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Der kleine Hobbit und die 13 1/2 Zwerge

von Pethryn
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Bilbo Beutlin Fili Gandalf Kili Thorin Eichenschild
02.01.2014
12.10.2014
100
184.747
25
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02.01.2014 578
 
Fenn ging zügig am Waldrand entlang und freute sich auf eine Nacht im Trockenen. Vor ihr in der Dunkelheit sah sie die Lichter des Verlassenen Gasthofs, einer heruntergekommenen Absteige. Der Gasthof war der letzte besiedelte Fleck entlang der Grossen Oststrasse vor Bruchtal und lag am äussersten Rande des Breelandes. Von einem Bekannten hatte Fenn den Tipp bekommen, dass der Wirt des Gasthofes in letzter Zeit einige Probleme mit einem Wolfsrudel hatte. Eine einfache Sache, um die sie sich gut kümmern konnte, um ein paar Münzen zu verdienen.
Sie hatte nur wenige Bekannte hier im Breeland, doch dies war ein Ort, an dem sie leicht eine Bleibe fand, denn die Leute hier waren Menschen, Halblinge, Zwergen und anderes seltsames Volk und eher bereit als andere, über ihr pelziges Problem und ihre Andersartigkeit hinwegzusehen.  
Gerade wollte sie sich vom Schatten der Bäume lösen, als vor ihr eine Gestalt zwischen den Stämmen hervortrat. Vielleicht nur ein Reisender, ganz zufällig auf dem Weg nach Bree, dachte sie, legte aber vorsichtshalber die Hand an ihren Dolch. Der Fremde war sehr gross, was Fenn jedoch nicht besonders beunruhigte. Sie war zwar klein aber schnell.
Der Schatten vor ihr war stehen geblieben. Undeutlich erkannte sie einen Stab in seiner Hand. Damit klopfte er auf den erdigen Boden und ein schwacher Lichtschein erstrahlte an der Spitze des Stabes.
„Gandalf?“ fragte sie irritiert.
„Ich habe ein Abenteuer für dich“ brummte der Zauberer ohne eine Begrüssung.
„Für mich? Ich brauche keines, vielen Dank.“ Sie war versucht, einfach um ihn herumzugehen, um nicht zuzulassen, dass er ihr Leben durcheinander brachte.
Doch Gandalf trat nur noch einen Schritt auf sie zu und blickte auf sie herunter. Verglichen mit dem Zauberer war sie wirklich recht klein. Das Blut ihrer Vorfahren war das von Menschen, Zwergen und Elben allesamt. Sie hatte es wirklich schlecht erwischt. Zwar war ihr Vater ein Mensch gewesen und sie war auch als Menschenkind aufgewachsen, doch zum Menschen fehlten ihr immer noch etwa zwei Fuss an Höhe. Oft hielten sie die grossen Leute für eine grosse Hobbitfrau, was ihr zusätzlich half, sich hier im Breeland über Wasser zu halten. Doch nun war es ihr nicht gerade dienlich, denn sie reichte Gandalf nur bis zum Nabel und dieser packte nun sie fest an ihrem Mantel.
„Dies war keine Frage, meine gute, alte Freundin“ sagte er bestimmt aber mit einem gutmütigen Lachen. „Hast du alles Wichtige bei dir? Es geht sofort los!“
„Was? Wohin? Und überhaupt will ich gar nirgendwo hin! Mein Leben ist gerade angenehm, endlich habe ich einen Platz gefunden, wo ich bleiben kann. Ich lasse mir dies nicht von dir zerstören. Zum wiederholten Male!“
„Nun, kleine Fennrja, es war keine Frage.“ Er lächelte liebeswürdig und ehrlich. „Es ist leider so, dass ich für mein Vorhaben unmöglich auf dich verzichten kann.“
„Halte mich raus aus deinen Vorhaben! Ich habe nicht vergessen, was mit meinem Vater passiert ist, als er mit deinen Vorhaben zu tun hatte, Gandalf!“
Ein Schatten huschte über Gandalfs Gesicht, doch dann war seine Miene wieder offen. „Und doch ist es unumgänglich, dass du mich begleitest!“ Einen Moment zögerte er. Dann schmunzelte er schuldbewusst. „Verzeih mir, Fennrja, ja?“ Mit seinem Stab klopfte er auf den Boden und ein feines Dunstwölken stob aus der Spitze eines Stabes. Es leuchtete und waberte im Raum vor Fenns Kopf. Als sie unwillkürlich einatmete, kitzelte es einen Moment in ihrer Nase. Dann wurde ihr schwindelig und einen Augenblick später verlor sie das Bewusstsein und fiel in Gandalfs wartend ausgestreckte Arme.
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