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Precious Memories

GeschichteHumor, Freundschaft / P6 / Gen
Azusa Nakano Mio Akiyama Ritsu Tainaka Tsumugi Kotobuki Yui Hirasawa
01.01.2014
03.09.2016
10
8.612
2
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01.01.2014 854
 
Es herrschte zunächst Stille. Alle Anwesenden hatten irgendwie damit gerechnet, aber niemanden war es wirklich klar gewesen. “Aber ich muss dir zustimmen. Das hatte ich mir lange schon gewünscht.”, begann Tsumugi und brach damit das Schweigen. “Ich weiß nicht, ob das was werden kann.”, äußerte nun Azusa ihren Zweifel. “Meinst du echt, dass das Comeback so eine gute Idee wäre?” - “Hab ich das jetzt richtig verstanden? Du bist dagegen?” Yui schaute die Schwarzhaarige mit den zwei Zöpfen durchdringend an. In den Augen der älteren Gitarristin spiegelten sich Enttäuschung und Traurigkeit, als sie das fragte. “Ich… Nun ja…”, fing Azusa an, doch sie brachte nicht mehr heraus. Wieso fühlte sie sich jetzt so schlecht? “Azusa…”, sagte nun Mio. “Warum bist du denn dagegen?” Wieder herrschte ein betretenes Schweigen. “Um ehrlich zu sein, glaube ich irgendwie, dass ich alles kaputt machen könnte…”, meinte Azusa und blickte zum Boden. “Ich hab immer so wenig Zeit. Ein Comeback steht für mich nicht zur Debatte.” Die Schwarzhaarige schaute wieder auf. Hatte sie ihre Freundinnen jetzt enttäuscht? Stille machte sich breit und eine bedrückte Stimmung war im Raum. Azusa erhob sich. “Es tut mir leid.”, sagte sie leise, bevor sie schnellen Schrittes das Café verließ. “Azusa-chan!”, rief Ui, doch das nützte nichts. “Ich gehe ihr nach.” Entschlossen stand Tsumugi auf und lief ebenfalls raus. “Was hat Azu-miau bloß auf einmal?”, fragte jetzt Yui in den Raum, darauf bekam sie aber keine Antwort. “Und wo sie wohl hingegangen ist?”, wollte Mio wissen, doch auch das wusste niemand genau. Außer natürlich Tsumugi, die Azusa mittlerweile eingeholt hatte.
Die Schwarzhaarige drehte sich um. “Mugi-senpai…? Ich dachte, du wärst bei den anderen?”, fragte sie, obwohl es mehr eine Feststellung war. “Nein, ich habe mir Sorgen gemacht.”, kam es von der Blonden. Beide waren stehen geblieben. “Wo wolltest du hin, Azusa-chan?” - “Weiß ich nicht. Einfach weg.”, sagte die Angesprochene leise. “Und warum wolltest du weg?” Tsumugi sprach mit einer sanften Stimme, die es auch schaffte, die Jüngere etwas zu beruhigen. Azusa seufzte. “Alles wird an mir hängen. Ich hab einfach zuviel zu tun. Es geht nicht. Und ich weiß nicht, ob ich Ho-kago Tea Time noch ernst nehmen kann… Was soll dieses Comeback überhaupt bringen?” War sie vorhin noch so verschlossen gewesen, platzten die Worte nun förmlich aus ihr heraus. Es fühlte sich irgendwie gut an, dass sie nun endlich all ihre Sorgen aussprechen konnte. “Natürlich kannst du unsere Band ernst nehmen.”, sagte nun die Blonde.  “Wenn du möchtest sogar noch ernster als damals. Denn nun sind wir alle motiviert, wir wollen proben. Okay, dass wollten wir auch damals schon, aber du hast ja gemerkt, dass wir uns manchmal einfach gehen lassen haben, nicht wahr?!” Kurz lächelte Tsumugi und die Schwarzhaarige nickte leicht. Die Ältere redete weiter: “Du musst das nicht für uns machen. Mach es einfach für dich. Du wirst spüren, ob dir das auch so alles fehlt. Niemand will dir etwas aufzwängen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du die damalige Zeit nicht vermisst.” Wieder nickte Azusa. Tsumugi hatte ja irgendwie recht. Die Zeit hatte ihr sehr gefehlt. “Und wegen deiner Zeit… Mach dir darum bitte keine Sorgen, okay?!” - “Ja.”, stimmte Azusa ihr zu. “Ich glaube… Ich werde es mir überlegen.” - “Freut mich.”, lächelte die Blonde und sie hatte auch schon eine Idee, wie Azusa mehr Freizeit gewinnen könnte. Denn so konnte das nicht weiter gehen, die Schwarzhaarige hatte viel zu viel zu tun und konzentrierte sich ja bloß noch auf ihren Job.
Der nächste Tag war angebrochen. Azusa war gerade auf Arbeit, saß in ihrem Büro und machte sich so ihre Gedanken. Wirklich bei der Sache war sie nicht, was sonst ja nicht ihre Art war, denn sie dachte immer noch über den gestrigen Tag nach. Ihr fiel ein, dass Tsumugi irgendwas von einer Idee gesagt hatte, aber ganz verstanden hatte die Schwarzhaarige das nicht. Plötzlich klopfte es an der Tür. Schlagartig drehte sich Azusa um und sah im Türrahmen die Sekretärin ihres Chefs stehen. “Guten Tag. Wollen Sie was bestimmtes?”, fragte sie. “Ich soll ihnen Bescheid geben, dass Sie heute für den Rest des Tages frei bekommen, Nakano-san.” Azusa sah plötzlich sehr verwirrt aus. “Warum das denn?”, wollte sie direkt wissen. “Nun ja…”, begann die Sekretärin. “Unser Chef bekam gerade einen Anruf von einer gewissen Kotobuki Tsumugi. Sie bat darum, dass Sie ab jetzt weniger Stunden am Tag arbeiten, da das Sie ja wohl noch innerlich kaputt machen würde. Sie meinte auch, als Entschädigung für die Zeit, in der Sie nicht arbeiten, würde sie eine große Summe Geld bieten.” Azusa war zunächst sprachlos. “Das kann ich doch nicht annehmen…”, meinte sie überwältigt, richtete dies aber mehr an Tsumugi als an die Sekretärin, die nun sagte: “Das können Sie wohl, Nakano-san. Machen Sie sich doch jetzt auf den Weg.” Azusa nickte stumm. Als die Sekretärin das Büro wieder verlassen hatte, fing Azusa ungewollt einfach zu lächeln an. Sie wusste gar nicht, wie sie sich dafür bei Tsumugi bedanken sollte. Die Blonde hatte ihr damit einen großen gefallen getan und Azusa war sich jetzt sicher, dass einem Comeback nichts mehr im Wege stand.
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