Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
Alle Kapitel
88 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.01.2014 2.014
 
~Mittwoch~


„In Ordnung, also sieht es wie folgt aus: Matt kümmert sich um die Beleuchtung und die Technik, Misa um die Musik, Kiyomi um die Dekoration, L um die Versorgung und ich übernehme den Rest. Irgendwelche Einwände?“
Aufmerksam schaute der junge Student seine vier Mitschüler an und setzte sich schließlich wieder zurück auf seinen Platz, nachdem diese ihm nur ein bestätigendes Nicken schenkten. Er war froh, dass sie endlich auf einen Nenner gekommen und das Thema somit fürs erste beendet war. Nicht, dass Light Yagami seine Position als Vorsitzender des Schülerrates nicht mochte, aber manchmal war es wirklich nicht leicht.
Seit fast zwei Stunden saßen sie nun schon zusammen und planten die Vorbereitungen für das Schulfest. In drei Wochen war das Schuljahr vorbei und kurz vorher veranstaltete die Universität wie jedes Jahr ein großes Schulfest. Bis dahin war es allerdings noch ein ganzes Stück Arbeit, denn neben der Organisation des Festes mussten sie auch noch für die anstehenden Prüfungen lernen. Light hegte zwar nicht wirklich Zweifel daran, dass er die Prüfungen mit Bestnoten abschließen würde, aber das reichte ihm natürlich bei Weitem nicht. Er wollte der Beste seines Jahrgangs sein und das würde dieses Jahr kein Zuckerschlecken werden.
„Damit ist die Versammlung dann wohl beendet.“ Erleichtert aufseufzend stand der Älteste in der Runde auf und verließ mit einer kurzen Verabschiedung den Hörsaal. Wahrscheinlich um endlich wieder seiner Sucht nachzugehen und seinen Körper mit giftigen Nikotin vollzupumpen. Auch die anderen Mitglieder des Schülerrats packten eilig ihre Sachen zusammen und verschwanden aus der Tür. Kein Wunder, schließlich hielten sie diese Sitzungen meistens nach dem regulären Unterricht ab, wenn die anderen Schüler schon lange frei hatten.
„Ähm... Light?“, erklang plötzlich die Stimme der Blondine und ließ Light aufblicken.
„Ist noch etwas, Misa?“, fragte der Junge und klemmte sich die Akte mit den Unterlagen unter den Arm. Er musst unbedingt noch den Bericht fertig schreiben und dann könnte er auch schon einmal die Themen der letzten Tage wiederholen, schließlich rückten die Prüfungen immer näher.
„Also, ich wollte dich mal fragen ob du nicht vielleicht Lust hast mit mir ins Kino zu gehen? Im Moment läuft ein richtig toller Film, aber Aimi will nicht mit mir hin.“
„Tut mir leid, aber dafür habe ich im Moment gar keine Zeit. Ich muss noch so viel lernen und dann noch das Schulfest... Vielleicht, wenn das Schuljahr endlich vorbei ist?“ Es tat ihm leid, das Mädchen zurückweisen zu müssen, aber er musste wirklich lernen. Auch wenn ihm traurige Ausdruck und der enttäuschte Ton, mit dem sie sich jetzt von ihm verabschiedete, nicht entging. Aber was sollte er tun? Er brauchte gute Noten, um den Grundstein für seine Zukunft zu legen, und nur das interessierte ihn im Moment. Er wollte in seinem Leben etwas erreichen und diese Welt verändern.
Als Letzter verließ er jetzt den Raum und machte sich auf den Weg zu seinem Wohnblock. Das Minamoto war neben dem Taira, dem Fujiwara und dem Tachibana nur eines der Wohnhäuser auf dem Gelände. Wer auch immer die Idee gehabt hatte, die Häuser nach alten Clans zu benennen. Jede Klassenstufe besaß hier ihr eigenes Gebäude, das mehrere kleine Wohnungen beinhaltete. Wie in einer Wohngemeinschaft bewohnten immer drei Schüler eine dieser Wohnung. Dieses Prinzip schien sich auf der Elite-Uni in den letzten Jahren sehr bewährt zu haben und inzwischen war sie auch bekannt dafür. Ihm selbst war es eigentlich egal, solange die anderen Beiden ihn nicht beim Lernen störten und das taten sie zum Glück in den seltensten Fällen.
In der Wohnung angekommen nahm er sich eine Tüte Chips aus dem Küchenschrank mit und verschwand in seinem Zimmer. Dort würde er wohl den Rest des Abends an seinem Schreibtisch verbringen und arbeiten.


Mit einer Packung Schokokugeln in der Hand legte L den geschotterten Weg zum Fujiwara zurück. Nicht mehr lange und dann würden seine Wohnungsgenossen und er vom Fujiwara in das Tachibana umziehen. Ein Jahr nur noch, und dann wäre das schöne ruhige Leben vorbei und er musste sich in die Arbeitswelt stürzen. Wo er schon bei Arbeitswelt war... Arbeit wartete auch noch auf ihn. Er musste unbedingt noch ein paar Recherchen anstellen und seinem Klienten einen Zwischenbericht zukommen lassen.
Er wollte gerade die Wohnungstür aufschließen, als diese auch schon geöffnet wurde und er fast mit dem blonden Jungen zusammenstieß. Mit einem Schritt zur Seite verhinderte er den Zusammenstoß im letzten Moment noch und schaute dem Jüngeren hinterher, der einfach ohne ein Wort der Entschuldigung abhaute. Mello war inzwischen kein seltener Gast in ihrer Wohnung mehr, er hatte ihn schon öfters hier herumlungern gesehen. Meistens, wenn er von einer Versammlung des Schülerrats zurückkam. Er war auch nicht dumm und konnte sich ganz genau vorstellen, was das zu bedeuten hatte. Schließlich kannte er seinen Mitbewohner und dessen Neigungen.
Langsam schloss er die Tür hinter sich und ging hinüber in die kleine Küche. Beyond saß mit einem Glas Marmelade auf einem der Stühle und schaufelte das Zeug pur in sich hinein. Als er nun eintrat hielt er kurz inne und starrte ihn an. Die intensiv roten Augen schienen ihn genau zu mustern, ja sogar regelrecht zu durchbohren. Er war diesen Blick seines Wohngenossen inzwischen gewohnt, aber doch beschlich ihn jedes Mal ein ungutes Gefühl. Vielleicht war das auch so, weil er ganz genau wusste was dieser Blick zu bedeuten hatte.
„Ich bin eben Mello begegnet“, sagte er ganz beiläufig und öffnete den Vorratsschrank. Suchend ließ er seinen Blick über den Inhalt gleiten und nahm schließlich eine Packung Schokoladenkekse heraus.
„Eifersüchtig?“, fragte Beyond nach und grinste ihn dabei an.
„Du solltest aufpassen, dass Matt nichts davon mitbekommt. Ich habe keine Lust, dass die Stimmung hier drin noch schlechter wird“, meinte L noch, bevor er mit seiner Beute die Küche wieder verließ und in seinem Zimmer verschwand. Dort ließ er sich auf seinen Schreibtischstuhl sinken und startete den Laptop.
Er war sich ziemlich sicher, dass es Beyond scheißegal war, ob Matt von der Sache hier erfuhr oder nicht. Dabei wusste der Rotäugige ganz genau, dass Matt Gefühle für den Blonden hegte. Zwar hatte Matt das niemals offen gezeigt oder gar zugegeben, aber er ging sehr stark davon aus, dass Beyond es dennoch mitbekommen hatte. Beyond war schließlich genauso aufmerksam und klug wie er selbst und nicht auf den Kopf gefallen. Das Verhältnis zwischen seinen beiden Mitbewohnern war sowieso schon seit einiger Zeit ziemlich angespannt und wenn dann herauskommen würde, dass Beyond ein Verhältnis mit Matts großer Liebe hatte? Der Rothaarige würde ausflippen. Vielleicht provozierte Beyond genau das mit seinem Verhalten, da mochte er sich nicht festlegen, aber er hoffte es des Friedens Willen nicht. Sie mussten noch ein ganzes Jahr gemeinsam in einer Wohnung aushalten, da konnte er so etwas wirklich nicht gebrauchen.
Sein Laptop war inzwischen hochgefahren und so schaute er sich die erste Mail an. Es handelte sich um eine Auftragsanfrage an den berühmten Detektiv Erald Coil. Ein großes Unternehmen hegte den Verdacht der Industriespionage und wollte seine Hilfe um Gewissheit zu erlangen. Kein Fall, der ihn wirklich interessierte und er hatte im Moment auch nicht wirklich Zeit dafür, schließlich standen demnächst die Prüfungen an. Dabei hätte er wirklich noch einmal Lust auf einen spannenden und komplizierten Fall. Die Uni lastete ihn einfach nicht richtig aus.
Nachdenklich kaute er auf einem weiteren Keks herum und schaute sich seine restlichen E-Mails an. Ziemlich viele Werbung- und Scherz-Mails, aber auch ein weiterer neuer Auftrag war darunter. Und der klang doch mal interessant!
Es handelte sich um eine Mordserie in Los Angeles, die seit mehreren Wochen nicht aufgeklärt werden konnte. Inzwischen war bereits das FBI eingeschaltet worden und nun wollte man auch die Mithilfe des Detektivs Erald Coil.
Vor vier Jahren hatte er angefangen unter diesem Pseudonym als Privatdetektiv zu agieren und hatte sich in dieser Zeit einen Namen gemacht. Niemand wusste, dass hinter Erald Coil ein einfacher Elite-Student steckte, da er sich niemals offen zeigte.
Los Angeles... So kurz vor den Prüfungen wäre eine Reise nach Amerika nicht sehr empfehlenswert. Der Stoff stellte zwar kein Problem für ihn da, aber dennoch bedeutete eine solche Reise und der Schulausfall einen Nachteil. Er würde sich den Fall aber trotzdem mal durch den Kopf gehen lassen, er schien nämlich genau seine Ansprüche zu erfüllen.


Noch einen letzten Zug nahm Matt von seiner Zigarette, bevor er diese ausdrückte und sich auf den Weg zu den Wohngebäuden machte. Endlich hatte er mal wieder etwas freie Zeit und konnte sein neues Spiel suchten. Er hatte die letzten Tage viel zu viel für die Schule tun müssen und kaum Zeit für seine heißgeliebten Videospiele gehabt.
„Mail!“
Überrascht drehte sich Matt um und schaute die Besitzerin der Stimme an. Es gab nicht viele Schüler, die ihn bei seinem richtigen Vornamen nannten. Einer dieser Schüler war ihre Sanitäterin, Aimi Yamada aus dem zweiten Jahr. Er hatte ihr schon ein paar Mal mit ihrem Computer geholfen und die technischen Geräte auf der Krankenstation repariert. Wenn es eine Sache gab, die er neben Videospielen perfekt beherrschte, dann war das der Umgang mit Computern.
Die Brünette war inzwischen vor ihm stehengeblieben und strich sich mit der Hand durch die Haare. „Gut das ich dich noch erwischt habe. Mein Computer macht wieder einmal Ärger.“ Sanft lächelte sie ihn an und verschränkte nervös die Hände auf dem Rücken.
So viel zum Thema ,Freie Zeit zum Zocken'. Allerdings würde er einen Abstecher in das Taira und besonders in diese Wohnung niemals ablehnen. „Okay, ich werde ihn mir mal ansehen“, sagte er und zauberte damit ein erfreutes Lächeln in ihr Gesicht.
„Danke! Du bist echt meine Rettung!“
Gemeinsam gingen sie über den Kiesweg hinüber zum Taira und betraten nur wenig später die Wohnung der Brünetten. Matt war immer wieder überrascht, wie ordentlich diese Wohnung doch war. Ihre Wohnung sah an manchen Tagen wirklich verboten aus, aber hier war es jedes Mal wie geleckt, wenn er vorbeikam.
„Du kannst ja schon einmal vorgehen, ich hole uns noch etwas zu trinken.“
Matt nickte nur und betrat das Zimmer der Zwanzigjährigen, während diese in der Küche verschwand. Auch dieses Zimmer war wie immer ziemlich übertrieben ordentlich. Das einzige, was ihn noch immer ein wenig verwirrte, war die Farbgebung des Zimmers. Blau, rot und weiß dominierten hier und erinnerten ihn irgendwie an die britische Flagge. Okay, er steckte da nicht drin und war sowieso nur zum Reparieren des Computers hier.
Schon saß er vor dem Rechner und schaltete ihn ein. Sofort sprang dieser an und begann mit Blinken und Brummen hochzufahren, allerdings blieb der Bildschirm trotz allem schwarz. Auch als er erneut den Schalter drückte, tat sich nichts. Sah stark so aus als ob der Bildschirm gar nicht angeschlossen wäre.
„Hast du schon etwas gefunden?“, fragte Aimi und stellte eine Cola-Flasche auf den Tisch. „Ist Cola okay oder willst du lieber Kaffee oder Tee? Oder Wasser?“
Matt reagierte auf die Fragen nicht, stattdessen kroch er hinter den Schreibtisch und fand auch sofort den Übeltäter für das Problem. Das Verbindungskabel zwischen dem Rechner und dem Bildschirm war gelockert und somit war es kein Wunder, dass das Bild einfach schwarz blieb. Schnell hatte er den Stecker rein gedrückt und augenblicklich tauchte auch wieder ein Bild auf.
„Wow, du bist wirklich toll!“, freute sich die Brünette und ihre Augen schienen dabei regelrecht zu funkeln.
„Der Stecker war nicht richtig drinnen“, meinte er nur und nahm die Cola-Flasche vom Tisch, „also keine große Sache.“
„Ach was, ich wäre da nie im Leben drauf gekommen. Aber sag mal... Ich wollte dich fragen ob du vielleicht Lust hast mit mir zusammen in die Stadt zu gehen? Wir könnten ein Eis essen gehen oder so? Als Dankeschön dafür, dass du mir immer hilfst.“ Nervös knetete sie die Hände und schaute auf den Boden. Ein leichter Rotschimmer lag dabei auf ihren Wangen.
„Ja, können wir demnächst mal machen. Ich muss jetzt aber auch los, bis dann!“

_______________________

Hallo zusammen!
Ist jetzt leider doch etwas spät geworden, aber irgendwie finde ich momentan Zeit für nichts. Ich habe echt keine Ahnung wo die ganze Zeit abbleibt...
Vielen Dank an Dark-JD und ReWeJuIs für ihre Reviews!
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und dann sehen wir uns Samstag wieder.
Eure Blue ^^
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast