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Precious Memories

GeschichteHumor, Freundschaft / P6 / Gen
Azusa Nakano Mio Akiyama Ritsu Tainaka Tsumugi Kotobuki Yui Hirasawa
01.01.2014
03.09.2016
10
8.612
2
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01.01.2014 1.296
 
Fröhlich schlenderte Yui mitsamt ihrer Gitarre auf dem Weg zum Musikladen durch das Einkaufszentrum. Im Café war heute Ruhetag und somit hatte sie frei. Ui war losgegangen, um ein paar Besorgungen zu machen, weswegen Yui bis vor einer halben Stunde noch alleine zu Hause herumgesessen hatte, ohne wirklich etwas zu tun. Irgendwann war ihr der Gedanke gekommen, dass sie die Saiten ihrer Gitarre mal wieder wechseln musste und da sie keine Saiten daheim hatte, musste sie welche kaufen gehen. Mittlerweile hatte Yui das Geschäft betreten, sich die Saiten, die sie benötigte, rausgesucht und stand jetzt an der Kasse, in der Hoffnung, Ritsu würde bald erscheinen, damit sie bezahlen konnte. Außerdem hatte Yui der Schlagzeugerin noch etwas wichtiges zu sagen. Nach ungefähr zwei Minuten bemerkte Ritsu, dass jemand an der Kasse stand und eilte sofort hin. “Ach, hallo Yui. Ich hab da hinten ein paar Dinge einsortieren müssen und dich nicht gesehen, sorry.”, meinte sie, als sie direkt vor der Gitarristin stand. Diese lächelte nun. “Ich hab doch Zeit.”, sagte sie. “Ich will nur das hier bezahlen.” Sie reichte Ritsu die Saiten und das Geld, das sie zu zahlen hatte. “Du hast deine Gitarre dabei, soll ich sie dir gleich wechseln?”, fragte Ritsu. Yui sah gleich etwas verwundert aus. “Sag bloß, du kannst das!” - “Ja natürlich! Was denkst du eigentlich von mir? Ich arbeite hier, da muss ich so was ja wohl können. Also echt…”, kam es entrüstet von Ritsu. Yui warf ihrer Gegenüber noch einen kurzen verdatterten Blick zu, sagte aber dann: “Wenn das das so ist, gerne. Ich hatte Gitah nur mitgebracht, weil sie irgendwie so aussah, als würde sie nicht alleine zu Hause bleiben wollen.” Sie packte ihre Gitarre aus und legte sie vor Ritsu hin, die sofort damit begann, ihre Arbeit zu erledigen. “Sei vorsichtig mit ihr! Nicht, dass es Gitah wehtut!”, äußerte die Gitarristin ihre Sorge und Ritsu nickte nur, da sie es für sinnlos hielt, Yui zu sagen, dass ihre Gitarre keinen Schmerz empfinden konnte. “Ach, ich muss dir noch was sagen.”, meinte da Yui, die Gitah dabei nicht aus den Augen ließ. “Wäre es okay, wenn wir morgen Abend eine Bandprobe machen?” - “Ich bin natürlich dabei.”, versicherte Ritsu ihr. “Das wird super werden. Die erste Bandprobe nach unserem Comeback.”, fügte sie noch an und Yui stimmte ihr durch ein Nicken zu. “Das ist gut. Mugi-chan und Azu-miau haben mir auch schon zugesagt, nur Mio-chan kann ich irgendwie nicht erreichen. Sie geht einfach nicht an ihr Handy, dabei hab ich schon so oft versucht, sie anzurufen.” - “Äh, Yui?!” Ritsu schaute auf. “Mio kann ja schlecht auf deine Anrufe reagieren, wenn sie unterrichten muss.”, meinte sie. “Oh, stimmt ja!” Yui schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn. “Hätte ich mir denken können. Aber wie soll ich ihr jetzt Bescheid geben?” Die Schlagzeugerin musste grinsen. “Besuch sie doch einfach in der Schule.”, sagte sie, meinte dies aber nicht wirklich ernst. “Glaubst du, das geht?” - “Nein, das war ‘n  Witz, Yui.”, meinte Ritsu. “Aber die Idee ist nicht schlecht. Wäre doch witzig, Mio-chan einfach mal so besuchen zu kommen.”, entgegnete die Gitarristin mit leuchtenden Augen. “Vielleicht sollte ich das wirklich machen.” Ritsu sah plötzlich genauso motiviert aus wie Yui. “Stimmt, irgendwie schon.”, sagte sie. “Hör zu, Yui: In zwanzig Minuten hab ich Pause, wenn du solange wartest, komm ich einfach mit.”, schlug sie, nach einem Blick auf die Uhr, grinsend vor. “Au ja!”, lachte die Gitarristin. Sie warteten eine Weile, aber die Zeit wollte nicht vergehen. “Was meinst du, Ri-chan…”, begann Yui nach ein paar Minuten. “Soll ich auf mein Plektron ‘HTT - The Comeback’ schreiben und eine Teetasse dazumalen?” - “Über so was machst du dir Gedanken?”, wollte Ritsu wissen und Yui nickte. “Na ja, irgendwie müssen wir der Welt doch zeigen, dass wir jetzt wieder auf die Bühne zurückkehren!” Die Schlagzeugerin hatte diese Erklärung aber nicht wirklich überzeugt. “Glaubst du echt, irgendwer guckt auf dein Plektron?” Yui antwortete, indem sie gar nichts sagte. “Okay, keine Antwort ist auch eine Antwort.”, dachte sich Ritsu nur.
Endlich waren schließlich die zwanzig Minuten rum und somit hatte Ritsu Pause. Schnell liefen sie und Yui los. Der Weg bis zur Schule war ja auch nicht weit. Eilig gingen sie über den Schulhof und als sie sich so umsahen, überkam beide eine Art positive Melancholie, wenn sie an die Zeit dachten, als sie noch auf dieser Schule gewesen waren. Der Tür, die in das Gebäude führte, war offen und Yui und Ritsu konnten problemlos eintreten. “In welches Klassenzimmer müssen wir jetzt eigent…”, wollte Yui wissen, aber Ritsu deutete ihr an, sie solle leiser sein. “Da ist Mio!”, flüsterte die Schlagzeugerin. Yui sah sich um. Tatsächlich ging die Schwarzhaarige durch den Flur auf dem Weg zu irgendeinem Zimmer. Ihre beiden Freundinnen bemerkte sie allerdings nicht. Unauffällig schlichen sie Mio hinterher, bis diese in ein Klassenzimmer eintrat. Sie schloss die Tür hinter sich. Ritsu und Yui standen etwas abseits, liefen aber jetzt zur Tür und hörten wie Mio drinnen redete: “Also, da ich nun eure Tests von neulich noch aus dem Lehrerzimmer geholt habe, kann ich sie euch ja zurückgeben.” Mio war gerade dabei, die Prüfungsbogen auszuteilen, als es an der Tür klopfte. “Herein!”, rief sie und drehte sich zur Tür um. “Hallöchen, wir sind’s, Mio-chan!”, begrüßte Yui die Bassistin fröhlich, als sie und Ritsu den Raum betraten. Mio schien ziemlich sprachlos zu sein. “Was… Was…”, begann sie. Nun meldete sich eine von den Schülerinnen zu Wort: “Wer ist das, Akiyama-sensei?” Mio starrte immer noch wie hypnotisiert auf ihre beiden Freundinnen. Was zum Teufel wollten Ritsu und Yui hier? Außerdem war es ihr sehr peinlich, dass sie sie vor ihren Schülerinnen einfach so besuchten. “Ähm… Das… Das sind…” Mio suchte nach einer Erklärung, was die beiden hier zu suchen hatten, als ihr Yui ins Wort fiel: “Mein Name ist Hirasawa Yui. Das G steht für Gefahr!” Die Klasse brach in Gelächter aus und Ritsu kommentierte am Rand: “Du hast doch nicht mal ein G im Name.” Nachdem sich alle Schülerinnen halbwegs beruhigt hatten, räusperte Mio sich. “Nun ja. Das sind Ritsu und Yui, zwei Freundinnen von mir.” Ritsu nickte zur Bestätigung. “Genau. Und zwar die Besten, die man sich wünschen kann. Stimmt’s, Mio?!” Der Schwarzhaarigen war diese ganze Situation irgendwie sehr unangenehm. “Und… Was möchtet ihr denn?”, fragte sie. “Dir Bescheid sagen, wegen der Bandprobe!”, antwortete Ritsu ihr, woraufhin Mio sie schief ansah. “Ihr wollt also jetzt schon mit Proben beginnen? Da scheint ihr ja sehr motiviert zu sein.”, bemerkte sie. Yui nickte. “Ja, das sind wir wirklich! Kannst du denn morgen Abend?” - “Äh… Ich denke schon…”, sagte die Bassistin schnell. Sie wollte einfach so schnell wie möglich aus dieser Situation raus. Als sie so durch die Klasse schaute, wirkten die Schülerinnen auch mehr als verwirrt, was aber verständlich war. Schließlich kam es nicht alle Tage vor, dass Freundinnen von ihrer Lehrerin einfach so in den Unterricht platzten.
“Ich bin gleich wieder zurück.”, meinte nun Mio an die Klasse gerichtet und verließ mit Yui und Ritsu den Raum. “Wie kommt ihr dazu, einfach vorbeizukommen?”, fragte sie nun und wirkte dabei etwas wütend. “Freust du dich gar nicht?”, stellte Yui eine Gegenfrage. “Ihr habt mich total blamiert und das auch noch vor der ganzen Klasse. Was sollte das denn?”, wollte nun die Schwarzhaarige wissen. “Ähm… Eine spontane Überraschung?!” Ritsus Antwort war mehr eine Frage. “Das ist euch definitiv gelungen…”, stellte Mio fest. Eben war sie noch so wütend gewesen, doch jetzt war auf ihrem Gesicht ein kleines Lächeln zu erkennen. “Die Aktion gerade sieht euch ähnlich. Aber lasst mich jetzt weiter unterrichten und bin morgen Abend.”, sagte sie, betrat wieder den Klassenraum und meinte dann: “Okay, da sich nun alles wieder normalisiert hat, können wir ja mit dem Unterricht fortfahren.”
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