Vorsätze fürs neue Jahr

von Kittyb0y
GeschichteRomanze, Fantasy / P12 Slash
Conrad Weller Gunther von Kleist Gwendal von Voltaire Murata Ken Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
28.12.2013
06.01.2014
3
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Es war nun schon eine ganze Weile her, dass Yuri das Dämonenkönigreich verlassen und in seine eigene Welt zurückgekehrt ist. Nachdenklich saß der junge König an seinem Schreibtisch und war gerade dabei einen Aufsatz zu schreiben, den sie nach den Winterferien abgeben sollten. Richtig es war Winter auf der Erde. Yuri wollte Weihnachten mit seiner Familie verbringen und da sie in Shin Makoku kein Weihnachten feierten, war es nicht sonderlich schlimm, dass er für eine Weile weg sein würde.
Das Fest verlief sehr ruhig und friedlich. Als alle an Heiligabend gemeinsam am Tisch saßen und Yuri's Mutter Miko, die Jennifer genannt werden will, zur Abwechslung mal kein Curry, sondern einen dicken Weihnachtsbraten servierte, schien alles perfekt zu sein. Doch irgendetwas fehlte, Yuri wusste nur nicht was es war.

Genau fünf Tage bevor das Jahr zu Ende ging und Yuri gar nicht mit seinem Besuch gerechnet hatte, stand Murata, Yuri's Schulfreund vor der Tür und wurde von dessen Mutter hereingelassen.
Als es an seiner Zimmertür klopfte sah der doppelt schwarze auf und lächelte freundlich, als er feststellte wer da hereingekommen war.
„Hallo Shibuya, ich dachte ich besuche dich mal“ Während er den jüngeren begrüßte setzte Murata sich auf dessen Bett. „Hallo Murata. Es freut mich dich zu sehen. Was treibt dich her?“ Yuri wusste, dass Murata nie ohne Grund einfach so vorbei kam. Immer wenn dieser erschien, passierte entweder etwas schlimmes und unvorhergesehenes oder dieser hatte einen Plan.
„Nun wie du weißt ist bald Silvester...“ Der andere sah ihn gespannt an. Der Dämonenkönig hatte selbst noch gar keine Pläne und Ideen wie er Silvester verbringen wollte. Murata fuhr fort: „... Wie wäre es, wenn wir nach Shin Makoku reisen und den Jahreswechsel dort mit unseren Freunden feiern?“ Der Angesprochene hatte augenblicklich ein strahlen in den Augen. Er hatte die anderen schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen, daher freute es ihn umso mehr, dass dieser Vorschlag von Murata kam. Auch wenn Yuri sich wunderte und fragte, ob nicht doch etwas fieses dahinter steckte.

Gesagt getan, so geschah es, dass sich die beiden Schulfreunde am selben Abend am Brunnen im nahegelegenen Park trafen um gemeinsam aufzubrechen. Vorher hatte Yuri sich von seiner Familie verabschiedet und ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht. Es würde das erste mal sein, dass er Silvester nicht zuhause feiern würde. Was ihn aber umso mehr freute, war die Tatsache, dass er all seine Freunde und auch seine Adoptivtochter Greta endlich wiedersehen würde. Und Wolfram.
Wolfram von Bielefeld, dieser hübsche blonde raubte ihm den letzten Nerv. Angefangen von der nicht gewollten Verlobung, bis hin zu der Tatsache, dass dieser ihm keine Minute von der Seite wich und sich sogar Nachts in das Bett des Dämonenkönigs schlich. Warum war er bloß so hartnäckig. Yuri hatte ihm von Angang an gesagt, dass er die Verlobung auflösen kann, da er es nicht Ernst nimmt. Sie beide seien ja Männer, sagte er immer wieder zu Wolfram. Doch dieser bestand darauf die Verlobung nicht aufzulösen. Letztendlich wohl nur, weil sonst sein Ansehen und seine Ehre gekränkt wären. Der schwarzhaarige seufzte laut hörbar auf und wurde plötzlich am Arm geruckelt. „Hey Shibuya! Willst du weiter Tagträumen hinterherjagen oder können wir aufzubrechen? Sonst feiern die Silvester noch ohne uns!“ Ein kurzes nicken Seitens von Yuri verriet Murata, dass sie los konnten. Also stiegen die zwei Freunde in den Brunnen und kurze Zeit später wurden sie vom bekannten Strudel gepackt und in einen Sog gezogen.

Als sie wieder zu sich kamen, waren sie nicht mehr auf der Erde sondern in Shin Makoku.

Diesmal waren sie im Brunnen vorm Tempel von Ulrike angekommen. Diese schien ihre Ankunft erahnt zu haben und stand daher mit zwei Handtüchern am Rand und gab ihnen diese.
„Vielen Dank Ulrike“, meinte Yuri zu ihr und begann sich abzutrocknen. Murata der es ihm gleich tat, stellte sich anschließend neben Ulrike und lächelte seinen Freund an. „Also dann Shibuya, ich habe noch einiges vorzubereiten. Du reitest am besten zum Schloss und begrüßt die anderen und erzählst ihnen davon, dass es in 5 Tagen eine Silvester Feier geben wird“. Der Angesprochene erwiderte das Lächeln und stieg, nachdem er sich abgetrocknet hatte auf sein schwarzes Pferd, welches Ulrike für ihn hatte holen lassen. „Okay dann bis später!“ Mit diesen Worten ritt Yuri aus dem Tempel in Richtung des Schlossen, seines Schlosses.
Das Schloss war ein großes und prächtiges, wie Yuri immer wieder aufs neue feststellen musste. Obwohl der Name „Blood Plegde Castle“ zwar unheimlich klang, so fühlte er sich hier richtig wohl. Es war sein zweites Zuhause geworden.

Direkt nachdem er durch das große Tor geritten war und von Soldaten begrüßt wurde, stellte er sein Pferd bei den Ställen ab und schritt zum Speisesaal, wo er er hoffte die anderen anzutreffen. Glücklicherweise war dem auch so. Alle saßen dort bei einem gemeinsamen Abendessen am großen Tisch, der wie üblich mit mehr als reichlich Speisen bedeckt war. Darunter ein großer saftiger Braten, mehrere Gemüse Arten, eine leckere Sauce und vieles mehr.

Als der schwarzhaarige den Raum betrat schauten alle sofort auf und bemerkten seine Anwesenheit. Der Erste der sich zu Wort meldete war natürlich Günther der nur ein „Majestät!“ brüllte und ihn stürmisch umarmte. „Ist ja gut Günther“, versuchte Yuri diesen zu besänftigen. Nun meldeten sich auch die anderen zu Wort und stimmten mit einem „Herzlich Willkommen zurück Eure Majestät!“ ein. Nur einer schwieg noch. Es war der blonde Schönling, der sich als letzter von seinem Sitz erhob und auf Yuri zuschritt. Zuerst hatte dieser damit gerechnet, dass Wolfram ihn umarmen würde, doch da hatte er sich gewaltig getäuscht. Mit einem „Du Betrüger!“ schien Wolfram von Bielefeld den Dämonenkönig auf seine eigene Art zu begrüßen. „Wieso warst du solange weg!?“ wollte dieser wissen. Der doppelschwarze schien etwas verärgerter zu sein, doch lächelte dann und antwortete:“Ach Wolfram ich hatte wichtigen Klausuren und einen Aufsatz zu schreiben, außerdem habe ich mit meiner Familie Weihnachten gefeiert.“ Der Blonde glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Zwar kannten und feierten sie Weihnachten in Shin Makoku nicht, aber  hatte er als der Verlobte des Dämonenkönigs nicht das Anrecht darauf, bei dieser Feierlichkeit dabei zu sein. „Aha! Hättest mich ruhig mitnehmen können, dann hätten wir dieses komische Weihnachten zusammen gefeiert. Immerhin bin ich dein Verlobter und sollte bei so etwas dabei sein.“ Nun gut unter normalen Umständen hätte er Recht gehabt. Seinen festen Partner oder Verlobten nahm man Heiligabend mit zu seiner Familie und feierte gemeinsam. Aber diese Verlobung war doch ein Versehen!

„Wolfram wie oft habe ich dir schon gesagt, dass das ganze ein Versehen war.“ Der blonde wollte gerade etwas sagen. Man sah ihm richtig an wie sauer er war. Erst ließ Yuri ihn solange alleine und dann äußerte dieser auch noch so eine Dreistigkeit. Bevor er darauf antworten konnte fiel ihm Yuri ins Wort. „Ich habe eine kleine Überraschung für euch. Auf der Erde gibt es ein Fest, welches wir zum Jahreswechsel feiern, es heißt Silvester. Da verbringt man den Abend mit Freunden und um Punkt Mitternacht schießt man Raketen in die Luf!“ Conrad lächelte als Yuri zu erzählen begann, immerhin hatte er einige Zeit auf der Erde verbracht und kannte daher einige der Feste die es dort gab. Alle schienen sich zu freuen und auch Wolfram schien zunächst besänftig zu sein, doch einem gefiel das alles gar nicht. Gwendal der wie immer grimmig aussah ergriff das Wort:“Eure Majestät das ist viel zu gefährlich. So etwas wie Raketen könnten das ganze Schloss niederbrennen, wenn sie außer Kontrolle geraten. Und wer soll sich um die Sicherheit kümmern?“ Damit hatte sich dieser grade wie man so schön sagt, sein eigenes Grab geschaufelt, denn der Mao grinste diesen frech an und äußerte sich dazu:“Ihr, wer denn sonst? Alle anderen Aufgaben werden noch verteilt, wobei sich Murata und Ulrike um die Raketen kümmern.“

Damit schien das Fest  geplant zu sein und so setzte sich der schwarzhaarige an den Tisch. Dabei gab es das übliche Bild. Conrad und Gwendal redeten über irgendwelche Strategischen Dinge, Günther redete auf Yuri ein, dass er seine Lehrstunden bei ihm nicht versäumen solle, Céli-Sama berichteten von einer ihrer Reisen und Wolfram, der neben Yuri saß stachelte ihn an, er solle seine Pflichten als Verlobter wahrnehmen. Alles war somit wie immer. Yuri seufzte zufrieden, denn genau das hatte er vermisst. Später am Abend, nachdem alle gegessen und sich unterhalten hatten, war es Zeit ins Bett zu gehen. Yuri verabschiedete sich von seinen Freunden mit den Worten, dass er sich auf morgen freue und verließ den Esssaal. Während er den langen Flur entlang lief dachte er über einiges nach, was ihn in letzter Zeit beschäftigt hatte. Wieso den Kopf zerbrechen? Das konnte er auch auf morgen verschieben. Als er die Tür zu seinem Schlafgemach öffnete, stellte er erleichtert fest, dass dieses leer war. Im Normalfall fand er dort nämlich den blonden Jungen wieder, der sich jede Nacht in sein Bett schlich und dort so breit machte, dass er sogar nach Yuri tritt und dieser im Verlaufe der Nacht aus dem Bett fiel und oftmals auf dem Boden wach wurde.

Doch dieses mal schien Wolfram ihn in Ruhe zu lassen. Erleichtert seufzte Yuri auf, entledigte sich seiner Klamotten und hängte diese über einen Stuhl, der neben dem Bett stand. So nackt wie er nun war, wollte er grade zum Kleiderschrank gehen, um sich eines seiner Schlafhemden raus zu suchen und es anzuziehen. Genau in diesem Moment ging ohne das vorher angeklopft wurde, die Tür auf und ein merkwürdig gut gelaunter Wolfram stand im Türrahmen.

Yuri der damit überhaupt nicht gerechnet hatte schrie erschrocken auf. „Wolf was machst du denn hier!“ Vor lauter Schreck hielt er sich beide Hände schützend vor seinen Intimbereich. Der Angesprochene grinste nur und trat in das Zimmer ein und schloss die Tür hinter sich. „Keine Angst Yuri, ich bin es nur, dein Verlobter!“ Das letzte Wort hatte dieser stark betont und zwinkerte dem schwarzhaarigen verführerisch zu. Dieser wich erschrocken einige Schritte zurück und fiel daher auf das Bett. Wolfram der alles belustigt mit ansah, ging zum Schrank, holte eines der Nachthemden des Königs raus und warf es ihm zu. „Zieh das an, sonst erkältest du dich noch... Andernfalls kann ich dich wärmen, falls dir kalt wird.“

Womit hatte er das nur verdient? War es denn nicht schon genug, dass Wolfram einfach so in sein Zimmer platzte und ihn nackt erwischte? Musste dieser ihn auch noch so demütigen? Aber was störte Yuri so sehr daran? Die beiden haben des öfteren schon zusammen nackt gebadet. Aber die Art wie dieser sich grade benahm, ihn verführerisch angrinste und ihm anbot zu kuscheln, das verursachte eine Gänsehaut auf dem Körper des jungen Dämonenkönigs. Rasch zog er sich das ihm zugeworfene Nachthemd an und legte sich ins Bett und zog die Decke über seinen Körper. Kurze Zeit später spürte er wie das Bett nachgab und sich der blonde Lord von Bielefeld zu ihm ins Bett legte.

Dies war eindeutig zu viel für einen Tag. Er wollte grade seine Augen schließen, da spürte Yuri auch schon wie sich etwas oder eher jemand eng an ihn kuschelte. Zweifelsohne war es Wolfram. „Yuri mir ist kalt!“ Es war tatsächlich kalt, denn Yuri spürte wie sein Verlobter anfing zu zittern. Da Yuri einfühlsam und liebevoll mit seinen Mitmenschen umging, konnte er nicht anders und drehte sich leicht um und legte seinen Arm und Wolfram. „Mir ist auch etwas kalt, aber gleich wird es wärmer“. Obwohl er es zunächst eigentlich gar nicht wollte, kuschelte er mit Wolfram. Nun das war nichts schlimmes dachte Yuri sich, immerhin ist er mein bester Freund, mehr nicht. Oder etwa doch?

Nicht ALLES schien beim alten zu sein, denn ohne das Yuri es ahnen konnte, begann sich etwas langsam in ihm zu verändern. Was genau dies zu bedeuten hatte, würde er vor Silvester allerdings nicht herausfinden.
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