieder in sein Zimmer gehen. Aber er hatte ja auch nicht ewig vor draußen zu bleiben. Hoffentlich würde er Light wie zu erwarten in der Schulbibliothek vorfinden. Der Brünette hielt sich außergewöhnlich oft dort auf um zu Lernen. Es war kein Geheimnis, dass er und Near um den Titel des Stufenbesten konkurrierten. Er war wirklich schon gespannt, wer sich am Ende durchsetzen würde. Sie hatten beide sehr viel Grips in der Birne und waren somit mehr als würdige Kandidaten. Wobei er es Light wirklich gönnen würde, so sehr wie er sich in die Sache reinhängte und das noch neben seiner Arbeit als Schulratsvorsitzender. Zudem war er auch einer der wenigen Menschen, den er von seiner Art her mochte und als akzeptablen Zeitgenossen bezeichnen würde. Er könnte sich sogar vorstellen ihn als ,Freund' zu bezeichnen und ihn näher kennenzulernen.
In der Bibliothek entdeckte er dann tatsächlich Light an einem der Tische, allerdings war er nicht alleine. Matt saß bei ihm und die beiden schienen sich wegen irgendwas nicht ganz einig zu sein. Light redete durchweg auf den Rothaarigen ein, während dieser mit verbissenem Gesichtsausdruck auf seine PSP starrte. Wie gerne würde er in Momenten wie diesem mit seinem Wohnungsgenosse tauschen. Er hatte nie einen wirklichen Freund gehabt, hatte nie das Gefühl gehabt einen zu brauchen, aber seitdem er Light kannte und sie regelmäßig während der Schulratssitzungen zusammen waren, hegte er des öfteren den Wunsch so eng mit ihm befreundet zu sein wie Matt. Teilweise spürte er sogar schon die Ansätze von Neid, wenn er sah wie gut die beiden miteinander auskamen. Aber es war einfach nicht seine Art sich dem Brünetten aufzudrängen wie Beyond es vielleicht tun würde, nur um seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Na schön, ich mach´s!“ Der genervte Ausruf des Rothaarigen riss L aus seinen Gedanken. Matt war aufgesprungen und stapfte nun mit schnellen Schritten und entschlossenem Gesichtsausdruck zum Ausgang.
Light blieb alleine an dem Tisch zurück und nahm erschöpft seufzend eines der Schulbücher zur Hand. Nun trat er aus dem Hintergrund hervor und setzte sich leicht lächelnd ebenfalls an den Tisch. „Was ist denn mit Matt los?“, fragte er beiläufig.
„Was?! Ach, du bist´s, L.“ Für einen Moment glaubte L so etwas wie Alarmbereitschaft in seinen Augen gesehen zu haben, allerdings war davon nur einen Augenblick später keinerlei Spur mehr zu sehen. Wahrscheinlich hatte er sich nur getäuscht, denn auch seine Stimme klang völlig normal, als er weitersprach. „Matt hat nur ein wenig schlechte Laune. Hat die letzten Tage und vor allem Nächte zu viel gezockt, aber das ist ja nichts neues. Was ist eigentlich aus diesem Mordfall von deinem Bekannten geworden? Hast du es gelöst bekommen?“
Light wollte mit dieser Frage sicher nur von Matt ablenken. Anscheinend war es nicht für seine Ohren bestimmt, was da gerade los gewesen war. Er versuchte das aufkeimende Gefühl der Eifersucht einfach zu verdrängen, während er sich weiterhin um ein echt wirkendes Lächeln bemühte. „Durch deine Hilfe habe ich das tatsächlich. Er wird es jetzt so in sein Buch übernehmen.“
„Das freut mich wirklich. Sag mir Bescheid, wenn es herauskommt. Dann werde ich es auch mal lesen.“
„Sicher doch.“ Wenn er Light nur erzählen könnte, dass er ihm beim Lösen einer echten Mordserie geholfen hatte und nicht nur eines Romans... Aber genau das konnte er nicht, schließlich kannte der Mörder seine wahre Identität und damit befanden sich alle ihm nahestehenden Personen in Gefahr. Ein weiterer guter Grund, sich niemals Freunde zuzulegen. Es machte ihn angreifbar, verletzbar, zu einem einfachen Ziel. In eine solche Gefahr wollte er Light nicht bringen, dafür bedeutete er ihm bereits zu viel.

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Abend meine Lieben :)

Ich spare mir jetzt das Gejammere über nicht vorhandene Reviews (T.T) und hoffe einfach darauf, dass ihr in den nächsten Stündchen oder Tagen ein, zwei Minuten Zeit findet und mir ein kleines Review schreibt *hoff*
Und nur um eines noch klarzustellen: Ich wollte Mello das nicht antun! Beyond hat sich selbstständig gemacht und ich konnte ihn einfach nicht aufhalten! Bitte nicht böse sein *in der Ecke verkriech*
Wenn ihr mir etwas antut, dann werdet ihr niemals erfahren, wie es endet! *erleichtert hervor komm*


Und falls ihr jetzt nach allem Lust auf etwas kleines für eure Lachmuskeln habt, kann ich euch nur wärmstens dieses MSTing empfehlen:
http://www.fanfiktion.de/s/5324a79e00023310288c719a/1/MSTing-Eine-mel-l-odramatische-Geschichte-ohne-Logik-und-Intelegents-
Ich hatte das Glück schon mehrere Kapitel sowohl von der Badfic, wie auch vom MSTing selber vorab zu lesen und ich habe mir so einen abgelacht. Besonders weil alle unsere Jungs ihren Auftritt haben werden und... wenn ihr mehr erfahren wollt, lest einfach mal rein ^^

So, damit verabschiede ich mich für heute von euch, wünsche euch ein schönes Restwochenende und bis Dienstag, meine Süßen :D
Eure Blue <3
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