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Daily Madness

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Beyond Birthday L Light Yagami Matt Mello Misa Amane
04.01.2014
21.06.2014
48
97.456
1
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04.01.2014 1.819
 
Hand in Hand verließen die Beiden das Schulgebäude und gingen hinüber zu ihrer neuen Unterkunft. Sie waren erst seit vier Wochen auf der Uni, hatten sich aber bereits eingelebt. Der Unterrichtsstoff war anspruchsvoll, aber was anderes war auf einer Schule wie dieser auch nicht zu erwarten gewesen.
„Ich bin wirklich froh, dass wir zusammen hier sind“, flüsterte seine Freundin und lächelte leicht, „alleine würde ich mir hier ganz verloren vorkommen.“
„Geht mir genauso“, meinte Matt und blieb im Flur des Minamoto stehen. „Ich wüsste wirklich nicht, was ich ohne dich tun würde.“
„Ich doch auch nicht.“ Ihre Arme legten sich um seinen Nacken und ihre Lippen trafen  sich zu einem kurzen Abschiedskuss. Sie wohnten zwar in demselben Wohnhaus und besuchten viele gemeinsame Kurse, aber leider war es ihnen nicht vergönnt gewesen in eine Wohnung zu kommen. Lilith bewohnte mit einem weiteren Mädchen und einem Jungen eine Wohnung im zweiten, er selbst mit zwei Jungs eine im ersten Stock. Die Brünette war erleichtert gewesen, als sie seine beiden Mitbewohner kennengelernt hatte. So würde er ,nicht in die Versuchung kommen'. Lilith war zwar eine ganz liebe, aber manchmal ziemlich eifersüchtig und fast schon paranoid. Aber er liebte sie und würde sie niemals betrügen. In den letzten zehn Monaten ihrer Beziehung nicht und auch nicht in Zukunft.
„Bis Morgen früh“, hauchte sie, drückte ihn noch einmal fest an sich und lief dann die Treppe zu ihrer Wohnung hinauf.
Matt hatte noch immer ein Lächeln auf den Lippen, als er seine Wohnung betrat und sich dort die Schuhe auszog. Sein nächster Weg führte ihn in die Küche, wo er kurz in den Kühlschrank schaute und sich dann für Rührei entschied. Schnell hatte er die Pfanne auf dem Herd und ließ die Eier vor sich hin brutzeln.
„Das riecht aber gut“, meinte sein Mitbewohner und betrat den Raum.
„Willst du auch etwas haben?“, fragte er noch immer gut gelaunt, während er sich etwas von dem Rührei auf seinen Teller schaufelte.
„Wenn du mich schon so fragst, gerne. Vielen Dank!“ Grinsend füllte auch der Schwarzhaarige sich einen Teller und setzte sich neben ihn an den Tisch. „Ich hab dich heute mit deiner Kleinen rumturteln gesehen. Echt hübsches Ding, da bin ich ja schon fast neidisch.“
„Hast du auch eine Freundin?“, überging er die Aussage einfach und beobachtete Beyond aus dem Augenwinkel. Anfangs hatte er ihn ziemlich seltsam gefunden mit den roten Augen und seiner vorlauten Art alles zu sagen was er dachte, aber man gewöhnte sich daran. Und er hatte dann auch nach den ersten paar Wochen schon die netten und hilfsbereiten Seiten des Anderen kennengelernt. Beyond könnte wirklich ein guter Freund werden.
„Guter Witz! Nee, weißt du, ich steh nicht so auf endgültige Dinge. Ich reiße lieber mal hier, mal da ein Mädel auf und gut is. Aber keine Sorge, deine Schnecke werde ich nicht mal schief anschauen.“ Kichernd schob sich der Schwarzhaarige einen weiteren Bissen in den Mund.
„Das will ich für dich hoffen“, sagte Matt und musste leicht schmunzeln. Lilith würde sich sowieso nicht auf einen anderen einlassen, schließlich waren sie ja zusammen und er gab ihr alles, was sie wollte und brauchte.
„War echt gut“, meinte Beyond und stellte den leeren Teller in die Spüle. „Wir sehen uns und nochmal Dankeschön!“



Matt hatte sich inzwischen in sein Zimmer zurückgezogen und sein Spiel gestartet. Ein Fantasyspiel, bei dem es darum ging als Krieger einer magischen Armee seine Fähigkeiten zu trainieren und so stärker zu werden, um das Königreich zu beschützen und höhere Ränge zu erreichen.
Beyond war ihm zum Glück auf dem Weg hierher nicht über den Weg gelaufen. Im Moment, wo die Erinnerungen an dessen Verrat wieder so präsent wie schon lange nicht mehr waren, war es wahrscheinlich auch besser für sie alle, dass er seine Wut jetzt an kleinen Pixelanhäufungen ausließ.


Er hatte gerade fertig abgespült, die Küche etwas auf Vordermann gebracht und betrat sein Zimmer, als ihm etwas einfiel. Lilith hatte ihm heute morgen in der ersten Stunde alles mitgeschrieben, als er auf der Sitzung des neuen Schülerrats gewesen war. Er musste das Versäumte unbedingt noch für morgen nachholen.
Schnell schnappte er sich den Wohnungsschlüssel und machte sich auf den Weg nach oben. Lilith und er hatten sich den Wohnungsschlüssel des jeweils Anderen nachmachen lassen, auch wenn das laut Schulordnung verboten war. Würden sie nicht hier, sondern in ihren eigenen Wohnungen leben, dann wäre das ja auch nicht anders und solange keiner der Verantwortlichen dahinterkam, war alles in Ordnung.
Schnell war er oben angekommen und ließ sich selbst rein. Drinnen war alles still, aber das musste noch lange nichts heißen, schließlich waren die Zimmertüren auch geschlossen. Er wollte nicht mehr Aufmerksamkeit als nötig erregen, wahrscheinlich fanden es Liliths Mitbewohner auch nicht sehr lustig, wenn er plötzlich unangemeldet im Flur stand, weshalb er sich zur Zimmertür der Brünetten schlich und die Hand auf die Klinke legte. Allerdings verharrte er genau in dem Moment, als er sie gerade herunterdrücken wollte. Hatte er da nicht etwas gehört?
Er wollte nicht lauschen, vor allem nicht an de Tür seiner Freundin, aber es ließ ihm gerade keine Ruhe. Sein Herz schlug wie verrückt, als er sein Ohr an das Holz drückte. Jetzt konnte er es ganz deutlich hören...
Mit einem Ruck riss er die Tür auf und starrte entsetzt auf die Szene im Zimmer. Er spürte sein Herz brechen, während er sich ruckartig umdrehte und aus der Wohnung stürmte. Tränen rannen über sein Gesicht und er stolperte blindlings die Treppe herunter, rannte fast jemanden über den Haufen und schlug schließlich die Haustür hinter sich zu.
Noch immer sah er deutlich das Bild in seinem Kopf. Lilith und Beyond, wie sie sich zwischen den Laken wälzten, eng umschlungen und völlig in Ekstase. Es kam ihm wie ein schlechter Traum vor, er hoffte, betete inständig, dass er jetzt schweißgebadet aufwachte und sich sich wirklich nur um einen beschissenen Alptraum handelte, aber nichts dergleichen passierte. Seine Brust schmerzte und ihm war schlecht. Wie hatte so etwas nur passieren können? Niemals hätte er damit gerechnet, dass Lilith ihn betrog. Und dann auch noch mit Beyond, diesem scheiß Dreckskerl. Gerade eben hatten sie noch zusammen am Tisch gesessen und er hatte ihm versichert, dass er sich von seiner Freundin fernhalten würde und jetzt erwischte er die Beiden. Das würde er keinem von beiden jemals verzeihen! Da wunderte es ihn auch nicht mehr, dass Lilith in letzter Zeit nicht mehr so viel Lust dazu hatte mit ihm zu schlafen, wenn sie es sich auch woanders holen konnte. Aber ihm vorwerfen, dass er fremdginge... Wer weiß, wie lange das zwischen den Beiden schon lief?
Alleine der Gedanke daran widerte ihn an und am liebsten würde er sich jetzt übergeben, aber er konnte sich so gerade noch beherrschen. Mit einer Handbewegung wischte er sich die letzten Tränen aus dem Gesicht. Diese Schlampe war es nicht wert ihr auch nur eine Träne nachzuweinen. Diesen Verrat würde er ihr niemals verzeihen, egal mit was für Ausreden und fadenscheinigen Erklärungen sie ankommen würde. So ließ er nicht mit sich umspringen und auch Beyond konnte ihn gleich vergessen. Freundschaft? Das er nicht lachte! Der Kerl konnte froh sein, wenn er ihn nicht gleich umbrachte!




Mit einer Schüssel Cornflakes saß Near am Küchentisch. Eigentlich war es inzwischen schon fast Zeit zum Abendessen, aber ehrlich gesagt hatte er keinen großen Appetit.
„Ist Light immer noch nicht wieder da?“ Genervt betrat die Schwarzhaarige ebenfalls die Küche und holte sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. In diesem Moment wurde die Wohnungstür aufgeschlossen. Wenn man vom Teufel spricht...
Augenblicklich stand Kiyomi im Türrahmen. „Auch mal wieder da?! Das war aber eine sehr lange Nachhilfestunde. Sicher, dass da nicht mehr als Mathe gelaufen ist?“
Near versuchte die Zwei einfach auszublenden und sich auf sein Essen zu konzentrieren. Er wusste inzwischen zwar, dass die beiden früher einmal zusammen gewesen waren und sie sich nicht unbedingt im Guten getrennt hatten, aber trotzdem fand er das Verhalten der Schwarzhaarigen nicht ganz logisch. Sie meckerte andauernd an Light herum und zeigte ihm die kalte Schulter, allerdings suchte sie auch immer wieder den Konflikt und die Diskussion mit ihm. Ihr Verhalten würde nur Sinn machen, wenn sie noch Gefühle für Light hatte, sich diese aber nicht eingestehen wollte. Ein wirklich unsinniges Verhalten, aber Kiyomi war nicht die einzige, die so handelte. Das schien eines der Phänomene der Frauenwelt zu sein.
„Light Yagami! So eine Flasche wie du will doch nicht allen ernstes unser Schulratsvorsitzender sein?!  Du bist echt das Letzte!“ Wütend schlug Kiyomi die Zimmertür hinter sich zu.
Light seufzte nur auf und kam in die Küche, um sich eine Tüte Kartoffelchips aus dem Schrank zu nehmen. Mit dieser setzte er sich an den Tisch und riss sie auf. Nachdenklich betrachtete er das Salzgebäck, ohne sich jedoch einen der Chips zu nehmen. Irgendwas schien ihn zu beschäftigen, allerdings würde ihm Light das sicherlich nicht auf die Nase binden. Sie waren nicht wirklich Freunde, eher Konkurrenten. Auch wenn er den Wettstreit zwischen ihnen als Stufenbester nicht so ernst nahm wie Light es tat, war natürlich auch er auf gute Noten aus.
„Hattest du schon einmal eine Freundin?“, fragte Light plötzlich unvermittelt und schob sich nun doch einen Kartoffelchip in den Mund.
Diese plötzliche Offenheit ihm gegenüber überraschte ihn und ließ ihn kurz die Stirn runzeln. „Nein“, antwortete er und legte nachdenklich den Kopf schief.
„Sei froh.“
Light konnte wirklich sympathisch sein, wenn er nicht gerade einen auf eiskalten Rivalen machte. Da machte es sogar fast schon Spaß, sich mit ihm zu unterhalten. Light war klug, in etwa vergleichbar mit L, und mit solchen Menschen führte er am liebsten Gespräche. „Ich kann ja nur erahnen was zwischen Kiyomi und dir in der Vergangenheit vorgefallen ist, aber sie scheint noch immer Gefühle für dich zu haben.“
„Du sagst dasselbe wie Matt“, seufzte Light leise. „Wie kommt ihr nur auf diese Idee? Sie hasst mich dafür, dass ich sie abserviert habe.“
„Sie ist zwar sauer auf dich“, schmunzelte Near, leicht amüsiert über diese fast schon engstirnige Denkweise des selbsternannten Superhirns, „aber sie hält dich genau im Blick und reagiert auch ziemlich eifersüchtig. Mich wundert es wirklich, dass dir das bisher nicht aufgefallen ist.“
„Ach was, du verstehst doch davon nichts!“ Mit der Chipstüte in der Hand stand Light auf und ging in sein Zimmer. Fühlte er sich jetzt etwa ertappt oder auf den Schlips getreten? Er konnte wohl die Wahrheit nicht vertragen. Mensch, so zielorientiert und systematisch Light im Unterricht war, so unbeholfen und sturköpfig war er in Sachen Beziehungen und das konnte er sagen, obwohl er nicht viel von dem Liebesleben des Brünetten wusste. Er war ja mal echt gespannt, ob Light es früher oder später einsehen würde.


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Abend meine Lieben :)
So, jetzt haben wir auch erfahren, warum Matt und Beyond sich nicht leiden können ^^

Dann bedanke ich mich ganz toll bei meinen lieben Kommischreibern Dark-JD und -Lumi- :D

Dann wünsche ich euch noch eine gute Restwoche und bis Samstag :)
Eure Blue!
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