Our Version Of Events

GeschichteDrama, Romanze / P12
Draco Malfoy Ginevra Molly "Ginny" Weasley Hermine Granger Luna Lovegood Pansy Parkinson Theodore Nott
03.01.2014
25.12.2014
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Kapitel fünfzig: The Last Page

Ohne miteinander zu reden liefen sie den Weg entlang. Zwischen ihnen lag eine schwere Stille, die Hermine mit jedem Schritt zu erdrücken drohte.

Sie hatte immer noch nicht richtig verstanden, was sie empfand und wie sie diese wirren Gefühle einordnen sollte.

Vielleicht konnte sie das auch gar nicht. Vielleicht war ihre Seele nicht so heil geblieben, wie sie es sich erhofft hatte und Draco hatte genau die Kratzer und Schnittstellen zu füllen versucht, die er in seiner eigenen Seele gefunden hatte.

Als die vier hohen Türme in Sicht kamen, seufzte Hermine.

Ihre Fingerspitzen kribbelten und sie spürte einen feinen Tropfen Schweiß ihren Rücken hinablaufen.

Eigentlich müsste ihr unfassbar kalt sein, immerhin trug sie nur ein leichtes Kleid und es war Ende Oktober.

Doch ihr Körper glühte von innen. Es war, als würde sie verbrennen.

Sie lief automatisch zum Gryffindorturm und warf den Umhang, der den Eingang zu den Treppen verbarg, beiseite.

Draco folgte ihr schweigsam. Es gab keinen Grund sich darüber zu streiten, auf welchen Turm sie wollten. Nicht mehr.

Die Treppen verlangten Hermine all ihre Lungenkraft ab. Sie fühlte einen stechenden Schmerz beim Atmen und die nächtliche Schwärze verwandelte sich in die einer sich anbahnenden Ohnmacht.

Instinktiv griff Draco nach ihrem Arm und stützte sie. Hermine nickte dankbar. All die Aufregung war zu viel. Harry, Ron, Pansy, Theo, Draco und sie selbst. All das schien ihr eine zu große Last.

Sie setzten sich auf eine der vielen Bänke. Ihre Beine berührten sich, so nah saßen sie beieinander.

"Einer muss wohl anfangen", flüsterte Hermine nach einer Weile, mit beruhigter Lunge und einer klaren Sicht.

"Mhm", machte Draco.

"Wieso...siehst du so aus wie damals?", fragte Hermine dann, weil er ihr die Antwort wohl nicht einfach so geben wollte.

"Das weißt du. Heute ist Halloween. Und das wahre Halloween...ist nicht nett, ist nicht niedlich oder...eine sexy Katze...es ist...gefährlich, es macht einem Angst, es ist furchtbar. Man verkleidet sich, um jemand Anderer zu sein und nichts macht mir mehr Angst als...als...", er suchte nach Worten oder vielleicht auch nach genügend Mut: "..als die Person, die ich einmal war und für was ich eingestanden bin."

Hermine schluckte schwer. Ihre Arme wurden von einer schmerzhaften Gänsehaut überzogen, die sich bis in ihr Mark zog.

"Ich hab dadurch alles verloren. Wahrscheinlich auch meine mentale Gesundheit. Ich wollte mich meiner Vergangenheit stellen. Und er sagt's, schon stehen da Potter und Weasley", er schnaubte verzweifelt.

Hilflos versuchte Hermine die Situation aufzuheitern: "Das ist doch in Ordnung, wenn das deine größte Angst ist. Die hast du überwunden, du bist nicht mehr wie damals."

Draco legte seinen Kopf in den Nacken: "Meine größte Angst ist die Rückkehr von Voldemort, aber wenn ich mich als er verkleiden würde, wäre meine Schulkarriere schneller um als du die Unverzeihlichen aufsagen könntest."

Das brachte Hermine zu einem hellen, verrückten Lachen. Sie konnte nicht anders. Sie hatte sich Draco als Voldemort vorgestellt und die Sache an sich war unfassbar witzig.

Sie sah ihn lachend an und war erstaunt, dass sie ein leichtes Lächeln erwidert bekam.

Nachdem sie sich jedoch ausgelacht hatte, schüttelte sie den Kopf über sich. "Tut mir Leid, das war nicht wirklich lustig."

"Doch, schon. Irgendwie."

Hermine mochte es nicht, wenn er so gönnerhaft war. Das war sie nicht gewohnt.

"Also soll dich dein Kostüm daran erinnern, dass du ein neuer Mensch sein willst?", fragte sie deshalb und wollte auf das eigentliche Gespräch zurück.

"Ja. Aber ein neuer Mensch bin ich nicht. Nur anders."

"Dann eben anders."

Draco lehnte sich gegen Hermine: "Hat es dich erschrocken?"

Seine Körperwärme nahm sie gänzlich ein. Sie schloss die Augen und seufzte: "Ja. Sehr sogar, für die ersten Momente. Vor allem, weil Harry und Ron mich davon überzeugen wollten, dass du dich nicht ändern kannst."

"Warum sind sie eigentlich hier?"

"Halloween. Ginny. Wegen mir. Ein Konglomerat aus Gründen."

"Mhm", machte er und faltete seine Hände in den Schoß, knetete seine Finger und zog die Hände schließlich wieder auseinander.

"Können...können wir jetzt mit den wichtigen Dingen anfangen?", fragte er letztlich und Hermine erschauderte.

Ohne mit Worten zu antworten, nickte sie.

"Ich glaube, dass ich die Antwort schon kenne. Ich glaube, dass du wieder du selbst bist."

"Ja", flüsterte Hermine, damit niemand hinter ihr getauschtes Geheimnis kommen könnte und – wichtiger  - damit nur Draco sie hören würde.

Gleichzeitig hatte sie Angst vor dem, was nun folgen würde.

Hier saßen sie, Draco und Hermine, in ihren Körpern, ihre eigenen Seelen, zertrümmert und voller Fragen.

"Gut", sagte er erleichtert und seufzte laut: "Tu' das nie wieder. Ich habe dir als Pansy Dinge erzählt..."

"Eigentlich hast du mir gar nichts erzählt. Ich habe ja versucht, etwas aus dir herauszukriegen, aber...", unterbrach Hermine erst ihn und dann sich selbst. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Ihr Herz war voller Dinge, die ihr Gehirn nicht dekodieren und zu Worten formen konnte.

Draco lehnte sich nach vorne, stützte die Ellbogen auf seine Knie und entzog Hermine seine Wärme. Sofort wünschte sie sich diese zurück. Seine Wärme, seine Berührung, seine Nähe.

"Ich will dir alles erzählen!", platzte es plötzlich aus Draco heraus: "Ich stelle mir vor wie es ist dir alles zu sagen und danach fühle ich mich so..gut..? So erleichtert. Ich bin davon überzeugt, dass nur du mich verstehen kannst."

Hermine biss sich auf ihre Unterlippe.

Davon war sie auch überzeugt.

Sie würden sich gegenseitig retten können. Er würde ihre Leere füllen können, die Sehnsucht nach einer Aufgabe, nach Nähe. Sie würde seine Seele aufbauen, würde ihm die Last des Krieges abnehmen können.

Der Tausch hatte ihr die Augen über Draco Malfoy geöffnet. Über dieses zerbrochene Kind.

Sie war nie dankbarer für den Tausch gewesen als in diesem Moment.

"Du hast Recht", meinte Hermine und Draco drehte seinen Kopf so, dass er sie ansah.

"Dein Plan war perfide und gemein. Du hast mich komplett eingenommen und alles, woran ich denken kann, ist, dass ich dich retten kann und dass du mich retten kannst. Wir sind...verbunden. Durch den Krieg, denke ich und durch unsere Hilflosigkeit. Wahrscheinlich auch durch die Einsamkeit, die wir empfinden."

Ihre Augen trafen sich in der Dunkelheit, die Oktobersterne reflektierten grau und braun. Alles war still, ruhig.

Hermine war kurz davor Frieden zu finden und sie wusste, dass es Draco genauso ging. Frieden durch den jeweils Anderen. Sie waren verwoben durch ein unsichtbares Band aus Leid und Trauer, Schmerz und Angst.

Nur miteinander konnten sie es auflösen.

Draco hatte es viel früher als Hermine erkannt. Sie selbst wollte sich von allen Vorurteilen, Bedenken und seiner Tat befreien. Vielleicht rechtfertigte das Ziel die Mittel. Manchmal.

"Versuchen wir es?", fragte er leise und nahm Hermines Hand vorsichtig in seine. Sofort überkam Hermine die gleiche Ruhe, die sie umhüllte. Ihr Herz schlug normal, ihr Atem ging regelmäßig. Sie fühlte sich sicher.

"Uns gegenseitig zu helfen mit all dem Terror umzugehen?", hakte sie nach.

"Ja."

Hemine nickte lächelnd.

"Wie wird das funktionieren?", fragte er. Sein Daumen fuhr in Kreisen über Hermines Handrücken und entspannte sie. Er tat ihr gut.

"Wir reden. Wir verbringen Zeit und zeigen den Anderen, dass der Krieg uns verändert hat. Dass etwas geschehen ist, das man sehen kann. Nicht nur, dass das Morden aufgehört hat. Wir sorgen dafür, dass die Slyhterins sich integrieren und dass es keine neue Generation Voldemorts gibt."

"Und dann befreien wir die Welt von allem Bösen?", wollte er scherzen, doch Hermine kam ihm dazwischen:

"Hab' ich schonmal, ist ganz okay, aber man nimmt ne Menge Müll mit raus!"

Draco schmunzelte.

"Du hast ja Recht, Athene", grinste er und hob seine freie Hand um ihre Krone zu richten.

"Du kennst dich in Mythologie aus?"
"Nein, nicht wirklich. Ich kann nicht so gut schlafen und lese viel."

"Vielleicht kannst du bald besser schlafen?"
"Das würde ich mir wünschen. Obwohl ich viele neue Dinge gelernt habe."

Es war seltsam wie schnell sich eine Unterhaltung mit Draco normal anfühlen konnte. Als hätten sie nie an oppositären Seiten gekämpft, als hätte er ihr nicht den Tod an den Hals gewünscht, als hätte sie in ihm nicht einen wahrhaftigen Teufelsbraten gesehen.

Menschen änderten sich und manchmal war das etwas Wertvolles.

"Ich bin nervös", sagte Hermine dann plötzlich ohne es wirklich zu wollen. Es war einfach aus ihr heraus geflogen.

"Warum?"
"Ich weiß nicht."

Dracos Daumen kreiste nicht mehr, stattdessen nahm er ihre Hände in seine und sah ihr tief in die Augen: "Ich werde dir nichts antun. Das ist kein Plan, der einen anderen Plan in sich verbirgt. Ich gebe zu, dass es gemein war dir nicht von Anfang an die Wahrheit zu sagen, aber ich bin ein Slyhterin und du lernst doch am besten, wenn du es selbst herausfindest. Ich brauche dich und ich brauchte deinen Verstand, der um mich kreiste, damit du endlich verstehst, dass wir...verbunden sind."

Hermines Augen öffneten sich weit. Sie hatte gar nicht daran gedacht, dass es ein Plan in einem Plan sein könnte. Dass er erst ihr Vertrauen haben wollte, um sie verheerender zu zerstören. Um sie in kleine Stücke zu zerreissen, körperlich und seelisch.

"Ich weiß", kam es dennoch über ihre Lippen. Sie hatte nicht daran gedacht, weil sie wusste, dass dem nicht so war.

Richtig?

"Gut. Ich könnte dir nicht mehr wehtun. Nicht, nachdem ich endlich verstanden habe, was du durchgemacht hast, was passiert ist, was ich dir angetan, was Bellatrix dir angetan hat."

"Das ist gut", seufzte Hermine und lächelte.

Dracos Augen fielen auf ihre Lippen und schlagartig erhöhte sich ihre Nervosität.

"Darf ich etwas ausprobieren?", fragte er dann leise und Hermine konnte nicht anders als langsam zu nicken.

Ohne Hast lehnte sich Draco vor, kam ihrem Gesicht immer näher, seine Augen so lange auf ihre Lippen gerichtet, bis es nicht mehr möglich war um schließlich nur noch in ihre Augen zu sehen, bevor sie nicht mehr sehen, sondern nur fühlen konnte und ihre Augen schloss.

Es dauerte eine süße Ewigkeit, doch als sich seine weichen Lippen endlich auf ihre legten, schlug das Zeitrad so schnell wie Hermines Herz.

Es war ein unschuldiger Kuss, Lippen auf Lippen. Er dauerte an, jedoch wäre es Hermine lieb gewesen, wenn er nie aufgehört hatte.

Nachdem Draco von ihr ließ, blieb er ihr nah. "Gedanken reichen wirklich nie an die Realität ran", flüsterte er und sein Atem kitzelte Hermine.

"Du hast dir vorgestellt wie es wäre mich zu küssen?", musste Hermine sofort wissen.

Draco grinste und es war eindeutig, dass er sich noch mehr vorgestellt hatte.

Mit heißen Wangen seufzte Hermine. Eigentlich hätte sie nun empfindlich darauf reagieren können, weil er nur ihren Körper wollte. Aber sie wusste, dass dem nicht so war. Draco war an ihr interessiert, an ihrer Erfahrung, an ihren Schmerzen und an ihrem Weg zur Besserung.

Der Rest, der sexuelle Trieb, war nicht männlich, sondern menschlich. Immerhin hatte sich auch Hermine vorgestellt, wie es wäre, wenn er sie nackt sehen würde.

"Okay", murmelte sie dann und legte ihren Kopf so nach vorne, dass Stirn an Stirn ruhen konnte.

"Was machen wir denn jetzt? Was heißt das?", fragte sie daraufhin.

"Braucht es immer eine Definition? Braucht es eine feste Bezeichnung? Ich glaube, dass wir Beide nicht wissen, wohin uns das hier alles führt. Warum nehmen wir es nicht so, wie es kommt?", bot er an.

"Das gefällt mir irgendwie."

"Tatsache?", er klang verwirrt: "Ich dachte, Hermine Granger müsste immer alles ganz genau wissen."

"Ja", schmunzelte Hermine: "Aber vielleicht ist das ja nicht nur für dich der Zeitpunkt sich zu ändern. Vielleicht ist ein bisschen Unbekanntes gut für mich."

"Vielleicht bin ich gut für dich."

"Vielleicht."

Danach umhüllte die Beiden wieder eine schwere Stille. Es war jedoch eine sehr angenehme Ruhe, ein Schweigen, welches so viel mehr aussagen konnte als tatsächliche Worte.

Sie genossen die gegenseitige Nähe, dieses verwirrende Gefühl, welches ein Kribbeln durch ihre Körper schickte.

Erst als Hermines Gedanken unweigerlich wieder zur Realität rutschten, bemerkte sie:

"Wir müssen irgendwann zurück. Ich meine...Theo hat Harry und Ron mittlerweile wohl alles erzählt, ich will nicht wissen, wie sie reagiert haben. Aber ich muss ihnen entgegen treten."

Draco hob seine Hände, nahm ihr Gesicht in seine Hände und sah sie an:

"Ich helfe dir. Und wenn das heißt, dass ich die Beiden wütend machen kann, ist das ein Bonus, den ich nicht ausschlagen will!"

"Draco...", lachte Hermine leise und merkte, dass er seinen Körper für einige Momente anspannte.

Sie hob ihre Augenbrauen fragend in die Höhe.

"Ich mag es, wenn du 'Draco' sagst."

"Gut, denn ich glaube, dass es nicht mehr angemessen wäre, dich weiterhin nur Malfoy zu rufen."

Er nickte. Dann stand er auf und reichte ihr seine Hand. Dankbar legte Hermine ihre in seine, ließ sich aufhelfen und zu den Treppen ziehen.

Den Weg zum Schloss ließen sie sich nicht los.

Erst vor der Großen Halle entschieden sie sich loszulassen.

"Hermine!", hallte es sofort zu ihnen herüber und Harry, Ron und Theo kamen auf sie zugestürmt. Hermines Augen huschten durch den Saal und fanden Pansy, die mit Blaise sprach und rote Wangen trug.

"Stimmt das, was Nott uns gesagt hat?! Du hast mit Parkinson getauscht?!", wollte Ron wissen, seine Sommersprossen stachen rot heraus.

"Ja, es stimmt", nickte Hermine gelassen: "Es ist eine Menge passiert, ich hab' viel dazu gelernt."

"Das war Irrsinn!", keifte Ron: "Es hätte so viel schief gehen können!"

Er wollte weiter rasen, doch Hermines Blick traf Harrys und dieser unterbrach Ron:

"Ist es aber nicht, Ron. Ich glaube, dass Hermine genau wusste, was sie da tat. Dass sie Recht hat; wir müssen ihr wieder mehr vertrauen. Es ist so einfach zu vergessen, was du getan hast, wenn wir so weit weg sind. Wir waren dir keine guten Freunde, das tut mir Leid."

Hermine konnte nur lächeln. Endlich verstand Harry sie.

"Dann erklär' uns das mit...mit...ihm da!", spie Ron schließlich und zeigte auf Draco, der seelenruhig neben Hermine stand und sich auch nun nicht rührte.

"Du meinst Draco? Wir haben erkannt, dass wir Beide sehr viel Trauma erlebt haben und beschlossen, dass wir versuchen wollen uns gegenseitig davon zu befreien. Ganz im Sinne der Hausfreundschaften", meinte Hermine und die Worte kamen ihr ganz leicht von den Lippen. Sie log nicht, sie bog die Wahrheit nur so zurecht, dass Ron damit umgehen konnte.

"Aha."

"Hört mal", mischte sich Draco plötzlich ein und Hermine spitzte ihre Ohren so sehr, dass sie ihr bald abfielen.

"Ich werde mich nicht für meine Taten entschuldigen, weil das nicht geht. Jedoch kann ich versuchen sie nicht zu wiederholen und ich glaube tatsächlich, dass mir Hermine dabei helfen kann. Ich gebe Nichts darauf, dass ihr mir euren Segen oder eure Kameradschaft anbietet, nein, vielen Dank. Ich will nur nicht, dass ihr Hermine schlecht behandelt, weil sie mir helfen wird."

Fakten.

Hermine war nicht entgangen, dass er ihre Hilfe als Faktum ansah. Es störte sie allerdings nicht.

Harry war der Erste, der darauf reagierte: "Malfoy, eins kann dir klar sein: unseren Segen oder unsere Kameradschaft wirst du nie erhalten. Mir ist egal, was mit dir geschieht. Mir ist nicht egal, was mit Hermine passiert. Ich vertraue ihr und ihren Entscheidungen. Dir muss ich nicht vertrauen. Deshalb sage ich dir jetzt eins ziemlich deutlich; Ich kann nicht verhindern, dass Hermine mit dir Zeit verbringt. Ich kann dir aber alle Knochen brechen, wenn du ihr in irgendeiner Art und Weise schadest. Und ich kann es dabei aussehen lassen, als ob es ganz allein deine Schuld war und du würdest ohne Knochen ratzfatz festgenommen. Ist das klar soweit?"

Hermine rollte mit den Augen. Harry als Beschützer, wie niedlich.

Draco allerdings sagte: "Das klingt nach einem Deal."

Instinktiv zog Hermine ihre Augenbrauen zusammen.

Hatten die Beiden gerade einen Kuhhandel ausgemacht und Hermine war die Kuh?!

"Hermine, du musst sehr glücklich sein, dass sich deine Freunde so um dich sorgen", warf Theo ein, der Hermine die ganze Zeit beobachtet hatte und ihre Reaktion genau lesen konnte.

"Ja, sehr", schnaubte Hermine und verschränkte die Arme vor der Brust.

Es war nun allen Beteiligten klar, dass ihr etwas quer saß. Es war auch klar, dass sich alle in Sicherheit bringen wollten.

"Draco, kann ich dich kurz sprechen? Es..geht um meinen Vater...", warf Theo dann ein und Draco nickte kurz. Draco lehnte sich zu Hermine herunter und flüsterte in ihr Ohr: "Ich hätte gerne einen Tanz mit dir. Denkst du, dass das möglich ist?"

Sofort beruhigte sich Hermine. "Okay", sagte sie und sah Theo und Draco zu, wie sie in eine Ecke der Halle verschwanden.

Dann drehte sie sich zu Harry und Ron: "Ist denn jetzt alles geklärt?"

Miesgelaunt steckte Ron seine Hände in die Hosentaschen, Harry lächelte leicht.

"Ja", sagte der Goldjunge und zog Hermine in eine enge Umarmung: "Manchmal vergesse ich, wie klug du bist, Hermine. Manchmal will ich dich beschützen, nicht es immer nur umgekehrt geschehen lassen."

"Ist schon gut, Harry."

"Ron wird sich auch einkriegen."

"Ich weiß."

"Leute!", unterbrach Ron den geschwisterlichen Moment zwischen Harry und Hermine: "Ich hab Hunger, ohne Witz, das Buffet steht da und ich war noch nicht einmal futtern."

"Oh nein!", rief Hermine aus und lachte: "Das geht natürlich nicht. Lasst uns was essen!"

Als die Drei ihren Weg zum Buffet machen, überkam Hermine zum ersten Mal wieder das Gefühl, dass alles seinen richtigen Weg ging.

Dass Alles gut werden konnte.

Dass sie eventuell doch ein Happy Ending kriegen würde.

Hermine schloss kurz ihre Augen und würde sie an Wahrsagerei glauben, hätte sie es als Vision kategorisiert.

Stattdessen hakte sie die Bilder, die vor ihrem inneren Augen vorbeihuschten, als Wunschbilder ab.

Harry und Ron, die ihre Aurorenausbildung abschlossen, die sie nicht mehr vernachlässigten und ihr regelmäßig Briefe schrieben.
Ginny, mit der sie zivil umgehen konnte, weil sie Harrys Ehefrau werden würde.

Luna, die ihr weiterhin eine gute Freundin war.

Lavender, der Hermine helfen würde mit ihrem Werwolf-Biss umzugehen.

Pansy, der sie weiterhin Nachhilfe gab und eine Freundin hinzugewonnen hatte.

Theo, der sie intellektuell forderte, mit dem sie über wichtige Dinge reden konnte, der ein wichtiger Teil ihres Lebens wurde.

Schließlich Draco, den sie wieder zusammenfügte und der sie heilte. In seine Arme nahm. Sie sich sicher fühlen ließ.

Ein friedliches Lächeln stahl sich auf Hermines Gesicht.

Der Tausch hatte als Abenteuer begonnen und nun so viel geändert.

Zum ersten Mal seit Langem freute sich Hermine genuin auf die nächsten Tage, Wochen, Monate. Ihr Herz fühlte sich leicht an.

Gerade als sie sich einen Teller schnappen wollte, hörte sie ein anerkennendes Pfeifen von Ron und drehte sich um.

"Wow!", entwich es auch ihr, da gerade Luna den Saal als prächtiger Phönix betrat. Ihr Haar war in einem hohen Pony gebunden, mit roten, orangenen und goldenen Strähnen, mit einem Kleid aus Federn, die zu brennen schienen.

Sie hatte sich seinen Schnabel ins Gesicht gezaubert.

Rundum sah sie fantastisch aus.

"Luna!", sagte Hermine, als diese zu den Drei gerannt kam: "Du siehst großartig aus!"

Der Phönix lächelte, dann umarmte Luna Hermine und flüsterte in ihr Ohr:

"Ich bin so froh, dass du wieder du selbst bist!"

Hermine riss ihre Augen auf. Als Luna von ihr ließ, umspielte ein wissendes und zugleich träumerisches Lächeln ihre Lippen: "Ich glaube, dass Pansy und ich weiterhin gut miteinander auskommen werden."

Sie ließ Hermine verwirrt zurück und umarmte auch Harry und Ron und ließ sich zu ihrem gekonnten Kostüm gratulieren.

Die Gryffindor war so verwirrt, dass sie sich erst durch ein Kopfschütteln wieder in die Realität reißen konnte.

Dann lachte sie laut.

Ja.

Auch sie war froh wieder sie selbst zu sein.

~

Hallohallo,

jaja, ich weiß. "The Last Page" ist tatsächlich das letzte Kapitel, aber es gibt – meiner bescheidenen Meinung nach – kein besseres Ende für "Our Version Of Events"...und hier kommt meine Begründung inkl. "kreativen" Gedankengang.

Die Story drehte sich um den Switch. Draco und Hermine ist und bleibt das Hauptpair, auch, wenn es randomisiert vorkommt. Es ist aber eine treibende Kraft und ich werde das Paar stets verteidigen. Ich finde jedoch auch, dass die Romantik/Liebe nicht immer über dem Plot stehen sollte, wenn es denn einen Plot gibt. Der Plot ist nunmal der Switch.

Mein Fangirl-Herz hat trotzdem beim Kuss geklopft wie Hermines ;)

Ich wollte immer mit einem letzten Gespräch der Beiden enden, doch vor allem sollte die ganze Geschichte von Anfang an während der Halloween-Feier zu Ende gehen und mit Lunas Intelligenz. Sie kommt viel zu selten in dieser Geschichte vor aber sie ist nunmal badass und hat den Braten gerochen. Sie ist aber auch so klug nicht alles gleich auszuplaudern.

Dass es jetzt genau 50 Kapitel sind...glückliche Fügung.

So, das sind meine Gedanken.

Ihr könnt natürlich einer ganz anderen Meinung sein und ich würde euch gerne dazu einladen mir eure Meinung mitzuteilen. Mag es per Review sein oder per Mail, ich bin sehr gespannt, was ihr zu OVOE zu sagen habt.

Ansonsten...ich glaub, ich verstehe den Sinn hinter den Empfehlungen nicht. Ich hab das so verstanden; wenn einem eine Story gefällt, kann man sie empfehlen. Das soll so was wie ein Review sein? Aber die Empfehlungen sind anonym, wie soll ich mich denn dann bedanken können? Zum Beispiel für die 19 Empfehlungen für OVOE? Und ersetzen die Empfehlungen die Reviews!? Ich find's schade, weil ich gerne im Dialog mit euch stehe, auch wenn meine Antworten aus Zeitmangel in der letzten Zeit ausgefallen sind :( Und was passiert mit den alten Geschichten, die man mochte, an die man aber nicht unbedingt denkt? Verschwinden die im neuen "Kampf um Empfehlungen"? Ihr seht, ich stehe dem neuen Konzept skeptisch gegenüber. Aber...naja ;)

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen;

der Vorhang fällt nun auch bei OVOE und vielen Dank an Alle, die mir zur Seite gestanden haben.

Vor allem, die mir Woche um Woche liebe Worte hinterlassen haben und mich immer zusätzlich zum Schreiben motiviert haben!

Da wären;

Loehli
Zimtstern23, Moonkid, spring angel, Julie Malfoy, LadyJany, CrazyRedhead, A-fly, Slytherinkoenigin, Coar, amalia malfoy, morpheus, iceflower39, Lovedrreid, Isa Bella, Nanaparem, CeCe, LunaDarko, dramaqueen1997, Cookie44, AnimagicalWoman, casiopeya, -Bee-, Kaiza, Lalill, Momo00795, Ivory Radio Star, Capella, Sasazar Slyhterin, ScarsOfLife, Franzilein92, aannii, Winterhauch, Vulpecula, Sandy, Kira 98, Panixxa, Lindastorm, Faeleth, Akina99, Miss Whitlock, Dreamy97, moonio, Curupira, lamour, HermineMalfoy, Melinde, AprilRain, kaddii, Sweet Cherryblossom, SofieNaemy, nico80, Kitty191, SaMaDe94


Whoa,
doch so viele.
Viele haben wir auf dem Weg verloren, manche waren nur für einen One-Night-Stand dabei, andere sind bis zum Schluss auf dem Schiff geblieben...

vielen DANK an alle, die in irgendeiner Weise mitgesegelt sind!

Ein paar Worte zu einem neuen DMxHG  Projekt;

Ja, ich habe etwas Neues begonnen, aber nein, es wird nicht in nächster Zeit online kommen. Ich will euch nicht enttäuschen und nur jede zwei Wochen oder nur einmal im Monat posten, weil ich so wenig Zeit zum Schreiben habe. Deshalb nehme ich mir erstmal die Zeit für Arbeit und das Schreiben für mich und wenn ich genug Kapitel geschrieben habe, werde ich euch gerne wieder daran teilhaben lassen.

Die neue Story wird sich mehr mit dem Pair befassen als diese hier, wird aber gleichzeitig auch einen großen Plot haben. Episch, fast schon ;) Ur-magie, ein altes Tagebuch, ein Großprojekt, bei dem Hermine Hilfe von Draco braucht, das kleine Schwarze, und kein goldenes Trio, sondern ein verzweifeltes Quartett werden nur einige Dinge sein, die sich dort wiederfinden.

Aber mehr verrate ich jetzt nicht.

Ich wünsche euch noch schöne Feiertage, bedanke mich noch einmal von Herzen für eure Unterstützung und sage;

Aufwiedersehen (-lesen)!

Ich drück euch,
eure Maya


xoxo
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