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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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Dieses Kapitel
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04.01.2014 1.950
 
~Dienstag~


Genüsslich eine Zigarette rauchend stand Matt vor dem kleinen Café und genoss die ersten zarten Sonnenstrahlen des Jahres. Der Winter war lang gewesen, aber allmählich machte sich doch der Frühling breit. Überall verliebte Pärchen und Liebe in der Luft – wieso konnte er nicht mit Mello zusammen sein? Das war doch alles total beschissen hier!
Endlich tauchte Light auf und er trat seine Kippe am Boden aus. Er war wirklich gespannt, wieso sein Freund ihn hierher bestellt hatte. Er hatte ihm vor einer knappen Stunde eine SMS geschrieben und seinem Wortlaut nach zu urteilen war es wichtig.
„Tut mir leid, Kiyomi wollte mich nicht gehen lassen“, seufzte Light und strich sich ein paar verschwitzte Strähnen aus dem Gesicht. Ob er den ganzen Weg hierher gerannt war? Zutrauen würde er es seinem perfektionistischen Freund.
„Du solltest langsam mal Klartext mit den Mädels reden. Die machen sich die ganze Zeit falsche Hoffnungen“, meinte Matt und ging zusammen mit seinem Freund hinein, wo sie sich an einen freien Tisch setzten.
„Es geht jetzt hier nicht um mich, ich habe etwas über Mellos Freundin herausgefunden. Oder besser gesagt, nicht herausgefunden.“
Wie jetzt? Hatte er etwas herausgefunden oder nicht? Manchmal sprach Light wirklich in Rätseln. Aber es wunderte ihn wirklich, wie sich sein Freund plötzlich für ihn reinhängte. Das hätte er so niemals erwartet und zeigte ihm nur noch mehr, dass es keinen besseren Freund als Light geben konnte. „Jetzt sag schon!“, drängelte er und tippte mit den Fingern auf die Tischplatte. Am liebsten würde er gleich noch eine Zigarette rauchen, um die aufsteigende Nervosität direkt im Keim zu ersticken.
„Nicht einmal Misa wusste etwas und er hat auch kein Wort über sie verloren, sondern ein richtiges Geheimnis draus gemacht. Allerdings... wusstest du, dass er und Beyond sich kennen?“
Mello und... Beyond?! Bei der Erwähnung des Namen seines Mitbewohners machte sich sofort ein schlechtes Gefühl in ihm breit. Es erinnerte ihn schmerzlich daran, wie er seine erste Liebe an ihn verloren hatte. Aber Mello hatte eine Freundin, von daher würde ihm von dieser Seite keine Gefahr drohen. Trotz allem, dass sich die beiden anscheinend kannten reichte schon aus, um ihn eifersüchtig zu machen. Wieso hatte davon bisher nichts gewusst?
„Mello hatte ihn um Nachhilfe in Mathe gebeten, aber er hat abgelehnt“, erzählte Light weiter, schien seine Gedanken erraten zu haben und ihn ein wenig beruhigen zu wollen. Aber wie sollte ihn das trösten? Dieser miese Bastard kannte Mello anscheinend besser als er.
„Matt? Hey, jetzt komm schon! Mello hat doch eine Freundin!“, versuchte Light ihn irgendwie aus seinen Gedanken zu reißen, aber er war viel zu vertieft, um seinem Freund großartig Aufmerksamkeit zu schenken.
„Junge, wenn dich das alles so beschäftigt dann biete du ihm doch Nachhilfeunterricht an.“
Das war doch die Idee! Er konnte zwar mit der Intelligenz von Light und L nicht mithalten, aber den Stoff von der letzten Stufe sollte er noch beherrschen. Er brauchte dann nur noch einen Grund Mello darauf anzusprechen. Und das wäre dann wohl das größte Problem an der Sache.
„Keine schlechte Idee, aber ich kann ja nicht einfach zu ihm gehen und ihm meine Hilfe anbieten?“, äußerte er seine Bedenken und hoffte, dass Lights Superhirn auch darauf eine Antwort wusste.
Nachdenklich runzelte Light die Stirn. „Sag ihm einfach, dass ich es dir erzählt habe“, meinte er schließlich ziemlich einfallslos.
„Wenn du meinst das er mir das abkauft...“, murmelte Matt nicht ganz überzeugt. Aber er würde es wohl probieren, wenn ihm bis dahin nichts besseres einfiel. Er würde Mello nicht so schnell aufgeben und bevor Beyond sich nachher doch noch umentschied, musste er handeln.



Wütend schloss Mello die Wohnungstür hinter sich. Er war sauer. Wobei sauer eigentlich noch untertrieben war, er tobte vor Wut. Die ach so tolle „Überraschung“ von Beyond war nämlich eine kleine Wohnung in der Stadt gewesen, die er extra für sie angemietet hatte. Es war schon ein tolles Gefühl gewesen, während des Sexes nicht andauernd die Befürchtung haben zu müssen im nächsten Moment erwischt zu werden, allerdings hatten sich ihm die Schattenseiten ebenso schnell offenbart. Beyond hatte sich einen Spaß daraus gemacht ihn an das Bett zu fesseln und wollte ihn nicht mehr gehen lassen. Die ganze Nacht hatte er ihn dort festgehalten und erst am frühen Nachmittag wieder gehen lassen. Dass heute Vormittag Unterricht gewesen war, hatte den Schwarzhaarigen natürlich kein Stück interessiert. Dieser Bastard konnte sich seine Spielchen erst mal in die Haare schmieren, so schnell würde er da sicher nicht mehr mitmachen. Seine Handgelenke waren durch die Fesseln blau verfärbt und leicht geschwollen, teilweise sogar etwas wund gescheuert, schließlich hatte er sich ordentlich gewehrt und versucht sich zu befreien. Leider ohne Erfolg.
„Mello!“ Plötzlich stand Aimi vor ihm und musterte ihn ein wenig besorgt. „Wo bist du gewesen? Ist alles in Ordnung?“
Die Brünette machte sich nur Sorgen um ihn, aber er hatte gerade Lust auf nichts und niemanden. „Alles Bestens!“, keifte er seine Mitbewohnerin an und drängelte sich an ihr vorbei in sein Zimmer. Allerdings ließ sich die Schulsanitäterin nicht so einfach abspeisen, fing die Tür auf, bevor diese ins Schloss fallen konnte und trat ein. Leise schloss sie die Tür hinter sich, blieb aber an dieser stehen.
Mello hatte sich inzwischen auf sein Bett geworfen und drehte ihr den Rücken zu. Wieso konnte er nicht einmal seine Ruhe haben? Nach dieser scheiß Nacht wollte er für den Rest des Tages niemanden mehr sehen.
„Hör mal, Mello. Ich möchte mich dir nicht aufdrängen, aber du weißt, dass du immer zu mir kommen kannst, egal was los ist.“
„Ja ja, jetzt lass mich in Ruhe“, grummelte der Blonde und langte nach seiner Bettdecke. Aimi benahm sich manchmal wirklich so übertrieben fürsorglich...
Plötzlich machte die Brünette ein paar schnelle Schritte auf ihn zu und ergriff schon wenige Momente später seinen Arm, mit dem er gerade seine Decke zu sich gezogen hatte. „Mello!“, murmelte sie und starrte das blau angelaufene Handgelenk besorgt an. „Das sieht überhaupt nicht gut aus! Magst du mir erzählen, was passiert ist?“ Sie schien gefasst zu wirken, aber etwas anderes konnte sie sich als Sanitäterin auch nicht erlauben, schließlich sollte sie ihre Patienten beruhigen und behandeln und sie nicht verrückt machen. Trotzdem, ganz falscher Zeitpunkt.
„Nein, lass mich einfach in Frieden, es ist nichts!“, schrie Mello seine Mitbewohnerin an und entriss ihr seine Hand.
„In Ordnung, aber komm wenigstens kurz mit damit ich dir was draufschmieren kann. Ja?“ Sanft lächelte sie ihn an und Mello willigte nach einer kurzen Bedenkzeit schließlich ein. Aimi würde ihm das Zeug auch noch bis ins Bett schleppen, wenn er nicht darauf einging. Sie nahm ihren Job als Schulsanitäterin wirklich ernst, kein Wunder, schließlich wollte sie nach ihrem Studium auch Ärztin werden. Sie würde auch niemanden etwas von seinen Verletzungen erzählen, in diesem Punkt vertraute er seiner Mitbewohnerin. Und je schneller die blauen Flecken verschwanden, desto besser.





~Mittwoch~


„Komm rein und setz dich.“ Mit einer einladenden Handbewegung wies L auf den zweiten Stuhl an seinem Schreibtisch, den er soeben kurzerhand aus der Küche entwendet hatte. Dankend nahm sein Gast platz, während er selbst noch die Tür abschloss und sich dann ebenfalls an den Schreibtisch setzte. Während der Laptop seine Arbeit aufnahm, langte er einmal in die Schüssel mit den Bonbons, die immer griffbereit daneben stand. „Willst du auch welche? Kannst dich ruhig bedienen“, bot er dem Jüngeren an und schob sich selbst eine Hand voll in den Mund.
„Danke. Das wievielte Opfer haben wir bereits?“
„Das Sechste. Frank Forrest, Firmenbesitzer, Ende fünfzig und seit fast drei Jahren Witwer. Er hat nichts mit den bisherigen Opfern gemeinsam.“
Der Laptop war inzwischen hochgefahren und L öffnete den Bericht, den Naomi Misora ihm heute Morgen geschickt hatte, nachdem sie ihm erst gestern ihre Einwilligung zum Ausspionieren ihrer Kollegen gegeben hatte. So wurde die Polizei in der Nacht tatsächlich wieder zu einem Fall gerufen und wie durch Zufall hatte man dann den Besitzer einer bekannten Autofirma gefunden, der die letzten drei Tage eigentlich auf Geschäftsreise gewesen sein sollte. Dort war er aber nie angekommen. Die Hotelangestellten hatten ausgesagt, dass ein Mann mit dem Namen Frank Forrest die Buchung einen Tag zuvor storniert hatte, laut den Angestellten der Autofirma war ihr Chef aber zu eben jener Geschäftsreise aufgebrochen.
Das Opfer war wie immer schlimm zugerichtet gewesen. Viele Verletzungen waren dem Mann ante mortem zugefügt worden, aber auch nach seinem Tod hatte man den Körper weiter verstümmelt. Die ersten vierundzwanzig Stunden hatte er unter starkem Drogeneinfluss mitbekommen, danach war sein Kreislauf vollständig kollabierte und schließlich war er an den Folgen der Verletzungen verstorben. Und auch dieses Mal hatte es eine Nachricht gegeben. Eingeritzt in die Haut des Opfers, noch vor dessen Tod, sodass das Blut an mehreren Stellen aus den Schnitten lief.
„Na los, Meisterdetektiv! Finde mich!“
Dem Kerl machte es wirklich Spaß ihn zu triezen und anzustacheln. Er musste sich seiner Sache wirklich so unverschämt sicher sein, logisch, schließlich hatte man nach sechs Todesopfern noch immer keine verwertbaren Spuren. Keine Fingerabdrücke, keine DNS, noch nicht einmal einen Fußabdruck. Sie tappten mit ihren Ermittlungen immer weiter durch´s Dunkle.
Inzwischen hatte sich Near den Bericht durchgelesen und besah sich nun mit kritischer Miene die Tatortbilder. Er wirkte schon gar nicht mehr so seekrank wie bei dem letzten Bild, aber ein wenig bleicher als sonst war er trotzdem.
„Hast du das gesehen?“, fragte Near nach und deutete auf ein paar hauchzarte Striche unterhalb der in lateinischen Buchstaben geschriebenen Wörter. Weitere Schnitte, zugefügt nach dem Tod.
Schnell zoomte L den Ausschnitt des Bildes noch etwas heran und versuchte es schärfer zu stellen. Tatsächlich schienen diese Narben nicht einfach nur wahllos zugefügt worden zu sein, im Gegenteil. Wenn man genau hinsah, konnte man tatsächlich japanische Schriftzeichen erahnen.
„Ich habe dich schon längst gefunden, L!“
Diese Nachricht schockte selbst einen so abgebrühten Detektiv wie ihn. Wie konnte es sein das dieser wahnsinnige Kerl seine wahre Identität herausgefunden hatte? Außer Near wusste niemand davon und der Weißhaarige hatte es auch nur herausgefunden, weil sie sich persönlich kannten und er ein großer Fan war. Aber ein Serienmörder in Amerika hatte diese Vorteile nicht, er konnte es eigentlich gar nicht herausfinden. Und doch hatte er es.
„Er hat die Nachricht so versteckt, dass nur du sie finden kannst. Keiner der amerikanischen Ermittler würde diese Narben als Schriftzeichen erkennen. Was wirst du jetzt tun?“, teilte Near seine Sicht der Dinge mit und schaute sein Idol fragend an.
„Ich kann nicht viel mehr tun als bisher. Er hat jetzt zwar einen großen Vorteil, aber ich schätze ihn nicht so ein, dass er mir gefährlich wird bis der Fall geklärt ist. Er will gefunden werden und solange wird er weiter morden. Meine Informantin überwacht gerade die drei Verdächtigen. Mach dir keine Gedanken, wir werden ihn schon bald überführt haben.“ Siegessicher schloss L die Dokumente und klappte den Laptop zu.
Diese Ankündigung nahm er als klare Herausforderung an. Er würde fortan seine komplette Zeit diesem Fall widmen und den Mörder so bald wie möglich entlarven und festnehmen. So etwas konnte er einfach nicht auf sich sitzen lassen.


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Guten Abend meine Lieben :)
Ich hoffe sehr ihr hattet Spaß beim Lesen.
Wir haben jetzt schon fast die Hälfte von dem erreicht, was ich bereits fertig geschrieben habe...
Das gefällt mir überhaupt nicht, aber ich finde irgendwie kaum mehr Zeit richtig zu schreiben...
Und das ich in der Endphase der Geschichte stecke macht es nicht besser, im Gegenteil, meine Motivation sinkt dadurch nur noch mehr -_- Aber ich gelobe Besserung, aufgegeben wird nicht! Will ja selbst wissen, wie die Story jetzt eigentlich endet :P

So, nach meinem Geschwaffel über Gott und die Welt möchte ich noch der lieben Julia für ihr Review danken <3
Und dann wünsche ich euch allen ein schönes Restwochenende, einen erfolgreichen Start in die Woche und bis Dienstag!!!
Eure Blue :D
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