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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 2.067
 
Nachdenklich hockte Mello im Schneidersitz auf seinem Bett und knabberte an einer Tafel Schokolade. Er hatte sich heute regelrecht zum Affen gemacht. Was mochte Matt jetzt wohl von ihm denken? Und das alles nur, weil er L tatsächlich diesen Schwachsinn abgekauft hatte. Mensch, wie hatte er nur so blauäugig sein können? Er konnte nur hoffen das Matt das nicht herum posaunte, er hatte keine Lust nachher noch zum Gespött der Schule zu werden.
Aber irgendwas an der ganzen Situation vorhin kam ihm doch etwas merkwürdig vor. Er hatte es anfangs gar nicht richtig wahrgenommen, aber als er Matt den Grund des Gespräches offenbart hatte, hatte dieser doch reichlich geschockt reagiert, bevor er angefangen hatte sich über ihn lustig zu machen. Natürlich konnte er nicht genau sagen, ob der Grund dafür die Absurdität seiner Worte gewesen waren oder ob da doch mehr dahintersteckte. Irgendwie ließ ihm das keine Ruhe. War er wirklich schon so verzweifelt, dass er sich das vielleicht einbildete? Dabei hatte er doch eigentlich alles was er brauchte...?
Wie auf Kommando begann sein Handy auf dem Nachttisch zu vibrieren. Und er hatte sich schon angefangen zu wundern, dass er seit fast zwei Tagen nichts mehr von Beyond gehört hatte... Ohne sich nennenswert vom Fleck zu bewegen langte er nach dem Handy und öffnete die SMS, die wie nicht anders zu erwarten von Beyond war.
>>Hallo Süße! Wir treffen uns in einer Stunde in der Schülerbibliothek bei den Manga. Ich hab ne Überraschung für dich...!<<
Süße... Sofort verzog er das Gesicht zu einer Fratze und er pfefferte das Handy ans andere Ende des Bettes. Seit Misa diese Nachricht an Beyond geschickt hatte, nannte ihn der Schwarzhaarige so und das machte ihn wirklich sauer. Das würde er ihr irgendwann noch zurückzahlen! Jetzt musste er sich allerdings erst einmal für das Treffen fertig machen. Er war ja wirklich gespannt was es mit dieser Überraschung auf sich hatte. Bei Beyond konnte man schließlich nie wissen, ob eine solche Ankündigung etwas Gutes hieß oder eher nicht.


Eine gute Stunde später betrat Mello die Bibliothek, allerdings war von Beyond noch weit und breit nichts zu sehen. Auch nicht sonderlich ungewöhnlich, er kam wann er wollte und hatte wahrscheinlich noch seinen Spaß daran ihn so zu ärgern. Dafür entdeckte er im hinteren Bereich an einem der Tische eine ganz andere Person, mit der er noch eine Rechnung offen hatte. So wie es aussah hatte Misa es tatsächlich geschafft, dass Light ihr beim Lernen half. Irgendwie schon ein wenig seltsam. Erst kümmerte sich Light so gut wie gar nicht um die Blondine und deren Schwärmereien und jetzt trafen sie sich schon zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen. Zwar zum Lernen, aber Misa hatte am Samstag den ganzen Abend von ihrem Stadtbummel mit Light geschwärmt und so ein Ausflug in die Stadt konnte man wohl kaum als Lernen bezeichnen.
„Hallo, Misa. Dich hier zu sehen ist wirklich ein ungewohnter Anblick. Aber deine Mathekenntnisse waren ja schon immer im Keller, kein Wunder das selbst ein Erstklässler dich unterrichten kann“, meinte er spöttisch und trat an den Tisch, zog einen Stuhl heran und ließ sich auf diesen nieder. Misa ein wenig vor ihrem großen Schwarm bloßzustellen erschien ihm eine angemessene Strafe. Vor allem, weil er Light sowieso nicht sonderlich mochte. Der Kerl tat einen auf Oberschlau und spielte sich auf und dabei war er jünger und stand somit in der Rangordnung unter ihm. Schulratsvorsitzender? Das er nicht lachte. Der hatte den Job doch nur, weil sonst keiner scharf darauf war.
„Mellolein?!“, gab Misa übertrieben überrascht von sich und man konnte ihr ansehen, dass sie von seinem Auftauchen nicht sonderlich begeistert war. Andererseits war sie wohl ein wenig erleichtert, endlich einen Grund zu haben Mathe links liegen lassen zu können. Neben ihr stapelte sich ein Haufen an Zetteln mit Aufgaben und den dazugehörigen Rechnungen. Light schien seine Aufgabe wirklich ernst zu nehmen, dieser kleine Wichtigtuer. „Was machst du denn hier? Triffst du dich etwa mit deiner kleinen Freundin? Ich würde sie ja echt mal gerne kennenlernen. Die Kleine kann etwas Trost gebrauchen, bei einem Freund wie dir.“
„Mensch, Misa, du musst doch nicht eifersüchtig sein. Irgendwann wird auch dich jemand nehmen. Obwohl... vielleicht stirbst du ja auch als einsame Jungfer?“
„Pah, als ob jemals jemand so einen wie dich auf Dauer ertragen kann. Die ist schneller weg als du gucken kannst. Aber sag mal, geht sie überhaupt auf unsere Schule? Erzähl doch mal was!“
„Hör mal, Misalein: Das. Geht. Dich. Nichts. An!“, erwiderte Mello mit einem übertrieben freundlichen Lächeln. Bevor er sich nachher noch in irgendwelchen Lügenkonstrukten verstrickte, offenbarte er lieber gar nichts und machte aus seiner mysteriösen Freundin weiterhin ein Geheimnis. Ging ja auch im Grunde niemanden etwas an.
Misa wollte gerade etwas darauf erwidern, als eine Person hinter sie trat und der Blondine ins Wort fiel. „Hi Mello. Hallo Light“, begrüßte sie der Schwarzhaarige und ließ seinen Blick über die Dreierrunde gleiten. „Ich hoffe doch sehr das ich euren kleinen Plausch nicht störe?“
Na toll, was hatte der Kerl jetzt schon hier zu suchen? Wartete der etwa nur darauf ihn ärgern zu können? Zumindest machte es momentan den Anschein für ihn. Trotzdem setzte er ein freundliches Lächeln auf und klopfte auf den Platz neben sich. „Setz dich doch, bestimmt kannst du uns mit Mathe helfen. Wir schreiben nächste Woche die Abschlussprüfung, also wird’s langsam mal Zeit den Dreck zu lernen.“ Wehe Beyond kam jetzt auf die Idee die Geschichte mit seiner Freundin und allem auffliegen zu lassen. Er traute diesem Mistkerl glatt zu, dass er offen über ihr Treffen sprach und dann wäre alles vorbei. Misa war so ein Plappermaul, in spätestens einer Stunde würde die ganze Schule davon wissen.
Beyond schien seine Gedanken erraten zu haben, so wissend wie er ihn gerade angrinste. „Glaubst du wirklich das Mathe zu meinen Spezialgebieten gehört, Mello?“, fragte er mit leichter Skepsis in der Stimme und fixierte dann plötzlich Light. „Ich glaube Light ist in diesem Bereich wirklich die bessere Wahl, aber ich könnte ihm dafür ganz neue Dinge zu einem anderen Thema beibringen. Was hältst du von einer Nachhilfestunde?“
Er konnte sehen wie sich Lights Miene verhärtete, bevor er seine Sachen zusammenpackte und aufstand. „Tut mir leid, aber ich habe noch etwas zu erledigen“, sagte er und verschwand einfach.
„Aber Light...?“ Verwirrt schaute Misa dem Brünetten hinterher und stand dann ebenfalls auf, wahrscheinlich um ihm zu folgen.
Misstrauisch beobachtete Mello den Schwarzhaarigen, der den beiden grinsend hinterherschaute. Irrte er sich oder hatte Beyond Light gerade tatsächlich ein doch recht eindeutiges Angebot gemacht? Hieß das etwa, dass die Zwei was am Laufen hatten? Irgendwie konnte er sich das bei Light aber überhaupt nicht vorstellen. Allerdings kannte er ihn auch nicht gut genug, um es komplett außer Acht zu lassen.
„Tja, anscheinend legen die keinen Wert auf unsere Gesellschaft“, meinte Beyond und fixierte nun ihn mit seinen roten Teufelsaugen. Er musste gar nichts sagen, alleine dieser Blick verriet ihm, was sein Gegenüber jetzt vorhatte. „Aber was soll´s, wenigstens haben wir so etwas Zeit zu Zweit und die werden wir nutzen, nicht war, Süße?“ flüsterte Beyond leise und kam ihm dabei gefährlich nahe.
Schnell stand Mello auf und machte einen Schritt zurück, um so wieder etwas Abstand zwischen sie zu bringen. „Moment mal“, bremste er ihn aus, „was war das mit Light gerade?“
„Eifersüchtig?“, schmunzelte Beyond und kicherte leise, als sich seine Miene verhärtete.
„Wohl kaum.“ Nein, eifersüchtig war er wirklich nicht, aber es würde doch erheblich an seinem Ego kratzen, wenn Beyond es nebenbei noch mit anderen Kerlen trieb und dann auch noch mit so einem wie Light. Ein Mädel würde ihn nicht stören, schließlich waren sie ja nicht in einer Beziehung oder so was und logischerweise konnte er Beyond manche Dinge eben nicht bieten, aber ein anderer Typ? Nein danke!
„Na siehst du, dann ist das ja auch geklärt“, meinte er in einem fröhlichen Plauderton, kam ihm wieder näher und legte seine Hände besitzergreifend an seine Hüfte. „Und jetzt zier dich nicht so, sonst leg ich dich hier an Ort und Stelle flach“, hauchte er ihm leise ins Ohr und bescherte ihm damit eine Gänsehaut.
„Wag´ es dir und ich kastriere dich hier und jetzt!“, knurrte er zurück, spürte aber wie er rot wurde. Der Kerl würde das eiskalt bringen. Er würde ihm die Kleider vom Leib reißen und ihm hier auf dem Tisch das Hirn aus dem Leib vögeln. Wahrscheinlich war es ihm auch noch egal, ob sie jemand dabei sah oder nicht. Bei Beyond musste man einfach mit allem rechnen.
„Dann muss ich eben dafür Sorgen, dass du dazu keine Chance bekommst. Hier wird sich doch bestimmt irgendwas finden, was man als Fesseln benutzen kann. Was meinst du? Wäre doch echt schade, wenn ich mich nicht mehr vernünftig um dich kümmern könnte?“ Während dieser Worte ließ er seine Hand langsam hinunter zu seinem Hintern wandern und zwickte ihn leicht.
„Ach, fick dich doch!“, fauchte er leise, schnappte sich Beyonds Arme und drückte diese zurück zu ihrem Besitzer. „Wohin gehen wir? Aber dieses Mal keines dieser dreckigen Scheißlöcher!“
Beyond grinste amüsiert, während er sich umdrehte und vorausging. „Ich habe doch gesagt, dass ich eine Überraschung für dich habe. Komm mit, ich zeig sie dir!“ Was zum Teufel hatte dieser Bastard jetzt schon wieder geplant?




Nachdenklich betrachtete L die letzten verbliebenen Personalakten. Es waren genau drei an der Zahl. Nachdem seine Informantin ihm die Dateien hatte zukommen lassen, hatte er sich sofort an die Arbeit gemacht und jede einzelne gründlich unter die Lupe genommen. Wenn es tatsächlich einen Maulwurf gab, und da war er sich eigentlich ziemlich sicher, dann befand sich dieser unter diesen drei Leuten.
Steve Mason – amtierender Direktor des FBI
Bess Skellte – leitender Detective der Mordserie
Lian Zapack – die rechte Hand von Bess Skellte und ein hervorragender Ermittler
Bei allen drei Personen hatte er etwas in deren Akte gefunden, was ihn stutzig gemacht und seinen Verdacht hatte aufkeimen lassen. So war das FBI durch einige vergangene Fälle ziemlich in Verruf geraten und was läge da näher, als der Verdacht, dass der Direktor Steve Mason versuchte das FBI wieder ins rechte Licht zu rücken? Allerdings gab es in diesem Punkt noch einige Ungereimtheiten, weshalb er sich für´s erste auf die anderen Beiden konzentrieren wollte.
Bess Skellte zum Beispiel war vor vier Jahren mit ihrem Mann von Schweden wieder nach Los Angeles zurückgekehrt. Was sie in den fast fünfzehn Jahren dort getan hatte, war nicht bekannt und mit einer solch löchrigen Vergangenheit zählte sie auf jeden Fall zu den Verdächtigen.
Und dann war da noch Lian Zapack. Der blonde Mann stammte aus Wales und hatte dort als Teenager mehrere Anzeigen wegen Tierquälerei bekommen, allerdings waren diese inzwischen an die dreißig Jahre alt. Seitdem er in Amerika lebte hatte er eine reine Weste, allerdings konnte man seine Vorgeschichte dennoch nicht außer acht lassen.
...Viel Erfolg, Meisterdetektiv...
Es wurmte ihn, dass dieser gerissene Kerl sich so über ihn lustig machte und ihn vorführte. Er war kein Mörder, der aus Rache, Gier, Hass oder aus dem Affekt tötete. Er hatte gefallen daran seine Opfer zu quälen, mit den Ermittlern zu spielen und die völlige Kontrolle zu haben. Für ihn war das alles nichts weiter als ein Spiel. Ein makaberes und absolut widerliches Spiel, das er auf die Kosten anderer Menschen spielte. Er musste diesen Wahnsinnigen so schnell es ging ausfindig machen, aber dafür brauchte er mehr Spuren.
Es brachte doch alles nichts. Sein nächster Schritt würde das Überwachen seiner drei Verdächtigen sein, zuerst auf der Arbeit und falls ihm das keine Anhaltspunkte geben sollte, auch privat. Er wusste, dass er mit diesem Schritt das Unmögliche von seiner Informantin forderte, schließlich würde sie ihm dabei helfen ihre Kollegen und Vorgesetzten auszuspionieren, ja sogar ihren Job dafür auf´s Spiel setzen, aber wenn sie ihm und seinen Fähigkeiten wirklich vertraute, dann würde sie die Notwendigkeit dieser Handlung begreifen und sie ausführen. Vorausgesetzt sie war wirklich so zuverlässig und auf Gerechtigkeit aus wie sie vorgab zu sein. Er hatte nicht umsonst so lange überlegt, wenn er als seinen Informanten in diesem Fall einsetzte. Sie war einfach die Einzige, die alle seine Ansprüche erfüllte. Naomi Misora würde ihm helfen, er hatte sich noch nie bei der Wahl seiner Helfer geirrt.

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Halle meine Lieben <3
Ich hoffe ihr hattet Spaß mit dem Kapitel :)
Vielen Dank an ReWeJuIs, -Lumi- und Dark-JD für ihre lieben Reviews!

Dann wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche und bis Samstag!
Küsschen, eure Blue <3
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